DE16723C - Sicherheitsstuhl zum Reinigen von Fenstern - Google Patents

Sicherheitsstuhl zum Reinigen von Fenstern

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Publication number
DE16723C
DE16723C DENDAT16723D DE16723DA DE16723C DE 16723 C DE16723 C DE 16723C DE NDAT16723 D DENDAT16723 D DE NDAT16723D DE 16723D A DE16723D A DE 16723DA DE 16723 C DE16723 C DE 16723C
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DE
Germany
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chair
window
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frame
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Active
Application number
DENDAT16723D
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English (en)
Original Assignee
Frau A. DORMITZER in New-York
Publication of DE16723C publication Critical patent/DE16723C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47L3/00Safety devices for use in window-cleaning
    • A47L3/02Cages; Platforms

Landscapes

  • Special Chairs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1881 ab.
Diese Erfindung bezweckt eine sichere und passende Vorrichtung zum Fensterputzen und anderen Zwecken, welche Vorrichtung zeitweise an irgend einem Fenstergesims oder -Rahmen befestigt wird, um mit Sicherheit eine das Fenster von aufsen putzende Person zu tragen, welche Vorrichtung aufsei" Gebrauch in einen kleinen Raum zusammengelegt werden kann.
Fig. ι ist eine perspectivische Vorderansicht von dem zum Gebrauch fertig stehenden Stuhl mit gehobenem Tritt.
Fig. 2 ist eine perspectivische Hinteransicht desselben.
Fig. 3 ist eine perspectivische Ansicht des zusammengelegten Stuhles.
Fig. 4 ist ein Verticalschnitt durch den Stuhl, von der Seite gesehen, wie er im Fenster zum Gebrauch fertig steht.
Fig. s ist eine Vorderansicht desselben mit gehobenem Tritt und umgelegten Schutzlehnen, wobei einzelne Theile abgebrochen gezeichnet sind, um dahinterliegende Theile zu zeigen.
Fig. 6 ist ein Grundrifs von der unteren Seite des Stuhls, theilweise im Schnitt nach der Linie x-x, Fig. 4. .
Fig. 7 ist eine Seitenansicht von einem Theil des zusammengelegten Stuhls.
Fig. 8 ist ein Querschnitt nach der Linie y -y, Fig. 6.
Fig. 9 ist ein detaillirter Schnitt von einzelnen Theilen der Vorrichtung.
Die Zeichnung Fig. 4 stellt das Stuhlsitzbrett dar mit einem an dem hinteren Rand befestigten Rahmstück B\ welches zum Theil der hinteren Schutzlehne zum Anschlag dient. Letztere ist mit Scharnier auf dem Sitzbrett A zwischen den Seitenschutzlehnen -befestigt, welch letztere wiederum auf den oberen Flächen der an den Seiten des Sitzbrettes A befestigten Seitentheile C C1 mit Scharnier befestigt sind.
Wenn der Stuhl aus einander gelegt ist, werden diese Schutzlehnen B C in aufrechter Stellung gehalten durch das . Eingreifen der Haken α der Schutzlehne B in die der Schutzlehne C eingeschraubten Oesen b.
Diese Seitentheile C1 C1 springen unter dem Sitzbrett A vor, wodurch sie den Stuhl verstärken und für gewisse arbeitende Theile desselben Unterstützungs- und Befestigungspimkte abgeben.
Auf der unteren Seite des Sitzbrettes A, nahe seinem vorderen Ende, ist ein Querstück D1, das zur Verstärkung des Stuhles und zur Unterstützung des daran befestigten, schwingenden, viereckigen Trittrahmens D dient.
Dieser Rahmen D besteht aus zwei verticalen, parallelen Schenkeln cc, durch die Querstangen c1 c1 oben und unten fest verbunden und am unteren Ende mit vorspringenden Trägern c* c* versehen, welche den daran befestigten Tritt E tragen. Auf den hinteren Seiten dieser Schenkel cc sind keilförmige, mit Leder oder einem anderen passenden weichen Stoff überzogene Klötze dd angebracht, welche dazu dienen, an der inneren Fläche des Fenstergesimses oder der Verkleidung anzuliegen und durch das Leder diese Fensterverkleidung vor Beschädigung zu schützen, wenn der Stuhl die Stellungen Fig. 1 und 4 hat.
Die Schenkel cc haben unten Schlitze d1, in welchen die um Zapfen drehbaren Excenter Ex ruhen.
Dieselben sind mit Handgriffen d2 versehen, um sie zu drehen und hierdurch die Federn E" der hinteren Seite der Schenkel c c gegen' die Fensterverkleidung zu drücken, wenn der Stuhl die Stellungen Fig. ι und 4 hat; hierdurch wird eine festere Stellung erzielt, auch haben diese Federn E2 an ihren unteren Enden keilförmige, mit Leder überzogene Klötze d3, um die Fensterverkleidung zu schützen und dem Stuhl einen besseren Halt daran zu geben.
Vorn auf der Unterseite des Sitzbrettes A und zwischen den oberen Enden der Schenkel c des Rahmens ist ein Querstück F 2 angebracht, das den erwähnten Rahmen in offener, senkrechter Stellung hält, indem es ein Schwingen desselben nach auswärts verhindert, weil das obere Rahmenstück c1 nach aufsen sich an das Querstück F2 anlegt, wenn der Stuhl die Stellungen Fig. ι und 4 hat.
In den oberen Enden der Schenkel c ruhen auf drehbaren Zapfen die flachen, gebogenen, eisernen Träger F\ die den Tritt F, welcher zwischen ihren unteren Enden schwingt, tragen, und welcher nach Belieben, wie Fig. 1 zeigt, flach auf dem festen Tritt E durch eine Klinke/, die an dem Ende einer Feder/1 auf der unteren Seite dieses Trittes E befestigt ist, gehalten wird, indem diese Klinke durch das Trittbrett E hindurch in eine entsprechende Vertiefung /2 im Trittbrett F eingreift. Diese Träger F1 erhalten Steifigkeit durch die Verbindungsstange/3.
Der Tritt F hat zwei um Zapfen drehbare Füfse g, welche in eine Nuth g1 eingelegt sind, wenn der Stuhl in den Stellungen Fig. 4 und 7 ist, die aber nach Belieben herausgeschlagen und aufgestellt werden (s. die punktirten Linien, Fig. 4 und 5, und die vollen, ausgezogenen Linien auf Fig. 1, 4 und 5).
