DE179124C - - Google Patents
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- DE179124C DE179124C DENDAT179124D DE179124DA DE179124C DE 179124 C DE179124 C DE 179124C DE NDAT179124 D DENDAT179124 D DE NDAT179124D DE 179124D A DE179124D A DE 179124DA DE 179124 C DE179124 C DE 179124C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
- B21F1/00—Bending wire other than coiling; Straightening wire
- B21F1/04—Undulating
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Wire Processing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Td. GRUPPE
MARCUS MERRIT BEEMAN,
in MEADVILLE (Penns, V. St. A.).
Vorrichtung zum Wellen von Draht. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1904 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wellen von Draht, welche das Drahtstück in
ein federndes Band umwandelt, das als Korsettstange, Taillenstange u. dgl. Verwendung
finden kann.
Auf der Zeichnung ist die neue Maschine in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 ist ein Grundriß, Fig. 3 ist
ein senkrechter Schnitt nach Linie x-x in Fig. i, Fig. 4 bis 8 veranschaulichen Einzelheiten
in verschiedenen Ansichten, Fig. 9 zeigt das fertige Werkstück, Fig. 10 bis 13 veranschaulichen
die Vorgänge bei der Bildung des Drahtschleifens in größerem Maßstabe,
Fig. 14 stellt eine Seitenansicht der Greifervorrichtung dar.
In der Zeichnung ist mit A das Gestell der Maschine bezeichnet, welches im wesentlichen
aus zwei senkrechten Wänden besteht.
Durch den oberen Teil des Gestelles A greifen zwei Zuführungsstangen 1,1, welche
bei 2 an dem Gestell A in solcher Weise gelagert sind, daß sie sich um 2 drehen und in
der Längsrichtung um eine kleine Strecke sich verschieben können.
Diese Bewegungen werden von der nachstehend beschriebenen Einrichtung abgeleitet,
welche dazu dient, die beiden Zuführungsstangen abwechselnd in wagerechter und in
senkrechter Richtung zu bewegen.
Quer durch den hinteren Teil des Gestelles A. geht die Antriebswelle C hindurch,
auf welcher zwei Satz Daumen oder unrunde Scheiben festgekeilt sind, von denen jeder für
eine Zuführungsstange bestimmt ist. Jeder Satz Daumen besteht aus einem Daumen 3
und einem Daumen 4, welche in entgegengesetzter Richtung von der Welle C abstehen
und abwechselnd mit zwei Vorsprüngen 5,6 zusammenwirken, die in rahmenartigen Teilen ia vorgesehen sind, von denen der eine
von einer Zuführungsstange 1 aus nach abwärts reicht. Von den Vorsprüngen 5, 6 liegt
der eine oberhalb und der andere unterhalb der Welle C (Fig. 4 und 5), so daß durch die
Daumen senkrechte Schwingbewegungen der Zuführungsstange 1 hervorgerufen werden.
Zu jedem Satz Daumen gehört noch ein Daumen 7, welcher ebenfalls auf der Welle C
festgekeilt ist und mit einer Rolle 8 zusammenwirkt, welche an einem der rahmenartigen
Teile ia vor der Welle C drehbar gelagert ist.
Durch das Zusammenwirken des Daumens 7 mit der Rolle 8 erhält die Zuführungsstange 1
eine Vorwärtsbewegung. An dem einen Ende des Gestelles A ist eine Feder 9 befestigt, die
an die Zuführungsstange angeschlossen ist. Die Feder dient dazu, die Zuführungsstange'
wieder zurückzunehmen, nachdem ihr durch den Daumen 7 eine Vorwärtsbewegung erteilt
worden ist. Auf diese Weise wird jede Zuführungsstange in der Längsrichtung hin- und
herbewegt.
Die Rückbewegung der .Zuführungsstange wird durch einen einstellbaren Anschlag ga
begrenzt (Fig. 2).
Jede Zuführungsstange 1 trägt am vorderen Ende zwei aufwärts gerichtete Stifte 10
und 11, welche zweckmäßig nach oben konisch
zulaufen, so daß Unregelmäßigkeiten während des Betriebes der Maschine, der nachstehend
näher erläutert wird, vermieden werden.
über den beiden Zuführungsstangen ι liegt eine Druckstange ioa, welche an dem Gestell A
drehbar gelagert ist und dazu dient, den unter ihrem freien Ende zugeführten Draht
- zu halten.
Auf der Druckstange ΐόα ist .eine Flachfeder
ΐΐβ befestigt, die mit ihrem freien, aufwärts gerichteten Ende unter einem an dem
Gestell A befestigten Querstück 12 liegt. Durch jenes Querstück 12 geht eine Schraube
13 hindurch, welche auf das freie Ende der Feder ilffi drückt, so daß eine Regelung des
auf die Druckstange ioa ausgeübten Druckes
möglich ist.
