DE105953C - - Google Patents

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DE105953C
DE105953C DENDAT105953D DE105953DA DE105953C DE 105953 C DE105953 C DE 105953C DE NDAT105953 D DENDAT105953 D DE NDAT105953D DE 105953D A DE105953D A DE 105953DA DE 105953 C DE105953 C DE 105953C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/04Control of the tension in warp or cloth
    • D03D49/06Warp let-off mechanisms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. November 1896 ab.
Bei den bisher bekannten Kettenregulatoren, bei welchen die Spannung der Kette durch einen unter dem Einflufs einer Gegenkraft stehenden, die Kette spannenden Streichbaum dazu ausgenutzt wird, die Schaltung des Kettenbaumes zu regeln, macht sich der Uebelstand fühlbar, dafs infolge der bei jedem Ausschlag auftretenden Stöfse es unmöglich ist, den Webstuhl mit einer grofsen Geschwindigkeit laufen zu lassen.
Bei dem vorliegenden Kettenregulator wird die Abwickelung der Kette dadurch von der Spannung derselben abhängig gemacht, dafs eine zwangläufige Verbindung des beweglichen Streichbaumes mit dem Schalthebel geschaffen wird, welche derart eingerichtet ist, dafs unter Vermeidung jeden todten Hubes die wirksame Länge des Schalthebels bei zunehmender Spannung der Kette verkleinert und bei abnehmender Spannung vergröfsert wird.
Bei der in Fig. ia gezeigten Ausführungsform sind die den Streichbaum g tragenden, schwingenden Arme f (oder auch nur einer derselben) mit einem seitlichen Zweigarm Z und einem Verlängerungsarin versehen, von denen der erste einen Längsschlitz Z1 hat und der zweite derart unter der Einwirkung einer Feder h steht, dafs diese die Gegenkraft für die Spannung der Kette hervorruft. Mit dem Kettenbaum steht ein Schaltmechanismus jpß in Verbindung, dessen Schalthebel j eine Schlitzführung m für den am Antriebsgestänge k sitzenden Stift nl aufnimmt. Das Gestänge k besitzt ferner noch einen zweiten Stift n, welcher in den Schlitz Z1 des Armes Z eingreift. Durch die hin- und hergehende Bewegung des drehbar angeordneten, von einem geeigneten Theil des Webstuhles angetriebenen Gestänges k wird der Schalthebel j in schwingende Bewegung versetzt und durch das Schaltwerk der Kettenbaum zum Ablassen der Kette gedreht. Tritt eine zu starke Spannung der Kettenfäden auf, so wird dementsprechend der Arm f weiter nach links gedreht. Dadurch bewirkt der geschlitzte Arm Z mittelst des Stiftes η ein Senken des Gestänges k, so dafs der Stift nl den Schalthebel an einer tieferen Stelle erfafst. Da der Hub des Gestänges sich hierbei nicht ändert, der Hebelarm aber, unter welchem der Schalthebel bethätigt wird, sich verkleinert hat, so mufs der Winkel, welchen dieser nunmehr beschreibt, entsprechend gröfser werden und somit die Drehung des Schaltrades j2 und daher auch der Ablafs der Kette gröfser werden. Nimmt die. Spannung der Kette ab, so wird in derselben Weise der Ausschlag des Schalthebels / verkleinert und die Kette auf geringere Länge abgelassen.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Abart ist an dem Arm f eine mit schrägem Schlitz Z1 versehene Scheibe Z angebracht, in welchen Schlitz der am Gestänge k sitzende, zweckmäfsig eine Rolle tragende Zapfen η eingreift. Durch die schräge Anordnung des Schlitzes Z1 wird, je nachdem der Arm/ unter der Einwirkung der Kettenspannung nach links oder rechts bewegt wird, der Zapfen η und somit das Gestänge k gehoben oder gesenkt. An Stelle eines Kettenbaumes soll hier eine Kettenablafsvorrichtung geregelt werden.
Ablafswalze i1, gegen welche durch die Walze i die Kette gedrückt wird, steht unter
der Einwirkung des Schaltwerkes, dessen Schalthebel j wie bei der erstbeschriebenen Ausführungsform mit einem den Stift n1 des Gestänges k führenden Schlitz m versehen ist. Die Drehachsen des Schalthebels j und des Armes / liegen in einer Ebene über einander, so dafs die Achsen der Zapfen η und κ-1 zusammenfallen, und zwar liegen dieselben an verschiedenen Seiten des Gestänges k. Die Wirkungsweise ist dieselbe, wie die in Fig. ia beschriebene. Der Schlitz m des Schalthebels j kann, falls dies gewünscht wird, nach einem Radius gleich der Länge der Stange k gekrümmt werden (Fig. 7)..
