DE179495C - - Google Patents

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DE179495C
DE179495C DENDAT179495D DE179495DA DE179495C DE 179495 C DE179495 C DE 179495C DE NDAT179495 D DENDAT179495 D DE NDAT179495D DE 179495D A DE179495D A DE 179495DA DE 179495 C DE179495 C DE 179495C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27MWORKING OF WOOD NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B27B - B27L; MANUFACTURE OF SPECIFIC WOODEN ARTICLES
    • B27M3/00Manufacture or reconditioning of specific semi-finished or finished articles
    • B27M3/20Manufacture or reconditioning of specific semi-finished or finished articles of lasts; of shoes, e.g. sabots; of parts of shoes, e.g. heels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Verfahren zur Herstellung von naturgetreuen, d. h. den individuellen Eigen-, heiten des Fußes entsprechend gestalteten Schuhleisten bestanden aus dem einfachen Abformen des Fußes, wobei der letztere an auffälligen empfindlichen Stellen unter Umständen noch mit entsprechenden Auflagen versehen wurde. Aus dem so gewonnenen Negativ wurde durch Ausgießen mit geeigneten Stoffen
ίο ein der Fußform naturgetreu entsprechendes Positiv erhalten. Abgesehen davon, daß diese Verfahren einen gerade infolge seiner naturgetreuen Form zur Herstellung brauchbarer Schuhe vollkommen ungeeigneten Schuhleisten ergaben, mußte das durch Ausgießen erhaltene Positiv behufs Herstellung hölzerner Schuh-' leisten noch einmal, z. B. auf einer Kopiermaschine, kopiert werden, da ein Schuhleisten aus Metall, Gips oder sonstigen gießbaren Stoffen das bei der Herstellung des Schuhes nötige Annageln des Leders usw. nicht gestattete. Die Langwierigkeit und Umständlichkeit dieser dreifachen Arbeitsweise in Verbindung mit der oben erwähnten fehlerhaften Form der erhalteneu Schuhleisten hatten zur Folge, daß sich bisher keines der erwähnten Verfahren in der Praxis einbürgern konnte.
Die billige und rasche Herstellung individueller, einer zweckentsprechenden und dabei modernen Schuhform vollkommen entsprechender Schuhleisten ermöglicht die vorliegende Erfindung, deren Grundgedanke darin besteht, daß der in seiner Form z. B. nach dem Verfahren gemäß Patent 151563 zweckmäßig abgeänderte Fuß in einer geeigneten Kopierfräsvorrichtung unmittelbar als Kopierform verwendet wird.
Die bisherigen zur Massenherstellung dienenden Kopierfräsmaschinen können zu diesem Zwecke nicht verwendet werden, da bei-diesen Maschinen der das Modell fortwährend berührende Taster, dessen Bewegung unmittelbar auf den.Fräser übertragen wird, mit so großer Kraft an die Kopierform, welche hier durch den Fuß gebildet wird, angedrückt werden muß, daß der erzeugte Leisten infolge der Nachgiebigkeit der Weichteile des Fußes falsch wird, abgesehen davon, daß der auf den Fuß ausgeübte Druck so groß ist, daß er kaum ausgehalten werden kann. Andere Kopiermaschinen, bei welchen der Fräser durch Einschaltung einer besonderen Kraftquelle bewegt wird, die ajso einen geringeren und doch bei dem unbedingt notwendigen Andrücken des Tastwerkzeuges noch immer zu großen Druck auf den Fuß ausüben würden, haben wieder den Nachteil, daß ein Arbeiten mit ihnen infolge der absatzweisen Arbeitsweise des Abkopierens einzelner Punkte bezw. Pünktreihen äußerst langwierig ist und wenigstens mehrere Stunden in Anspruch iieh-
men würde. Die Möglichkeit der Anwendung dieser Vorrichtungen zum Kopieren von menschlichen Körperteilen wird dadurch nahezu völlig ausgeschlossen. Dazu kommt noch der weitere Nachteil, daß" die Erzeugnisse dieser Vorrichtungen, deren Taststift durch einen Arbeiter bewegt wird, infolge der langwierigen Handarbeit sehr verteuert werden und außerdem ihre Beschaffenheit von der Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit des Arbeiters abhängt. ■··.-■ · ■ ■· ■ ■
Alle diese Nachteile sind durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Kopierfräsvorrichtung behoben, welche vollkommen selbsttätig und außerordentlich rasch arbeitet. Das Ausfräsen des größten Schuhleistens dauert etwa 2 Minuten. Dabei ist der auf den Fuß ausgeübte Druck sehr gering.
