DE17490C - Neuerungen an Leder-Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Leder-Nähmaschinen

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DE17490C
DE17490C DENDAT17490D DE17490DA DE17490C DE 17490 C DE17490 C DE 17490C DE NDAT17490 D DENDAT17490 D DE NDAT17490D DE 17490D A DE17490D A DE 17490DA DE 17490 C DE17490 C DE 17490C
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wire
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D. MILLS in Philadelphia (Pennsylvanien, V. St. A.)
Publication of DE17490C publication Critical patent/DE17490C/de
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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    • D05B15/00Machines for sewing leather goods
    • DTEXTILES; PAPER
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    • D05B73/00Casings
    • D05B73/04Lower casings
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles
    • D05B85/006Hooked needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 82: Nähmaschinen.
Auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. ι eine Seitenansicht, Fig. 2 die andere Seitenansicht, Fig. 3 den Grundrifs der Maschine.
Fig. 4 zeigt einen zum Theil nach 1-2, zum Theil nach 3-4, Fig. 3, geführten Verticalschnitt; Fig. 5 einen Querschnitt des Nähmechanismus und StofFdrückers; Fig. 6 einen Verticalschnitt durch das Schiffchen und dessen Antrieb; Fig. 7 und 8 sind Details aus Fig. 2, welche den Drücker beeinflussen; Fig. 9 ist ein Querschnitt nach 5-6 der Fig. 3; Fig. 10 und 11 sind Ansichten einiger aus Fig. 9 entnommener Details; Fig. 12 ist ein Schnitt durch den Stoffdrücker nebst Zubehör, und Fig. 13 eine Seitenansicht des in Fig. 5 im Schnitt veranschaulichten Nadelhalters mit seiner hakenförmigen Nadel; Fig. 14 stellt einen Horizontalschnitt nach 7-8 in Fig. 5 dar; Fig. 15 ist eine rotirende Vorrichtung, welche die Schleife für den Durchgang des Schiffchens öffnet, und Fig. 16 ein Längenschnitt dieser Vorrichtung; Fig. 17 zeigt die Vorderansicht in der Richtung des Pfeiles in Fig. 2; Fig. 18 einen Horizontalschnitt nach 9-10, Fig. 17; Fig. 19, 20, 21, 22 und 23 geben Ansichten von Details aus den Fig. 17 und 18; Fig. 24 ist ein Schnitt durch die Schiffchenbahn nach der Linie 11 -12 in Fig. 2 ; Fig. 2 5 ein Horizontalschnitt nach 13-14 in Fig. 24, mit dem das Schiffchen bewegenden Kolben nebst seiner Antriebsstange bi; Fig. 26 eine Seitenansicht des Endes der Stange έ4, und Fig. 27, 28 und 29 stellen Detailansichten des Schiffchens dar.
Die Fig. 1 a bis 4 a zeigen das Zusammenspiel der Nähwerkzeuge mit den zu vereinigenden Lederstreifen. Ist, wie Fig. 1 a zeigt, die Hakennadel c abwärts gegangen und hat sie hierbei den Faden in Schleifenform unterhalb des Stoffes ausgezogen, so wird diese Schleife von dem Haken al des rotirenden Greifers erfafst und auch dann noch gehalten, wenn die nun wieder emporsteigende Nadel c dieselbe freigiebt. Der Greifer macht eine kurze Bewegung rückwärts normal zur Bildfläche, und es legt sich bei fortgesetzter Drehung der Faden in die Kreisnuth rt2 des Greifers ein. Die Schleife wird hierdurch allmälig erweitert, Fig. 2 a und 3 a, so dafs die von dem Spulentreiber nach vorn (normal zur Bildfläche) gestofsene Spule S durch dieselbe hindurchgehen und hierbei den Unterfaden durchziehen kann. Während dieses Vorganges senkt sich die Ahle d in das Leder ein, durchsticht dasselbe und bewirkt durch Seitwärtsschwingen die Verschiebung des Arbeitsstückes um eine Stichlänge, d. h. so weit, bis die Ahlenspitze in die Verlängerung der Nadelachse fällt, Fig. 2 a. Ahle d und Nadel c gehen gemeinsam nach oben, Fig. 3a, der Fadeneinleger g legt den Faden oberhalb des Arbeitsstückes in den Haken der Nadel ein, während gleichzeitig die Ahle d um die Länge eines Stiches wieder nach rechts schwingt, Fig. 4a, und die herabgehende Nadel c zieht eine neue Fadenschleife unter die Stichplatte herab. Durch eine kleine Drehung der Nadel um ihre Längenachse wird die Schleife in die für den Angriff des nun wieder nach vorn (normal zur Bildfläche) schreitenden Greiferhakens al günstigste Stellung gebracht, wie aus Fig. 1 a zu ersehen.