Die Füfse g haben vorstehende Zapfen g~, vermittelst deren sie rasch herausgestellt werden können. Es soll der Tritt F nur dann gebraucht werden, wenn die putzende Person das obere Ende des Fensters oder Fensterrahmens erreichen will.
Um den Stuhl auf der Fensterbrüstung festzuhalten, dient eine starke Klemmvorrichtung g, welche auf der unteren Seite des Sitzbrettes A befestigt ist. Dieselbe besteht aus einem flachen Klotz g1 von Holz oder Metall, welches durch starke eiserne, schräge Arme h, die von jedem Ende des Klotzes G^ durch die länglichen Schlitze k auf beiden Seiten des Sitzbrettes A hindurchgehen, in verstellbarer Lage gehalten wird, indem diese Arme durch Platten k}, welche über den Schlitzen k befestigt sind und deren jede mit einem oder mehreren schräg geränderten Löchern i versehen sind, hindurchgehen, Fig. 4, 6 und 9.
Die schrägen Ränder z1 der Löcher i greifen in die Zähne oder Sperrhaken / der Arme h und halten hierdurch die Klemmvorrichtung G am Platz. . ....
Auf die Enden der obigen Arme h sind Muttern h2 geschraubt, um ein zufälliges Sich-, lösen der Arme Ji von der Platte k1. zu verhindern, indem durch Abschrauben der genannten Mutter h2 der Arm h verstellt werden und in ein anderes Loch i gelegt werden kann, wodurch also der Klemmklotz G1 auf irgend eine beliebige Entfernung vom Trittrahmen D gebracht wird, je nach der Breite des Fensterrahmens, an dem der Stuhl befestigt ist.
Die Vorderkante des Klemmklotzes G1 wird mit. Leder oder anderem passenden Material überzogen, um eine Beschädigung des Fensterrahmens oder Gesimses zu vermeiden. An dem krummen oder ausgebauchten oberen Rand dieses Klotzes G1 sind Federn m angebracht, deren freie Enden gegen das Sitzbrett A drücken und daher diesen Klotz G1 vom Sitzbrett A abhalten und ihm bei seiner Adjustirung eine elastische Bewegung verleihen.
Eine starke Greifschraube Ii geht von vorn durch das Querstück F und ruht mit ihrem hinteren Ende im Lager ml an der Unterseite des Sitzbrettes unmittelbar über dem Klemmklotz G1, von welchem aus nach hinten durch den Klotz G1 zwei Stangen η gehen, um den Klotz G1 mit der Mutter H1 zu verbinden. Diese Stangen η drehen sich auf Zapfen der Mutter H in verticaler Ebene und gehen rückwärts durch den Klotz G, an dem sie durch einen vorgesteckten Bolzen ti1 befestigt sind, so dafs, wenn' die Schraube H durch den Griff 0 mit der Hand in einer Richtung gedreht wird, der Klemmklotz G1 mit seinem unteren Rand mit genügender Kraft gegen die Aufsenseite des Fensterrahmens M geprefst wird, so zwar, dafs dieses Fensterrahmenstück zwischen dem Rahmenstück D und dem Klemmklotz G1 festgeklemmt und hierdurch der Fensterputzstuhl in den Stellungen Fig. 1, 2 und 4 gehalten wird.
Dreht man dagegen die Schraube H in entgegengesetzter Richtung, so bewegt sich die untere Kante vom Klemmklotz zurück, und der Stuhl kann von seiner Stellung im Fenster entfernt werden.
Zur weiteren Sicherheit und Stützung für die Stellung des Stuhles bei seinem Gebrauch dienen gerade Schienen P, welche an einem Ende um Zapfen in verticaler Ebene drehbar sind, an der inneren Fläche eines jeden Seitenrahmenstückes C1; wenn dieselben aufser Gebrauch, werden sie durch Federn p-, deren freie Enden sich an die mit Zapfen versehenen Köpfe dieser Stützen P anlegen, in waagrechter Stellung gehalten, Fig. 6 und 7.
■ Die oberen Kanten dieser Stützen P sind wie bei px gezahnt für den Eingriff des Winkelsperrhakens .S1, dessen Drehaxe in den Seiten-
rahmenstücken C1 lagert, durch welchen diese Stützen P auf den äufseren Rand der Fensterbrüstung niedergedrückt und gehalten werden.
Befindet sich der Stuhl in einem Fenster in Stellung, so hängt ein Gefäfs mit Wasser an einem Haken in der Oese β2, welche zugleich, wenn der Stuhl zusammengelegt ist, als Riegel dient für den Knopf oder Haken P an der gegenüberliegenden Schutzlehne.
Eine an dem Rand des Stuhles in die Hülsen c3 eingelassene Stange W hat oben einen Kopf c4, an welchem ein Eimer oder anderes Gefäfs befestigt werden kann.
Sollte gewünscht werden, höher zu reichen, als vom Sitzbrett A aus möglich ist, so darf nur der Tritt F in die Stellung Fig. i, 4 und 5 gehoben und durch das Einstellen seiner Füfse g in die im Sitzbrett befindlichen Löcher di sowie auch durch die Haken S, welche sich um Zapfen am genannten Sitzbrett drehen und welche die Träger F1 umfassen, in fester Stellung gehalten werden.
Um den Trittrahmen D zu halten, wenn er offen und rechtwinklig zum Sitzbrett herabgelassen ist, dient eine mit Zapfen versehene Feder T, welche, in einem Ende des Querstückes F befestigt, mit dem Zapfen t in eine auf der inneren Seite des Schenkels C angebrachte gelochte Platte f eingreift.
Fig. 3 und 7 zeigen den Stuhl zusammen-. gelegt.
Es liegt dann der Trittrahmen D dicht am Sitzbrett A durch eine ähnliche gezapfte Feder T, welche auf einem Seitenschenkel befestigt und deren Zapfen in eine entsprechende gelochte Platte tx des gegenüberliegenden Schenkels C1 eingreift.
In einigen Fällen können die Schutzlehnen weggelassen werden, und der Stuhl kann als einfacher Fensterschemel benutzt werden, von welchem zwei genügen, um eine Bühne für Anstreicher oder Andere, welche an der Aufsenseite des Hauses arbeiten, zu tragen.
Ebenso kann der Trittrahmen fortgelassen werden, wenn der Stuhl für Fenster bestimmt ist, deren Sims nur .wenig über dem Fufsboden des Zimmers liegt, in welchem Falle das Stirnbrett, durch welches die Schraube der Klemmvorrichtung geht, entsprechend verstärkt wird.
Dieser Stuhl kann auch als ein verstellbarer, abnehmbarer Balkon benutzt und mit passenden Stangen oder Gestell für Baldachin oder Marquisen versehen werden, ohne in einem wesentlichen Punkte von meiner Erfindung abzugehen.