Bei dieser Ausführungsform ist angenommen, dafs die Ablafsvorrichtung, von den Bewegungsmechanismen der Waarenabziehvorrichtung (des Waarenbaumregulators) bethätigt wird, doch kann auch die Bewegung von einem anderen bewegten Theile der Maschine abgeleitet werden.
Bei der in Fig 2 gezeigten Abart ist der Arm / auf der Welle der Ablafswalze il angebracht, wodurch die Wirkungsweise nicht geändert wird. Bei den in den Fig. 3 und 6 gezeigten Abarten ist an Stelle der Schlitzführung / n1 ein Hebelsystem getreten, das die gleiche Wirkung wie jene hervorbringt. Bei der Abart Fig. 3 trägt der Arm/ einen Arm q, der durch die Stange ^1 mit dem Gestänge k verbunden ist.
Bei der Abart Fig. 6 wird die Verschiebung des Zapfens n1 durch einen Winkelhebel r bewirkt, der drehbar an einem fest mit dem Arm/ verbundenen Arm q sitzt und durch Lenkstangen s sl einerseits am Gestänge k und andererseits am Schalthebel j angreift.
Die in den Fig. 4 und 5 gezeigten Abarten besitzen gleichfalls einen Winkelhebel r, jedoch ist derselbe an einem festen Bock /° drehbar angebracht. Es wird ihm seine Bewegung, die mittelst einer Gabelung (Fig. 4) oder Schlitzführung (Fig. 5) auf das Gestänge k übertragen und zur Verschiebung des Gleitstückes n1 benutzt wird, dadurch ertheilt, dafs der Winkelhebel entweder (Fig. 4) unter Einschaltung einer Stange r1 an den Rahmen/ angeschlossen ist oder (Fig. 5) dafs er in ein Schlitzauge r2 endigt, welches gezwungen ist, einem an dem Arm / befestigten und in den Schlitz bei Bewegung des Armes auf- und niedergehenden Stift r3 zu folgen.
Die Spannung der Kette kann auch unter Wahrung des oben besprochenen Erfindungsgedankens gleichzeitig dazu benutzt werden, den Ablafs der Kette herbeizuführen.
Derartige Ausführungsformen sind in den Fig. 8 bis 19 gezeigt.
Bei der in Fig.' 8 schematisch gezeigten Einrichtung ist der Arm / durch eine Stange r unmittelbar mit dem Schalthebel j verbunden.
Der Schalthebel 7 ist mit Bezug auf den Arm/ derart angeordnet, dafs beim Heraustreten des Armes / aus der bei normaler Spannung beschriebenen Bahn die Schwingungen des Schalthebels verkleinert oder vergröfsert werden.
Schwingt der Arm / innerhalb des Bogens ν w (Fig. 9), so schwingt der Schalthebel unter Vermittelung der Stange r innerhalb des Bogens vl n>1. Das Schaltwerk ist derart eingerichtet, dafs durch diese Bewegung die für gewöhnlich erforderliche Länge der Kette abgelassen wird. Schwingt der Arm / durch die gesteigerte Spannung zwischen den Linien u v, so bewegt sich der Schalthebel j zwischen den Linien ul v1, und schwingt der Arm/ bei verringerter Kettenspannung zwischen den Linien wx, so bewegt sich der Schalthebel j zwischen deri Linien w1 x1. Die Bögen uv, vw und w χ sind einander gleich, dagegen ist der Bogen U1V1 gröfser als vl wx und η>λ χ1 kleiner als V1T^1, es mufs daher bei zunehmender Spannung der Kette, welche nur dadurch eintreten kann, dafs der Webstuhl mehr Kette erfordert, als ihm bei derzeitigem Fachwechsel gegeben ist, sofort mehr Kette abgelassen werden, während bei abwechselnder Kettenspannung der Ablafs verringert wird.