A bezeichnet das Hauptgestell der Maschine, welches einen vorstehenden Arm D hat und
am hinteren Ende mit Lagern für die Querwelle B versehen ist. Letztere trägt das Triebrad E und die beiden Nuthcurvenscheiben C und C1, von denen die arbeitenden Theile der Maschine ihre Bewegung erhalten.
In Lagern a3 a3 des Armes D, Fig. 4, liegt eine Hohlwelle a. Dieselbe ist am vorderen Ende mit einem segmentförmigen Flantsch a2, Fig. 5 und 15, an dessen einem Ende der Haken al sitzt, versehen und trägt am entgegengesetzten Ende das aus Fig. 4 ersichtliche elliptische Zahnrad a4, welches mit dem entsprechend construirten Rade «5 in Eingriff steht.
Das Rad α 5 dreht sich auf einem am Gestell A befestigten Zapfen und erhält seine Bewegung durch Vermittelung der Kegelräder a6 und Stirnräder a1 von der Welle B.
Aufser der Rotationsbewegung, welche infolge der Anwendung der elliptischen Zahnräder a* und «5 zu gewissen Zeiten ein Minimum betragen wird, erhält die hohle Welle α auch eine longitudinal Bewegung durch eine auf dem Zapfen a9 sitzende Rolle, welche in eine Curvennuth der auf besagter Welle befestigten Hülse a% eingreift, Fig. 4, 9, 10 und 11. Der Zapfen a9 ist in einem Schlitz des Gestelles A verstellbar, so dafs die Längsbewegung der Welle α genau regulirt werden kann.
Das Schiffchen der Maschine ist cylindrisch gestaltet und arbeitet in einer Führung bl, welche theilweise in der hohlen Welle α und theilweise in einer Verlängerung D1 des Vorderendes des Armes D gebildet ist. Um dem Schiffchen die erforderliche hin- und hergehende Bewegung zu ertheilen, wirken auf die Enden desselben zwei Kolben, von denen der mit P bezeichnete in der hohlen Welle α und der mit P bezeichnete in dem Innern der Verlängerimg D1 gleitet.
Die Stange des Kolbens P ist mit einem bei bi0 am Maschinengestell drehbaren Hebel P, Fig. 2, verbunden, welcher einen Bolzen b11 mit einer Rolle trägt und durch den Eingriff dieser Rolle in eine Curvennuth der Scheibe C1 die Bewegung des Kolbens P bewirkt. Auch der Kolben P wird vom Hebel b9 bewegt, und zwar durch Vermittelung der Stange bi, welche sich in dem Arm D des Gestelles führt. Die Verbindung der Stange b* mit dem Kolben P wird durch einen an letzterem befindlichen Stift erzielt, welcher durch einen horizontalen Schlitz P des Gestelltheiles Dx hindurchgeht und von dem gabelförmigen Ende P jener Stange, welches zwischen dem Bund b7 und der Mutter P des Stiftes festgeklemmt ist, umfafst wird. Es ist wesentlich, dafs der Kolben b3 immer in gleicher Position an der Stange P befestigt werde, damit zwischen den wirkenden Flächen der Kolben P P und den Enden des Schiffchens ein constanter Zwischenraum bleibt.
Um diese genaue Adjustirung der Theile zu sichern, ist das innere Ende des in dem gabelförmigen Ende P befindlichen Schlitzes ausgerundet und die Mutter P so gestaltet, dafs sie sich nur drehen läfst, wenn sie sich in der aus Fig. 25 und 26 ersichtlichen Position be^ findet.
