DE185286C - - Google Patents

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DE185286C
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Application number
DE1906185286D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/04Fluid-pressure devices for operating points or scotch-blocks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 185286 -KLASSE 20/. GRUPPE
SCHEIDT & BACHMANN in M.-GLADBACH.
Aufschneidbares Weichenstellwerk mit Druckluft- oder Preßgasantrieb.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1906 ab.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein aufschneidbares Weichenstellwerk mit Druckluftoder Preßgasantrieb von der Art, wo der durch die Bewegung der Weiche eingeleitete zurückkehrende Druckluftstrom in der Stellbude zur Verschiebung des Stellhebels in dessen Endlage benutzt wird.
Die Erfindung bezweckt, diese Weichenstellvorrichtungen so auszugestalten, daß der
ίο Stellhebel zu jeder Zeit' und in jeder beliebigen Stellung frei bewegt werden kann.
Zu diesem Zwecke werden durch die Erfindung alle Verriegelungen am Stellhebel beseitigt und ein Entlüftungszylinder in die Stelleitungen eingeschaltet, so daß eine angefangene Bewegung des Stellhebels nicht vollendet und auch bei ordnungsmäßigem Umstellen nicht abgewartet zu werden braucht, bis sämtliche Stelleitungen entlüftet sind, um das Umlegen des Hebels in die entgegengesetzte Stellung zu ermöglichen. Infolge des Fortfalles der Verriegelungen am Stellhebel könnte es nun aber vorkommen, daß ein mit der Hebelstellung und der zugehörigen Weichenlage nicht übereinstimmende Rückmeldung eintritt, deshalb sind außerdem zwei oder mehrere Absperrventile in die Stelleitungen eingeschaltet, die eine falsche Rückmeldung bei vorzeitigem Umlegen des Stellhebels wirksam verhüten.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar Fig. ι die Gesamtanordnung des Weichenstellwerks,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Entlüftungszylinder,
Fig. 3 eine zwangläufige Entlüftungsvorrichtung,
Fig. 4 eine Anordnung von Schiebern und Zylindern in den Stelleitungen an Stelle von Ventilen.
Die Vorgänge beim Umstellen der Weiche sind folgende:
Der Weichensteller bewegt den Hebel H (Fig. 1) in der Pfeilrichtung so weit wie er kann, d. h. bis die linke senkrechte Begrenzungsfläche des Schlitzteiles Z2 des Schiebers 5 gegen die Rolle des Kolbens k1 schlägt. Dadurch bewegt er auch den Verschlußbalken L, der das Verschlußregister so beeinflußt, daß alle von diesem Hebel abhängigen Fahrstraßenhebel verschlossen werden, und ferner den Muschelschieber M, der das Speiserohr r1 mit dem Steuerrohr ρ verbindet. Die Druckluft strömt nun durch dieses Rohr in den Entlüftungszylinder E (Fig. 2) und bewegt den Kolben e1 so weit nach links, bis durch eine Aussparung die beiden Kanäle o2 und o3 miteinander verbunden sind. Die Druckluft strömt dann durch das Rohr ρ weiter unter das in der Ruhestellung geöffnete Ventil Z72 und schließt es. Endlich öffnet die Druckluft im Rohr ρ das Ventil D1 am Weichenantrieb. Druckluft aus dem Speiserohr r strömt durch das Ventil D1 in
den Zylinder N, hebt den Festhaltestift i hoch, bewegt den Kolben K von links nach rechts und stellt dadurch die Weiche um. Gleichzeitig strömt aber auch Druckluft durch das Rohr o1 zum Dreiwegezylinder G, dessen Kolben sich nach links bewegt. Die Druckluft tritt unter das Durchlaßventil D3 und schließt es. Dadurch wird das Rohr r2 abgeschlossen und m1 mit der Außenluft verbunden.
Gleichzeitig mit der Weiche wird auch der Hubkurvenhebel C mittels Gestänge und Schwinghebel bewegt.' Zu Anfang dieser Bewegung wird der · Rückmeldeschieber D durch den Schlitzteil ά aus der einen Endlage in die Mittelstellung gebracht und in . dieser durch den Schlitzteil b so lange festgehalten, bis er gegen Ende der Zungenbewegung durch den Schlitzteil c in die andere Endlage verstellt wird und dadurch das Rohr o1 mit 0 verbindet. Die Druckluft strömt nun aus dem Ventil D1 durch Rohro1, Schieber D, Rohr 0, Ventil U\ Kanal o2 und o3 im Entlüftungszylinder E (Fig. 2) unter Ventil F1. Dieses wird geöffnet, und die Druckluft aus dem Speiserohr r1 bewegt mittels des- Kolbens A:1 und des Schlitzes Z1 den Schieber S in die Endlage. Gleichzeitig wird auch der Steuerschieber M bewegt und dadurch das Rohr ρ mit der Außenluft verbunden. Der Kolben e1 in dem Entlüftungszylinder E wird durch die Feder f in seine ursprüngliche Lage nach rechts gebracht und dadurch das Rohr 0 durch die Kanäle o2, g1 und das Rohr o4 durch die Kanäle o3, g'2 mit der Außenluft verbunden. Die Druckluft im Zylinder des Kolbens kl entweicht durch das Ventil F1. Sobald die Druckluft aus dem Rohr ρ ausgeströmt ist, schließt sich das Ventil D1 am Weichenantrieb und verbindet den Zylinder N und die Rohre ο1, ο mit der Außenluft. Es entweicht somit die Rückmeldeluft im Rohr 0 gleichzeitig durch den Zylinder E und das Ventil D1.
Um die Weiche in die ursprüngliche Lage zu bringen, bewegt man den Hebel H entgegen der Pfeilrichtung, bis die Rolle des Kolbens k2 an der rechten senkrechten Fläche des Schlitzteiles I- anstößt. Der geschilderte Vorgang wiederholt sich, nur treten an Stelle der Rohre p, o1, 0, o4 die Rohre q, n1, n, «4, an Stelle der Ventile D1, t/2, F1 die Ventile D2, U1 und F2 und Kolben k2 und e2 an Stelle der Kolben k\ e1 in Tätigkeit.
