DE1769587C - Verfahren zur Herstellung von Leder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leder

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DE1769587C
DE1769587C DE19681769587 DE1769587A DE1769587C DE 1769587 C DE1769587 C DE 1769587C DE 19681769587 DE19681769587 DE 19681769587 DE 1769587 A DE1769587 A DE 1769587A DE 1769587 C DE1769587 C DE 1769587C
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leather
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Expired
Application number
DE19681769587
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English (en)
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DE1769587A1 (de
Inventor
Teisuke Fuchu; Sasaki Atsuo Omiya; Nagaki Shigeo Urawa; Shimizu (Japan)
Original Assignee
Cashew K.K., Tokio
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Publication date
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Leder unter Verwendung von gewöhnlichen Gerbmitteln und Weichmachen mit FettÜcker- bzw. Lederschmiermitteln.
Bisher sind verschiedene Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen durchgeführt worden, wobei die Chromgerbung, die pflanzliche Gerbung und die Formaldehydgerbung repräsentative Verfahren sind. Bei jedem dieser Verfahren wird in dem Gerbprozeß ein Fettlicker- oder Lederschmiermittel zugesetzt, um mit dessen Hilfe weichgegerbtes Leder zu erhalten.
Bisher hat man als Fettlicker- bzw. Lederschmiermittel meist fette öle, Mineralöle oder synthetische Kohlenwasserstoffderivate, wie alkylierte aromatisehe Kohlenwasserstoffe, verwendet. Fettungsmittel der letztgenannten Art sind aus der deutschen Patentschrift 812 101 bekannt. Dabei handelt es sich um alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe, deren Alkylreste etwa 7 bis 15 Kohlenstoffatome enthalten. Obwohl die Patentschrift angibt, daß mit diesen Mitteln eine dauerhafte Fettung von Leder erreicht wird, hat sich die Wirkung derartiger Produkte nicht als dauerhaft genug erwiesen, weil die alkylierten aromatischen Kohlenwasserstoffe keine chemische Affinität zu den Bestandteilen des Leders aufweisen und daher nicht chemisch gebunden werden. Andererseits ist bekannt, daß Affinität zwischen ölen und der Lederfaser besonders dann besteht, wenn die öle sauerstoffhaltige Gruppen tragen (»Das Leder«, 1965, S. 84 bis 88), daß bei den bisher zu die em Zweck verwendeten ölen aber Hydroxylgruppen wesentlich weniger wirksam sind als Äthergruppen. Es hat sich aber gezeigt, daß die bisher bekannten Fettlicker- bzw. Lederschmiermittel noch zu leicht von dem Leder desorbiert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Fettlicker- bzw. Lederschmiermittel zur Verfügung zu stellen, die eine feste chemische Bindung mit den Proteinen der tierischen Haut eingehen und daher nicht nur als Fettungsmittel, sondern gleichzeitig auch als Gerbmittel wirteen.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren zur Herstellung von Leder dadurch gelöst, daß zum Weichmachen ein gerbendes Lickermittel der allgemeinen Formel
(COOHL
einen langkettigen Alkyl- oder Alkenytrest mit mehr als 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, η den Wert 1 odefl und m den Wert O oder 1 hat. mit zumtadest einem gewöhnüchen Gerbmitte gemischt £ emitufifen Verfahren, um eme gleichzeitige GerC und dauerhafte Fettung zu erreichen, oder ta eS Lickerverfahren im Anschluß an ein gewöhSes Gerbverfahren angewendet wird.
D?e Wirkung der erfindungsgemaß verwendeten Mktel beruh? cfarauf, daß die phenolische Hydroxyliruppe an die aktiven Gruppen der Proteine der Se «der Felle gebunden wmL wobei gleichzeitig eine Gerbung erfolgt, während der langkettige Alk>lbTw. Alkenylrest als Fettungsm.ttel wirkt und d.e H tut oder das Fell weich macht.