Das Schiffchen b besitzt einen Deckel bn, Fig. 6, 27, 28 und 29, welcher mit Hülfe des aus den Stiften bie und Schlitzen bu bestehenden Bajonnetverschlusses befestigt ist und infolge dessen leicht abgenommen werden kann. Der Draht geht vom Innern des Schiffchens durch eine in der centralen Nabe des Deckels P2 angebrachte Oeffnung und von da zwischen einer Spannfeder b13 und der inneren Wandung des Deckels hindurch, schliefslich durch die in dem Deckel und dem Körper des Schiffchens befindlichen Löcher. Die Spannfeder bli hat die aus Fig. 27 ersichtliche gekrümmte Gestalt und wird durch eine Schraube b11 am Deckel b12 festgehalten, während sich die Spannung derselben durch eine Schraube blb bewirken läfst. Der Zugang zu dieser Schraube b15 ist möglich, sobald der Kolben b3 aus der Schiffchenführung P entfernt wird; man kann somit die Drahtspannung verändern, ohne das Schiffchen herauszunehmen und ohne die Stichbildung zu beeinträchtigen.
Die Nadel c der Maschine hat ein gewöhnlich hakenförmiges Ende und wird in der durch Fig. s veranschaulichten Weise in dem oberen Ende des Nadelhalters c1 festgehalten. Letzterer bewegt sich in Lagern des Theiles Dx, Fig. 4, 5 und 6, vertical auf und nieder und erleidet hierbei infolge des Eingriffs eines mit Führungsrolle versehenen Stiftes c3 in die ihm angehörige gewundene Nuth c2 , Fig. 13, gleichzeitig eine partielle Drehung um seine Achse. Auf das in Fig. 5 und 13 angegebene Gewinde des Nadelhalters cl ist eine Mutter cl geschraubt, welche sich in dem verticalen Schlitz c5 führt und einen Stift cG trägt, der in das längliche Auge des bei c9 am Maschinengestell drehbaren Hebels cs eingreift, Fig. 1. Dieser Hebel £8 besitzt einen Schlitz für die Aufnahme eines Bolzens £13, welcher gleichzeitig für einen Schlitz des bei £·" drehbaren und durch den Eingriff seiner Rolle c " in die ebenso bezeichnete Curvennuth der Nuthcurvenscheibe C bewegten Hebels c10 pafst.
Durch Versetzung des Bolzens cu in den Schlitzen der Hebel c8 und c10 läfst sich der Hub des Nadelhalters c* nach Bedarf vergröfsern oder vermindern, und weil die Drehpunkte den beiden Hebeln nicht gemeinsam sind, so kommt die durch jenes Versetzen bewirkte Veränderung immer am unteren Ende des Hubes zur Geltung; denn, wenn der Nadelhalter in seiner höchsten Position steht, so decken sich die erwähnten Schlitze vollkommen und gestatten eine Versetzung des Bolzens V13, ohne dafs sich die
Nadel bewegt, während sie sich in der unteren Stellung nicht decken und infolge dessen eine Verschiebung besagten Bolzens eine Höher- oder Tieferstellung des Halters c1 bewirkt.
Aufser der Nadel c besitzt die Maschine auch ein besonderes Durchstichinstrument, eine Art Ahle d, welche in dem unteren Ende des Halters d1 steckt. Letzterer führt sich in einem Lager der Platte e, Fig. 4, 5 und 17, und ist durch ein Gelenkstück d% mit einer Stange d2 verbunden, welche durch Vermittelung eines bei db drehbaren und mit seinem Führungszapfen de in eine Curvennuth der Nuthcurvenscheibe C1 eingreifenden Hebels d* im Vordertheil der Maschine auf- und niederbewegt wird. Die Platte e führt sich an der am Maschinengestell A befestigten Platte e1, welche ein Lager für die verticale Stange e 5 enthält. Letztere trägt einen Arm mit einer Rolle e", die in einen Schlitz x, Fig. 23, der Platte £2 pafst. Die Platte e"1 hängt bei e3 an der Platte e und enthält einen gekrümmten Schlitz für die Aufnahme des Bolzens einer Knopfschraube e4, welche es ermöglicht, den Schlitz χ so zu adjustiren, dafs er mit der Verticalen einen gröfseren oder geringeren Winkel bildet, Fig. 18, 20 bis 23. Beim Auf- und Niedergang der Stange«5 führt sich die Rolle e6 in dem Schlitz χ und ertheilt dadurch der Platte e eine horizontale hin- und hergehende Bewegung, deren Hub durch die Schrägstellung der Platte e* regulirt wird und mit Hülfe eines Zeigers nebst Scala genau begrenzt werden kann. Es erfiält somit die Ahle d eine seitliche Bewegung, welche ihr die Eigenschaft eines Stoffdrückers ertheilt und nach deren Mafsgabe die Länge der Stiche mit gröfster Accuratesse bestimmt wird.