Eine Ausführungsform -des zur- Herstellung des Schuhleistens dienenden Verfahrens besteht darin, daß um. den entsprechend eingespannten und unterstützten Fuß ein an ihn ständig angedrücktes und ihn daher fortwährend berührendes und der Fußform entsprechend in seitlicher Richtung verschwenkbares oder verschiebbares Tastwerkzeug (Stab, Walze, Rolle o. dgl.) in einer Schraubenlinie um den Fuß herumgeführt wird, wobei durch die derart selbsttätig hervorgerufenen Seitenbewegungen oder Schwingungen des Tastwerkzeuges eine hydraulische Bewegungsvorrichtung in bekannter Weise derart gesteuert wird, daß sie einem dein Tastwerkzeug ähnlich geformten Fräser den Schwingungen des Tastwerkzeuges ähnliche Bewegungen erteilt, so daß das Ausfräsen des Schuhleistens entsprechend der als Kopierform dienenden Fußform bewirkt wird.
Eine Ausführungsform der zur Durchführung dieses Verfahrens dienenden Einrichtung ist auf den Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι zeigt eine zur Herstellung des Schuhleistens dienende Kopierfräsvorrichtung in Seitenansicht und teilweisem Längsschnitt.
Fig. 2 ist ein schematischer Querschnitt dieser Vorrichtung und
Fig. 3 ein senkrechter Schnitt der hydraulischen Steuerung mit Vermittlungsventil.
Die in einem geeigneten Gestell gelagerten Zahnräder 8, 8' (Fig! 1 und 2) werden durch
■50 das von der Riemenscheibe 9 durch Vermittlung der Zahnräder 10 und 11 und der Vorgelegewelle 12 angetriebene Zahnrad 13 in der Pfeilrichtung (Fig. 2) gedreht. Aus-der Ebene dieser Zahnräder 8, 8' ragt je ein Arm 14,14' hervor. Diese
■55 dienen zur Lagerung der äußeren Enden der Wellen 15, 15', deren innere Enden in den Zahnrädern 8 bezw. 8' gelagert sind. Auf der Welle 15 ist eine zweckmäßig zylinderförmige Tastrolle 16, auf der Welle 15' dagegen ein der Tastrolle gleichgestalteter, drehbarer Fräser 17 befestigt. Das Tastwerkzeug 16 wird durch eine Feder 18 (Fig. 2) ständig an den Fuß der auf dem Sitze 20 des Ständers 19 sitzenden Person angedrückt, dessen Unterschenkel zwischen Backen 21 eingespannt ist, so daß das Tastwerkzeug während der Umdrehung des Zahnrades 8 der Form und den Vorsprüngen des Fußes entsprechende Seitenbewegungen ausführen kann. Die Fußspitze stützt sich an die Stange 26, welche durch die in den Ständern 22 und 23 gelagerte hohle Nabe 27 des Zahnrades 8 hindurchgeht, hinten schräg nach unten gebogen (Fig. 2) und mit ihrem zurückkehrenden Ende an den Ständer 19 angeschlossen ist. Zwischen die Backen 21' des Ständers 19 ist ein zu einem Schuhleisten auszufräsender Holzklotz eingespannt, um welchen der Fräser 17 die nämliche Bewegung vollführt als das Tastwerkzeug 16 um den Fuß. Der Ständer 19 kann samt der daraufsitzenden Person, der Stützstange 26 und dem Schuhleisten auf der Geradführung 28 der Grundplatte 27" hin und her geschoben werden. Diese Bewegung wird in bekannter Weise mittels einer auf der Grundplatte befestigten Schraubenspindel 29, einer gezahnten Schraubenmutter 30, einer Kette 31 und eines mit einem Kettenrade versehenen Handrades 32 bewirkt. Der Fräser 17 wird von der Riemenscheibe 9 unter Vermittlung der Welle 33, der Zahnräder 34, 35 und der Kegelräder 36, 37 angetrieben. Die Welle 33 geht durch die hohle Nabe 27' des Zahnrades 8'. hindurch und ist an dem einen Ende in dem Ständer 24, an dem anderen Ende in dem Zahnrade 8' drehbar gelagert. Das Tastwerkzeug und der Fräser werden also während der Verschiebung des Ständers 19 den Fuß in einer Schraubenlinie ums tr eichen.
