DE180397C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE180397C DE180397C DENDAT180397D DE180397DA DE180397C DE 180397 C DE180397 C DE 180397C DE NDAT180397 D DENDAT180397 D DE NDAT180397D DE 180397D A DE180397D A DE 180397DA DE 180397 C DE180397 C DE 180397C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- peat
- fiber
- hydrofluoric acid
- hydrogen peroxide
- bleaching
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 18
- 239000003415 peat Substances 0.000 claims description 17
- KRHYYFGTRYWZRS-UHFFFAOYSA-N Fluorane Chemical compound F KRHYYFGTRYWZRS-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 14
- MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N Hydrogen peroxide Chemical compound OO MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 8
- 238000004061 bleaching Methods 0.000 claims description 4
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 claims description 3
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 6
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 6
- 235000010755 mineral Nutrition 0.000 description 6
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 4
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 3
- 150000004760 silicates Chemical class 0.000 description 3
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 2
- 238000000855 fermentation Methods 0.000 description 2
- 230000004151 fermentation Effects 0.000 description 2
- 239000000377 silicon dioxide Substances 0.000 description 2
- KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M Potassium hydroxide Chemical compound [OH-].[K+] KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L Sodium Carbonate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-]C([O-])=O CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- 239000003513 alkali Substances 0.000 description 1
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 description 1
- 239000007844 bleaching agent Substances 0.000 description 1
- 150000001720 carbohydrates Chemical class 0.000 description 1
- 235000014633 carbohydrates Nutrition 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 238000010411 cooking Methods 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 150000002506 iron compounds Chemical class 0.000 description 1
- 159000000014 iron salts Chemical class 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 229940072033 potash Drugs 0.000 description 1
- BWHMMNNQKKPAPP-UHFFFAOYSA-L potassium carbonate Substances [K+].[K+].[O-]C([O-])=O BWHMMNNQKKPAPP-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- 235000015320 potassium carbonate Nutrition 0.000 description 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01C—CHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
- D01C1/00—Treatment of vegetable material
- D01C1/02—Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 180397 KLASSE 29 δ. GRUPPE
Es ist bekannt, daß schon seit Jahren versucht wird, den Torf durch die Verarbeitung
seiner Faser zu verwerten und es ist tatsächlich auch schon gelungen, Torfwolle herzustellen,
welche für viele Anwendungszwecke genügt.
Der bis jetzt erzeugten Wolle haftet jedoch der Übelstand an, daß sie nicht von genügend
heller Farbe ist und daß auch die Weichheit des erhaltenen Produktes noch nicht allen Anforderungen
entspricht.
Dieser Umstand ist wohl darauf zurückzuführen, daß die im Torf und dadurch auch
in der Torffaser enthaltenen mineralischen Bestandteile und sonstigen Verunreinigungen
.15 nicht genügend entfernt worden sind.
Es sind zwar schon eine Reihe von Verfahren
zur Reinigung der Torffaser- vorgeschlagen, . insbesondere wurde auch die Entfernung der
mineralischen Bestandteile durch verschiedene Säuren, wie z. B. durch Salzsäure, verdünnte
Schwefelsäure, versucht, doch hat keines dieser Verfahren ein befriedigendes Produkt geliefert.
Auch die Behandlung mit Alkalien, welche für diesen Zweck bereits in Vorschlag gebracht
worden ist, hat sich nicht bewährt, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, daß das einfache
Kochen des Torfes mit Lösungen von Pottasche oder Soda nicht genügt, um die vorhandenen
Silikate bezw. die vorhandene freie Kieselsäure vollständig zu entfernen. Dies erscheint ohne weiteres einleuchtend, wenn
man berücksichtigt, daß gerade diese freie Kieselsäure, die von außen in die Torffaser
hineingekommen ist, sehr schwer löslich ist, so daß die vorgeschlagenen verdünnten Alkalien
keinesfalls deren vollständige Entfernung herbeiführen können.
Es ist deshalb auch in der früheren Patentliteratur ausdrücklich erklärt, daß die Behandlung
mit verdünnten Säuren ein besseres Resultat ergibt als die Behandlung mit. den obenerwähnten
Alkalien.
Weiterhin ist auch versucht worden, die Torffaser in der Weise vollständig rein und
weich zu erhalten, daß die angeblich im Torf vorhandenen Kohlenhydrate u. dgl. durch
Gärung entfernt und die Gärungsprodukte der Faser dann durch entsprechende Waschprozesse
entzogen werden.
Auch dieses Verfahren ist, abgesehen von seiner Kompliziertheit, nicht geeignet, für alle
Zwecke anwendbare Produkte, zu liefern.
Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, eine Torffaser von heller Farbe und großer
Weichheit zu erzeugen, wenn die Rohfaser oder auch eine nach irgend einem bekannten
Verfahren vorbehandelte Faser der Einwirkung von verdünnter Flußsäure und im Anschluß
hieran der Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd unterworfen wird. Entgegen der nächstliegenden
Annahme wirkt die Flußsäure nicht etwa in gleicher Weise wie die schon früher
benutzte Salz- oder Schwefelsäure, sondern die den späteren Bleichprozeß ausschließenden oder
jedenfalls stark beeinträchtigenden mineralisehen Bestandteile der Torffaser werden so
gründlich gelöst, daß sie durch kräftiges Auswaschen vollständig entfernt werden können.
so daß bei der nachfolgenden Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd tatsächlich' ein ganz
weiches und hellfarbiges Produkt entsteht.
Es ist anzunehmen, daß die Flußsäure zunächst
die in der Torffaser vorhandenen Silikate angreift und daß nach der Entfernung dieser
Silikate auch die anderen mineralischen Bestandteile leicht ausgewaschen werden können.
Die vollständige Entfernung dieser mineralischen
ίο Bestandteile, insbesondere auch der Eisenverbindungen,
ist aber die Vorbedingung für eine vollständige Bleiche der Faser, da ja bekanntlich
gerade die Eisensalze durch den Einfluß bleichender Mittel, insbesondere auch des Wässerstoffsuperoxydes,
nicht entfärbt werden.
Praktisch wird das neue Verfahren in der Weise ausgeübt, daß entweder die Rohtorffaser
oder eine mit Alkali vorbehandelte Faser in eine genügende Menge verdünnter Flußsäure
so lange eingelegt wird, bis die in Flußsäure löslichen mineralischen Bestandteile gelöst sind.
Diese werden dann durch Auswaschen gleichzeitig mit der überschüssigen Flußsäure entfernt..
Zu diesem Zwecke wird die Masse aus dem Säurebad genommen und durch kräftiges Waschen die Faser vollständig von anhaftenden
Flußsäureteilchen befreit.1 Die Bleichung erfolgt dann durch Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd
in wäßriger Lösung, wodurch eine hellfarbige und weiche Torffaser erzeugt wird.
Claims (1)
- . Patent-Anspruch:Verfahren zur Aufschließung und Bleichung von Torffasern, dadurch gekennzeichnet, daß die mit verdünnter Flußsäure aufgeschlossene und darauf gut ausgewaschene Torffaser mit Wasserstoffsuperoxyd gebleicht wird, zwecks Gewinnung einer weichen und hellen Torfwolle.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE180397C true DE180397C (de) |
Family
ID=444656
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT180397D Active DE180397C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE180397C (de) |
-
0
- DE DENDAT180397D patent/DE180397C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE180397C (de) | ||
| AT103332B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstschwamm. | |
| DE284761C (de) | ||
| DE2324687B2 (de) | Verfahren zum Färben von Celluloseprodukten | |
| DE595126C (de) | Verfahren zum mehrstufigen Bleichen von OElen, Fetten, Wachsen u. dgl. | |
| DE189228C (de) | ||
| DE523500C (de) | Verfahren zur Herstellung von hochkonzentriertem Paraffin | |
| DE1074543B (de) | Verfahren zum Bleichen keratinhaltiger Faserstoffe | |
| DE267630C (de) | ||
| DE290444C (de) | ||
| DE318625C (de) | ||
| DE39260C (de) | Verfahren zum Entfernen der glänzenden Rinde von spanischem Rohr | |
| DE163660C (de) | ||
| DE286297C (de) | ||
| DE507759C (de) | Verfahren zum Bleichen ungebaeuchter Pflanzenfasern (insbesondere Baumwolle) mit aetzalkalischen Wasserstoffsuperoxydloesungen | |
| DE570022C (de) | Verfahren zum Bleichen von ungebaeuchter Baumwolle | |
| DE630859C (de) | Verfahren zur Gewinnung spinnfertiger Fasern aus Pflanzenrohmaterial | |
| AT69358B (de) | Verfahren zur Erzeugung einer wollähnlichen Beschaffenheit von Baumwollgeweben. | |
| DE843132C (de) | Verfahren zum Bleichen von Wachs- und OElestern | |
| DE165488C (de) | ||
| DE698596C (de) | laugen | |
| DE547827C (de) | Verfahren zum Bleichen von Sisalhanf | |
| DE833594C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Schaumerzeugenden Substanz | |
| DE431862C (de) | Verfahren zum Aufschliessen von Bastfasern | |
| AT90338B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Fasern aus Schilf, insbesondere aus Rohrkolbenschilf. |