DE26707C - Neuerungen an einer Doppelsteppstich - Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen - Google Patents

Neuerungen an einer Doppelsteppstich - Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen

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DE26707C
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DE
Germany
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shuttle
thread
lever
sewing machine
periodically
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Application number
DENDAT26707D
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English (en)
Original Assignee
Th. Chadwick, . TH. sugden und CH. SHAW, in Firma bradbury & Co., Limited in Oldham, Lancaster, England
Publication of DE26707C publication Critical patent/DE26707C/de
Active legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Erstes Zusatz-Patent zu No. 18580 vom 12. März 1881.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 1. Mai 1883 ab. Längste Dauer: 11. März 1896.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der unter No. 18580 patentirten Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen, um das Nähen sowohl mit groben als mit feinen Fäden zu erleichtern. Bei der genannten Maschine erhält der Schiffchenfaden bei jeder Rotation des Schiffchens eine einmalige Verdrehung, welche den Faden entweder fester oder loser dreht, je nachdem derselbe beim Spinnen gedreht worden ist; vorliegende Erfindung aber bezweckt, eine Verdrehung des Fadens bei der Rotation des Schiffchens zu verhindern.
Die Fadenspule ist so in dem Schiffchen angeordnet, dafs sie sich frei von einem Bolzen in demselben abwickeln kann, und dafs die Rotation des Schiffchens bestrebt ist, den Faden auf die Spule aufzuwickeln, dafs aber der Faden zwischen dem Stoff und der Schiffchenspule die Drehung der Spule mit dem Schiffchen verhindert, und dafs folglich der Bolzen in der Achse der Spule analog dem Schiffchen und die Spule der Drehungsrichtung des Schiffchens entgegengesetzt rotirt, um so viel Faden abzugeben, als das Nähen des Stoffes erfordert. Aufser der Friction der Spule auf ihrem Bolzen oder ihrer Achse sind Vorrichtungen am Schiffchen angebracht, um der Spule eine justirbare Friction zu ertheilen, damit die Spannung des Schiffchenfadens regulirt werden kann. Zu diesem Zweck und um die Spule in dem Schiffchen festzuhalten, ist der Bolzen der Spule röhrenförmig gestaltet und am oberen Ende ein Finger hinzugefügt, welcher auf die Spule herabgeklappt werden kann, wenn dieselbe auf den hohlen Bolzen aufgesetzt ist; das Ansatzstück dieses Fingers ist so geformt, dafs es mit einer Gleitplatte oder einem Gleitkolben in Verbindung steht, welcher von einer kleinen Spiralfeder in dem hohlen Bolzen, deren Spannung durch eine Stellschraube regulirt werden kann, nach oben geprefst wird. Der Druck auf den Schiffchenfaden kann auf diese Weise leicht justirt werden.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf .Vorrichtungen, um der Schleife des Nadelfadens freien Raum zu schaffen, wenn dieselbe nach oben gezogen wird, um am Schiffchen vorbei zu kommen, und besteht in Anordnungen, durch welche das Schiffchen für einen Moment vorwärts gestofsen wird, wenn die Schleife des Nadelfadens zwischen dem Schiffchen und dem Antriebstheil des Schiffchentreibers hindurchschlüpfen soll, um so einen freien Raum zwischen beiden zum Durchlassen des Fadens herzustellen. Wir ordnen zu diesem Zwecke einen Schlitten an, der sich in einer geraden Linie ungefähr in der Tangente zur Schiffchenbahn bewegt; dieser Schlitten hat einen kurzen Ansatz, welcher in einer gewissen Stellung gegen einen vorstehenden Theil des Schiffchens anstöfst und
letzteres in der Richtung, in der es rotirt, voranwirft, wodurch ein Raum zwischen dem Schiff-, chen und dem Treiber gebildet wird.
Der Schlitten, welcher den Ansatz trägt, wird durch ein Excenter oder irgend eine andere passende Vorrichtung hin- und herbewegt.
Statt eines Schlittens mit Vorsprung, der auf das Schiffchen wirkt, kann auch ein kurzer Hebel auf einem oscillirenden Bolzen zu demselben Zweck angebracht werden.
