DE166363C - - Google Patents

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DE166363C
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sulfuric acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es hat sich gezeigt, daß die Dinaphtazine sich in konzentriert schwefelsaurer Lösung in Dinitroverbindungen überführen lassen, die, reduziert, technisch wertvolle Aminoderivate liefern. Diese sind schon insofern vollständig verschieden von den bisher bekannten Aminoazinen, welche die Aminogruppe in 4 - Stellung enthalten, als sie durch Erhitzen mit Salzsäure unter Druck nicht in die entsprechenden Oxyverbindungen umgewandelt werden. Durch Diazotieren und Kombinieren mit den üblichen Azofarbstoffkomponenten geben die neuen Derivate Baumwollazofarbstoffe, welche durch ihre vorzügliche Waschechtheit ausgezeichnet sind.
Bekannt war bisher nur das Verhalten von einigen Phenazinderivaten gegen besonders energische Nitrierungsmittel. So soll nach Claus (Berichte VIII [1874], S. 39) aus Phenazin selbst durch 8 stündiges Kochen mit einem Gemisch von rauchender Salpetersäure und rauchender Schwefelsäure ein Mononitroderivat erhalten werden; andererseits wird nach Claus und Jaeck (Patentschrift 78748 der Kl. 12) das asymmetrische Dinaphtazin durch Kochen mit rauchender Salpetersäure vom spez. Gewicht 1,5 in ein Dinitroderivat verwandelt. Im letzteren Fall ist jedoch das Reaktionsprodukt nicht einheitlich, so daß das Verfahren technisch nicht in Betracht kommen kann.
Beispiel.
27,6 kg asymmetrisches (α · β-) Dinaphtazin werden in der zehnfachen Menge Schwefelsäure von 66° Be. gelöst und in die auf etwa O bis 50 gekühlte Lösung 50,4 kg Nitriersäure, enthaltend 25 Prozent HNO3, langsam einlaufen gelassen. Man läßt dann die Mischung einige Stunden bei gewöhnlicher Temperatur stehen und gießt auf Eiswasser. Es scheidet sich ein gelber, in Wasser unlöslicher und in allen indifferenten Lösungsmitteln schwer löslicher Niederschlag ab, der abfiltriert, gewaschen und getrocknet wird. Das so erhaltene Dinitrodinaphtazin kristallisiert aus heißem Nitrobenzol in kleinen gelben Nadeln, die über 3000 schmelzen. In konzentrierter Schwefelsäure lösen sie sich mit karmoisinroter Farbe. '
Zur Überführung in das Diaminodinaphtazin können alle gebräuchlichen Reduktionsmittel verwendet werden.
36,6 kg Dinitrodinaphtazin werden z. B. in Pastenform mit einer Lösung von 200 kg kristallisiertem Schwefelnatrium in der dreifachen Menge Wasser so lange auf etwa 90 bis ioo° unter stetem Rühren erhitzt, bis kein unverändertes Ausgangsmaterial mehr vorhanden ist. Das abgeschiedene rote Diaminodinaphtazin wird abfiltriert und durch Lösen in heißer Salzsäure und Wiederausfällen mit Alkalien gereinigt. Es bildet ein rotes, über 3000 schmelzendes Pulver, das in Wasser unlöslich und in allen organischen Lösungsmitteln sehr schwer löslich ist. Die Lösung in Äther ist gelb mit grüner Fluoreszenz, diejenige in konzentrierter Schwefelsäure rotstichig braun. Besonders charakteristisch ist das schwefelsaure Salz, das aus
der heißen Lösung in verdünnter Schwefelsäure sich in schwach gelb gefärbten Kristallen beinahe vollständig abscheidet. Durch Zusatz von Natriumnitrit entsteht eine klare Lösung, indem das in Wasser leicht lösliche Tetrazoniumsalz gebildet wird.
In derselben Weise wird sowohl das Dinitrowie das Diaminoderivat des symmetrischen (β·β-) Dinaphtazins erhalten. Die Körper ίο entsprechen in ihren Eigenschaften vollständig den oben beschriebenen isomeren Verbindungen. Die daraus dargestellten Azofarbstoffe zeichnen sich indessen durch eine etwas gelbere Nuance aus.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Darstellung von Diaminodinaphtazinen, darin bestehend, daß man Dinaphtazine in konzentriert schwefelsaurer Lösung mit 2 Mol. Salpetersäure nitriert und die so erhältlichen Dinitroverbindungen mit Reduktionsmitteln behandelt.
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