Unmittelbar über den vorderen Enden der beiden Zuführungsstangen 1,1 befinden sich
zwei Greifer 14, 15, welche einander gegen-. überliegen und auf senkrechten Wellen 16
sitzen. Diese senkrechten Wellen 16 sind am Gestell A gelagert und bewegen sich mit
ihrem unteren, spitz zulaufenden Ende in entsprechend gestalteten Lagern.
Die Wellen 16 bewegen sich in solcher Weise, daß die Greifer 14 und 15 abwechselnd
über den Enden der Zuführungsstangen vor den Stiften 10 und 11 sich bewegen.
Die Schwingbewegung der Wellen 16 wird
von Daumen 17 abgeleitet, die auf der Antriebswelle C befestigt sind und den Stangen
18 Längsbewegungen erteilen. Jede Stange 18 ist an einem Arm 19 angelenkt, der seitlich von
der Welle 16 absteht und durch dessen Vermittlung die Welle in der einen Richtung gedreht
wird. Das Zurückdrehen der Welle wird durch eine Schraubenfeder 20 veranlaßt,
welche mit dem einen Ende an einem lose auf der Welle 16 sitzenden - und in seiner Lage
zürn Gestell A einstellbaren Ring 21 befestigt
ist. Das andere Ende jener Feder 20 ist an der Nabe eines auf der Welle 16 festgekeilten
Armes 22 befestigt. Jener Arm 22 kommt während seiner Bewegung mit einem am Gestell
A vorgesehenen Anschlag 23 in Berührung, wodurch die Drehung der Welle 16,
wenn sie nicht mehr unter dem Einflüsse des Daumens 17 steht, begrenzt wird.
Die oben erwähnte Nachstellbarkeit des Ringes 21 wird dadurch erzielt, daß man den
Ring 21 auf seiner Umfläche mit Vertiefungen 22« versieht und an dem Gestell A eine Stellschraube
23"· anbringt, welche, nachdem der
Ring 21 zur Erzeugung der gewünschten Spannung der Feder 20 gedreht worden ist,
mit einer jener Vertiefungen 22ffi in Eingriff kommt.
Der wirksame Teil jedes Greifers 14, 15 besteht
zweckmäßig aus einer abnehmbaren, hakenförmig gestalteten Platte 14° (Fig. 8),
welche an dem freien Ende des Hakens nachstellbar befestigt ist und in eine Zunge 14*
endigt, die derartig gebogen ist, daß sie vor den Stiften 10, 11 über das Ende der entsprechenden
Zuführungsstange 1 reicht. Das Ende der Zunge 14s ist zugespitzt und.abgeschrägt.
In der Nähe der Zungenspitze ist eine Rippe 14" vorgesehen, welche vom hinteren
Rand der Zunge absteht und mit einer Längsrinne 14* (Fig. 8) zur Aufnahme und
zur Zuführung des Drahtes zu den Stiften 10 und 11 der Zuführungsstangen versehen ist'
Die Bildung der Drahtschleifen geschieht auf folgende Weise:
Bevor die Maschine in Betrieb gesetzt wird, wird das Drahtende S-förmig gebogen und in
die Stifte 10 und 11 der vorgerückten Zuführungsstange
ι eingehängt. Im nachstehenden soll zur Vereinfachung der Beschreibung
die dem Greifer 14 am nächsten liegende Zuführungsstange ι als die »rechte«, die dem
Greifer 15 am nächsten liegende Zuführungsstange ι als die »linke« bezeichnet werden.
Wenn sich die rechts liegende Zuführungsstange 1 in der vorgerückten Stellung "befindet,
wie dies bei der Darstellung nach Fig. 10 angenommen ist, wird, wie oben erwähnt,
der Draht w mit seinem S-förmigen Ende über die Stifte 10 und 11 der rechten
Stange 1 gelegt. Dann wird die Maschine in Betrieb gesetzt. Hierbei wird der Draht von
dem Greifer 14 vor die Stirnseite der linken Zuführungsstange 1 gebracht und dadurch um
den Stift 10 der rechten Zuführungsstange zu einer Schleife gebogen (Fig. 10). Der Greifer
14 schwingt dann zurück und gibt den Draht frei. Gleichzeitig wird die linke Zuführungsstange
ι in ihrer Tieflage nach vorwärts bewegt, so daß ihr Stift 10 unter den
von dem Greifer 14 freigegebenen gebogenen Teil des Drahtes treten kann. Die linke Zu^
führungsstange geht dann in die Höhe, so daß ihr Stift 10 den Draht an der Biegungsstelle erfaßt.