Fig. ι ist eine horizontale Schnittansicht unseres Schiffchens in seiner Bahn,
Fig. 2 eine obere und Fig. 3 eine untere Ansicht des Schiffchens,
Fig. 4 ein Schnitt nach 1-1, Fig. 2.
Fig- S, 6, 7 und 8 sind Endansichten und jede der Fig. 5, 6 und 7 ist eine Endansicht von Fig. 2 von der Seite gesehen, auf welcher sie in Bezug auf die Fig. 2 gezeichnet sind, und Fig. 8 ist die Endansicht nach Fig. 3 hin gesehen.
Fig. 9 ist ein Grundrifs der Unterseite der Platte oder des Rahmens unserer Maschine,
Fig. 10 ein Grundrifs der Oberseite der Stoffplatte und zeigt die Schiffchenbahn, den Schiffchentreiber und das Schiffchen; dabei sind die Deckleisten weggelassen und ein auf das Schiffchen wirkender Hebel ist in punktirten Linien gezeigt;
Fig. 11 ein Querschnitt durch die Schiffchenbahn und andere Theile.
Fig. 12, 13 und 14 sind Ansichten, ähnlich den entsprechenden in Fig. 9, 10 und 11, aber in Fig. 12 ist nur ein Theil der Stoffplatte a der Maschine gezeigt. Der Mechanismus ist derselbe und mit denselben Buchstaben bezeichnet wie in den vorigen Figuren; er befindet sich mit dem Schiffchenmechanismus auf derselben Seite der Platte a.
In Fig. ι ist ax -die Vertiefung in der Schiffchenbahn für die Nadel; der Faden geht von dem Stoff nach dem durch die punktirte Linie bezeichneten Punkt der Spule m3 im Schiffchen m. Da das Schiffchen in der Richtung des Pfeiles in Fig. 1 rotirt, so hat seine Bewegung das Bestreben, den Faden auf die Spule m3 aufzuwickeln; da aber die letztere von dem Faden an der Drehung mit dem Schiffchen verhindert wird, so mufs die die Achse bildende Röhre in der hohlen Achse der Spule rotiren.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dafs ein Ende des Schiffchens unterhalb des oberen Flantsches der Spule m3 liegt, so dafs der Faden über dieses Ende frei von der Spule abgezogen werden kann.
Der an der röhrenförmigen Achse des Schiffchens sitzende Finger m6 preist oben auf die Spule m3 und die in der Röhre befindliche Feder wirkt auf eine Platte oder einen Kolben mit Stange, welcher Kolben gegen das Ansatzstück des Fingers m3 drückt- und so den letzteren oben gegen die Spule preist. Die- Spannung dieser Feder wird vergröfsert ■ oder verkleinert durch eine Schraube m1, die in die röhrenförmige Achse eingeschraubt ist und auf ein Ende der Feder wirkt, deren anderes Ende die Kolbenstange umgiebt und auf den Kolben drückt.
Dieser Finger m6 kann gehoben oder um sein Ansatzstück gedreht werden, ■ oder er wird, wenn die Spule mitgezogen wird, in eine Linie mit der hohlen Achse gehoben und gestattet so der Spule, über die hohle Achse und über den Finger hinauszugehen.
Der in Fig. 9 gezeigte Mechanismus ist derselbe wie der im Haupt-Patent No. 1,8580 beschriebene, ausgenommen, dafs der Stoffschiebermechanismus von einer Seite der Stoffplatte auf die andere gebracht worden ist, sodann sind die unsere Erfindung bildenden Mechanismen hinzugefügt. Der Stoffschiebermechanismus braucht übrigens auch nicht von seinem früheren Platze entfernt zu werden.
α ist die Stoffplatte der Maschine, g das Ende der verticalen Welle, welche die Excenter für die Stoffschiebung und die Kurbel zum Antrieb des Schiffchens trägt.
g' ist die Kurbel, welche auf einem Ende der Stange k befestigt ist, die in dem oscillirenden Stück k1 gleitet und schwingt; das andere Ende der Stange k ist mit der Kurbel j"1 befestigt, welche wiederum auf der Kurbel j3 sitzt, die auf der Achse/ des Schiffchentreibers festgekeilt ist.
h ist der Hebel, der seine Bewegung von den Excentern auf der Welle g empfängt und auf den Gleithebel i wirkt, der bei ii befestigt ist, um die gezahnte Stoffschieberfläche zu tragen. (Alle oben erwähnten, durch Buchstaben bezeichneten und die anderen in Fig. 9 gezeigten Theile sind im Haupt-Patent ausführlicher beschrieben.)