Die Vorrichtung, welche dem Fräser den Seitenbewegungen des Tastwerkzeuges gleiche Bewegungen zu erteilen bestimmt ist, muß in Anbetracht der Empfindlichkeit des Fußes und des verhältnismäßig großen Widerstandes des Holzes derart eingerichtet sein, daß sie eine mit sehr geringer Kraft ausgeführte Verschwenkung des • Tastwerkzeuges mit sehr großer Kraft auf den Fräser überträgt, und zwar räumlich in vollkommen übereinstimmender ; oder geometrisch ähnlicher Weise und möglichst gleichzeitig oder wenigstens mit sehr geringer Verspätung. Diese Anforderungen können mit einer hydraulischen Bewegungsvorrichtung erfüllt werden, deren Steuerorgan, (Schieber, Ventil o. dgl.) durch die Seitenschwingungen des Tastwerkzeüges bewegt wird und deren Bewegungsorgan (Kolben, Zylinder o. dgl.) dem Fräser den Seitenschwingungen des Tastwprkzeuges gleiche Bewegungen 'erteilt. Ein einfaches Ausführüngsbeispiel dieser Vorrichtung ist im folgenden beschrieben:. .
Die hydraulische Bewegungsvorrichtung besteht aus einem auf dem Ständer 24 befestigten Kolben 38 und aus einem in der Führung 39 des Ständers 23 verschiebbaren Zylinder 40, auf welchem ein Schiebergehäuse 41 befestigt, ist. Die eine Seite des .Schieberkastens, ist mittels eines biegsamen Rohres 42 mit einem Akkumulator 43 verbunden, der z. B. oben gepreßte Luft und unten irgend eine Flüssigkeit, z. B.
.Wasser, öl ο. dgl., enthält, wobei die Fortsetzung des Rohres 42 bis zum Boden des . Akkumulatorgefäßes reicht. Eine von der Welle 12 angetriebene Pumpe 44 fördert die aus ' dem Zylinder 40 durch das Rohr 45 in den Schieberkasten 41 und von hier durch das Rohr 46 in das Sammelgefäß 47 geflossene Flüssigkeit in den Akkumulator zurück.
