DE183271C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D49/00—Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
- D03D49/04—Control of the tension in warp or cloth
- D03D49/06—Warp let-off mechanisms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVI 183271 -KLASSE
86c. GRUPPE
UNION-BANK in WIEN.
Kettenbaumregulator. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1905 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Kettenbaumregulator, welcher sich
im wesentlichen dadurch kennzeichnet, daß der bewegliche Streichbaum oder Schwingbaum
durch einen Mitnehmer mit einer Welle in Verbindung steht und erst bei einem entsprechend
großen Ausschlage eine Drehung dieser Welle veranlaßt, so daß ein Hebel mit
einer Rolle der mit einem Steuerdaumen versehenen, beständig umlaufenden Welle entsprechend
genähert wird, wodurch unter Vermittlung eines Schaltwerkes die dem Ausschlag
der ersten Welle entsprechende,Entspannung der Kette bewirkt wird. Auf diese Weise
wird dafür gesorgt, daß der Schwingbaum bei seiner durch die Fachbildung hervorgerufenen
geringfügigen Bewegung zwar elastisch nachgibt, um einer übermäßigen Beanspruchung
der Kettenfäden vorzubeugen, jedoch erst bei einem größeren Ausschlage
das die Entspannung des Kettenbaumes hervorrufende Schaltwerk in Wirksamkeit gesetzt
wird. ·
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform
zur Darstellung gebracht, und zwar ist Fig. 1 eine Ansicht des an der Hinterseite des Stuhles
angebrachten Kettenbaumregulatofs, Fig. 2 eine Seitenansicht des an der linken Stuhlseite
angebrachten Schaltwerkes, Fig. 3 eine Oberansicht von Fig. 2. Fig. 4 ist ein Schnitt
nach Linie A-B der Fig. 3 in Richtung des Pfeiles 7 gesehen. Fig. 5 entspricht Fig. 4 bei
anderer Lage der Teile.
Der Schwingbaum 2 steht durch die Hebel 4 und 10 mit der Welle 3 in Verbindung. Über
den Baum 2 macht die Kette in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise nach Verlassen des
Kettenbaumes ihren Weg, um von hier aus in üblicher Weise durch das Geschirr gezogen
zu werden. Die Welle 3 ist in einem oben offenen Lager 5 drehbar und besitzt einen
dem Hebel 4 entgegengesetzt gerichteten Arm, welcher eine Anzahl Kerben aufweist, um die
am Webstuhlrahmen befestigte Schraubenfeder mit ihrem freien oberen Ende aufzunehmen
und durch Einlegen der Feder in eine vom Mittelpunkte der Welle 3 mehr oder weniger
entfernte Kerbe die absolute oder Anfangsspannung festzulegen. ■' ,
Wird unter der Einwirkung der Kettenspannung der Schwingbaum 2 gesenkt, und
demzufolge unter Vermittlung des Hebels 10 eine Drehung der Welle 3 hervorgerufen,
dann hebt sich das hintere Ende des an der Welle 3 befestigten Hebels 11 (Fig. 2) und
überträgt seine Bewegung auf eine Schraubenspindel 12, welche in eine Mutter 13 des
Hebels 31 eingreift. ■ Dieser Hebel ist, um der Mutter 13 die nötige Bewegungsfreiheit
zu sichern, mit einem Schlitz versehen, in welchem die Mutter 13 gleiten kann. Der
Hebel 31 ist mit seinem Flansch 35 lose auf der Welle 32 drehbar, und in eine Aussparung
34 (Fig. 4 und 5) des Flansches greift ,65 ein Stift 33, welcher mit einem Flansch 22 a fest
verbunden ist, der einem Winkelhebel 20, 22 angehört. Dieser Winkelhebel ist entweder lose
um die dann feststehende Welle 32 drehbar oder kann mit dieser gemeinsam in Drehung versetzt
werden. Der Arm 22 des Winkelhebels ist mit einer Rolle 19 ausgerüstet, welche ent-
sprechend eingestellt wird, so daß diese mehr oder weniger in die Bahn eines mit der
Welle 27 umlaufenden Hubdaumens 23 gebracht werden kann. Die Rolle 19 läßt sich
demzufolge durch den Steuerdaumen um ein bestimmtes Stück gemeinsam mit dem Hebel 22
zum Ausschwingen bringen,' welcher, wie Fig. 3 erkennen läßt, rechts von der Muffe 35
(Fig. 3)' auf der Welle 32 mit Hilfe einer Schraube oder eines anderen lösbaren Verbindungsmittels
befestigt ist.
