DE18046C - Neuerungen an der unter P. R. 11399 patentirten Kopfpresse zur Herstellung von Patronenhülsen und dergleichen - Google Patents

Neuerungen an der unter P. R. 11399 patentirten Kopfpresse zur Herstellung von Patronenhülsen und dergleichen

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DE18046C
DE18046C DENDAT18046D DE18046DA DE18046C DE 18046 C DE18046 C DE 18046C DE NDAT18046 D DENDAT18046 D DE NDAT18046D DE 18046D A DE18046D A DE 18046DA DE 18046 C DE18046 C DE 18046C
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DE
Germany
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punch
slide
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press
parts
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DENDAT18046D
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Original Assignee
W. LORENZ in Karlsruhe
Publication of DE18046C publication Critical patent/DE18046C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/54Making hollow objects characterised by the use of the objects cartridge cases, e.g. for ammunition, for letter carriers in pneumatic-tube plants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patronenhülsen u. dergl.
Die durch beiliegende Zeichnung dargestellte Presse besitzt, abweichend von der des Haupt-Patentes, nur einen mittelst Kniehebels bewegten Arbeitsstempel, während der andere Stempel feststeht. Hierdurch wird die Länge des Gestells der Presse bedeutend reducirt, sowie auch die ganze Construction eine wesentlich einfachere, da die gesammten Bewegungsmechanismen des einen Stempels fortfallen. Die Anordnung der Stempel im Oberbau A, der Bewegungsantrieb des Kniehebels und die selbstthätige Zuführung der Arbeitsobjecte sind dem Haupt-Patent analog ausgeführt.
Der feststehende Stempel α ist in der Schraubenspindel c in irgend welcher passenden Weise unwandelbar gehalten, und wird durch Drehen des Handrades d, welches fest auf der Schraubenspindel c aufsitzt, in der Mutter b, die im Oberbau A feststeht, vor- und rückwärts bewegt und genau eingestellt. Die Mutter 6l dient als Gegenmutter zur Sicherung der genau eingestellten Lage von a. In ähnlicher Weise dienen die Muttern P bz zur genauen Einstellung der Kniehebeldrehaxen und damit der genauen Einstellung des Arbeitsstempels al. Bei der Vorwärtsbewegung des letzteren Stempels tritt derselbe in die Coulisse D ein, nimmt ein in , derselben, und zwar an. dem tiefsten Punkt in der Centrallinie der Stempel α α' angelangtes Arbeitsobject auf und führt es in die Matrize d1 d2, welche ihrerseits sich kurz vorher über den Stempel α geschoben hatte, so dafs sich nun in dieser Matrize die beiden Arbeitsstempel einander nähern und das betreffende Object zwischen sich pressen. Die Bewegung der Matrize d1 d* ist von der des Stempels a1 abhängig gemacht; der die Matrize dl d2 aufnehmende Schlitten E wird von dem Winkelhebel e e1 bewegt, der vor der Zugstange /.in Thätigkeit versetzt wird, und es ist derselbe mit seiner Drehaxe g in den Laschen h aufgehängt. Die gezeichnete Stellung des Schlittens F und der Zugstange/ ist die äufserste Stellung dieser Theile nach rechts, d. h. nach dem feststehenden Stempel α hin. Geht nun Schlitten F wieder zurück, so neigt sich die Zugstange f nach links, zieht den Hebelarm ex in die Höhe, und es mufs daher der Schlitten E mit den Matrizen d1 d2 der nach rechts gehenden Bewegung des Hebelarmes e folgen, d. h. der eben fertig geprefste Gegenstand wird dadurch von dem feststehenden Stempel α ausgestofsen, dafs die Matrize dl d2 sich nach rechts über den feststehenden Stempel α schiebt, während gleichzeitig der Stempel a\ nach links zurückgehend, dem Ausstofser Platz gemacht hat. Geht nun der Schlitten E bezw. Stempel a1 für das Pressen des nachfolgenden Arbeitsobjectes wieder vor, so wird der Schlitten E wieder so weit nach links gezogen, bis der feststehende Stempel seine Stellung in der Matrize dort ein-

Claims (2)

