DE18004C - Lettern-Ablegemaschine - Google Patents
Lettern-AblegemaschineInfo
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- DE18004C DE18004C DENDAT18004D DE18004DA DE18004C DE 18004 C DE18004 C DE 18004C DE NDAT18004 D DENDAT18004 D DE NDAT18004D DE 18004D A DE18004D A DE 18004DA DE 18004 C DE18004 C DE 18004C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B3/00—Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment
- B41B3/04—Means for distributing type
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Feeding Of Articles By Means Other Than Belts Or Rollers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachstehend beschriebene und in den Fig. 3 bis 13 dargestellte Ablegemaschine soll
die Lettern selbstthätig in die zur Setzmaschine gehörigen Speicher vertheilen. Sie bewirkt dies
vermittelst der an den Lettern angebrachten Einschnitte (Signaturen), und zwar in der Art,
dafs je ein solcher Einschnitt dazu dient, einen Mechanismus in Thätigkeit zu setzen, der das
Auslösen der Letter und die Beförderung derselben in den ihr zugehörigen Speicher besorgt.
Weil jedoch die Letter nicht genügend Raum bietet, um eine grofse Anzahl Einschnitte
darauf zu vertheilen, und der Umfang der Maschine mit der Vermehrung der verschiedenen
Typen entsprechend wachsen würde, so wird hier das eigenthümliche Verfahren angewendet,
den Satz mehrmals durch die Maschine laufen zu lassen, in der Weise, dafs die Lettern zum
ersten Mal vermittelst der Signatur auf der einen Seite in eine Anzahl Partieen von annähernd
gleicher Dicke, und zum zweiten Mal vermittelst der Signatur auf der anderen Seite
jede dieser Partieen nach einander und für sich nach den verschiedenen Zeichen geschieden
werden. Diese Methode ermöglicht es, durch Vervielfältigung der Signaturen und dementsprechender
Wiederholung des Passirens der Lettern durch die Maschine eine unbeschränkte
Anzahl verschiedener Typen durch eine verhältnifsmäfsig sehr kleine Maschine selbstthätig
zu vertheilen. Für das Ablegen eines Satzes, der 100 bis 200 verschiedene Typen enthält,
genügt, ein zweimaliges Durchlaufen durch die Maschine und an jeder Letter zwei Einschnitte.
Um beispielsweise einen Satz von 80 verschiedenen Typen und zehn verschiedenen Ausschlufsstücken
ablegen zu können, sind die Signaturen so anzubringen, dafs je neun verschiedene,
annähernd gleich dicke Lettern die gleiche Signatur an der Vorderseite, jede von diesen
neun aber die zweite Signatur an einer anderen Stelle der Rückseite hat. Fig. 1 veranschaulicht
ein solches System der Signirung. Die Querreihen bestehen aus Lettern von gleicher
Dicke, und die gezeichnete dritte, gröfsere Signatur ist die für den Handsatz nöthige.
Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht der Ablegemaschine, theilweise im Schnitt. Auf der stehenden
Spindel a, welche in den Spur- und Halslagern des Rahmens a1 läuft und vermittelst
der Frictionsrolle b in Rotation gesetzt wird, sind zwei Scheiben c und d befestigt. Die
untere derselben, die Gegenscheibe d, hat den Zweck, die Aufnahmespeicher e zu stützen und
zu halten. Sie hat an ihrem äufseren Rand eine der Speicherzahl entsprechende Anzahl
Schlitze, die unterhalb durch die Scheibe / zum Theil verdeckt sind, und ruhen auf dieser
die Aufnahmespeicher. Die Gegenscheibe d ist mit einem concentrisch verschiebbaren Ring g,
Fig. 3 und 7, umgeben, welcher eine gleiche Anzahl auf jene passender Schlitze enthält.
Wird dieser Ring etwas verschoben, so werden dadurch die Schlitze der Scheibe d geschlossen,
und die eingesteckten Speicher sind festgehalten. Die Speicher ragen mit ihrem oberen Ende
durch entsprechende Löcher der Greiferscheibe c hindurch und werden so auch oben festgehalten.
