DE1719086C - Wasserunlösliche oder schwach wasser lösliche Monoazofarbstoffe und ein Verfah ren zu deren Herstellung - Google Patents

Wasserunlösliche oder schwach wasser lösliche Monoazofarbstoffe und ein Verfah ren zu deren Herstellung

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DE1719086C
DE1719086C DE1719086C DE 1719086 C DE1719086 C DE 1719086C DE 1719086 C DE1719086 C DE 1719086C
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Inventor
Iizuka Yokohama Nono Igan Tokio Shinya Ito Kyoto Masao, (Japan) C09c 1 50
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hodogaya Chemical Co Ltd
Original Assignee
Hodogaya Chemical Co Ltd
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Description

Die Erfindung betrifft wasserunlösliche oder schwach wasserlösliche Monoazofarbstoffe und ein Verfahren zur Herstellung dieser Farbstoffe.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt die Herstellung von Monoazofarbstoffcn, die frei von wasserlöslichmachenden Substituenten sind und die Strukturformel
Cl Cl
C = C
OH
ι —- μ — ν — n\
N-N
I i
besitzen, worin X für eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Y für einen Benzol- oder Naphthalinkern, der die Hydroxylgruppe in o-Slellung zur Azobindung besitzt, Z für ein Wasserstoff-, ein Halogenatom oder eine Methyl-, Methoxy- oder Äthoxygruppe Mono- oder die Alkylaminogruppe mit Alkylgruppen, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten, Phenylaminogruppe, Methyl- oderÄthylphenylaminogruppe und η Tür die Zahl 1 oder 2 steht, in der Weise, daß man ein diazotiertes in 2-Stellung substituiertes 4,5-Dichlor-6-aminopyridazon-(3) der Formel
Cl Cl
I I
C = C
O = C C-NH2 (II)
N-N
I χ
35
40
worin X die oben angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Azokomponente der Formel Als Azokomponenten der Formel (III) sollen erwähnt werden: 2-Naphthol, 6-Brom-2-naphthol, 4-Methoxy-1-naphthol, 4-Äthoxy-l-naphthol, 3-Dimethylaminophenol, 3-Diäthylaminophenol, 3-Di-n-pr>»pylaminophenol, 3-Di-n-butylaminophenol, 3-Methylaminophenol, 3-ÄthyIaminophenol, 3-n-Propylaminophenol, 3-n-Butylaminophenol, 3-Hydroxydiphenylamin, 3-Hydroxy-N-methyldiphenyiamin, 3-Hydroxy-N-äthyldiphenylamin, p-Cresol, 2,4-Xylenol, 3,4-Xylenol, Resorcinmonomethyläther, Hydrortiinonmonomethyläther oder 4-Chlorphenol.
Die Kupplungsreaktion für die Bildung der gewünschten Monoazofarbstoffe gemäß der vorliegenden C-C-J,,.^ i-onr. mit ϊ-TiIfp p'inct ühli'chen alkvlischen Kupplungsverfahrens oder eines anderen Verfahrens ausgeführt werden, das in einer niedrigen aliphatischen Säure, vorzugsweise Eisessig oder Propionsäure oder einem Gemisch daraus und vorteilhafter Weise durch Abpuffern der Azidität des Reaktionsmediums mit Hilfe eines alkalischen Salzes, wie z. B. Alkalicarbonat oder einem Aikalisalz einer niedrigen Fettsäure, durchgeführt wird.
Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlichen neuen Monoazofarbstoffe werden beim Färben vorteilhafterweise in einem feinzerteilten Zustand angewendet, der beispielsweise durch Mahlen desselben mit einem Dispergiermittel erhalten werden kann. Als geeignete Dispergiermittel sollen Dispergiermittel der anionischen Type, wie z. D. Alkylarylsulfonat, Ligninsulfonat, Kondensationsprodukte aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd, wie auch der nichtionischen Type, wie z. B. Polyglykoläther eines aliphatischen Alkohols, genannt werden.
Die auf diese Weise erhaltenen Monoazofarbstoffe in feinverteilter Form zeigen eine vorzügliche Affinität gegenüber hydrophoben organischen Stoffen, die Metalle enthalten, wie z. B. Nickel. Chrom. Kobalt. Zink. Kupfer. Aluminium u. ä.. und sie sind deshalb fähig, darauf tiefe Farbtöne zu erzeugen, die eine vorzügfiche Echtheit gegenüber Sonnenlicht, künstliches Licht, Waschen, Hitze, Trockenreinigen, Gase und Sublimation besitzen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Sie sind jedoch nicht im einschränkenden Sinne aufzufassen. Die Teile sind in Gewicht ausgedrückt.
