DE169173C - - Google Patents
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- DE169173C DE169173C DENDAT169173D DE169173DA DE169173C DE 169173 C DE169173 C DE 169173C DE NDAT169173 D DENDAT169173 D DE NDAT169173D DE 169173D A DE169173D A DE 169173DA DE 169173 C DE169173 C DE 169173C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42D—BLASTING
- F42D1/00—Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
- F42D1/04—Arrangements for ignition
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Arrangement Of Elements, Cooling, Sealing, Or The Like Of Lighting Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 169173 KLASSE 78 e.
Zündvorrichtung für Zündschnüre. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Dezember 1904 ab.
In Steinkohlengruben, wo Schlagwetter in gefahrdrohenden Mengen auftreten, birgt bekanntlich
das Anzünden der Sprengschüsse Gefahren in sich, welche zu beseitigen noch nicht in vollkommener Weise gelungen ist.
Verschiedene Arten von Sicherheitszündern, welche, an das Zündschnurende gesteckt,
dieselben zur Entzündung bringen, sowie auch z. B. die in den Patentschriften 44880 der
Klasse 5 und 97641 der Klasse 78 beschriebenen Zündvorrichtungen erfüllen ihren
Zweck nur dann, wenn sie von gewissenhaften, zuverlässigen Personen gebraucht werden. Gegen mißbräuchliche Benutzung
ist nicht eine der bekannten Einrichtungen geschützt, d. h. sie können auch, ohne an die
Zündschnur gesteckt zu sein, entzündet werden und Schlagwetter zur Explosion bringen.
Zur Beseitigung dieser Ubelstände dient nun eine Vorrichtung, welche, mit der Sicherheitslampe
in Verbindung gebracht, ein Anbrennen der Zündschnur in der Lampe gestattet und den Einführungsweg in das
Lampeninnere stets sorgfältig abschließt, so daß eine Entzündung vorhandener Grubengase
ausgeschlossen ist. Der Zeitraum, in welchem eine Flammenbildung durch das Aussprühen
der Zündschnur noch möglich wäre, geht während des Anbrennens und Zurückziehens
derselben vorüber. Außerdem hat diese Vorrichtung den von keiner anderen gebotenen
Vorteil, daß sie ein Wegtun von Schüssen in explosiblen Grubengasen (d. h. solchen
mit einem Gehalt von 4 und mehr Prozent C H4) nicht zuläßt, weil die Sicherheitslampe
in einem derartigen Gasgemisch verlöschen würde, bevor eine Entzündung der Schnur
möglich wäre. Alle anderen Zündvorrichtungen schließen eine Wahrnehmung etwa vorhandener explosiver Gase in der Nähe
eines Sprengschusses aus.
Die Vorrichtung, die in beiliegender Zeichnung dargestellt ist, besteht aus drei Teilen,
welche anstatt des Gaszylinders in die Sicherheitslampe eingesetzt werden, und die so miteinander
verbunden sind, daß ein Auseinandernehmen nur bei geöffneter Lampe möglich ist.
Der Einführungskörper (Fig. 1 und 2) ist in seiner Längsachse der Stärke der Zündschnur
entsprechend durchbohrt. Diese Bohrung Z wird durch zwei rechtwinklig dazu
sich bewegende zylindrische Körper c und d, welche von den Spiralen e und f niedergehalten
werden, abgeschlossen. In zwei ausgesparten Räumen drehen sich um Schrauben g
und h zwei in c und d eingreifende Hebel a und b, welche, in die Bohrung Z hineinragend,
durch die einzuführende Zündschnur nebst c und d so hoch gedrückt werden, daß
dieselbe bis an die Flamme vorgeschoben werden kann. Beim Zurückziehen der Schnur
schließen die Zylinder c und d den Zündkanal Z augenblicklich wieder ab.
In Fig. 3 bis 5 ist die Verbindungshülse mit Gewindeansatz, welche den Einführungskörper
durch die Schraube i festhält, dargestellt, während die Fig. 6 und 7 einen Metallzylinder
von denselben Abmessungen, wie sie die Glaszylinder der Sicherheitslampen aufweisen, zeigen. Dieser nimmt in den
Metallring mit Innengewinde k die vorerwähnten Teile auf und hält sie durch den
an Feder s angebrachten Stift πι, welcher in
die Vertiefung e eingreift, fest. Um das Anbrennen der Zündschnur beobachten zu
können, sind seitlich im Zylinder zwei Schaulöcher mit Glas und Verschraubung Q und r
(Fig. 7) angebracht, die ebenfalls nur von innen zu öffnen sind.
Beim Auseinandernehmen der einzelnen Teile wird die Feder s am Knopf / so hoch
ίο gehoben, daß m den Gewindeansatz der Verbindungshülse
nicht mehr berührt. Fig. 8 und Fig. 9 zeigen die fertig zusammengesetzte
Vorrichtung mit der " Sicherheitslampe im Schnitt und im Grundriß.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Zündvorrichtung für Zündschnüre,bestehend aus einem in die Sicherheitslampe einzuführenden Körper mit stets verschlossenem Zündkanal, einer Vernur bei ge-bindungshülse und einem zur Aufnahme des Einführungskörpers dienenden Zylinder mit Verschlußring und Feder, welche so angeordnet und miteinander verbunden sind, daß der Charakter der Sicherheitslampe gewahrt bleibt und ein Auseinandernehmen der einzelnen Teile
geöffneter Lampe möglich ist. - 2. Bei der unter 1. geschützten Vorrichtung die Anordnung eines Verschlusses für den Einführungskörper, bestehend aus zwei in den Zündkanal hineinragenden drehbaren Hebeln, welche bei -der Einführung der Zündschnur zwei durch Federdruck niedergehaltene, den Zündkanal abschließende Zylinder hochheben, so daß die Zündschnur bis an die Flamme der Sicherheitslampe geführt werden kann und das Lampeninnere beim Zurückziehen der Zündschnur sofort wieder selbsttätig geschlossen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE169173C true DE169173C (de) |
Family
ID=434322
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT169173D Active DE169173C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE169173C (de) |
-
0
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