DE17551C - Hobelmaschine zur Erzeugung von Zündhölzern, Schachtelspahn und dergleichen - Google Patents

Hobelmaschine zur Erzeugung von Zündhölzern, Schachtelspahn und dergleichen

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DE17551C
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DE
Germany
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knife
wood
frame
carriage
lever
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DENDAT17551D
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English (en)
Original Assignee
G. SEBOLD in Durlach (Baden)
Publication of DE17551C publication Critical patent/DE17551C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27LREMOVING BARK OR VESTIGES OF BRANCHES; SPLITTING WOOD; MANUFACTURE OF VENEER, WOODEN STICKS, WOOD SHAVINGS, WOOD FIBRES OR WOOD POWDER
    • B27L9/00Manufacture of wooden sticks, e.g. toothpicks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Forests & Forestry (AREA)
  • Knives (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 38: Holz-Erzeugnisse, Geräthe und Maschinen.
G. SEBOLD in DURLACH (Baden). Hobelmaschine zur Erzeugung von Zündhölzern, Schachtelspahn u. dergl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1881 ab.
Bei den bisherigen Maschinen, mit Hülfe deren viereckige Stäbchen, wie solche hauptsächlich zur Fabrikation schwedischer Zündhölzer zur Verwendung kommen, hergestellt wurden, geschah die Arbeit in der Weise, dafs der zu verarbeitende Holzblock zwischen zwei Körnerspitzen eingespannt und dann unter entsprechender Bewegung in der Richtung nach dem stationären Messer hin vor diesem hergedreht wurde, derart, dafs letzteres das Holz in Spiralen von entsprechender Dicke von dem Klotze abschälte. Diese Einrichtung hatte aber den Nachtheil, dafs die Hölzer eine sehr rauhe Oberfläche erhielten, da das Messer die Hölzer nicht glatt abschnitt, sondern abdrückte. Es setzten die verschiedenen Structuren des Holzes (Fasern und Mark) dem Messer verschiedenen Widerstand entgegen, das Mark wurde abgedrückt, die Faser sozusagen abgerissen. Stäbchen mit rauher Oberfläche erschweren das spätere Einsetzen in den Tunkrahmen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf Einrichtungen, welche diesen Uebelständen der bisherigen Maschinen abhelfen sollen, und besteht einerseits in einer Vorrichtung, durch welche das bisher feste Schälmesser während des Schälens eine Bewegung in der Querrichtung der Schnittfläche erhält, derart, dafs nicht mehr von einem Abdrücken des Holzes die Rede sein kann, vielmehr ein glatter Schnitt, ähnlich dem Schnitt eines Hobeleisens entsteht; andererseits besteht dieselbe in der Construction einer auf demselben Prmcip der Querbewegung des Messers beruhenden Maschine.
In Fig. ι und 2 ist die Anwendung der Erfindung auf die bisherige sogenannte schwedische Schälmaschine erläutert.
Fig. ι ist eine obere Ansicht der in dieser Weise verbesserten Maschine, und
' Fig. 2 ein Schnitt nach x-x in Fig. 1.
Das bisher feste Messer α sitzt hier auf einem in der Richtung seiner Längsaxe in einer Schwalbenschwanzführung b beweglichen Schlitten c. Dieser steht durch die Kurbelstange d mit dem auf der zu der Hauptwelle e im rechten Winkel stehenden Nebenwelle / sitzenden Excenter g in Verbindung und wird von diesem während des Ganges der Maschine hin- und herbewegt. Während also der Holzblock h sich vor dem Messer dreht, macht dieses eine Bewegung quer gegen die Richtung der Drehung des Holzes, und es entsteht hierdurch der gewünschte glatte Schnitt; die übrigen Theile der Maschine bleiben dieselben.
In Fig. 3 bis 11 ist eine auf demselben Prmcip der Querbewegung des Hauptmessers basirende Maschine dargestellt.
Fig. 3 ist eine obere Ansicht der Maschine, Fig. 4 Vorderansicht derselben,
Fig. 5 senkrechter Querschnitt nach x-x in Fig. 3 und 6,
Fig. 6 Horizontalschnitt nach y-y in Fig. 4 und s,
Fig. 7 und 8 Einzelansichten des Schalt- und Auslösungsmechanismus der Maschine,
Fig. 9, 10 und 11 Einzelansichten des Messerkopfes für die kleinen Messer.