Hierauf geht die rechte Stange 1 zurück und der Greifer 15 bringt den Draht vor die
Stirnseite der rechts liegenden Stange, wodurch eine Drahtschleife um den Stift 10 der
links liegenden Stange, wie aus Fig. 11 er- no
sichtlich, gebildet wird.
Durch die fortgesetzte abwechselnde Bewegung der beiden Stangen und der beiden Greifer
werden, wie aus Fig. 12 und 13 ersichtlich ist, die Drahtschleifen gebildet.
jede der Stängeln senkt sich während ihrer Vorwärtsbewegung, so daß die bereits fertiggestellten
Drahtschleifen von den Stiften jener Stangen abgenommen und beim . nachfolgenden
Anheben der Stange um die Breite einer Drahtschleife zu der Stange versetzt liegen.
Es ist ersichtlich, daß-auf diese Weise jeder'
Greifer einerseits zur Vervollständigung einer Schleife dient, welche von dem anderen Grei-
■fer angefangen worden ist und andererseits
einen Teil der nächsten Schleife bildet.
Die Rückwärtsbewegung der Zuführungsstange findet plötzlich und unmittelbar statt,
nachdem der Greifer seine Arbeit verrichtet hat und unmittelbar bevor die andere Zuführungsstange
in diejenige Lage kommt, in welcher sie die Bildung der nächsten Drahtschleife
ermöglicht.
ίο Jene plötzliche Bewegung ist möglich, weil
die Berührung zwischen dem Daumen 7 und der Rolle 8 plötzlich aufhört, so daß die Feder
9 die Zuführungsstange rasch zurückziehen kann.
Die Greifer erhalten eine genügend große Einwärtsbewegung, so daß . die folgende
Schleife etwas unter die vorhergehende . Schleife zu liegen kommt, wobei durch das
nachfolgende Zurückfedern des Drahtes die
-20 Schleifen sich selbst so zueinander legen, daß sie sich, wie dies aus Fig. 9 ersichtlich ist, mit
ihren Rändern gegenseitig berühren.
Damit die Greifer in solcher Weise eingestellt werden können., daß sie den Draht richtig
um die Stifte der Zuführungsstangen legen, wird die hakenförmig gestaltete Platte 14® an
dem eigentlichen Hakenkörper nachstellbar angebracht. Zweckmäßig kann dies in der
Weise geschehen, daß jene Platte 14.°· in ihrer
Mitte oder nahe derselben (bei 24, Fig. 6) drehbar gelagert und der flache Teil der Platte
mit einem Schlitz 25 versehen wird, durch welchen eine Schraube 26 (Fig. 2) hindurchgreift,
die die Platte 14° in ihrer Lage zum eigentlichen Hakenkörper sichert.
. Zur Führung des von einer Trommel oder einer Rolle ablaufenden Drahtes zur Maschine,
in welcher der Draht schlangenförmig gebogen werden soll, ist eine entsprechende Einrichtung
27 (Fig. 1) vorgesehen, die bei der dargestellten Ausführungsform aus einer Röhre
besteht, deren eines Ende mit einem.Einschnitt versehen ist. Mit 28 ist eine Rinne bezeichnet,
welche zum Fortschaffen des fertiggebogenen ,Drahtes aus der Maschine dient.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Wellen von Draht, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht
mittels Greifer (14, 15) abwechselnd um zwei Dorne (10) gebogen wird, von denen
abwechselnd der eine als Biegedorn, der andere als Widerlager dient und daß die Weiterschaltung. dadurch erfolgt, daß der
als Widerlager dienende Dorn nach dem Biegen der Drahtwelle seitwärts aus der
ihn umgebenden Schleife . heraustritt und sich um so viel unter der neugebildeten
Schleife hindurch vorbewegt, daß er nunmehr wieder in seine erste Ebene seitwärts
zurücktretend, vor die Drahtschleife gelangt und jetzt als Biegedorn dient, während
gleichzeitig der bisherige Biegedorn mit der um ihn gelegten Drahtschleife entsprechend
rückwärts geht und nun das Widerlager bildet.
2. Eine Ausführungsform der Drahtb'iegemaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß neben jedem Stift (10) ein zweiter Stift (11) angeordnet ist,
der sich mit jenem gemeinsam und gleichzeitig bewegt, so daß das gebogene Drahtstück
zwecks Sicherung seiner Lage an zwei aufeinander folgenden Schleifen gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE179124C true DE179124C (de) |
Family
ID=443464
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT179124D Active DE179124C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE179124C (de) |
-
0
- DE DENDAT179124D patent/DE179124C/de active Active
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