Das obere Ende der Stange e* hat einen Zapfen e7, Fig. 4, welcher-in den im vorderen Ende des Hebels e s befindlichen Schlitz eingreift. Der Hebel e% dreht sich um den Zapfendä und trägt am anderen Ende eine Rolle, welche sich in der Curvennuth es der NuthcurvenscheibeC führt und bei der Rotation dieser Scheibe der Stange e 5 die erforderliche auf- und niedergehende Bewegung übermittelt.
Neben der Ahle befindet sich auch der Schleifenbilder g, Fig. 17 und 19. Derselbe wird von dem kurzen Arm eines bei g2 am unteren Ende des Armes g3 drehbaren Hebels g1 getragen. Der Arm gs ist mit seinem oberen Ende g* an dem Maschinengestell A befestigt und hat einen schrägen Schlitz g 5 für die Aufnahme der Zapfen g6, welcher dem einen Arme des um den Zapfen d5 drehbaren Hebels g7, Fig. i, angehört, während der andere Arm dieses Hebels mit einer an ihm sitzenden Führungsrolle in die Curvennuth g9 der Nuthcurvenscheibe C eingreift. Der lange Arm des Hebels ,j·1 enthält im oberen Ende einen schrägen Schlitz g10, in welchem sich der Stift g11 der Stange es führt, so dafs, wenn der Hebel g1 sich bewegt und die Stange i5 auf- und niedergeht, dem Schleifenbilder g eine combinirte, mit Bezug auf die Naht seitliche und longitudinale Bewegung ertheilt wird. Dabei ist die seitliche Bewegung von dem durch den Eingriff des Stiftes g6 in den schrägen Schlitz g5 bedingten Schwingen des Armes g" und die longitudinale von dem durch den Eingriff des Stiftes ^"".in den schrägen Schlitz g10 erzeugten Spiele des Hebels gl abhängig.
Um das Nähobject während der Stichbildung festzuhalten, ohne dafs dadurch das nachherige Weiterrücken des Materials beeinträchtigt ist, sind folgende Vorrichtungen, Fig. 2, 7, 8 und 12, angeordnet:
Der Drückerfufs / ist an dem unteren Ende einer Röhre /" befestigt, welche sich am Gestell führt und oben durch die Augen /2/2 geht. Auf dem zwischen den Augen /2/2. befindlichen Theile der Röhre/1 sitzt eine Hülse/3, welche einen mit Muttergewinde versehenen Ansatz trägt und mit diesem auf das Vorderende /10 einer mit ihrem hinteren Ende bei /5 gelagerten Stange /4 geschraubt ist, Fig. 2 und 8. Die Stange /4 hat direct hinter ihrem Lager /5 einen Bund /6 und einen Arm f, Fig. 7, welcher letztere mit einer Rolle versehen ist und von einer Feder/9, sowie dem Theil/8 der Nuthcurvenscheibe C1 beeinflufst wird. Während der in dem Weiterrücken des Nähobjectes wiederkehrenden Pausen dreht die Feder /9 durch ihren Zug auf den Arm /7 die Stange/4 nach der in Fig. 7 mit dem Pfeil 2 bezeichneten Richtung, und da die besagte Stange wegen des zwischen ihrem Bunde /6 und dem Lager /5 bestehenden Zusammenhanges keine longitudinale Bewegung ausführen kann, so dreht sich ihr Ende /l0 in dem Muttergewinde der Hülse /3 und zwingt letztere, auf die Röhre/1 einen so starken Zug auszuüben, dafs sie in ihren Lagern /2 festgestellt wird und bei einem etwa gegen den an ihr befestigten Drückerfufs von unten ausgeübten Druck sich nicht heben kann, sondern das Nähobject sicher niederhält. Die Wirkung des Theiles /8 der Nuthcurvenscheibe C1 auf den Arm /' dagegen hat eine Drehung der Stange /4 nach der Richtung des Pfeiles 1, Fig. 7, zur Folge und hebt den durch die Feder /9 hervorgebrachten Druck wieder auf, so dafs der Stoffdrücker in dem Moment des Weiterrückens des zu nähenden Gegen- . Standes, losgelassen, frei ist und in der erforderlichen Weise nachgeben kann. Im Innern der Röhre /] des Stoffdrückers befindet sich eine Spiralfeder /13, welche unten gegen die Stellschraube/15 und oben gegen einen vom Stift/14 gehaltenen Bolzen drückt. Der Stift /14 geht quer durch das obere Lager /2 und führt sich in Schlitzen/16 der Röhre /Y so dafs diese letztere sich durch den am Gestell A drehbaren
Hebel /17, welcher auf die Rolle /18, Fig. 2 und 12, wirkt, ungehindert hochheben läfst, wenn der Druck des Drückerfufses auf das Material aufhören soll.
