DE175355C - - Google Patents
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- DE175355C DE175355C DENDAT175355D DE175355DA DE175355C DE 175355 C DE175355 C DE 175355C DE NDAT175355 D DENDAT175355 D DE NDAT175355D DE 175355D A DE175355D A DE 175355DA DE 175355 C DE175355 C DE 175355C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K1/00—Details of thermometers not specially adapted for particular types of thermometer
- G01K1/02—Means for indicating or recording specially adapted for thermometers
- G01K1/022—Means for indicating or recording specially adapted for thermometers for recording
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
17$355 KLASSE 42/. GRUPPE
JOSEPH BARBE FOURNIER in PARIS.
Rölirenfedertliermometer.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1904 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet em Thermometer, bei welchem die durch
Änderung der Temperaturen hervorgerufene Ausdehnung oder Zusammenziehung von gesättigten
Dämpfen, durch eine Flüssigkeit in eine Röhrenfeder übertragen wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Röhrenfeder außer mit der Übertragungsflüssigkeit
noch so weit als möglich ίο mit einem sich um vieles weniger als die
Flüssigkeit ausdehnenden Stoff, wie Sand, Blei oder dergl., gefüllt ist, wodurch im
wesentlichen eine reine Druckübertragung gesichert wird. Damit nun die den Druck ausübende,
leicht verdampfende Flüssigkeit nicht in das Übertragungsrohr eintreten kann, reicht
die Mündung dieses letzteren bis zur Mitte des Behälters der verdampfenden Flüssigkeit,
wobei in letzterem eine genügend große ao Menge Übertragungsflüssigkeit eingebracht ist,
derart, daß die Mündung des engen Rohres stets von der Übertragungsflüssigkeit bedeckt
wird, welches auch die Lage und die Tempe-' ratur dieses Behälters ist. Infolge der Veras
hinderung des Eindringens der Flüssigkeit, aus welcher sich bei der Wirkung des Thermometers
die gesättigten Dämpfe bilden, in die Ubertragungsflüssigkeit, wird eine Mischung
des erstercn mit der letzteren vermieden, so daß die Dämpfe nur auf die Oberfläche der
Übertragungsflüssigkeit einwirken und die angegebene Druckübertragung gewährleistet
■ wird. '■.■.■■'■■'.'■.■■·■'■ - .■■■'■
Die beiliegende Zeichnung zeigt einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes.
: Fig. ι zeigt das Prinzip eines thermo-·
metrischen Apparates;
Fig. 2 und 3 zeigen den Behälter in zwei Ausführungsformen;
Fig. 4 ist eine Ansicht eines Ziffernblatt-'
thermometers;
1 Fig. 5 ist eine Ansicht eines Registrierthermometers.
Das Rohr α (Fig. 1) wird zuvörderst mit
Sand, mit geschmolzenem Blei oder einer anderen trägen Masse derart gefüllt, daß die
letztere soweit wie möglich den Innenraum des Rohres α ausfüllt. Wenn man Blei in
das Rohr gießt, bildet sich infolge der Zusammenziehung des Rohres und des Bleies
ein kleiner Zwischenraum, welcher zur Übertragung des Druckes auf die Rohrwandungen
genügt. Das Rohr wird an einem seiner Enden durch einen Lötpfropfen b geschlossen,
durch welchen ein kleines Rohr c hindurchgeht, das nach der Füllung des Rohrsystems
mit einer Ubertragungsflüssigkeit /1 luftdicht abgeschlossen wird. Das andere Ende des
Rohres α wird durch einen Pfropfen e ge-'6o
schlossen, der mit einem langen beweglichen Rohr d von kleinem Durchmesser versehen
ist. Dieses kleine Rohr selbst endigt in einen Behälter von der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten
Art. Dieser Behälter besteht aus einem Rohr / (Fig. 1) oder einer Phiole /'
(Fig. 2) oder aus einem Bündel von Rohren /2 (Fig. 3) von entsprechenden Abmessungen
oder aus einem anderen Behälter, der eine geschlossene Kammer bildet, in deren Mitte
das kleine bewegliche Rohr rf derart mündet, daß ein Eintreten der empfindlichen Flüssig-
keit g in das Rohr, rf verhindert wird. Die
Behälter/,/1,/2 besitzen an ihren oberen Enden ein Rohr m, welches zur Einführung
der empfindlichen bezw. in gesättigte Dämpfe umzubildenden Flüssigkeit g dient und nach
dem Einfüllen des letzteren ebenfalls luftdicht verschlossen wird.
Das Rohr α kann aus einer einzigen oder mehreren ebenen oder gekrümmten Spiralen
ίο bestehen.
Vor dem Füllen werden die Rohre gespült und können innen vernickelt, versilbert
oder verzinnt werden, derart, daß die Flüssigkeiten oder andere dort eingeführte Körper
nicht von den Unrcinigkeiten angegriffen werden, die ihre Eigenschaften zu verändern
geeignet wären.
Die zur Füllung verwendete Übertragungsflüssigkeit h kann je nachdem dicht, dünn
oder kohlcnsäurehaltig bei gewöhnlicher Temperatur sein. Am meisten eignet sich das
Quecksilber dafür und diese Flüssigkeit soll als Typus in der folgenden Beschreibung
dienen.
Die Natur und der physikalische Zustand der flüchtigen Flüssigkeit g können verschieden
sein, z. B. wird man für gewöhnliche oder tiefe Temperaturen ein flüssig gemachtes
Gas, wie z. B. schweflige Säure, Methylchlorür, Ammoniak, Kohlensäure usw.,
anwenden; bei mittleren Temperaturen eine entsprechende Flüssigkeit und bei höheren
Temperaturen einen dichten Körper, am besten ein Gas.