Die um die Achse 15 ausgeführten Schwingungen des Tastwerkzeuges 16 werden durch ' 20 Vermittlung des auf die Achse. 15 aufgekeilten Hebels 48, der Zugstange 49 und des Winkelhebels 50 auf eine auf die Stützstange 26 aufgeschobene Hülse 51 übertragen, welche infolge-.. dessen eine hin- und hergehende Bewegung vollführt und diese Bewegung mittels der Schieberstange 52 auf den Schieber 53 überträgt. Der unter dem Druck der Feder 54 stehende Kraft-Zylinder 40 wird einerseits durch die infolge der Schieberbewegungen in ihn einströmende Druckflüssigkeit nach der, einen Richtung hin gedrückt, andererseits durch die Feder 54 — oder auch durch einen ständigen Flüssigkeitsdruck — nach der anderen Richtung hin zurückgedrückt. Diese Bewegungen des Zylinders 40 werden durch einen zweiarmigen Hebel 55 auf eine auf die Nabe 27' des Zahnrades 8' aufgeschobene oder sonstwie beweglich angeordnete Hülse 56 übertragen, deren Bewegungen durch ein dem Hebelgetriebe 48, 49, 50 ,40 geometrisch ähnlich gestaltetes, aus Winkelhebel 57, Zugstange 58 und Hebel 59 bestehendes .Getriebe auf die Schwingachse 15' des Fräsers 17 übertragen werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist, folgende:
Werden die Zahnräder 8 und 8' mittels des von der Riemenscheibe 9 aus durch Vermittlung der Zahnräder 10 und 11 angetriebenen Zahnrades 13 gedreht, so macht das an den .50 Fuß angedrückte Tastwerkzeug 16 um die Achse 15 der Fußform entsprechende Seitenschwingungen, welche durch Vermittlung des Hebelgestänges 48,49, 50 der Hülse 51 entsprechende Wechsel bewegungen mitteilen, die . 55 durch die Schieberstange 52 auf den Schieber 53 übertragen werden. Vorausgesetzt, daß der Schieber aus seiner Mittelstellung in der Richtung des Pfeiles I in Fig. 1 eine gewisse Seiten-bewegung ausführt, so fließt die Flüssigkeit aus dem Innern des durch die Feder 54 ebenfalls in Richtung des Pfeiles I gedrückten Zylinders ,40 durch das Rohr 45 und die durch den Schieber geöffnete mittlere Einflußöffnung in den Schieberkasten 41 und von hier durch das Rohr 46 in den Behälter 47. Der ausgeflossenen Flüssigkeitsmenge entsprechend wird nun die Feder 54 den Zylinder 40 gleichfalls in Richtung des Pfeiles I verschieben. An dieser Bewegung nimmt der am Zylinder befestigte Schieberkasten 41 ebenfalls teil, und zwar nur so lange, bis der Schieber die die Mündung des Rohres 45 bildende mittlere Einflußöffnung verschlossen hat.. In diesem Augenblicke verhindert die in dem Zylinder verbliebene Flüssigkeit dessen weitere Verschiebung durch die Feder 54. Der Zylinder folgt also vollkommen den Bewegungen des Schiebers, beschreibt also diesem gleichgerichtete und gleichlange Bewegungen. Bei der entgegengesetzten, in der Richtung des Pfeiles II ausgeführten Bewegung des Schiebers ,80 ist der Vorgang derselbe, nur drückt in diesem Falle die aus dem Akkumulator 43 durch das .Rohr 42 in, den Schieberkasten und von hier durch das Rohr 45 in den Zylinder einströmende hochgespannte" Druckflüssigkeit den Zylinder in der Richtung des Pfeiles II vor, und zwar so lange, bis die mittlere öffnung des dem Schieber folgenden Schieberkastens wieder über den Schieber gelangt und von diesem verschlossen wird. Es ist klar, daß der Zylinder die Ver-Schiebungen des Schiebers auch in diesem Falle gertau nachmacht, wobei diese Bewegungen des Zylinders auf den Fräser übertragen werden. Der letztere führt folglich mit den Bewegungen des Tastwerkzeuges in bezug auf Richtung und Größe' vollkommen übereinstimmende Bewegungen aus. Nur in bezug auf den Zeitpunkt stehen die Bewegungen des Fräsers denen des Tastwerkzeuges etwas nach, und zwar um die Zeitdauer, welche zum Aus- bezw. Einströmen der Flüssigkeit und zur Beschleunigung der Massen notwendig ist.
Wenn das Ausfräsen des Schuhleistens rasch geschehen soll, so sind zum Bewegen des Fräsers, zum Ein- und Auslassen der Flüssigkeit und zur Beschleunigung der Massen bedeutende Kräfte notwendig und ist demgemäß ein sehr großer Flüssigkeitsdruck anzuwenden. In diesem Falle würde auch das Bewegen des Schiebers verhältnismäßig große Kraft erheischen und trotz der ÜKersetzüngen eine übermäßige Rückwirkung auf den-Fuß ausüben.. In diesem Falle kann die Vorrichtung behufs Aufhebung des auf den Schieber ausgeübten einseitigen Flüssigkeitsdruckes derart eingerichtet werden, daß der Schieber lediglich das Auslassen der Flüssigkeit ins Freie bewirkt. Zu diesem Zwecke ist zwischen den Akkumulator und den Kraftzylinder ein Vermittlungsventil eingeschaltet, welches durch die Flüssigkeitsauslassungen des
Schiebers gesteuert wird, und dessen Bewegungen zur Steuerung des hydraulischen Kraftzylinders dienen. Diese in Fig. 3 dargestellte Einrichtung soll in folgendem beschrieben werden.
