DE180397C - - Google Patents

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DE180397C
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peat
fiber
hydrofluoric acid
hydrogen peroxide
bleaching
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

HBWMiHYn-ΠΊ"-Γι'ΙΙI i[r-.1,l1ltt,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 180397 KLASSE 29 δ. GRUPPE
Es ist bekannt, daß schon seit Jahren versucht wird, den Torf durch die Verarbeitung seiner Faser zu verwerten und es ist tatsächlich auch schon gelungen, Torfwolle herzustellen, welche für viele Anwendungszwecke genügt.
Der bis jetzt erzeugten Wolle haftet jedoch der Übelstand an, daß sie nicht von genügend heller Farbe ist und daß auch die Weichheit des erhaltenen Produktes noch nicht allen Anforderungen entspricht.
Dieser Umstand ist wohl darauf zurückzuführen, daß die im Torf und dadurch auch in der Torffaser enthaltenen mineralischen Bestandteile und sonstigen Verunreinigungen
.15 nicht genügend entfernt worden sind.
Es sind zwar schon eine Reihe von Verfahren
zur Reinigung der Torffaser- vorgeschlagen, . insbesondere wurde auch die Entfernung der mineralischen Bestandteile durch verschiedene Säuren, wie z. B. durch Salzsäure, verdünnte Schwefelsäure, versucht, doch hat keines dieser Verfahren ein befriedigendes Produkt geliefert. Auch die Behandlung mit Alkalien, welche für diesen Zweck bereits in Vorschlag gebracht worden ist, hat sich nicht bewährt, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, daß das einfache Kochen des Torfes mit Lösungen von Pottasche oder Soda nicht genügt, um die vorhandenen Silikate bezw. die vorhandene freie Kieselsäure vollständig zu entfernen. Dies erscheint ohne weiteres einleuchtend, wenn man berücksichtigt, daß gerade diese freie Kieselsäure, die von außen in die Torffaser hineingekommen ist, sehr schwer löslich ist, so daß die vorgeschlagenen verdünnten Alkalien keinesfalls deren vollständige Entfernung herbeiführen können.
Es ist deshalb auch in der früheren Patentliteratur ausdrücklich erklärt, daß die Behandlung mit verdünnten Säuren ein besseres Resultat ergibt als die Behandlung mit. den obenerwähnten Alkalien.
Weiterhin ist auch versucht worden, die Torffaser in der Weise vollständig rein und weich zu erhalten, daß die angeblich im Torf vorhandenen Kohlenhydrate u. dgl. durch Gärung entfernt und die Gärungsprodukte der Faser dann durch entsprechende Waschprozesse entzogen werden.
Auch dieses Verfahren ist, abgesehen von seiner Kompliziertheit, nicht geeignet, für alle Zwecke anwendbare Produkte, zu liefern.
Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, eine Torffaser von heller Farbe und großer Weichheit zu erzeugen, wenn die Rohfaser oder auch eine nach irgend einem bekannten Verfahren vorbehandelte Faser der Einwirkung von verdünnter Flußsäure und im Anschluß hieran der Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd unterworfen wird. Entgegen der nächstliegenden Annahme wirkt die Flußsäure nicht etwa in gleicher Weise wie die schon früher benutzte Salz- oder Schwefelsäure, sondern die den späteren Bleichprozeß ausschließenden oder jedenfalls stark beeinträchtigenden mineralisehen Bestandteile der Torffaser werden so gründlich gelöst, daß sie durch kräftiges Auswaschen vollständig entfernt werden können.
so daß bei der nachfolgenden Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd tatsächlich' ein ganz weiches und hellfarbiges Produkt entsteht.
Es ist anzunehmen, daß die Flußsäure zunächst die in der Torffaser vorhandenen Silikate angreift und daß nach der Entfernung dieser Silikate auch die anderen mineralischen Bestandteile leicht ausgewaschen werden können. Die vollständige Entfernung dieser mineralischen
ίο Bestandteile, insbesondere auch der Eisenverbindungen, ist aber die Vorbedingung für eine vollständige Bleiche der Faser, da ja bekanntlich gerade die Eisensalze durch den Einfluß bleichender Mittel, insbesondere auch des Wässerstoffsuperoxydes, nicht entfärbt werden.
Praktisch wird das neue Verfahren in der Weise ausgeübt, daß entweder die Rohtorffaser oder eine mit Alkali vorbehandelte Faser in eine genügende Menge verdünnter Flußsäure so lange eingelegt wird, bis die in Flußsäure löslichen mineralischen Bestandteile gelöst sind. Diese werden dann durch Auswaschen gleichzeitig mit der überschüssigen Flußsäure entfernt.. Zu diesem Zwecke wird die Masse aus dem Säurebad genommen und durch kräftiges Waschen die Faser vollständig von anhaftenden Flußsäureteilchen befreit.1 Die Bleichung erfolgt dann durch Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd in wäßriger Lösung, wodurch eine hellfarbige und weiche Torffaser erzeugt wird.

Claims (1)

  1. . Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Aufschließung und Bleichung von Torffasern, dadurch gekennzeichnet, daß die mit verdünnter Flußsäure aufgeschlossene und darauf gut ausgewaschene Torffaser mit Wasserstoffsuperoxyd gebleicht wird, zwecks Gewinnung einer weichen und hellen Torfwolle.
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