DE176603C - - Google Patents

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DE176603C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12GWINE; PREPARATION THEREOF; ALCOHOLIC BEVERAGES; PREPARATION OF ALCOHOLIC BEVERAGES NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES C12C OR C12H
    • C12G1/00Preparation of wine or sparkling wine
    • C12G1/06Preparation of sparkling wine; Impregnation of wine with carbon dioxide
    • C12G1/062Agitation, centrifugation, or vibration of bottles

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 176603-KLASSE 6 c. GRUPPE
G.J.WAGNER in WACHENHEIM, Rheinpfalz.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. April 1905 ab.
In der Schaumweinbereitung nach französischer Methode (Flaschengärung) wurde bisher die sogenannte Umschüttelung des Schaumweins einigemal während und nach der Gärung, d. h. das Durcheinandermischen der während der horizontalen Lagerung der Flaschen sich absetzenden Hefe mit dem Schaumwein von Hand bewirkt. Dies geschah in der Weise, daß kräftige Arbeiter, je in einer Hand eine Flasche am Halse fassend, diese in eine vom Handgelenk ausgehende, minutenlang anhaltende, kräftig schwingende Bewegung bringen, derart, daß der Flaschenhals abwechselnd nach unten und oben kommt.
1S Diese Arbeit ist eine äußerst anstrengende und kann nur von sehr kräftigen Arbeitern ausgeführt werden. Ein weiterer Mißstand ist, daß beim Umschütteln von Hand mangels genügender Kraft die an der Flaschenwand sich ansetzenden Hefeteilchen nicht immer gründlich abgelöst werden und dann später zum Entfernen dieser Teilchen noch die Anwendung des Elektrisierverfahrens (Beklopfen der Flaschen) erforderlich wird. Infolge-
a5 dessen verteuert sich die Arbeit ganz bedeutend und erhöhen sich ferner die Kosten noch wesentlich dadurch, daß sowohl beim Umschütteln, insbesondere aber beim Elektrisieren kein unbedeutender Prozentsatz der Flaschen zerspringt und Flasche und Inhalt verloren gehen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung; bildet nun ein Verfahren zum Umschütteln des Schaumweins auf mechanische Weise, wodurch das Umschütteln in ungemein kurzer Zeit — 3 bis 4 Sekunden — vollendet und außerdem eine gründliche Loslösung der Hefeteilchen von der inneren Flaschenwand erzielt wird.
Das Verfahren besteht darin, daß die Flasche in beliebiger Lage (horizontal, vertikal usw.) von Anfang an rasch in starke Rotation versetzt wird (etwa 1500 Umdrehungen pro Minute). Eventuell kann die Flasche aus der starken Rotation auch rasch wieder zur Ruhe gebracht werden. Hierdurch wird eine gründliche Mischung der Hefeteilchen mit dem Schaumwein bewirkt und außerdem infolge des erst nach und nach gleiche Umdrehung mit der Flasche annehmenden Flascheninhaltes ein kräftiges Reiben der infolge der Schleuderkraft kräftig gegen die Flaschenwand geschleuderten Flüssigkeit an der Wand erzeugt und infolgedessen die gründliche Lösung der anhaftenden Hefeteilchen erzielt. Da die Umschüttelung und das Lösen der Hefeteilchen von der Flaschenwand, wie schon erwähnt, in wenigen Sekunden bewirkt ist, so muß das Auswechseln der Flaschen außerordentlich schnell und auch während ihrer raschen Rotation bewirkt werden können. Wird aber die rotierende Flasche rasch in Ruhe gebracht, so rotiert die Flüssigkeit noch eine
geraume Zeit weiter, wodurch die Lösung der Hefeteilchen von der Flaschenwand wiederum befördert wird.
Die Lage der Flasche während ihrer Umdrehung kann beliebig sein.
Das Einsetzen der Flaschen in den fortwährend rotierenden Apparat und ebenso das Ausnehmen derselben kann in beliebiger Weise bewirkt werden, tatsächlich wird ein
ίο sorgfältiges und ganz gleichmäßiges Umschütteln der Flaschen und ebenso ein gründliches Lösen der Hefeteilchen von der Flaschenwand erzielt. Die Stärke der Schüttelung kann durch eine Steigerung der Zahl der Umdrehungen über 1500 pro Minute geregelt werden. Ein Bruch von Flaschen, die gemäß diesem Verfahren der Umschüttelung behandelt werden, ist ausgeschlossen. Die durch diese neue Art der Umschüttelung der Flaschen bewirkte Ersparnis an Arbeitskräften ist derart, daß ein Mann das 30- bis fache der seitherigen Arbeit leistet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Umschütteln von Schaumwein in Flaschen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Schaumwein gefüllten Flaschen von Anfang an in sehr rasche Umdrehung (etwa 1500 Umdrehungen pro Minute) um ihre Längsachse versetzt und eventuell plötzlich zur Ruhe gebracht werden, wodurch ein gleichmäßiges Umschütteln des Flascheninhaltes und ferner infolge des Geschwindigkeitsuhterschiedes von Flasche und Inhalt bei beginnender bezw. nach beendeter Umdrehung der Flasche ein gründliches Loslösen der Hefeteilchen von der Flaschenwand bewirkt wird.
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