Das Schiebergehäuse 41 bildet mit dem auf dem festgestellten Kolben 38 verschiebbaren und durch die Spiralfeder 54' gegen den Kolben gedrückten Zylinder 40 ein Stück oder ist auf demselben in geeigneter Weise befestigt. In einer entsprechenden Bohrung des Schiebergehäuses wird durch die Schieberstange 52 der Schieber 53' bewegt, der die Form eines beiderseitig offenen Rohres mit zugeschärften Kanten besitzt. Nahe den beiden Enden der Schiebergehäusebohrung sind nach auswärts verengte Aushöhlungen 60, 6o' vorgesehen, welche ins Freie münden und von denen die eine 60 mit dem Innern des Zylinders, die andere 60' mit dem Vermittlungs ventil gehäuse 61 verbunden ist. Die Mündungen der kegelförmigen Aushöhlungen 60, 61 sind zylindrisch und passen dicht auf die Oberfläche des Schiebers 53'. . ' .
Auf dem Schiebergehäuse 41 ist das Vermittlungsventilgehäuse 61 angeordnet, in welchem sich das eigenartig geformte Vermittlungsventil 70 bewegt. Der Kanal 62 des Ventilgehäuses, welcher durch, ein biegsames Rohr 42 mit dem Akkumulator oder mit einer Pumpe in Verbindung steht, verbindet die Kammern 63, 64, in welche die das Vermittlungsventil aufnehmenden Bohrungen eintreten· Die Kammer 65 des Ventilgehäuses steht durch das Rohr 45 mit dem Zylinderinnern in Verbindung, während die Kammer 66 ins Freie mündet. Die Kammern 67 und 68 sind durch das Rohr 69 mit der Kammer 6o' des Schieberkastens 41 verbunden. Das Vermittlungsventil 70 ist als Differentialkolbenventil ausgebildet, d. h. dasselbe hat unten einen größeren Durchmesser als oben, ist in der Kammer 66 abgesetzt und besitzt zwischen den Kammern 64 und 65 einen eingedrehten Hals, welcher die Verbindung zwi-~ sehen diesen beiden Kammern je nach der Stellung des Ventils herstellt bezw. verschließt. Die Kammer 67 ist durch eine enge Bohrung auch mit dem Kanäle 62 verbunden, welche durch das nadelartige Ende 72 des Ventils verschlossen werden kann.
Die Wirkungsweise der mit dem Vermittlungsventil versehenen Vorrichtung ist folgende;
Wenn der Schieber 53' eine der Pfeilrichtung I entsprechende Bewegung macht, so wird die Ausnehmung 60 mit dem' Freien verbunden, darauf drückt die Feder 54' die Flüssigkeit aus dem Zylinder ins Freie hinaus und verschiebt den Zylinder selbst ebenfalls in der Pfeilrichtung I so lange, bis die zylindrische Mündung der Ausnehmung 60 die Schieberkante erreicht.
In diesem Augenblicke wird das weitere Ausströmen der Flüssigkeit verhindert und der frühere Ruhezustand wieder hergestellt. Wie ersichtlich, hat der Zylinder während dieser Zeit eine der Schieberbewegung gleichgerichtete und gleichgroße Bewegung vollführt.
