DE18589C - Dampfkessel für Heizung mit Petroleumgas - Google Patents
Dampfkessel für Heizung mit PetroleumgasInfo
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Classifications
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- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23C—METHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN A CARRIER GAS OR AIR
- F23C99/00—Subject-matter not provided for in other groups of this subclass
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- F23C2700/00—Special arrangements for combustion apparatus using fluent fuel
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5, October 1881 ab.
Der in beiliegender Zeichnung dargestellte Dampfkessel ist mit einem Apparat verbunden,
mittelst dessen die Reinigung der Leitungen von Bierdruckapparaten ausgeführt werden kann.
Aufserdem kann dieser Dampfkessel für jede durch Dampf zu betreibende Maschine verwendet
werden und durch Combination mehrerer kleiner Kessel oder durch Vergröfserung der
Dimensionen der einzelnen Theile kann die Dampferzeugung beliebig gesteigert werden.
Das Hauptaugenmerk ist darauf gelegt, dafs der Kessel bei seiner Einfachheit und leichten
Construction (das Gewicht eines solchen Apparates beträgt 25 bis 30 kg) und wegen seiner
geringen Anschaffungskosten (100 bis 150 Mark)
besonders geeignet sei, von jedem Bierdruckapparate besitzenden Gastwirth beschafft zu
werden. Auch die kurze Zeit, welche erforderlich ist, einen derartigen Dampfkessel in Betrieb
zu setzen, ist von Wichtigkeit; es sollen nur 4 bis 6 Minuten erforderlich sein, um in dem
mit kaltem Wasser gefüllten Kessel Dampf von 6 bis 8 Atmosphären Ueberdruck zu erzeugen.
In beiliegender Zeichnung stellt dar:
Fig. ι einen Verticalschnitt nach a-b, Fig. 3,
Fig. 2 eine Seitenansicht und
- Fig. 3 eine obere Ansicht des Apparates,
- Fig. 3 eine obere Ansicht des Apparates,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt nach c-d,
Fig. 5 eine Ansicht des Apparates in Verbindung mit einem Behälter zum Vorwärmen
des Kesselspeisewassers,
Fig. 6 eine Seitenansicht des oberen Theiles der Fig. 5.
Der schmiedeiserne Cylinder A ist mit seinen Flantschen einerseits gegen die Fundamentplatte
C, andererseits gegen einen Deckel D dampfdicht verschraubt. In demselben ist der
unten geschlossene Cylinder B angebracht, der mit seinen am oberen Ende befindlichen Flantschen
ebenfalls gegen den Deckel D dampfdicht angeschraubt ist. Der zwischen den Cylindern
A und B verbleibende Raum bildet den Wasser- bezw. Dampfraum.
. Um einen möglichst trockenen Dampf zur Wirkung bringen zu können, ist ein Dampfdom
E angeordnet, der durch das Rohr e mit dem Dampfraum in Verbindung steht und aufserdem
mit Sicherheitsventil und Manometer, sowie mit der Dampfableitung versehen ist.
Von dem Dampfdom E führt ein Rohr / nach unten, welches durch ein Rohr g mit dem
untersten Theil des Wasserraumes verbunden ist und an seinem Ende einen Hahn h trägt,
durch den das Wasser aus dem Kessel abgelassen und der Kessel selbst gereinigt werden
kann.
Die Druckpumpe F dient zur Speisung des Kessels und kann das Wasser aus einem besonderen
Behälter oder aus dem Vorwärmer G entnehmen.
In den Cylinder B ist der Brennapparat lose eingehängt. Derselbe besteht aus dem geschlossenen
Cylinder H, in dessen Boden der Schornstein J zur Abführung der Verbrennungsgase und zur Erzeugung des Luftzuges, sowie
die Brenner i (hier 8 Stück) eingesetzt sind.
Der Cylinder i/ist mit Scheiben feiner Drahtgaze k und einer Filzplatte / ausgefüllt und
dient zur Gasbildung und Vertheilung der Brenngase. Es wird nämlich durch den in dem
Sockel befindlichen Blasebalg K Luft durch das
Rohr m geprefst, welche sich mit dem aus dem Behälter L ausfliefsenden Petroleum vermischt
und beim Durchgange durch die Gaze- und Filzscheiben sich mit dem Petroleum zu einem
brennbaren Gemisch verbindet; der Petroleumzuflufs ist durch den Hahn η zu reguliren.
Um den Dampfkessel in Betrieb zu setzen, wird, nachdem der Kessel mit Wasser gefüllt
ist, der Hahn η geöffnet und durch den Blasebalg K Luft, welche sich mit dem aus L
fliefsenden Petroleum mischt, durch den Cylinder H und die Brenner i in den Brennraum M
gedrückt; sobald der Raum M gefüllt ist, wird das darin befindliche Gas durch den Schornstein
/ angezündet. Die Regulirung der Flamme und somit die der Dampferzeugung geschieht
durch Regulirung des Gaszutritts.
Durch vollständige Absperrung, entweder des Petroleums allein oder der Luft allein, wird die
Flamme sofort gelöscht und die weitere Dampferzeugung unterbrochen. Nach kurzem Betriebe
werden die Brenner i glühend, worauf dann eine vollständige Rauchverbrennung erzielt wird.
Macht man das Rohr m aus zwei Theilen, so dafs dasselbe ausziehbar wird, so kann man
den Brennapparat in beliebiger Höhe mittelst des Keiles ο feststellen. Läfst man die Flamme
an den Brennern i möglichst nahe der Wasseroberfläche im Wasserraum wirken, so erzielt
man einen ganz trocknen, stark überhitzten Dampf.
Um mit einem derartigen Kessel Bierdruckapparate und deren Leitungen reinigen zu können,
ist das Gefäfs N angeordnet, welches mit Soda gefüllt werden kann. Der Hahn r ist
als Doppelweghahn angeordnet und führt das aus dem Kessel gedrückte warme Wasser entweder
durch den Sodabehälter N oder durch das Mundstück S vermittelst an q bezw. s angeschraubter
Gummischläuche unter dem im Kessel befindlichen Dampfdruck in den Bierdruckapparat
und durch dessen Leitungen hindurch. Um Dampf durch die Leitungen drücken zu können, wird ein Gummischlauch an die
Dampfableitung t, welche zur Benutzung des Dampfes für irgend welche andere Zwecke angeordnet
ist, angeschraubt und der Hahn u geöffnet.
Ordnet man eine kleine Dampfmaschine an einem solchen Dampfkessel an, so ist man im
Stande, damit kleine Arbeitsmaschinen zu betreiben, z. B. Nähmaschinen, Bohrmaschinen
u. s. w.
Der Kessel erfordert keine baulichen Anlagen und kann nach Angabe des Patentinhabers
überall ohne besonderen Abzugsschornstein aufgestellt werden. Die Heizung des Dampfkessels
kann aufser durch Petroleum auch durch OeI, Spiritus, Fette, zu Staub geschlagene Steinkohle
u. s. w. erfolgen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein leicht transportabler Dampfkessel mit eingehängter Vorrichtung, die in Verbindung mit einem Blasebalg zur Erzeugung von Petroleumgas dient, und in welcher vermittelst eines besonders construirten Brenners das Gas bis zur Glühhitze vorgewärmt und rauchfrei verbrannt wird, wodurch das im Kessel befindliche Wasser zur Dampfentwickelung gebracht wird.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18589C true DE18589C (de) |
Family
ID=295457
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18589D Active DE18589C (de) | Dampfkessel für Heizung mit Petroleumgas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18589C (de) |
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- DE DENDAT18589D patent/DE18589C/de active Active
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