DE181793C - - Google Patents

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DE181793C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D1/00General design of stringed musical instruments
    • G10D1/12Zithers, e.g. autoharps

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

ii* «MfiW
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 181793 -KLASSE 51 c. GRUPPE
Zusatz zum Patente 167324 vom 14. Januar 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1906 ab. Längste Dauer: 13. Januar 1920.
Die Erfindung betrifft besondere Einrichtungen an der durch das Hauptpatent geschützten Streichvorrichtung, welche ermöglichen, die Streichbänder zu dem nachstehend angeführten Zweck von den Saiten abheben und zwei Trittbrettchen, in welcher Winkelstellung dieselben auch zueinander stehen, miteinander derart kuppeln zu können, daß beide Trittbrettchen durch Niederdrücken nur eines derselben gleichzeitig miteinander bewegt werden.
Eine derart eingerichtete Streichvorrichtung eignet sich besonders auch für Doppelzithern, bei welchen ein Streichinstrument oder auch eine als Streichinstrument benutzte Zither mit einer gewöhnlichen Schlagzither in irgend einer Weise verbunden oder zusammengebaut ist oder im allgemeinen eine Gruppe von zu streichenden und eine zweite Gruppe von mit
ao dem Schlagringe anzureißenden Saiten vorhanden ist.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist eine mit dem 'Bandausschalter versehene Streichvorrichtung in der Seitenansicht und im Horizontalschnitt dargestellt. Die Fig. 3 und 4 zeigen die Kupplungseinrichtung zum zeitweiligen Verbinden zweier Fußtritte in Seiten- und Vorderansicht. Fig. 5 zeigt eine für die Verwendung der Streichvorrichtung eingerichtete Doppelzither.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist an dem als Rollenträger dienenden, an der Tischplatte A anklemmbaren Tragrahmen R der Streichvorrichtung ein in Führungen io verschiebbarer Schaltrahmen ii angeordnet, welcher mit einer der Streichbänderzahl entsprechenden Anzahl von Querleisten 12 versehen ist. Die Streichbänder werden durch den Rahmen 11 vor der zugehörigen Querleiste 12 vorbeigeführt. Sobald dieser Schaltrahmen 11 gegen den Tragrahmen R hin gedrückt oder geschoben wird, heben die Querleisten 12 die Streichbänder b von den Saiten a ab, so daß die letzteren frei werden. Die freigegebenen Saiten können daher, wenn sie vorher durch Streichen in Schwingung versetzt worden sind, nachklingen oder ausschwingen, auch können auf denselben Flageolettöne und gegebenenfalls auch Schlagtöne mittels eines Schlagringes wie auf einer gewöhnlichen Zither hervorgebracht werden. Eine Federeinrichtung 13 (Fig. 2) bekannter Art bringt den Schaltrahmen 11, sobald der Druck auf denselben aufhört, wieder in die unwirksame Stellung zurück.
Die Verschiebung des Schaltrahmens 11 zwecks Ausschaltung der Streichbänder b wird vorteilhaft durch die in Fig. I ersichtliche Einrichtung bewirkt.
An dem Schaltrahmen sind bei 14 die Enden zweier Schnurzüge 15 und 16 befestigt, welche über eine gemeinschaftliche,
im Tragrahmen R angebrachte Streichleiste 17 führen und mit ihren anderen Enden an Hebeln 18 und 19 befestigt sind, die an dem oberen und unteren Teile des Tragrahmens 7? angelenkt sind. Die zwischen den beiden Hebeln 18 und 19 befindlichen Teile der Streichbänder sind mit Verstärkungen 20 versehen, welche vorteilhaft durch die an den Verbindungsstellen des Haarbezuges der Bänder mit dem unbehaarten Zugteile derselben befindlichen Knoten gebildet werden.
Sobald der jeweilig benutzte Fußtritt ρ der die Streichbänder b hin-, und herbewegenden Trittvorrichtung über eine bestimmte Grenze nach der einen oder anderen Richtung hinausgedreht wird, stößt die Verstärkung 20 des betreffenden Streichbandes an den oberen oder unteren Hebel 18, 19, wodurch derselbe in die durch gestrichelte Linien angedeutete Stellung verschwenkt wird und mittels des betreffenden Schnurzuges 15 oder 16 den Schaltrahmen 11 gegen den Tragrahmen R hin verschiebt, so daß die Streichbänder b von den Saiten α abgehoben werden. Beim Zurückdrehen des Trittes bewirkt die Federeinrichtung 13 das Zurückbewegen des Schaltrahmens 11 in die unwirksame Stellung, so daß die Streichbänder sich wieder an die Saiten α anlegen.
Einer der Hebel 18, 19, vorteilhaft der obere 18, kann auch zwecks Ausschaltung der Bänder mit der Hand verstellt und in der Endstellung durch Reibung oder Klemmung festgehalten werden, in welchem Falle die Saiten α von den Bändern freibleiben, um, wie bereits erwähnt, das Hervorbringen von Flageolettönen und das Spielen mit dem Schlagringe auf den sonst gestrichenen Saiten λ zu ermöglichen.
Der Bandausschalter kann auch ohne Hebel 18, 19 und Zugschnüre 15, 16 angewendet werden, in welchem Falle der Schaltrahmen 11 vom Spieler mit dem Daumen der rechten Hand gegen den Tragrahmen R hin gedrückt oder verschoben wird, um die Streichbänder von den Saiten abzuheben.