Die Klinke 21 des Armes 20 (Fig. 2) greift in ein Schaltrad 14 ein und nimmt dieses bei
jedem Ausschwingen des Winkelhebels 20, 22
.15 um eine bestimmte Anzahl Zähne mit; Die Drehung des Schaltrades wird auf eine in
einem Lager 30 sitzende Schnecke 17 und durch diese auf ein Schneckenrad 15 übertragen,
welches demzufolge die Kettenbaumwelle und dadurch auch den Kettenbaum 18
derart in Drehung versetzt, daß eine Entspannung der Kette um das gewünschte Maß
stattfindet.
Der Antrieb der Welle 27 erfolgt von der Hauptantriebswelle aus unter Vermittlung des
Zahnrades 26, und eine Einstellung des Zahn-1
rades von Hand läßt sich durch das Rad 28 (Fig. ι und 3) bewirken.
Zur Lagerung der Teile ist an dem Webstuhlgestell 1 ein Bock 24 (Fig. 1) vorgesehen.
Während des Arbeitens des Stuhles gibt der Schwingbaum 2 jedesmal während der Fachöffnung nach, senkt sich dabei ab'er
nur um ein geringes Stück, was eine Drehung der Welle 32 und ein . Inwirksamkeitsetzen
des eigentlichen Regulators nicht zur Folge hat. Erst wenn bei erhöhter Kettenspannung
der Walkbaum 2 um so viel gesenkt wird, daß der Mitnehmer 33 in Wirksamkeit tritt,
indem die mit dem Hebel 31 fest verbundene Muffe 35 mit ihrem Schlitz 34 aus der in
Fig. 4 gezeichneten Normallage in diejenige der Fig. 5 übergeht, wobei ein Ausschwingen
des Winkelhebels 20, 22 und der Welle 32 erfolgt, wird die Rolle 19 (Fig. 2) mehr oder
weniger gesenkt und veranlaßt demzufolge unter Vermittlung der Klinke 21 ein Entspannen
der Kette um das erforderliche Maß.
Die Wirkungsweise des Kettenbaumregulators gestaltet sich folgendermaßen:
Wächst die Spannung der Kette i8a bis
zu einem bestimmten Maße, dann wird der Schwingbaum 2 niedergezogen und verursacht
ein Heben des Hebels 31. Die mit diesem fest verbundene Muffe erfährt dann auf der
Welle 32 eine Drehung und kommt in die aus Fig. 5 ersichtliche Lage, so daß der
Stift 33 des Winkelhebels 20, 22 in der Nut 34 frei zu liegen kommt und durch das Senken
des Gewichtes 19 erst mit dem Ende der Nut 34 in Berührung gelangt. Der Hebel 22
wird daher derart ausschwingen, daß die Rolle 19 in die Bewegungsbahn des Daumens
23 gelangt. Die Größe des Ausschlages hängt von der Größe desjenigen Ausschlages
ab, welchen der Hebel 31 und die Muffe 35 bezw. der Schwingbaum 2 ausführen. Durch
Ausschwingen des Winkelhebels 20, 22 erfolgt dann auch eine Verstellung der Klinke 21
und eine Schaltung des Rades 14 und demzufolge ein Entspannen der Kette in dem gewünschten'
Maße.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kettenbaumregulator, bei welchem der Hub der Schaltklinke durch den Schwingbaum verstellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Schwingbaum vermittels eines Mitnehmers (33) ein Hebel (22, 19) zum Ausschwingen gebracht wird, welcher hierdurch in den Bereich eines Hubdaumens (23) kommt und so von diesem seine zum Fortschalten des Kettenbaumschaltwerkes dienende Bewegung erhält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE183271C true DE183271C (de) |
Family
ID=447287
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT183271D Active DE183271C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE183271C (de) |
-
0
- DE DENDAT183271D patent/DE183271C/de active Active
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