Der zu vernähende Draht i befindet sich auf der Spule z1, welche oben auf dem Maschinengestell befestigt ist und, wie in Fig. 3 veranschaulicht, unter dem Druck einer geeigneten Hemmvorrichtung steht. Von der Spule 2'1 geht der Draht über eine Rolle /zT, Fig. 2; sodann passirt derselbe die Rolle / eines Hebels L, worauf er über eine Rolle /z5 und die Rolle /z3 und h schliefslich nach dem Schleifenbilder g gelangt. Die Rolle h sitzt an einem Arm hx der Röhre A2, welche durch das Maschinengestell hindurchgeht, und die Rolle /z3 sitzt an einem Bolzen, welcher in einer Führung auf der Röhre /z2 gleitet und unter der Einwirkung einer Feder A4 steht, so dafs diese Rolle den Unregelmäfsigkeiten des Schleifenbilders g folgen kann.
Um die Rolle /z und hs, sowie die zugehörigen Theile der Maschine, welche auf den Draht i wirken, auf dem geeigneten Wärmegrad zu erhalten, wird aus der Röhre /z6, Fig. 2, ein Gasstrahl in die Röhre /z2 geführt, welche ihrerseits die Hitze nach unten leitet, so dafs sie mit dem Schleifenbilder g, der Ahle d, den Drahtführungsrollen nebst anliegenden Theilen in Contact kommt. Ebenso werden die Schiffchenbahn, das Schiffchen und die Kolben zum Bewegen des letzteren warm gehalten, und zwar durch einen Brenner J, dessen Flamme gegen die untere Seite des Gestelltheiles Dl gerichtet ist.
Das Arbeitsstück kx ruht auf der Platte k, welche mit dem Stichloch für die Nadel und die Ahle versehen ist. Der Hebel L1 welcher den Zweck hat, den Draht von der Spule i abzuziehen, wird durch eine auf der Antriebswelle B sitzende unrunde Scheibe L1 derart beeinflufst, dafs er einen gewissen Vorrath von ungespanntem Draht schafft, welcher, wenn die Nadel vom Schleifenbilder eine Schlinge empfangen hat und niedergeht, über die Rolle / nachläuft und somit eine schädliche Reibung, wie sie unvermeidlich ist, wenn der Draht beim Niedergang der Nadel nicht losgelassen wird, verhütet.
Hinsichtlich der Wirkungsweise der Maschine ist folgendes zu erwähnen:
Angenommen, die Nadel c habe bei der Bildung eines Stiches eine Schlinge durch das Material gezogen und der Haken a1 stehe gerade im Begriff, in diese Schlinge einzutreten, so befindet sich die Ahle d in ihrer seitlichen Position, Fig. 1, um das Nähobject für einen weiteren Stich aufzustechen, während der Schleifenbilder g fast in directer Linie zwischen der Rolle h und dem in dem Arbeitsstück befindlichen Loch, in welchem die Stichbildung gerade vor sich geht, stehen wird. Der Stoffdrücker kann sich in seinen Lagern wieder frei bewegen, und das Schiffchen b steht im Begriff, aus dem in der hohlen Welle a belegenen Theile seiner Bahn bx nach dem in dem Stück Dx vorgesehenen Theile derselben zu gleiten. (Das Schiffchen hat eine zur Bildfläche senkrecht gerichtete Bewegung. Es sollte daher in den die Stichbildung verdeutlichenden Figuren die Schleife S, welche erst bei der Erzeugung des ihr folgenden Stiches festgezogen wird, nicht gerade herunterhängen, sondern als vom Schiffchen bei Seite geschoben gezeichnet sein. Da dies aber die Deutlichkeit der Darstellung beeinträchtigen würde, so ist das Schiffchen selbst aus diesen Figuren ganz fortgelassen und auch der Draht desselben nur insoweit, als zur Completirung jedes einzelnen Stiches erforderlich schien, zur Veranschaulichung gelangt.) Sobald der Haken ax in die Drahtschlinge eingetreten ist, wird die Welle α so weit als möglich nach auswärts verschoben, um von der Nadel c frei zu werden, und nun beginnt die Drahtschlinge bei der Rotation der Welle α sich hinter den segmentförmigen Flantsch a1 zu legen. Dabei wird die Schleife von der Nadel abgezogen, welche ihrerseits aufwärts zu gehen anfängt. Bevor jedoch die Nadelspitze das Werkstück erreicht, hat die Ahle d dasselbe durchstochen und für die Bildung eines weiteren Stiches weiter gerückt, worauf dann der Stoffdrücker durch die Feder /9 festgestellt worden ist und das Nähobject sicher niederhält. Während dann die Nadel und die Ahle, Spitze gegen Spitze, durch das Material aufwärts steigen, rotirt die Welle α weiter, so dafs bei der Ankunft jener beiden in ihrer höchsten Position der Flantsch a2 die Drahtschleife vollständig geöffnet, Fig. 3 a, den Stich festgezogen hat und der Durchgang des Schiffchens die Durchführung des Schiffchendrahtes bewirkt. Bei der weiteren Rotation der Welle α wird die Drahtschleife hierauf von dem Flantsch a2 wieder frei und von dem Ende des zurückkehrenden Schiffchens völlig aufser Bereich desselben geschoben.