Den Zweck der Ventile U1 und U2 erkennt man durch folgende Betrachtung:
Nimmt man an, daß die Ventile U1 und U2 nicht in die Rohrleitung eingebaut sind, und bewegt man den Steuerschieber. M so weit nach rechts, bis er das Rohr q mit der Speiseleitung r1 verbindet, so wird das Ventil D2 am Weichenantrieb geöffnet und die Druckluft strömt durch das Rohr n1 und den Schieber D in das Rückmelderohr n. Bewegt man nun in demselben Augenblicke, wo die Rückmeldeluft in das Rohr η eintritt, den Stellhebel H in der Pfeilrichtung so weit, bis der Schieber M das Rohr ρ mit der Speiseleitung r1 verbindet, so wird der Steuerluftstrom durch das Rohr p, zu derselben Zeit das Ventil Z)1 am Weichenantrieb wie der Rückmeldestrom durch das Rohr η das Ventil F2 im Stellwerk öffnen. Bewegt man jetzt den Stellhebel wieder entgegengesetzt der Pfeilrichtung, so wird der Kolben k2 durch die Luft aus dem Ventil F2 im Schlitzteil Is hochgetrieben und der Stellhebel in die gezeichnete Endlage gebracht. Gleichzeitig mit dem Kolben k2 wurde auch der Kolben K im Weichenantrieb durch Druckluft aus dem Ventil D1 nach rechts bewegt. Hiernach würde also die Lage der Weiche nicht mit der des Stellhebels übereinstimmen. Sind dagegen die beiden Ventile U1, U2 in die Rückmeldeleitungen eingebaut, so sperrt beim Umstellen der Weiche aus der einen Lage in die andere das Steuerrohr für die eine Lage das Rückmelderohr für die andere ab. Es kann somit nur dann eine Rückmeldung erfolgen, wenn Hebel und Weiche übereinstimmend liegen.
In Fig. 3 ist eine Entlüftungseinrichtung dargestellt, bei der der Entlüftungskolben zwangläufig mit dem Stellhebel bewegt wird. Durch die Hubkurve im Schieber S1 wird beim Bewegen des Stellhebels von Hand der Entlüftungskolben zwangläufig in seine tiefste Lage gebracht, in der das Rohr 0 durch den Kanal o5 mit dem Rohr o4 verbunden wird. Die Rückmeldeluft, die vom Weichenantrieb durch Rohr 0, Entlüftungszylinder J, Kanal o5 und Rohr o4 unter das Ventil F1 gelangt, bewegt den Stellhebel in die Endlage und den Entlüftungskolben in seine höchste Stellung, wo die Rückmeldeluft aus den Rohren 0 und o4 durch den Kanal oe ins Freie entweichen kann.
Beim Bewegen des Stellhebels in der anderen Richtung wiederholen sich dieselben Vorgänge, nur treten an Stelle der Rohre ο no und o4 die Rohre η und nl, an Stelle der Kanäle o5 und o6 die Kanäle nh und n6 in Tätigkeit.
In Fig. 4 sind gegenüber der Einrichtung von Fig. ι an Stelle der Ventile U1 und U2 die Zylinder W1 und W2 mit den Schiebern x1 und x2 in die Stelleitungen eingebaut. Tritt beim Umstellen der Weiche z. B. die Steuerluft aus dem Rohre ρ in den Zylinder W2, so wird die in der Ruhelage durch den Schie-
ber X2 unterbrochene Rückmeldeleitung n durch den Kanal x2 hergestellt und die Rückmeldeluft zum Stellwerk geleitet.
Beim Aufschneiden der Weiche bewegt sich der Kolben K von links nach rechts, wobei der Stift i aus der Nut des Kolbens herausgedrückt wird. Der Schieber D wird durch den schrägen Teil α des Schlitzes im Schubkurvenhebel C bewegt und verbindet das
ίο Rohr ml mit dem Rohr m. Das Durchlaßventil D3 ist offen; es gelangt daher die Druckluft aus der Speiseleitung r durch r2, D3, m1, D in das Rohr m und durch dieses unter das Ventil F3 im Stellwerk. Das Ventil F3 läßt Druckluft aus dem Rohr r1 unter den Kolben k% treten, wodurch der Schieber 5 mit dem Hebel H in die Mittelstellung gebracht und dadurch die abhängigen Fahrstraßenhebel verriegelt werden. Mit dem Schieber 5 wird auch der Muschelschieber M in die Mittelstellung bewegt, in der die Rohre-2? und q noch mit der Außenluft verbunden sind. Es können somit die Steuerventile D1 und D2 nicht geöffnet werden.
Um die Weiche wieder in die ursprüngliche Lage zurückzubewegen, sperrt man die Druckluft aus dem Ventil F3 durch den Dreiwegehahn h ab, der gleichzeitig den Zylinder des Kolbens k3 mit der Außenluft verbindet. , Der Kolben k3 sinkt und der Schieber S wird frei. Der Hebel H wird zurückbewegt und die Weiche wie beim ordnungsmäßigen Umstellen wieder in ihre alte Lage gebracht. Nach der Rückmeldung wird der Hahn h wieder geschlossen und die Weiche ist wieder betriebsfähig.
Will man den Zylinder des Aufschneidekolbens k3 sparen, so verbindet man das Aufschneiderohr, das in diesen Zylinder mündet, mit den beiden oberen Zylinderhälften für die Kolben kl und k2. Beim Aufschneiden der Weiche werden dann, je nach der Stellung des Hebels H, der Kolben kx in dem schrägen Schlitz P oder der Kolben k2 im Schlitz /3 abwärts bewegt und der Schieber S mit dem Hebel H in eine die zugehörigen Fahrstraßenhebel sperrende Lage gebracht. Der Steuerschieber M verbindet dann jeweils das Steuerrohr mit der Speiseleitung, das die Weiche wieder in ihre alte Lage zurückbringt.
Damit sich der Aufschneidekolben ks im Zylinder nicht festsetzen kann, ist die untere Fläche des Schlitzes s im Schieber S mit einer Erhöhung versehen, wodurch der Kolben k3 bei jeder Bewegung des Stellhebels zwangläufig mitbewegt wird.