OH
(III)
worin Y, Z und η die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, kuppelt. Die Diazotierung der Verbindung (II) kann in der üblichen Weise ausgeführt werden. Als in 2-Stellung substituiertes 4,5-Dichlor-6-aminopyridazon-(3) der Formel (II), welches beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird, sollen die entsprechenden 2-methyl-, 2-äthyl, 2-propy- und 2-butylsubstituicrtcn Verbindungen genannt werden. Diese Verbindungen können beispielsweise durch Reduktion von in 2-Stellung substituiertem 4,5-Dichlor-6-nitropyridazon-(3) in üblicher Weise hergestellt werden. In 2-Stcllung substituiertes 4,5-Dichlor-6-nitropyridazon-(3) kann durch Umsetzung von in 2-Stellung substituiertem 4,5-Dichlorpyridazon-(3), gelöst in Schwefelsäure, mit Salpetersäure erhalten werden.
Beispiel 1
1.94 Teile 2- Methyl-4,5-dichlor-6-aminopyridazon-(3) wurden i 30 Teilen einer 60%igen Essigsäure aufgelöst. Zu dieser Lösung wurde 1 Teil einer 98%igen Schwefelsäure hinzugegeben, und das Ganze wurde auf eine Temperatur von 0 bis -5 C abgekühlt, Die Diazotierung der Lösung wurde dann bei dieser temperatur ausgeführt, indem tropfenweise 16,2 Teile Nitrosylschwefelsäure, welche 0,73 Teile Natriumnitrit enthielt, zugegeben wurden. Das Reaktionsgemisch, welches überschüssige salpetrige Säure ent- hielt, was mit Hilfe eines Jod-Kalium-Stärkc-Indikatorpapiers ermittelt werden konnte, wurde 2 Stunden sich selbst überlassen. Hierauf wurde eine kleine Menge Harnstoff zugegeben, um die nicht umgesetzte salpetrige Säure zu zersetzen.
Hierauf wurde eine zweite Lösung hergestellt, indem 1,73 Teile 3-Diäthylaminophenol mit Hilfe von 0,42 Teilen Ätznatron in 100 Teilen Wasser aufgelöst wurden. Zur Lösung wurden dann 81,5 Teile einer
ί 719
30%igen wäßrigen Ätznatronlösung hinzugerügt, und das Ganze wurde abgekühlt.
Die Kupplung wurde dadurch bewirkt, daß die erste Lösung, welche abgekühlt worden war und die Diazoverbindung enthielt, langsam zur zweiten Lösune hinzugegeben wurde. Während der Zugabe wurde das Reaktionsgemisch durch äußere Kühlung auf eine Temperatur von 0 bis -5°C gehalten. Nachdem 1 Stunde dieser Temperatur gerührt worden war, wurde dem Reaktionsgemisch eine Menge Essigsäure zugegeben, um den pH-Wert auf 5 bis 6 einzustellen; anschließend wurde filtriert. Der Filterkuchen wurde ausgiebig mit Wasser gewaschen und in einem Ofen mit einer Temperatur von 700C getrocknet. Auf diese Weise wurden 2,92 Teile eines rotbraunen Färb- '5 Stoffs der Formel
OH
CMl,
C N-N
Cl Cl
C C
N- N
CH,
erhalten.
Nickelhaltige Polypropylen^arne wurden mit einem 1ärbebad gefärbt, das durch Disperseren des obigen Farbstoffs, der mit Hilfe eines gebräuchlichen Dispergiermittels gemahlen worden war. hergestellt wurde. Auf diese Weise ließ sich eine leuchtende und tiefe Färbung mit einem violetten Farbton erzielen, die eine ausgezeichnete Echtheit gegenüber Waschen, Trockenreinigen und Licht aufwies.
Beispiel 2
festgestellt werden konnte, 1 Stunde sich selbst überlassen. Hierauf wurde die restliche salpetrige Säure durch Zugabe einer kleinen Menge Sulfaminsäure zersetzt.