Die Vorrichtungen, welche die Greiferscheibe c enthält, haben die Aufgabe, die Lettern einzeln
aus dem Ablegespeicher h herauszugreifen, die Oeffnung desselben zu reguliren, die Lettern
in die Aufnahmespeicher zu befördern und darin so weit nach unten zu schieben, dafs
beim nächsten Umgang eine neue Letter Platz findet. Der abzulegende Satz wird in Langtheile
A1 gefüllt, Fig. 3, und aus diesen gelangen die Lettern in ähnlicher Weise in den
Ablegespeicher, wie dies für die Setzmaschine in dem Patent P. R. No. 9835 beschrieben ist.
Die Lettern kommen in solcher Lage in den Ablegespeicher, dafs diejenige Signatur, durch
welche das Sortiren erfolgen soll, nach der Rückseite des Speichers hin zu liegen kommt.
An dieser Seite ragen die um die Achse /, Fig. 4 und 5, leicht beweglichen Fühler k mit
ihren Spitzen so weit in den Speicher hinein, als die Signatur der Lettern tief ist. Der rückwärts
der Achse gelegene Theil des Fühlers ist zu einem Gegengewicht verlängert, welches die
Spitze des Fühlers immer an die untere Speicherkante drückt. Die Letternsäule ruht auf dem
zweizinkigen Lager /, Fig. 4 und 5, und die unterste Letter drückt die Spitzen der Fühler
um etwa dünnste Letterndicke nach unten, mit Ausnahme derjenigen Fühlerspitze, die an Stelle
der Signatur liegt. Das Gegengewicht und damit die unten an demselben befindliche Nase m
dieses Fühlers kommt dadurch erheblich tiefer zu liegen als alle übrigen und wird so zur
Einrückung der Greifer des zugehörigen Aufnahmespeichers benutzt. Der Lage der Fühlernasen
m entspricht die Anordnung der Haken 0 an den Greiferbolzen n, Fig. 4 und 8, welche
bei niedergedrückten Fühlerspitzen während der Rotation der Scheibe genau unter jenen hergehen.
Sobald nun eine der Fühlernasen sich nach unten neigt, was immer geschieht, wenn
eine Fühlerspitze in eine Signatur eindringen kann, stöfst der entsprechende Haken ο dagegen,
und dadurch wird mit dem Vorwärtsgehen der Scheibe der Greiferbolzen η um
etwa 45 ° in seinen Lagern gedreht. Diese Lager sind Durchbohrungen der beiden erhöhten
Ringe der Greiferscheibe. Dieselben sind oben offen und die Bolzen hier in der Weise abgeflacht,
dafs die darauf liegende Feder r der Greifer p auf der Fläche des Bolzens ruht.
Durch die Drehung des Bolzens werden die beiden Greifer gehoben und stützen sich dann
hinten gegen die Wand der Aussparung im Ringe. Die Greifer sind vorn mit ihrer Feder
fest verbunden, und diese ist mit der Schraube s auf der Scheibe befestigt. Fig. 5 zeigt die
Stellung in dem Augenblick, in welchem der Haken 0 an die Fühlernase anstöfst; punktirt
ist die Stellung angedeutet, in welcher die Drehung des Bolzens vollendet ist. Wenn die
Greifer unten liegen, gehen sie mit ihren hochstehenden Schnäbeln dicht unter der untersten,
irii"Ablegespeicher liegenden Letter her. Sind sie jedoch hochgehoben, dann fassen sie gerade
diese Letter und schieben sie unter der Letternsäule fort, worauf diese nachrückt.
Der Ablegespeicher h hat einen beweglichen Deckel t, Fig. 3 bis 6 und 10, welcher vor
dem Heraustreten einer Leiter durch die keilförmigen Heber q so hoch gehoben wird, als
es die Dicke der Letter verlangt. Diese Heber kommen in derselben Weise wie die Greifer,
nämlich durch die Drehung des angeflachten Bolzens, auf dem sie liegen, in Thätigkeit.