Die Enden des Rohres α dürfen sich nicht im geringsten voneinander entfernen, wenn
alle Teile des Systems, abgesehen von dem Gefäß /, den verschiedenen zwischen den
äußersten Grenzen liegenden Temperaturen, für welche der Apparat konstruiert ist, unterworfen
werden.
Wenn man dagegen in diesen Temperaturgrenzen das ganze System einschließlich des
Gefäßes / oder nur dieses Gefäß der Wärme aussetzt, so verdampft die Flüssigkeit g und
überträgt hydraulisch auf das Rohr α unter Vermittlung des Quecksilbers A den Druck
seines Dampfes; dieser letztere ist gesättigt, denn die Menge der in den Behälter / eingeführten
Flüssigkeit g ist eine solche, daß sein Dampf in den Wirkungsgrenzen des
Apparates immer sättigend ist. Die Enden des Manometerrohres entfernen sich voneinander
mehr oder weniger entsprechend der Spannung dieses Dampfes, d. h. entsprechend der Temperatur, .welcher der Behälter/unterworfen wird. Infolgedessen werden, wenn
das eine Ende des Rohres a, z. B. das Ende e,
fest ist, während das andere frei sich bewegen kann, die aufeinander folgenden Stellungen
des Rohres in. jedem Augenblick die Höhe der Temperatur angeben, welcher der
Behälter f unterworfen ist.
Diese Bewegungen können praktisch entweder durch ein Ziffernblatt 11 (Fig. 4) oder
durch einen sich drehenden Zylinder 0 (Fig. 5) übertragen werden. In dem ersten Falle
erhält man ein Ziffernblattthermometer oder Pyrometer, im zweiten ein Registerthermometer
oder Pyrometer.
Gemäß der Fig. 4 werden die Bewegungen des freien Endes b des Rohres α durch einen
Lenker ρ auf einen Hebel q, der auf einem festen Zapfen r sitzt, und dessen großer Arm,
regelbar in der Länge, einen Zahnsektor S trägt, welcher in ein aus einem Stück mit
dem Zeiger 11 bestehendes Zahnrad t eingreift,
übertragen. Die Einteilung des Ziffernblattes entspricht dem Gesetz der Veränderung
der Dampfspannung der Flüssigkeit q derart, daß diese Teilungen nicht in gleichen Abständen
angebracht sind, wie Fig. 4 zeigt.
Bei dem Registerthermometer (Fig. 5) werden die Verschiebungen des Endes b des
Rohres α auf die Aufzeichnungsnadel u vermittels
eines Lenkers p, eines Hebels <j, eines zweiten Hebels q1 und eines anderen Lenkers
^'übertragen. Die Anfangsstellung der Nadel kann mittels einer Schraube ν geregelt
werden. " go
Der Apparat weist folgende Eigentümlichkeiten und Vorteile auf:
1. Die Beobachtung der Temperatur an einem Ort kann in einer Entfernung von
demselben so groß wie man es wünscht, erfolgen, da es, um die Temperatur an dem Orte erkennen zu können, genügt, dort das
Gefäß/ hinzustellen, während das Ziffernblatt oder der Registrierzylinder sich in einer beliebigen
Entfernung befinden kann, die von der Länge der beweglichen Rohre abhängt.
2. Wenn über der Flüssigkeit g gesättigter Dampf ist, dessen elastische Kraft völlig unabhängig
von dem Volumen, welches er einnimmt, ist, sind die Angaben des Apparates unabhängig von den Kapazitätsänderungen
des Behälters und des beweglichen Rohres, welche aus der Dehnung dieser Teile oder
anderen zufälligen Umständen entstehen.
3. Das Manometerrohr α ist nur dem Wechsel der umgebenden Luft unterworfen,
und Veränderungen in seiner Elastizität sind nicht zu befürchten. Die Kapazitätsänderungen
des Rohres, die durch diese Temperaturänderungen hervorgerufen werden, haben keinen Einfluß auf die Angaben des Apparates.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:. .'I. Thermometer, bei dem die durch no Änderung der Temperaturen hervorgerufene Ausdehnung oder ,Zusammen-ziehung von gesättigten Dämpfen durch
eine Flüssigkeit in eine Röhrenfeder übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß
die Röhrenfeder außer mit der Über- [ tvai^mgsflüssigkeit noch so weit als mög- [ \w\\ mit einem sich um vieles weniger ; als die Flüssigkeit ausdehnenden Stoff ; (Sand, Blei oder dergl.) gefüllt ist. ;, 2. Ausführungsform des Thermometers j nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, ( daß zur Verhinderung des Eindringens der Flüssigkeit (g) in das enge Rohr (d) dieses letztere bis zur Mitte des Behälters ff) verlängert ist und in diesem Behälter eine genügend große Menge Übertragungsfliissigkeit (h) eingebracht ist, so ■· daß die Mündung des Rohres (d) stets von der Übertragungsflüssigkeit bedeckt wird, welches auch die Lage und die Temperatur des Behälters (f) ist. aoHierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE175355C true DE175355C (de) |
Family
ID=440017
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT175355D Active DE175355C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE175355C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746086C (de) * | 1937-06-25 | 1944-05-26 | Bendix Aviat Corp | Fluessigkeitslibelle, insbesondere fuer Visiergeraete |
-
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- DE DENDAT175355D patent/DE175355C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746086C (de) * | 1937-06-25 | 1944-05-26 | Bendix Aviat Corp | Fluessigkeitslibelle, insbesondere fuer Visiergeraete |
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