Hierauf wurde eine weitere Lösung hergestellt, indem 1,5! Teile /f-Naphthol in einer wäßrigen Lösung aufgelöst wurde, welche aus 0,42 Teilen Ätznatron und 100 Teilen Wasser bestand, worauf 81,5 Teile einer 3,0%igen Ätznatronlösung zugegeben, und das Ganze abgekühlt wurde.
Zu der Lösung wurde bei einer Temperatur von 0 bis - 5° C die obige diazotierte Lösung hinzugegeben. Nachdem 1 Stunde bei dieser Temperatur gerührt worden war, wurde der pH-Wert der Lösung durch Zugabe einer Menge Essigsäure auf 5 bis 6 gebracht.
rv«„ =."·!, .t..L.:j...J. nvuklwiu^iuduKi nuiül. Ouil.Il Filtration gesammelt, gut mit Wasser gewaschen und bei 70 C getrocknet. Es wurden 3,32 Teile eines rolbraunen Farbstoffs der folgenden Formel
35
40
2.08 Teile 2-Äthyl-4.5-dichlor-6-aminopyridazon-(3) wurden in 30 Teilen einer X()%igen Essigsäure aufgelöst. Zu dieser Lösung wurde I Teil einer 98%igen Schwefelsäure hinzugegeben, und das Ganze wurde .liif 0 bis -5 C abgekühlt. Bei dieser Temperatur wurden zur Diazotierur.g 16.2 Teile Nitrosylschuefelsäure, welche0.73 Teile Natriumnitrit enthielt, tropfenweise zugegeben. Um eine vollständige Diazotierung sicherzustellen, wurde das Reaktionsgemisch, welches einen Überschuß an salpetriger Säure enthielt, was mit Hilfe eines Jod-Kalium-Stärke-Indikatorpapiers CI Cl
C = C
OH
C- N=- N —
erhalten.
Fasermaterial aus nickelhaltigem Polypropylen wurde in einem Färbebad gefärbt, daß durch Dispergieren des obenerwähnten Monoazofarbstoffe, der durch Mahlen mit einem gebräuchlichen Dispergiermittel fein verteilt worden war. hergestellt wurde. Die Fasern wurden in einen dunkelblauen Farbton gefärbt, der sich durch eine ausgezeichnete Echtheit gegenüber Waschen, Trockenreinigen, Sublimation, Gase und Licht au<- .ichnete.
In ähnlicher Weise wurde eine kobalthaltige Polypropylenfaser in einen dunklen grünblauen Farbton und eine zinkhaltige Polypropylenfaser in einen leuchtendblauen Farbton gefärbt. Die beiden Färbungen besaßen bemerkenswerte Lichtechtheit und eine ausgezeichnete Egalität.
In analoger Weise, wie in den obigen Beispielen, wurde eine Reihe von Farbstoffen mit einer bemerkenswerten Lichtechtheit und ausgezeichneter Egalität hergestellt, die in der folgenden Tabelle zusammengestellt sind:
Diazokomponente:
4.5-Dichlor-6-amino-
pyridazon-(3). .siibsiiluicrl
mil der folgenden Gruppe
2-Methyl-2-McthyI-2-Mcthyl-2-Methyl-2-Mcthyl-2-Mcthyl-
Azokomponenle
2-Naphthol
6-Brom-2-naphthol 4-Methyl-1-naphthol 4-Mcthoxy-1-naphthol 4-Cresol
4-Metho.xy-phenol Aussehen
Rotorange
Rotorange
Rotviolctt
Rotviolctt
Braun
Braun
Farbion
auf nickelhalliger
Polypropylen faser
Blau
Blau
Blau
Lcuchtendblau
Grün
Grün
ί 719
Fortsetzung
Diazokomponente: - .. I _
4,5-DichIor-6-amino-
3-Methoxy-phenol
B. pyridazon-(3), substituiert Azofcomponent*· 3.4-DimethyIphenol j
mi» der folgenden Gruppe 2,4-Dimethyiphenol
9 2-Methyl- 4-Chlorphenol
10 2-Methyl- 3-Dimethylaminopbenol
11 2-MethyI-
12 2-Methyl-
13 2-Methyl-
Aussehen
21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38
40 41 42 43 44 45 46 47 48
2-Methyl-2-Mcthyl-2-Methyl-2-Methyl-2-Methyl-
2-Methyl-