Claims (5)

Paten t-An Sprüche: Fensterstuhl, bestehend:
1. Aus dem Haupttritt und Sitzbrett A, den beiden Seitenschutzlehnen C C, der Rückschutzlehne B, dem unteren Tritt E und dem oberen Tritt F.
2. Klemmvorrichtung, bestehend aus der Schraube H mit der Mutter JT1, den daran befestigten Zugbändern η η und dem Klemmklotz G.
3. Stellvorrichtung behufs Einstellung des Klemmklotzes für verschiedene Fensterrahmen, bestehend aus den gezahnten Stangen h h, welche in verschiedene Schlitze ii der am Sitzbrett A befestigten Platten k1 kx eingelegt werden können, wodurch die Stellmuttern /?2/i2 in ihrer Lage erhalten werden.
4. Gezahnte Stützen PP behufs Unterstützung des Fensterstuhles durch die Kante des Fenstergesimses, welche, durch die Sperrhaken 5 S festgestellt, geprefst werden.
5. Arretirung des Trittrahmens D des heruntergeklappten Stuhles, bestehend in der Feder T, welche in die gelochte Platte t1 einspringt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT16723D Sicherheitsstuhl zum Reinigen von Fenstern Active DE16723C (de)

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DE (1) DE16723C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4932826A (en) * 1987-01-27 1990-06-12 Storage Technology Corporation Automated cartridge system

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