genommen hat, wo die Begegnung mit dem Stempel a1 bezw. das Pressen erfolgen soll. Für den Fall, dafs beim Ausstofsen der Arbeitsobjecte dieselben an dem Stempel α haften bleiben sollten, ist eine Abschlagevorrichtung angebracht, deren wesentliche Theile in Fig. 9, 10 und 11 in gröfserem Mafsstabe dargestellt sind. Diese Abschlagevorrichtung wirkt selbstthätig bei jedem Ausstofsen und wird durch den Hub des Schlittens E selbst in Thätigkeit versetzt. Der Abstofser il führt sich in seinem oberen Theil in schwalbenschwanzförmiger Nuth einer Führungsplatte K, die auf den Schlitten E mittelst der Schrauben ί s1 aufgeschraubt ist. Seine auf- und abgehende Bewegung wird durch den bei η in der Platte K gelagerten doppelarmigen Hebel / bewirkt, der mit seinem kürzeren Schenkel mit den Hängeschienen m m verbunden ist; letztere sind am Oberbau bei dem Drehpunkt nl aufgehängt. Bei der Bewegung des Schlittens E nach rechts wird nun auch die Aufhängung m m nach rechts gedrückt, demnach der kurze Schenkel gehoben und also der Schieber oder Abstofser i nach unten bis über die Mittellinie des Arbeitsobjects heruntergedrückt, so dafs dieses, welches durch die Rechtsbewegung des Schlittens E, wie vorher beschrieben, zum Ausstofsen gelangt, bei dem Heraustreten des feststehenden Stempels a mit Sicherheit in demselben Augenblick abge-. stofsen wird. Fig. 9 zeigt diese äufserste Stellung des Abstofsers 2 mit der Stellung des Hebels / und der Aufhängung m m zum festen Punkt »4, während in Fig. 1 der Abstofser i in seiner höchsten Stellung dargestellt ist, während welcher das Pressen stattfindet; dieser Augenblick bei der Arbeit ist in Fig. 12 in gröfserem Mafsstab dargestellt. Die Zugstange /, in Fig. 7 und 8 in vergröfsertem Mafsstab dargestellt, ist zweitheilig construirt, und es sind beide Theile mittelst eines Keils derart verbunden, dafs die Zugstange sich verkürzen, aber nicht verlängern kann. Diese Einrichtung ist zur Sicherung gegen Bruch irgend eines der arbeitenden Theile, z. B. des Schlittens F oder der Winkelhebel e e1 eingeführt, und es könnte z. B. ein Bruch eintreten, wenn irgend ein Gegenstand zwischen die Stempel geräth, wodurch der volle Hub des Schlittens F bezw. Stempels a1 verhindert werden würde. Statt dessen machen nun beide Theile stets den vollen Hub, während die Zugstange f sich eintretenden Falles verkürzt, indem die Feder ο sich zusammenprefst und der Bolzen f1 sich in die Bohrung f2 hineinschiebt, wobei der Keil wegen des Schlitzes /3 kein Hindernifs darbietet. Die zwischen die beiden Zugstangentheile eingeschaltete Feder 0 ist so stark gewählt, dafs sie bei normaler Arbeit die Zugstange in ihrer ganzen vorschriftsmäfsigen Länge gespannt erhält. Diese Presse wird im allgemeinen als Vorpresse bei der Patronenhülsenfabrikation benutzt, und es ist der Kanal D für solche längeren Arbeitsobjecte bezüglich seiner Breite passend eingerichtet. Dieselbe Presse wird aufserdem zur Fabrikation von Nieten aus beliebigem Material und dergleichen ähnlichen Fabrikaten benutzt; und sie findet ferner zweckmäfsige Anwendung zur Massenfabrikation von Knöpfen aus Metall oder Knöpfen aus pulverförmigen oder plastischen Massen, vorausgesetzt, dafs diese Massen zu festen und trockenen runden Stücken vorgearbeitet werden, oder zum Pressen sonstiger Stoffe oder Materialien, einerlei, ob selbige in kaltem oder warmem Zustand verarbeitet werden müssen. In letzterem Falle werden die Stempel und Matrizen mit einem Kasten mit glühenden Kohlen umgeben oder ein solcher einfach aufgesetzt oder die Erwärmung mittelst Gas bewirkt. Bei manchen Materialien ist solche Erwärmung beim Pressen nöthig, um einestheils die in den Mischungen, z. B. bei Masseknöpfen, enthaltenen Bindemittel durch die Wärme, im Augenblick des Pressens zur Wirkung zu bringen, und anderenteils dem geprefsten Knopf an der Oberfläche einen soliden Glanz zu verleihen. Die Coulissenführung hat sich selbstverständlich den verschiedenen Arbeitsobjecten anzupassen und ,variirt daher in ihrer lichten Breite und Höhe. Für runde Stücke zur Knopffabrikation ist dieselbe z. B. sehr schmal zu halten, wie solches die Fig. 13 andeutet. Die Maschine macht in der Regel ca. 60 bis 80 Touren pro Minute und ist der Kraftbedarf ca. 2 Pferdestärken. Die Leistung bei zehnstündiger Arbeitszeit ist demnach, da bei jeder Umdrehung eine Hülse, Niet, Knopf etc. fertiggestellt ist, rund 40 bis 50 000 Stück pro Tag. Patenτ-Ansprüche: An der durch P. R. No. 11399 geschützten Kopfpresse folgende durch Zeichnung dargestellte Neuerungen:
1. Die Einrichtung, um zwischen nur einem durch Kniehebel bewegten Stempel a1 und einem feststehenden Stempel α Köpfe von Patronenhülsen, Nieten und dergleichen, auch Knöpfe und ähnliche Arbeitsobjecte in einer Matrize, mit oder ohne Erwärmung, zu pressen.
2. Das Ausstofsen der geprefsten Körper aus der Matrize d1 d3 dadurch, dafs dieselbe gleichzeitig mit dem Rückgang des beweglichen Stempels sich in entgegengesetzter Richtung über den festen Stempel so weit hinwegschiebt, dafs die geprefsten Gegen-
stände frei werden und abfallen oder abgeschlagen werden können.
Der Mechanismus zur Bewegung des die Matrize tragenden Schlittens E durch den/ Winkelhebel e el und die elastische Zugstange f vom beweglichen Stempel aus.
Der Mechanismus, die aus der Matrize ausgestofsenen Prefsstücke vom Stempel in beliebiger Richtung abzuschlagen, bestehend aus Abstofser i, Hebel / mit dessen Drehpunkt η im Schlitten E und die Aufhängung m von einem festen Drehpunkt n*.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141890B (de) * 1956-04-13 1962-12-27 Waterbury Farrel Foundry Co Kniehebelantrieb fuer einen Pressenschlitten, insbesondere von Stauchpressen fuer Kopfbolzen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141890B (de) * 1956-04-13 1962-12-27 Waterbury Farrel Foundry Co Kniehebelantrieb fuer einen Pressenschlitten, insbesondere von Stauchpressen fuer Kopfbolzen

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