Claims (3)

Pate nt-An Sprüche:
1. Aufschneidbares Weichenstellwerk mit Druckluft- oder Preßgasantrieb, bei dem der durch die Bewegung der Weiche eingeleitete zurückkehrende Druckmittelstrom zur Verschiebung des Stellhebels in seine Endlage benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß vermöge der Einschaltung eines Entlüftungszylinders in die Stelleitungen der Stellhebel aus jeder beliebigen Lage und zu jeder Zeit frei bewegt werden kann, indem beim gewöhnlichen Umstellen des Stellhebels die vollständige Entlüftung der Stelleitungen für eine neue Umstellung des Stellhebels nicht abgewartet zu werden braucht und außerdem in die Stelleitungen eingebaute, an Stelle der am Stellhebel fortlaufenden Verriegelungen tretende Sperrventile verhüten, daß bei einem derartigen vorzeitigen Umstellen eine falsche Rückmeldung nach dem Stellwerk gelangen kann.
2. Stellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrventile (U1, U2J oder Schieber (x\ x2) in die Rückmeldeleitungen (n, 0) eingebaut sind und durch die Steuerleitungen (p, q) abwechselnd derart geschlossen werden, daß beim ordnungsmäßigen Umstellen der Weiche aus der einen Lage in die andere das Steuerrohr für die eine Lage das Rückmelderohr für die andere absperrt.
3. Stellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle im Entlüftungszylinder oder Schieber derart angeordnet sind, daß die infolge Verschiebung eines Kolbens oder Schiebers durch die Steuerluft oder zwangläufig durch den Stellhebel jeweils die der Steuerleitung entsprechende Rückmeldeleitung mit dem zugehörigen Rückmeldeventil verbinden und den von der Steuerluft oder dem Stellhebel verschobenen Kolben nach der Rückmeldung durch eine Feder oder zwangläufig durch den Stellhebel in die ursprüngliche Lage bringen, wodurch das von dem Entlüftungszylinder geteilte Rückmelderohr durch Kanäle mit der Außenluft verbunden wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1906185286D 1906-07-09 1906-07-09 Expired - Lifetime DE185286C (de)

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AT33309D AT33309B (de) 1906-07-09 1907-05-21 Aufschneidbares Weichenstellwerk mit Druckluft- oder Preßgasantrieb.

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DE1906185286D Expired - Lifetime DE185286C (de) 1906-07-09 1906-07-09

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