Inzwischen hat die Ahle d eine der Entfernung zweier Stiche entsprechende Verrückung erlitten und der Schleifenbilder g eine neue Schlinge um den Haken der Nadel c gelegt, wobei dieser Haken so steht, dafs die Schlinge in der Längsrichtung der Naht zu liegen kommt, wenn sie durch das Material gezogen wird. Bei ihrem Niedergang dreht sich sodann die Nadel infolge der Nuth c2, Fig. 13, theilweise um ihre Achse, so dafs die Schleife dem Haken a1, welcher sich unterdessen von der vorhergehenden Schleife frei gemacht hat, richtig dargeboten wird, Fig. 1 a.
Die elliptischen Räder λ4 und α5 haben den Zweck, der Welle α eine verschieden schnelle Bewegung zu ertheilen, so dafs der Haken a1 sehr schnell arbeitet, wenn er die Schlinge von
der Nadel c entfernt und öffnQt, darauf aber so langsam rotirt, dafs das Schiffchen, die Nadel, die Ahle und der Schleifenbilder Zeit haben, ihre weiteren Arbeiten zu vollführen. Aufserdem steht die Welle α im rechten Winkel zur Richtung, nach welcher das Nähobject fortgerückt wird, so dafs ihr Antriebsmechanismus der Arbeit gar nicht im Wege steht.
Diese Anordnung sichert auch, dafs der Draht durch den Flantsch a2 in einer zur Naht parallelen Richtung angezogen wird, wodurch die Sauberkeit der Stiche bedeutend gewinnt. Ferner rotirt der Haken a1 in einer der Stichbildung entgegengesetzten Richtung, so dafs er die von der Nadel heruntergezogene Schlinge stets in der zu ihrem Erfassen günstigen Position vorfindet, zumal die Operation des Weiterrückens des Nähobjectes immer an demselben Punkte aufhört. Das Oeffhen der Schleife für den Durchlafs des Schiffchens geht vor sich, ohne dafs die bei der Schleifenbildung in anderen Wachsdraht - Steppstichmaschinen nothwendige Menge Draht durch das Arbeitsstück gezogen wird. Aufser zum Oeffnen der Drahtschleife dient der Flantsch a? auch zum Festziehen des vorangehenden Stiches, so dafs die Nadel dieser Arbeit überhoben ist und infolge dessen, wegen ihrer weit geringeren Beanspruchung auf Zugfestigkeit, bedeutend feiner sein kann, als wenn sie selbst den Stich festziehen müfste. Es hat überhaupt die Nadel keinen anderen Zweck, als die Schlinge von dem Schleifenbilder zu erfassen und durch das im Nähobject vorhan* dene Loch zu ziehen.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Das zur Herstellung der Doppelsteppstichnaht erforderliche Zusammenspiel der als Stechwerkzeug und Stoffrücker functionirenden Ahle d, der Hakennadel c, des Fadeneinlegers g, des mit Haken und Ringnuth ausgerüsteten Greifers a1 a2, des horizontal verschiebbaren Spulengehäuses b und des Stoffdrückers / mit Stoff lage, Ober- und Unterfaden.
2. Die aus den Zeichnungen ersichtliche Anordnung der zur Erzielung dieses Zusammenspiels erforderlichen Maschine in ihrer Gesammtheit.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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