2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl- 2-Äthyl-2-Äthyl-
2-Äthyl-
2-n-Propyl-2-n-Propyl- 2-n-Propyl 2-n-Propyl-2-n-Propyl- 2-n-Propyl-2-n-Propyl- 2-n-Propyl-2-ri-?ropyl-
2-n-Butyl-2-n-Butyl-2-n-Butyi-2-n-Butyl-2-ri-Buty!- 2-n-Butyl-
3-Äihylammophenol 3-D;-n-propylaminophenol 3-Di-r buly'aminophenol 3-Hvdm\>diphen>lamiii 3-Hydroxy-N-meihvl-
diphenylamin 3-Hydrow-N-athyl-
diphcnylamin 6-Brom-2-naphthoi 4-Mcth> I-1-naphthol 4-Methow-1 -naphthol 4-Ätho\y-1-naphthol 4-Cresol
4-Methoxypheno! 3.4-Dimethylphenol 2.4-Dimethylphenol 4-Methyl-2-ehlorphenol 4-Chlorphenol 3-Dirnethylaniinophenol 3-N-Methylaminophenol 3-Diäthylaminophenol 3-N-Äthylaminophenol 3-Di-n-propyaminophenol 3-Di-n-butylaminophenol 3-Hydroxydiphenylamin 3-Hydroxy-N-äthyl-
diphenylamin 3-Hydroxy-N-methyl-
diphenylamin 2-Naphthol 6-Brom-2-naphthol 4-Methyl-l-naphthol 4-Methoxy-l-naphthol 4-Cresol
4-Methoxyphcnol 3-DimethyIaminophcnol 3-Di-n-butylaminophcnol 3-Hydroxy-N-mcthyl-
diphenylamin 2-Naphthol 4-Mcthoxy-1 -naphthol 4-Cresol
4-Mcthoxyphcnol 3-DimethylaniinophenoI 3-Di-n-butylaminophenol
Braun Braun Braun Braun Rotbraun
Rotbraun
K ι >t hi.um Rotbraun Rotbraun Rotbraun
Rotbraun
Rotbraun Rotorange RoUiolett Rotviolett Rotviolett Braun
Braun
Braun
Braun
Braun
Braun
Rotbraun Rotbraun Rotbraun Rotbraun Rotbraun Rotbraun Rotbraun
Rotbraun
Rotbraun Hrangc
Rotorange Blauviolett 31auviolett Braun
Braun
Rotbraun Rotbraun
Rotbraun Braun
Blaubraun Braun
Braun
Rotbraun Rotbraun
Farbton auf nickclhallij: Polypropv lcnfas·."
Violelt
Grün
Grün
Grün
Violett
Violett
\ loieii
\ lolcit \ Inlett BlauMok-tt
Bl.nnioleli
Blauviolett
Blau
Blau
I euchtendh! -.w
Leuchtendbi.-.j
(irün
Grün
Grün
Cirün
(irün
Grün
Violett
Violett
Violett
Violott
Violett
Violett
Blauviolett
Blauviolett
Blauviolett
Blau
Blau
Blau
Blau
Grün
Grün
Violett
Violett
Violett
Blau
Blau
Grün
Grün
Violett
Violett

Claims (2)

  1. Patentanspruch:
    I. Monoazofarbstoffe mit der allgemeinen Formel
    O = C
    Cl
    I
    Cl
    I
    c- -N = N OH
    ι
    (Z)
    I
    C =
    I
    C
    I
    γ
    N-N
    worin X für eine Alkylgruppc mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Y für einen Benzol- oder Naphthalinkcrn, in welchem die Hydroxylgruppe sich in o-Stcllung zur Azobindung befindet. Z für ein Wasserstoff-, ein Halogenatom oder eine Methyl-, Methoxy- oder Äthoxygruppe. Mono- oder Dialkylaminogruppc mit Alkylgruppen, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten. Phenylaminogruppe. Methyl- oder Äthytphenylaminogruppe und /ι für die Zahl I oder 2 steht.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von ' wasserunlöslichen oder schwach wasserlöslichen Monoazofarbstoffen nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man ein diazotiertes, in 2-Stellung substituiertes 4,5-Dichlor-6-aminopyridazon-(3) der Formel
    Cl Cl
    ! I
    r · c'
    O = C
    -NH,
    Ν —Ν X
    worin X die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Azokomponcntc der Formel
    OH
    Y — (Z)n
    worin Ϊ. Z und /ι die in Anspruch Bedeutungen besitzen, kuppelt.
    angegebenen

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