Wird der Schieber 53' in der Pfeilrichtung II verschoben, so strömt durch die Ausnehmung 60' •aus dem Rohre 69 ein wenig Flüssigkeit aus, so daß. in der Kammer 68 eine Druckverminderung entsteht bezw. der Druck vollkommen aufgehoben wird. Infolgedessen wird das Ventil 70, auf dessen unteres, in die Kammer 68 hineinreichendes Ende nunmehr ein geringerer Druck wirkt als auf dessen oberes, in die unter Akkumulatorendruck stehende Kammer 63 hineinreichendes Ende, durch den Überdruck nach unten gedrückt. Hierbei öffnet die Kante 73 des Ventils den Abschluß der Kammern 64 und 65 gegeneinander, so daß die hochgespannte Flüssigkeit aus dem Rohre 42 durch den Kanal 62, die Kammern 64 und 65 und das Rohr 45 in den Zylinder strömt und denselben in der Pfeilrichtung II verschiebt. Sobald infolge der Zylinderverschiebung die zylindrische Mündung der Ausnehmung 60' die Kante des Schiebers 53' erreicht, wird die weitere Ausströmung der Flüssigkeit aus der öffnung 6o' ins Freie unterbrochen. Da aber gleichzeitig durch die Senkung des Ventils 70 die Bohrung 71 durch die Nadel 72 freigegeben wird, so wächst der Druck im Rohre 69 infolge des Eindringens der hochgespannten Flüssigkeit durch die Bohrung 71 wieder auf die' normale Höhe, wodurch das Ventil 70 infolge des auf sein unteres, größeren Querschnitt besitzendes Ende einwirkenden Überdruckes wieder hochgehoben wird. Die Kammer 65 wird gegen den Kanal 62 wieder abgesperrt und dadurch die weitere Einströmung der Flüssigkeit in den Zylinder, verhindert, so daß die Bewegung des Zylinders aufhört. Die Zylinderbewegung entspricht folglich in bezug auf Richtung und Länge der Schieberbewegung.
Zu bemerken ist, daß der auf die obere Seite des Vermittlungsventils wirkende beständige Flüssigkeitsdruck allenfalls auch durch Federdruck oder durch eine sonstige Belastung ersetzt werden kann.
In diesem Falle müßte das Rohr 42 bezw. der Kanal 62 unmittelbar in. die Kammer 64 geleitet werden und mit dem Akkumulator verbunden sein. Die Feder wäre so zu bemessen, daß sie von dem auf die untere Fläche des Ventils, wirkenden Flüssigkeitsdruck so zusammengedrückt wird, daß die Kante 73 die Verbindung der Kammern 64, 65 versperrt. Die Feder würde erst dann wirksam werden, wenn der Schieber 53' die Öffnung 60' freigibt. Da der Schieber ausschließlich zum Auslassen der
Flüssigkeit ins Freie benutzt wird, wird die Entstehung jedes auf den Schieber ausgeübten . einseitigen Flüssigkeitsdruckes, dynamischen Druckes, jeder Saugwirkung, sowie jedes Rei-' 5 bung hervorbringenden Seitendruckes verhindert, wodurch die Entlastung des Schiebers die denkbar vollkommenste ist, so daß die auf die Schieberstange bezw. durch Vermittlung der Hebelvorrichtung auf den Fuß ausgeübte Rückwirkung auf ein sehr geringes Maß beschränkt ist. .
Das Ausfräsen des Schuhleistens kann auch auf die Weise ausgeführt werden, daß vom Fuße derart eine Kopie angefertigt wird, daß das eigentliche Fräsen nicht am Orte des Maßnehmens bezw. mit dem Maßnehmen gleichzeitig ausgeführt wird, sondern daß dort von den während des Bestreichens des Fußes ausgeführten Seitenbewegungen des Kopierorganes mittels einer besonderen, zu diesem Zwecke dienenden Vorrichtung bloß ein Diagramm bezw. eine Schablone angefertigt wird, welche dann in eine an beliebiger anderer Stelle befindliche und dieser Vorrichtung entsprechend konstruierte. Kopierfräsmaschine eingesetzt wird und dann als Kopierschablone dieser Maschine dient und die Bewegungen des Fräsers der Form des Diagrammes entsprechend steuernd das formgetreue Ausfräsen des Schuhleistens bewirkt.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von der Fußform richtig entsprechenden Schuhleisten, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fuße zuerst durch entsprechende Umhüllung die dem herzustellenden Schuhe entsprechende richtige Form erteilt und dann von der so verbesserten Fußform derart eine Kopie hergestellt wird, daß der Fuß unmittelbar als Kopierform einer Kopierfräs-Vorrichtung benutzt und während des Umstreichens des Fußes mit dem Tastwerkzeug gleichzeitig der Schuhleisten ausgefräst wird.
