DE178773C - - Google Patents

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DE178773C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B1/00Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/02Pile fabrics or articles having similar surface features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25 a. GRUPPE
Zusatz zum Patente 164359 vom 21. Oktober 1902.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Februar 1903 ab. Längste Dauer: 20.Oktober 1917.
Nach dem durch Patent 164359 geschützten Verfahren zur Herstellung plattierter Farbenmuster unter Verwendung von kettenartig zugeführten Plattierfäden kann man in jeder Reihe und bei jeder Masche eine Ziermasche auftreten lassen und auf der Warenrückseite die Zierfäden mit der Ware verbinden, und zwar dadurch, daß diejenigen Zierfäden, welche den Grundfaden auf der Warenvorderseite nicht decken sollen, auf der Warenrückseite mit der Grundfadenschleife zur Masche umgebildet werden.
Erreicht wird dies dadurch, daß die Plattierfäden dem Muster entsprechend so auf die Nadeln gelegt werden, daß sie beim Abschlagen der Ware unter den Nadelhaken vor oder hinter den Grundfadenschleifen liegen.
Durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird das geschützte Verfahren dahin geändert, daß man, um das Muster entgegengesetzt erscheinen zu lassen, diejenige Zierfadenlegung, welche auf der Warenvorderseite nicht erscheinen soll, zur alten Masche legt und mit der alten Masche über den neu gebildeten Grundfadenhenkel abschlägt, während man die Zierfadenlegung, welche auf der Warenvorderseite erscheinen soll, so legt, daß sie mit dem Grundfadenhenkel eine Doppelschleife bildet, in welcher der Zierfadenhenkel den Platinen zugekehrt ist.
Das Verfahren wird durch nachstehende Beschreibung und die auf der Zeichnung dargestellten schematischen Figuren näher erläutert.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Legung der Fäden über die Nadeln in Draufsicht, und zwar ist hierbei der Grundfaden voll ausgezogen, während der für eine jede Nadel vorhandene Zierfaden punktiert gezeichnet ist.
In den Fig. 2 und 3 ist schematisch der Augenblick des Abpressens der Stuhlnadeln dargestellt.
In Fig. 2 befindet sich der neue Grundfadenhenkel unter der Nadelspitze. Die gelegte Zierfadenschleife befindet sich bei der alten Ware, sie wird also mit dieser nach dem Abpressen der Nadelhaken abgeschlagen und gelangt damit auf die Warenrückseite..
Bei der in Fig. 3 gezeichneten Stellung befindet sich der neue Zierfadenhenkel neben dem Grundfadenhenkel; es wird daher die Ziermasche nach dem Abschlagen der Ware auf der Warenvorderseite erscheinen.
In Fig. 4 ist der Arbeitsvorgang schaubildlich dargestellt. Der Grundfaden ist voll ausgezogen, während der Zierfaden punktiert ist. Bei der dargestellten Schleifenreihenan-Ordnung befindet sich unterhalb der Spitze der Nadel α nur die neue Grundfadenschleife und außerhalb des Hakenraumes die gelegte Zierfadenschleife. Bei den Nadeln b und c
, befinden sich die Zierschleifen neben den Grundfadenschleifen und mit diesen im Hakenraum.
In Fig. 5 ist die Fadenverbindung dargestellt; die Zierfäden decken sowohl auf der Vorder- wie Rückseite der Ware gewisse Grundmaschen.
Der Arbeitsvorgang besteht demnach darin, daß die Zierfäden beim Legen über die
ίο Stuhlnadeln in zwei Gruppen geteilt werden und daß die erste Gruppe Schleifen so weit zur alten Ware gelegt wird (Fig. ι bei den Nadeln i, 2, 3, 6, 7 und 8), daß sie mit den alten Maschen abgepreßt werden. Die Zierfadenschleifen werden also auf der Warenrückseite eingebunden (Fig. 2 und Nadel a von Fig. 4); die zweite Gruppe Schleifen wird dagegen so auf die Stuhlnadeln gelegt, daß der zu legende Grundfaden, auf die Nadelköpfe gesehen, vor diese Zierfadenlegungen gelangt und kuliert mit ihnen unter die Nadelhaken kommt. Es erscheint mithin die Zierfadenschleife als Ziermasche auf der Warenvorderseite.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung plattiert gemusterter Wirkwaren auf flachen Wirkstühlen nach Patent 164359, dadurch gekennzeichnet, daß diejenigen Plattierfäden, deren Legungen auf die Warenrückseite kommen sollen, als Schleifen zur alten Ware gelegt und mit dieser über die Grundfadenhenkel abgeschlagen werden, während diejenigen Plattierfäden, deren Legungen auf der Warenvorderseite erscheinen sollen, als Schleifen so auf die Stuhlnadeln gelegt werden, daß sie mit den neu kulierten Henkeln des Grundfadens als Doppelschleifen unter die Nadelhaken kommen und dabei den Platinen zugekehrt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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