Der Heber läfst den Deckel, sobald die Letter aus dem Ablegespeicher herausgetreten ist, sofort
wieder fallen, so dafs Deckel und Letternsäule gleichzeitig niedergehen. An dem Deckel t
ist aber noch ein zweites, in gleicher Weise bewegliches Stück u angebracht, welches den
Zweck hat, vermittelst seiner beiden horizontalen bezw. nach unten sich neigenden, nöthigenfalls
in Federn auslaufenden und denen des Lagers / entsprechenden Zinken die Lettern beim Vorwärtsschieben
durch die Greifer oben zu führen. Der vordere Deckel u ist so an / befestigt, dafs
er mit diesem zugleich gehoben wird, aber beim Fallen von t bleibt u auf der Letter liegen,
gleichgültig, welche Dicke sie hat, weil die Verbindung der beiden Deckel unter einander
durch Schrauben und Schlitze eine Verschiebung in senkrechter Richtung gestattet. Fig. 6
zeigt diese Stellung. Die Letter, geschoben von den Greifern, gleitet unten auf den beiden
Armen des Lagers /, welche sich vorn nach unten neigen, um jene möglichst tief in den
Aufnahmespeicher hineinzuführen, und oben wird sie geführt durch den Deckel u. Bei
weiterem Vorwärtsgehen der Greiferscheibe fällt schliefslich die Letter von den Lagerarmen /
in den dicht vor den Greifern liegenden Aufnahmespeicher e, und der Deckel u geht in
seine normale Lage nach. Die Letter liegt nun in der oberen Oeffnung des Speichers,
dessen Wände sie von allen Seiten umschliefsen. Beim Weitergang der Scheibe wird der Stöfser υ
durch das Excenter w so tief niedergedrückt, dafs er die Letter um ihre Dicke im Speicher
nach unten schiebt. Die in den Aufnahmespeichern sich bildenden Letternsäulen werden
durch die Schiebeklötze χ getragen, die ihrerseits durch eine Feder an die Speicherwände
angedrückt werden. Die Stöfser ν sind unterhalb der Scheibe c an derselben um die Stifte y
drehbar befestigt und werden durch die Federn a an das fest mit dem Rahmen ax verbundene
Excenter w gedrückt. Dieses Excenter ist so gestellt, dafs die Stöfser am höchsten stehen,
wenn sie den Ablegespeicher passiren, dagegen am tiefsten, wenn sie jenem gegenüberstehen,
wie Fig. 3 zeigt.
Der am Bolzen η angebrachte Stift b1 streift
beim Weitergang der Scheibe an den Stift c\ wodurch Bolzen und Greifer in die Ruhelage
zurückgebracht werden.
Die Frictionsrolle d1, welche die Maschine
antreibt, läuft in dem Auge des Armes e1 und wird durch den Haken g1, der den Stift hl
iimfafst, an die Frictionsrolle b angedrückt.
Die Schiebeklötze χ haben unten einen Stift, der, sobald ein Aufnahmespeicher ganz gefüllt
ist, unten durch die Scheibe d durchsteht und dann den Haken gl vom Stift hx herunterschiebt.
Dadurch wird die Friction der beiden Rollen d' und b aufgehoben, und die Maschine
wird somit bei jeder vollendeten Speicherfüllung selbsttätig abgestellt.
Beim zweiten Sortiren, nämlich der aus dem ersten Sortiren hervorgegangenen verschiedenen
Dickenpartieen müssen die Heber q abgenommen werden, und der Deckel des Ablegespeichers
wird festgestellt, so dafs die Austrittsöffnung der Dicke der zu sortirenden Letternpartie
entspricht. Natürlich wird es vortheilhafter sein, für die zwei Arten des Sortirens
eine besondere Maschine zu verwenden.
Die beschriebene Ablegemaschine läfst vielerlei Variationen und Erweiterungen zu, die zum
Theil eine sehr grofse Leistungsfähigkeit zur Folge haben. Es lassen sich bei den gewöhnlichen
Letternhöhen 20 und mehr Fühler noch bequem placiren, so dafs, wenn man diese in
zwei Abtheilungen zerlegt und beim ersten Sortiren die eine, beim zweiten die andere Abtheilung
wirken läfst, man etwa 100 verschiedene Typen sortiren kann und doch nur an der einen Seite jeder Letter zwei Signaturen
anzubringen braucht, wie Fig. 13 zeigt. Behält man diese Anordnung bei und signirt die Lettern
auch noch auf der anderen Seite, so ist man im Stande, 10 000 verschiedene Typen, welche
viermal durch die Maschine laufen müfsten, zu sortiren.
Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Maschine in Bezug auf die Zeit, die das Ablegen
in Anspruch nimmt, lassen sich sowohl die Ablegespeicher als auch die Aufnahmespeicher
in mehrfacher Anzahl anbringen. Bei Vermehrung der ersteren müssen dann die Stöfser
zwischen je zwei Speichern einmal zur Wirkung kommen, was durch eine entsprechende Form
des Excenters leicht erreicht werden kann. Die Vermehrung der Aufnahmespeicher wird
man so anzuordnen haben, dafs zuerst diejenigen Speicher eine Vervielfältigung erfahren, welche
die am häufigsten vorkommenden Lettern aufzunehmen haben.
Eine andere Methode der Letternsignirung besteht darin, dafs die Signaturen in umgekehrter
Weise zur Anwendung kommen, d. h. die Letter wird dann da ausgespart, wo die
übrigen Fühler liegen, und es bleibt nur an der Stelle ein Stück stehen, wo der Fühler liegt,
der zur Wirkung kommen soll, wie Fig. 2 zeigt. Es müfsten dann aber auch die Fühler in umgekehrter
Weise wirken und etwa so construirt sein, wie in Fig. 11 dargestellt. Die Nasen ni
liegen dann vor der Achse i:
In Fig. 12 ist eine andere Einrichtung der Greifer dargestellt; dieselbe hat den Zweck, die
Stöfse, welche die Nasen m und die Haken 0 auszuhalten haben, auf das kleinste Mafs zurückzuführen.
Bei der beschriebenen Einrichtung geschieht die Einrückung der Greifer zur Arbeit
durch Spannung der Feder r; hier dagegen drückt die Feder r° den aus einem Stück bestehenden,
an dem Stift s" drehbaren Doppelgreifer immer von unten gegen den Bolzen,
der dann in geschlossenen Lagern liegt. Wird dieser nun durch die bekannte Vorrichtung so
weit gedreht, dafs seine Fläche nach unten kommt, so wird der Greifer durch die Feder
nach oben gedruckt, und er kommt zur Wirkung. Der Stift c1 bewirkt dann beim Weitergehen
der Scheibe das Zurückdrehen des Bolzens und damit die erneute Spannung der Feder r°.
Claims (4)
1. Die beschriebene Methode und das System der Letternsignirung zum Zweck des Ablegeiis
in selbsttätigen Ablegemaschinen, bestehend in Anbringung gleichgeformter
Einschnitte, von denen beim jedesmaligen Passiren des Apparats immer nur einer zur
Wirkung kommt, jede Letter deren aber wenigstens zwei enthält.
2. Die Methode des selbsttätigen Ablegens durch Wiederholung desselben bezw. durch
Theilung der abzulegenden Lettern in mehrere Partieen, von denen jede wieder in derselben Weise für sich vertheilt wird,
wie beschrieben.
3. Die Construction einer selbsttätigen Ablegemaschine,
bei welcher leicht bewegliche Fühler in eine Signatur der Letter eingreifen und dadurch den Auslösemechanismus einrücken.
4. Der Auslösemechanismus und die Art seiner In- und Aufserthätigkeitsetzung an selbstthätigen
Ablegemaschinen, besonders der drehbare Bolzen mit seinen Flächen und
Haken, und die Greifer, sowie die Anordnung und Construction der Greiferscheibe,
wie beschrieben und gezeichnet.
Die zwei beweglichen Deckel des Ablegespeichers und die Heber, welche die Oeffnung
desselben regulären.
Die Anordnung und Bewegungsart der Stöfser.
Die selbsttätige Ausrückung durch die Schieberklötze nach Füllung eines Speichers
und die bewegliche Frictionsrolle für diesen Zweck.
Die Einrichtung der Gegenscheibe zum Halten und Herausnehmen der Speicher.
Die beschriebene und dargestellte Anordnung und Combination der einzelnen Bestandtheile
der Ablegemaschine.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DRR R1EICHSDrUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18004C true DE18004C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18004C (de) |
-
0
- DE DENDAT18004D patent/DE18004C/de active Active
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