Der zu verarbeitende, vorher in rechteckige Form geschnittene Holzblock A wird von oben in das demselben als Führung dienende Ge-
häuse B eingelegt und soweit niedergedrückt, bis seine untere Kante gegen das in das Innere, des Gehäuses hineinragende Ende des Winkelhebels C anstöfst. Dieser Hebel ist angebracht, um dem Arbeiter anzuzeigen, wann der Block tief genug im Gehäuse sitzt. In dieser Stellung wird der Block gehalten durch die beiden gegen seine hintere Breitseite andrückenden, mit den Gewichtshebeln D verbundenen Klauen B, sowie durch die Leiste F, Fig. 4, welche durch Federn G gegen die eine Schmalseite angedrückt wird. Auf den Holzblock drückt die Platte H, welche an dem in den senkrechten Führungen / beweglichen Rahmen K festsitzt und den Block intermittirend der jeweiligen Dicke der zu schneidenden Hölzer entsprechend niederdrückt. Der Rahmen K erhält seine Bewegung durch den Trieb L, welcher in die an dem Rahmen festsitzende Zahnstange M eingreift. Der Trieb L sitzt auf der Welle N, welche von dem Schaltrad O durch Vermittelung der Kupplung P intermittirend gedreht wird. Das Schaltrad O erhält seine Bewegung durch die Schiebklinke Q, welche mit dem Winkelhebel R in Verbindung steht. Dieser wird durch Vermittelung der Stange S und des Hebels T von der auf dem Schlitten U dei Ritzmesser V sitzenden Keilfläche W bei der Vorwärtsbewegung der Ritzmesser in schwingende Bewegung gesetzt. Die Arbeit der verschiedenen Messer ist folgende:
Angenommen, die Theile der Maschine befänden sich in der in Fig. 6 gezeichneten Stellung, der Wagen X, an welchem das Hauptmesser Y sitzt, ist auf dem Rückwege begriffen (in der Richtung der Pfeile). An dem Wagen X sitzt die Schleife Z, in welcher der Endzapfen a' des Hebels α steckt. Dieser Hebel steht mit mit dem Schlitten U der Ritzmesser Y in Verbindung und bewegt diesen Schlitten dem Hauptblock entgegen,, sobald die Krümmung der Schleife Z den Endzapfen a! erfafst. Im Anfang seiner Vorwärtsbewegung setzt der Schlitten U mit Hülfe der Keilfläche W das Schaltwerk des Niederdruckrahmens K in Bewegung und dieser drückt infolge dessen den Holzblock A um Zündholzdicke nieder, worauf bei der weiteren Vorwärtsbewegung des Schlittens U die Ritzmesser V den Block nach Zündholzlänge quer durchschneiden. Sobald dies geschehen, ist der Wagen X am Ende seines Rückganges angelangt und geht nunmehr wieder vor und bewegt den Schlitten U mit den Ritzmessern wieder zurück. Bei der weiteren Vorwärtsbewegung des Wagens kommen die kleinen Messer c mit dem Holzblock in Berührung und schneiden denselben in Zündholzdicke in senkrechter Richtung der Länge nach durch. Sobald die Messer c durch das Holz hindurch sind, gelangt der Zapfen d des auf dem Wagen X in Führungen gleitenden Schlittens /, auf welchem das Hauptmesser Y sitzt, in die Krümmung der feststehenden Schleife g und bewegt infolge dessen das Messer Y quer gegen und durch den Klotz, während der Wagen und mit ihm das Messer die Bewegung in der Längsrichtung des Holzes ununterbrochen fortsetzt, wodurch ein schräger Schnitt entsteht, dessen Winkel dem Winkel entspricht, welchen die Krümmung der Schleife g mit dieser bildet. Wenn das Messer durch das Holz hindurch ist, geht der Wagen wieder zurück und das Spiel beginnt von neuem. Die von dem Messer Y abgeschnittenen fertigen Hölzer fallen durch die Oeffhung h des Wagens X in einen unterhalb der Maschine befindlichen Behälter, von wo sie von Zeit zu Zeit weggenommen werden.