Es wurde weiter gefunden, daß bei Anwesenheit einer Carboxylgruppe .η den erfindungsgemaß verwendeten Verbindungen e.ne feste Komplex%erbindung mit dem Chrom von Chromleder entsteht
Die be. dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Liekermittel unterscheiden sich also von den bisher verwendeten Fettlickern dadurch daß sie nicht nur eine Lickerwirkung, sondern ajch e.ne Gerbwirkung auf d.e Häute und Felle haben. Deshalb werden diese Mittel hier als »gerbende Ltckerm.ttel«
bezeichnet. . _ r
Daher können diese Mittel in einer Stufe e.nes Lickerstufcnverfahrens verwendet werden, die sich an eine gewöhnliche Gerbung anschließt, oder sie können mit einem gewöhnlichen Gerbmittel gemischt und in einem einstufigen Verfahren verwendet werden, um Gerbung und Fettung gleichzeitig durchzuführen. Die Verwendung der gerbenden Lickermittel in einer gesonderten Verfahrensstufe des Fettlickerns sowie auch ihre gleichzeitige Anwendung als Gerbmittel werden nachfolgend als »gemeinsame Anwendung« bezeichnet.
Die erfindungsgemäß verwendeten gerbenden Lickermittel können folgendermaßen eingeteilt werden:
OH
Langkettiges Alkyl- oder Alkenylderivat von einwertigem Phenol.
OH
R —r 4— OH Langkettiges Alkyl- oder Alkenylderivat von zweiwertigem Phenol.
COOH Phenolische Carbonsäure mit einem langkettigen Alkyl- oder Alkenylrest.'
Zweiwertige phenolische Carbonsäure mit einem iangkettigen Alkylrest oder Alkenylrest.
OH
Beispiele fur solche Verbindungen, die den oben dargestellten Verbindungen entsprechen, sind die synthetisch hergestellten Verbindungen Octylphenol und Nonylphenol oder die in der Natur vorkommenden Cashew-Nußschalenflüssigkeiten Urushiol und Laccol.
Unter den Cashew-Nußschalenflüssigkeiten gibt es die Klasse, die durch Kaltpressen oder Lösungsmittelextraktion erhalten wird, und die Klasse, die durch Extrahieren in der Wärme erhalten wird. Die erste Klasse enthält Anakardsäure a's Hauptkomponente und etwa 10% Kardol, ein zweiwertiges Phenolderivat:
OH
1 COOH
C15H27
(Anakardsäure)
OH C15H27
(Kardol)
Einzelkomponenten für die Zwecke der Erfindung verwendet.
Beispiele für Alkyl- oder Alkenylderivate von zweiwertigen Phenolen sind Urusbiol und Laccol:
Die letztgenannte Klasse von Cashew-Nußschalenflüssigkeit, die durch Extraktion in der Wärme erhalten wird, enthält Kardanol und Kardol als Hauptkomponenten. Kardanol hat die allgemeine Formel
OH
wobei Verbindungen mit O, 1, 2 und 3 Doppelbindüngen in den Seitenketten im Gemisch miteinander vorliegen. Diese Verbindungen werden im Fall von Cashew-Nußschalenflüssigkeiten ohne Trennung in
C1S ^2
(Urushiol)
C17H
29
(Laccol)

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Leder unter Verwendung von gewöhnlichen Gerbmitteln und Weichmachen mit Fettlicker- bzw. Lederschmiermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß zum Weichmachen ein gerbendes Lickermittel der allgemeinen Formel
    (OH)n
    R-ZV-(COOH).
    worin R einen langkettigcn Alkyl- oder Alkenylrest mit mehr als 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, η den Wert 1 oder 2 und m den Wert O oder 1 hat, mit zumindest einem gewöhnlichen Gerbmittel gemischt in einem einstufigen Verfahren, um eine gleichzeitige Gerbung und dauerhafte Fettung zu erreichen, oder in einem Lickerverfahren im Anschluß an ein gewöhnliches Gerbverfahren angewendet wird.
DE19681769587 1967-06-13 1968-06-12 Verfahren zur Herstellung von Leder Expired DE1769587C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP3728567 1967-06-13
JP3728567 1967-06-13

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1769587A1 DE1769587A1 (de) 1970-12-03
DE1769587C true DE1769587C (de) 1973-01-25

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