2. Eine Ausführungsform des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß um den entsprechend eingespannten und unterstützen Fuß ein an denselben ständig angedrücktes und daher denselben fortwährend berührendes und der Fußform entsprechend in seitlicher Richtung verschwenkbares oder verschiebbares Tastwerkzeug (16) (Stab, Walze, Rolle 0. dgl.) in einer Schraubenlinie herumgeführt wird, wobei durch die derart selbsttätig hervorgerufenen Seitenbewegungen oder Schwingungen dieses Tastwerkzeuges eine hydraulische Bewegungsvorrichtung in bekannter Weise derart gesteuert wird, daß dieselbe einem dem Tastwerkzeug ähnlich geformten und in gleicher Schraubenlinie bewegten Fräser (17) den Seitenbewegungen oder Schwingungen des Tastwerkzeuges gleichartige Bewegungen erteilt, so daß das Ausfräsen des Schuhleistens auf eine dem als Kopierform dienenden Fuße gleiche Form bewirkt wird.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein um den eingespannten Fuß herum drehbares und seitlich verschwenkbares Tastwerkzeug (16), dessen Seitenschwingungen mittels eines an sich bekannten Hebelgetriebes (48, 49, 50) auf einen im bewegliehen Glied einer hydraulischen Bewegungsvorrichtung verschiebbaren Schieber (53) in bekannter Weise derart übertragen werden, daß durch die Schieberbewegung das Innere des Druckzylinders (40) einmal mit der Druckflüssigkeit, das andere Mal mit dem Freien in Verbindung gebracht wird, wodurch das Bewegungsglied der hydraulischen B ewegungsvorrichtung im einen Falle durch den Flüssigkeitsdruck, im anderen Falle durch Federwirkung (54) oder eine sonstige Belastung zur Ausführung von den Schieberbewegungen genau gleichen Verschiebungen gezwungen wird, welche mittels eines dem obengenannten ähnlichen Hebelgetriebes (55 bis 59) auf einen mit dem Tastwerkzeug gleich geformten, in gleicher Weise angeordneten und' im Kreise herumgedrehten Fräser (17) derart übertragen werden;· daß derselbe behufs formgleichen Ausfräsens des Schuhleistens gleiche Schwingungen mit dem Tastwerkzeug auszuführen gezwungen ist, während gleichzeitig die Drehung des Fräsers um seine eigene Achse, sowie der Vorschub des Fußes und des Schuhleistens durch geeignete, an sich bekannte Vorrichtungen bewirkt wird. . ' ■
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Schieber (53'), der behufs Verhinderung des auf ihn ausgeübten einseitigen Flüssigkeitsdruckes bezw. der auf den Fuß übertragenen Rückwirkung ausschließlich das Auslassen der Druckflüssigkeit ins Freie bewirkt, in Verbindung mit einem zwischen den Akkumulator (43) und den hydraulischen Druckzylinder (40) eingeschalteten Vermittlungsventil (70), wobei durch die einseitige Bewegung des Schiebers das Innere des Druckzylinders unmittelbar mit dem Freien in Verbindung gebracht wird, während durch die entgegengesetzte Verschiebung des Schiebers die eine größeren Querschnitt besitzende Seite des als Differentialkolben ausgebildeten und an beiden Enden unter dem Akkumu-
latordruck stehenden Vermittlungsventils mit der Außenluft verbunden wird und das Ventil infolge des hierdurch entstehenden einseitigen Flüssigkeitsdruckes eine die Druckflüssigkeit in den Druckzylinder einlassende Bewegung ausführt.
5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der auf das Vermittlungsventil (70) von der einen Seite wirkende, gleichbleibende Flüssigkeitsdruck durch Federdruck ersetzt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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