Wenn der Block bis auf 6 bis 8 mm Dicke abgeschnitten ist, hat sich der Rahmen K soweit niedergelassen, dafs der an demselben angebrachte Mitnehmer i mit dem Ende k' der Ausrückgabel k in Berührung kommt, Fig. 7 und 8. Gleichzeitig kommt der an der Rückseite des Rahmens auf einer federnden Hülse / sitzende Daumen m unter die auf der Stange 5 beliebig verstellbare Nase η und legt sich infolge der in der Hülse / eingeschlossenen Feder direct unter die Nase, so dafs diese auf ihm zu ruhen kommt. Bei einer nochmaligen Abwärtsbewegung der Stange .S drückt die Nase m auf den Daumen η und vergröfsert den von dem Schaltwerk bewirkten Abwärtshub'desRahmens iT. Dies hat zur Folge einerseits, dafs der Mitnehmer i die Ausrückgabel k dreht und hierdurch die Kupplung P ausrückt, so dafs das Schaltrad leer fortgeht, ohne die Welle N zu bewegen. Andererseits bewirkt der vergröfserte Abwärtshub des Rahmens K auch einen vergröfserten Schub der Platte H derart, dafs diese das zurückgebliebene 6 bis 8 mm dicke Holzbrettchen aus dem Kasten B herausstöfst. Nunmehr kann man, ohne die Maschine stille zu stellen, den Rahmen K mit Hülfe des Handrades r so frei heben, nachdem man den Daumen m, damit er an der Nase vorbei kann, gedreht hat. Ein neuer Holzblock wird eingelegt und dann die Kupplung P wieder eingerückt, worauf die Arbeit ihren Fortgang nimmt. Damit sämmtliche von der Maschine abgeschnittene Hölzchen die gleiche Dicke haben, was für das Einlegen in den Tunkrahmen wesentlich ist, sind an beiden Seiten des Messerkopfes /, Fig. 9, 10 und 11, kleine Winkelmesser q angebracht, welche den Holzklotz auf beiden Seiten um das Stück, um welches derselbe etwa über die Seite des Messerkopfes wegstehen sollte, abhobeln, derart, dafs die Hölzer genau die gleiche Dicke und quadratischen Querschnitt haben, einerlei, ob ein Block etwas dicker ist wie der andere.
Durch entsprechendes Reguliren des Schaltwerkes und Verstellen der kleinen Messerchen
in einem oder dem anderen oder beiden Messerköpfen c und U kann man die Maschine auch zum Schneiden und event. Vorritzen von Schachtelspan , Kistchenbrettern, Rolljalousiestäbchen und Artikeln für Kunsttischlerei verwenden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche: Eine Hobelmaschine zur Erzeugung von Zündhölzern, Schachtelspan u. dergl., wie in Zeichnung dargestellt; an dieser besonders:
1. Der von der Schleife g im Winkel zu der zuschneidenden Holzkante vorwärts bewegte Schlitten /, an welchem das Messer y sitzt.
2. Der Schlitten/ mit Messer- in Verbindung mit dem von dem Hebel α hin- und herbewegten Schlitten U und den auf diesem sitzenden Ritzmessern V.
3. Der Schlitten f mit Messer je in Verbindung mit dem Messerkopf / und den Messern c mit oder ohne die Winkelmesser q.
4. Das Gehäuse oder der Einspannrahmen B, in welchem der zu bearbeitende Holzblock durch "~die beschwerten Klauen E und die federnde Leiste F gehalten wird.
Der mit der Platte H versehene Rahmen K, welcher von dem Schlitten U durch Vermittelung der Keilfläche W, des Hebels T, der Stange S, des Winkelhebels R, der Klinke Q und des Schaltrades O eine intermittirende, abwärts gerichtete Bewegung erhält.
An dem durch Patent-Anspruch 5. gekennzeichneten Mechanismus die auf der Stange 5 verstellbare Nase η in Verbindung mit dem an dem Rahmen K sitzenden federnden Daumen m, mit Hülfe dessen der Rahmen, sobald er einen gewissen Stand erreicht hat, direct von der Stange *S aus mit einem gröfseren Hube, als dem durch das Schaltrad O bewirkten, niedergedrückt wird.
Die Anwendung des hin- und herbewegten Messers A auch auf die schon bekannten Zündholzhobelmaschinen, bei denen das zu schneidende Holzstück rotirt, in der durch Fig. ι und 2 dargestellten Weise.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN REICHSDRUCKEREI.
DENDAT17551D Hobelmaschine zur Erzeugung von Zündhölzern, Schachtelspahn und dergleichen Active DE17551C (de)

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