Die in Fig. 10 und 1 1 gezeigte Anordnung ist in Bezug auf Formgebung von der in Fig. 8 gezeigten wenig verschieden. Es ist der Drehpunkt des Armes nach oben verschoben und infolge dessen die Feder h nach unten verlegt. Im übrigen finden sich die Theile r und j in Verbindung mit den zu einem Rahmen zusammengesetzten Armen ähnlich wie bei Fig. 8 vor, und es ist infolge dessen die Wirkung auf das Schaltwerk, welches hier aber Ablafswalzen bethätigt, gleich der oben beschriebenen. Zweckmäfsig ist es, die Kettenfäden um die die Arme/ tragende Welle b1 zu führen, um beim Ausschlagen der Arme nicht auch die Länge der Kette zwischen Streichbaum und Kettenbaum bezw. Ablafswalze zu ändern.
Auch die Anordnung Fig. 12 schliefst sich eng dem Schema Fig. 8 an. Hier ist es aber dadurch, dafs eine Parallelogrammverbindung zwischen der Verlängerung der Arme /, der Stange r und dem Hebel j hergestellt ist, nöthig geworden, noch ein Zwischenglied s an die Schubstange r anzuschliefsen, welches den Angriffszapfen η derselben an dem Schalthebel j innerhalb der an diesem sitzenden Schlitzführung derart verschiebt, dafs bei verstärkter Kettenspannung ein gröfserer, bei verminderter ein kleinerer Ausschlag der Abzugswalze eintritt, wodurch sich der Ablafs der Kette regelt.
Aehnlich verhält es sich bei der in Fig. 13 gezeigten Anordnung, bei welcher die Verschiebung des Angriffszapfens η innerhalb des geschlitzten Hebels j durch den geschlitzten Arm des Winkelhebels / bewirkt wird. Mit
dem geschlitzten Arm umfafst der Winkelhebel / den an der Schubstange r sitzenden Stift n. Der Ausschlag des Winkelhebels, welcher durch Vermittelung der Stange s von dem Arm/ aus erfolgt, verändert den Angriffspunkt des Schalthebels in der gewünschten Weise.
Bei der Abart Fig. 14 und 15 ist gegenüber der Ausführungsform Fig. 10 die Stange r weggefallen und an deren Stelle zur Herstellung der gewünschten Verschiebung das Ende des Hebels j mit einem Schlitz ausgerüstet, in welchen ein Stift η des Armes f eingreift. Diese Anordnung findet sich auch bei der in Fig. 16 und 17 gezeigten Abart, jedoch ist hier der Mechanismus unter den Drehpunkt der Arme f verlegt. Die Wirkungsweise dieser Art bleibt jedoch die gleiche, d. h. schwingt der Arm mehr nach den Schäften hin, so nähert sich der Zapfen η dem Drehpunkt des Schalthebels j, und dessen Schwingungen sind verhältnifsmäfsig gröfser, als wenn der Arm sich im Schwingungsbogen bewegt, die weiter von den Schäften entfernt liegen, so dafs auch dementsprechend der Ablafs der Kette ein gröfserer ist.
Für Webstühle, bei welchen der Abzugswalzen- oder Kettenbaumantrieb durch ein Schneckengetriebe erfolgt, eignet sich vortheilhaft die in Fig. 18 und 19 gezeigte Anordnung. Dieselbe entspricht im wesentlichen der in Fig. 16 und 17 gezeigten Einrichtung. Es greift jedoch am Zapfen η nicht der Hebel j unmittelbar an, sondern ein Winkelhebel / Z1, welcher durch eine Stange q den Schaltarm j bethätigt. Dieser Schaltarm kann um die Schneckenwelle schwingen und trägt ein Schaltwerk i, das auf das Rad ρ einwirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Kettenregulator mit beweglichem, unter dem Einflufs einer Gegenkraft die Kette spannenden Streichbaum, dadurch gekennzeichnet, dafs die Abwickelung der Kette von der Spannung derselben durch eine derartige zwangläufige Verbindung des Streichbaumes mit dem Schalthebel abhängig gemacht wird, dafs unter Vermeidung jeden lodten Hubes die Länge oder die Lage des Schalthebels gemäfs der Zunahme oder Abnahme der Spannung der Kette verändert wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757909C (de) * 1940-08-13 1951-08-02 Ver Seidenwebereien A G Selbsttaetige Kettenablasseinrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE757909C (de) * 1940-08-13 1951-08-02 Ver Seidenwebereien A G Selbsttaetige Kettenablasseinrichtung

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