Bei der Benutzung der Streichvorrichtung kommt es häufig vor, daß zwei Trittbrettchen zwecks Hervorbringung eines Zweiklanges gleichzeitig niedergedrückt werden sollen, welche unter einem Winkel gegeneinander geneigt sind. Ein gleichzeitiges Treten beider Trittbrettchen könnte daher erst dann erfolgen, wenn vorher eines der beiden Trittbrettchen durch eine Trittbewegung mit dem anderen gleichgerichtet,, d. h. der Neigungswinkel beider Trittbrettchen auf Null gebracht wird, wobei aber das Spiel störende Streichtöne zum Entstehen gebracht werden.
Dieser Übelstand wird durch eine Kupplungseinrichtung beseitigt, welche ermöglicht, beide Tritte im Bedarfsfalle derart miteinander zu kuppeln, daß sie sich beim Benutzen nur eines der Trittbrettchen gleichzeitig bewegen, ohne ihre gegenseitige Stelj lung zu ändern.
In den Fig. 3 und 4 ist beispielsweise eine j für diesen Zweck dienende Reibungskupplung dargestellt.
Mit dem einen Trittbrettchen pl ist eine Reibungsscheibe 21 fest verbunden, während auf dem anderen Trittbrettchen p'2 eine federnde Schiene 22 angebracht ist, die eine Reibungsbacke 23 trägt, welche dem Umfang der Reibungsscheibe 21 entsprechend gekrümmt und für gewöhnlich von derselben abgehoben ist, so daß beide Trittbrettchen ρ' und p2 unabhängig voneinander benutzt werden können. Wird jedoch mittels des auf dem Trittbrettchen p'2 ruhenden Fußes, nach einer geringen Seitwärtsbewegung desselben, gleichzeitig auch die Schiene 22 getreten, so wird die halbringförmige Backe 23 an die Reibungsscheibe 21 derart angedrückt, daß die letztere und somit auch das Trittbrettchenj?1 mitgenommen wird und beide Trittbrettchen sich nun gleichzeitig bewegen.
Wird der Fuß wieder seitlich von der Schiene 22 entfernt, so daß er auf dem Trittbrettchen p'2 allein ruht, so wird die Backe 23 durch die federnde Schiene 22 wieder von der Scheibe 21 abgehoben. Beide Trittbrettchen sind. nun voneinander gelöst und können wieder unabhängig voneinander benutzt werden.
Die beschriebene Streichvorrichtung eignet sich besonders auch für Doppelinstrumente, bei welchen eine Gruppe von durch Streichen in Schwingung zu versetzenden Saiten und eine zweite Gruppe von Saiten vorhanden ist, die mittels eines Schlagringes anzureißen sind. Ein derartiges Doppelinstrument ist beispielsweise in Fig. 5 veranschaulicht.
Die mit der Streichvorrichtung der angegebenen Art in Schwingung zu versetzenden Saiten gehören einem Streichinstrument Z an, welches im vorliegenden Falle aus einem an der rückwärtigen Seite flachen, auf der vorderen Seite in üblicher Weise gekrümmten Schallkörper Z' besteht, der in der Regel mit einem hohlen Griffbrett 24 versehen ist. Vor dem rechtsseitigen Ende dieses Griffbrettes ist eine Ausnehmung η für den Durchtritt der Streichbänder vorgesehen. In diese Ausnehmung kann das Schalloch des Streich-Instrumentes ausmünden, dasselbe kann aber auch anderswo, beispielsweise in der Decke des Schallkörpers Z', vorhanden sein. Dieses Streichinstrument wird mit seiner rückwärtigen Flachseite an die Vorderwand einer gewohnlichen Schlagzither 5 in der Regel derart angesetzt, daß die Wirbel w des Streich-
Instrumentes Z neben dem Saitenhalter h1 der Schiagzither S und die Wirbel η>λ der letzteren neben dem Saitenhalter h des Streichinstrumentes zu liegen kommen.
Beide Instrumente S und Z sind durch leicht lösbare Verschraubungen ν oder in anderer Weise miteinander verbunden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Ausführungsform der durch Patent 167324 geschützten Streichvorrichtung, gekennzeichnet durch einen Streichbandausschalter, bestehend aus einem in dem Tragrahmen oder Rollenträger (R) verschiebbaren, vorteilhaft durch eine Federeinricht.ung in der unwirksamen Stellung gehaltenen Schaltrahmen, durch welchen die Streichbänder hindurchgeführt sind, so daß durch Verstellung des Schaltrahmens von Hand aus oder durch eine von der Trittvorrichtung in Tätigkeit zu setzende Zugvorrichtung alle Bänder von den Saiten abgehoben werden, um das Hervorbringen von Flageolettönen oder das Nachklingen der Saiten zu ermöglichen, gegebenenfalls, die sonst zu streichenden Saiten mit einem Schlagring anreißen zu können.
  2. 2. Ausführungsform der durch Patent 167324 geschützten Streichvorrichtung, gekennzeichnet durch eine zum zeitweiligen Verbinden zweier Trittbrettchen dienende Kupplung, deren eine feste Kupplungshälfte mit dem einen Trittbrettchen und deren andere bewegliche Hälfte mit dem anderen Trittbrettchen derart verbunden ist, daß mittels des auf dem letzteren ruhenden Fußes die Kupplung angezogen werden kann, um beide Trittbrettchen, ohne deren gegenseitige Stellung zu ändern, durch Treten nur eines derselben gleichzeitig miteinander bewegen zu können.
  3. 3. Die Verbindung der unter 1. und 2. beanspruchten Streichvorrichtung mit einem Doppelinstrument, das aus einem Streichinstrument oder . einer als solches benutzten Zither und einer Schlagzither zusammengesetzt ist.
  4. 4. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das an einer Seite entsprechend geformte und auf der anderen Seite beliebig gekrümmte Streichinstrument an die Vorderseite der Schlagzither angesetzt und daran befestigt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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