DE16622C - Vorrichtung zur Herstellung mehrerer parallelen Kettenstichnähte in den Rücken zusammengefalteter Stofflagen - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung mehrerer parallelen Kettenstichnähte in den Rücken zusammengefalteter StofflagenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B5/00—Sewing machines for temporarily connecting articles, e.g. pairs of socks
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
JUNKER & RUH in KARLSRUHE:
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1881 ab.
Die Erfindung hat die Herstellung mehrerer parallelen Kettenstichnähte, in beliebiger Entfernung
neben einander, zum Zweck, wobei jedoch die Nadel auf der nämlichen Seite aus dem Stoff austritt, auf welcher sie in denselben
eingetreten ist, und wodurch zusammengefaltete Stofflagen, z. B. gefalzte Papierbogen, auf dem
Rücken gleichzeitig zusammen und auf einander genäht werden können.
Aus der beiliegenden Zeichnung sind die verschiedenen wirksamen Theile ersichtlich:
1. Die Kreisnadeln c sind in drehbare cylinderförmige
Nadelhalter g eingeschraubt, deren Anzahl vergröfsert oder verringert, sowie unter
sich dichter zusammen oder weiter aus einander gestellt werden kann, je nachdem die
Entfernungen der einzelnen Nähte unter einander gewählt werden.
2. Die Greiferhaken i erfassen die Fadenschleifen an den zurücktretenden Nadeln und
halten sie so lange zurück und geöffnet, bis sie beim nächstfolgenden Stich von den Nadeln
durchdrungen sind und so fortgesetzt Kettennähte bilden. Die Greiferhaken verstellen sich
gleichzeitig mit den Nadelhaltern.
3. Die Stichplättchen e, gegen welche die Rücken der zu nähenden Stofflagen angedrückt
werden, verstellen sich ebenfalls gleichzeitig mit den Nadeln und den Greiferhaken.
4. Der Tisch a, auf welchen die Stofflagen
nach und nach zum Nähen aufgelegt werden, senkt sich zwischen jedem einzelnen Stich der
Nadeln um die Dicke dej; festzunähenden Stofflage, damit eine neue Lage zur Naht gebracht
werden kann.
5. Der Stoffhalter d erfafst die gefalteten Lagen in der Falte, bringt sie zur Nadel und
erhält dieselben während des Nähens in der richtigen Lage; er entfernt sich beim Auflegen
einer frischen Stoff lage so lange, bis letztere zur Naht geschoben werden kann, und welcher
zugleich zum Gegenpressen der zu nähenden Lage gegen die bereits genähten dient.
Auf den Tisch α werden die gefalteten Stofflagen
b nach und nach in der Weise aufgelegt, wie dies in der Seitenansicht, Fig. 2, und der
Hinteransicht, Fig. 3, ersichtlich ist. Ehe eine neue Stoff lage aufgelegt werden kann, mufs die
vorhergehende festgenäht sein. Dieser Tisch bewegt sich nach jedem einzelnen Stich genau
um so viel abwärts, als die Dicke der zu nähenden Stofflage beträgt, damit der Rücken
der neu aufgelegten Lage stets wieder vor die Kreisnadel c gebracht werden kann. Der Stoffhalter
d, welcher sich während des Auflegens einer neuen Lage in die punktirte Stellung,
Fig. 2, begiebt, erfafst die aufgelegte Stofflage in der Falte, indem sich die Axe / um etwa
ein Viertel dreht, und drückt dieselbe gegen die Stichplatte e, wie dies aus Fig. 2 und 3
ersichtlich ist. Die Axe f ist mit den beiden Trägern d1 d2 und dem linealartigen Stoffhalter
d fest verbunden. An demjenigen Ende des Stoff halters, welches den Nadeln zugewendet
ist, ist derselbe mit einer Längsnuth versehen, in welche die Nadeln ein- und austreten
können. Die Kreisnadeln c, Fig. 1, 6
.und 7, sind in die cylindrischen Nadelhalter g,
welche quer durchbohrt sind, mit der Schraube h festgeschraubt. Diese Nadelhalter machen gleichzeitig
kreisförmig oscillirende Bewegungen, und ist die äufserste Stellung derselben in Fig. ι
bei der Kreisnadel c° punktirt angegeben, . Die auf dem Tisch α liegende Stofflage b wird von
den Kreisnadeln sowohl beim Eintritt, wie auch beim Austritt durchstochen. Beim Rückgang
der Nadel bildet der Faden, welcher in der Weise eingefädelt ist, wie es Fig. 6 und 7
zeigen, eine Schlinge, welche von dem Greiferhaken i so lange festgehalten wird, bis die
Nadel beim nächsten Stich wieder durch sie hindurchgeht und sich eine neue Schlinge beim
Rückgang bildet.
Der Greiferhaken i, Fig. 6 und 7, welcher das Zurückhalten der Fadenschlinge bewerkstelligt,
ist in der Art des bekannten R aim on dschen Hakens gearbeitet. Derselbe geht auf
und ab, in,dem er sich um seine Axe, welche in dem Arm K gelagert ist, oscillirend dreht.
Seine äufsersten Stellungen sind in Fig. 6 punktirt angegeben. Seine Bewegung erhält er von
dem auf- und niedergehenden Arm /, welcher mit dem runden Zapfen m in den Schlitz des
Greiferhakens eingreift.
Die Stichplatte e, Fig. 1, 2 und 5, ist mit
zwei Schlitzen versehen, damit die Nadel frei
passiren kann, und welche die Kettenfäden ungehindert durchlassen.
Die Naht ist in Fig. 4, 6 und 7 dargestellt. Es weicht dieselbe von der gewöhnlichen'
Kettennaht insofern ab, als der Steppstich auf die gleiche Stoffseite und seitlich der Kehlung
zu liegen kommt.
In Fig. 4 ist, um die Festigkeit der Naht zu erhöhen, ein Band n mit festgenäht, welches
vor den Stofflagen, mit dem Tisch α abwärts beweglich, aufgespannt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Combination der Kreisnadeln c, Greiferhaken 2, Stichplättchen e, Tisch α und Stoffhalter d zur gleichzeitigen Herstellung mehrerer parallelen, beliebig weit von einander entfernten Kettenstichnähte auf den Rücken mehrfach zusammengefalteter Stofflagen (z. B. gefalzte Papierbogen zum Zweck des Bindens), welche sowohl die einzelnen Bogen unter sich, als auch die einzelnen Lagen mit einander fest verbindet.Hierzu I Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16622C true DE16622C (de) |
Family
ID=293607
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT16622D Active DE16622C (de) | Vorrichtung zur Herstellung mehrerer parallelen Kettenstichnähte in den Rücken zusammengefalteter Stofflagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16622C (de) |
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