Unsere Erfindung besteht in der Hinzufügung einer Stütze / an die Unterseite der Platte a mittelst einer durch einen Schlitz hindurchtretenden Schraube; diese Stütze trägt einen Bolzen p1 für einen Hebel /2, dessen freies Ende durch einen Schlitz der Schiffchenbahn reicht. Dieser Hebel/2 ist an einer Stange/3 befestigt, welche von einem Excenter auf der Welle g bewegt wird.
Die Stütze ρ kann aber auch wegbleiben und der Bolzen p1 in der Platte α befestigt werden. Das Excenter ist so geformt, dafs es das Ende des Hebels /2 so lange in der gezeichneten Stellung erhält, bis das Schiffchen bis zu einem Punkte rotirt ist, wo das Ende des Hebels/2 in einen Schlitz oder eine Oeffnung in dem Schiffchenende eintreten kann und dann den Hebel bewegt und gegen den Theil in1 des Schiffchens stöfst, um ihm eine
schnellere Bewegung,- als es vom Schiffchentreiber erhält,' zu ertheilen. Dadurch wird ein Raum für die. Schleife des Fadens gelassen, welcher frei zwischen dem Schiffchen und dem Theil j1 des Schiffchentreibers, der auf das Schiffchen einwirkt, hindurchtritt, und dann bewegt das Excenter den Hebel p2 in die in der Zeichnung dargestellte Stellung zurück, in welcher er für die Wiederholung seiner Function bei der nächsten Rotation des Schiffchens bereit ist.
In der in Fig. 12, 13 und 14 dargestellten Modification ist ein Schlitten/2 angebracht, der einen Vorsprung px hat, welcher durch einen Schlitz in der Seite der Schiffchenbahn hindurchreicht.
Der Schlitten/2 wird durch ein Winkelstück p in seiner Lage gehalten, das durch Schrauben an der Platte α befestigt ist. Der Schlitten p2 hat sodann einen Vorsprung, der einen Stift für eine Rolle p3 trägt, welche auf eine auf der Kurbel gebildete curvenförmige Fläche wirkt.
Die Rolle p3 wird durch eine Feder pl, die einerseits mit einer Schraube oder einem Stift im Schlitten p2 und andererseits mit einem Stift in der Grundplatte verbunden ist, an die Curvenscheibe angedrückt.
Die curvenförmige Fläche ist so geformt, dafs sie den Schlitten /2 stillhält und ihn so bewegt, dafs der Vorsprung p* so auf das Schiffchen einwirkt, wie vorstehend mit Bezug auf den Hebel p2 in Fig. 9, 10 und 11 beschrieben ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An der unter P. R. No. 18580 patentirten Doppelsteppstich-Nähmaschine, bei welcher die Winkelgeschwindigkeit des rotirenden Schiffchens periodisch veränderlich ist, die in den Fig. 1 bis 14 dargestellten Einrichtungen, um eine Drehung des Schiffchenfadens zu verhindern und dem Schiffchen selbst zeitweise eine schnellere Bewegung zu ertheilen, damit die Schleife des Nadelfadens frei aus dem Schiffchen austreten kann; diese Einrichtungen werden im wesentlichen charakterisirt durch:
    a) die bewegliche, auf der hohlen Achse des Schiffchens m sitzende Spule m3 in Verbindung mit dem durch Feder und Schraube ml justirbaren Frictionsfinger m6 an der hohlen Achse des Schiffchens m, um dem Faden die richtige Spannung zu ertheilen, Fig. 1 bis 8;
    b) den mit der durch ein Excenter von der Welle g aus bewegten Stange p3 verbundenen Hebel p2, der periodisch bei m7 gegen das Schiffchen geworfen wird, Fig. 9 bis 11;
    c) den von der Kurbel j3 aus mittelst Ansatzes und Rolle ρ3 in Thätigkeit gesetzten Schlitten p2, der analog dem Hebel p2 mit seinem Vorsprung px periodisch auf das Schiffchen einwirkt, Fig. 12 bis 14.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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