DE16237C - Neuerung an elektrischen Lampen - Google Patents
Neuerung an elektrischen LampenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/009—Controlling of arc lamps with tightening devices
Landscapes
- Supports For Pipes And Cables (AREA)
- Radiation-Therapy Devices (AREA)
- Unwinding Of Filamentary Materials (AREA)
Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
C. G. BÖHM in FREDERSDORF a. d. Ostbahn. Neuerung an elektrischen Lampen.
Zusatz-Patent zu No. 10332 vom 29. October 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1881 ab. Längste Dauer: 28. October 1894.
Die Neuerungen beziehen sich:
. ι. auf die Umänderung des hufeisenförmigen Elektromagneten in einen röhrenförmigen und
auf die Anwendung von Drahtspulen an Stelle der Elektromagnete;
2. auf die Umgestaltung des Kohlenhalters;
3. auf einen neuen Hemmapparat.
Die Lampe ist in drei Constructionen gezeichnet, und zwar ist bei No. 1, Fig. 1 bis 3,
der röhrenförmige Elektromagnet, bei No. 2, Fig. 4, eine kurze und bei No. 3, Fig. 5, eine
lange Drahtspule angeordnet.
In Fig. ι und 2 stellt H den Elektromagneten
dar. Dieser besteht aus einem äufseren weiten und einem inneren kleineren Rohr, welche
Rohre oben durch einen gemeinschaftlichen Boden gehalten werden; der Zwischenraum dient
zur Aufnahme der Drahtwickelung. H sitzt in einer röhrenartigen Verlängerung des kastenförmigen
Gehäuses A und kann durch die Stellvorrichtung O nach Bedürfnifs hinein- oder herausgeschoben
werden; Kist die Ankerplatte, welche sich, unter den im Gehäuse A befestigten, parabolisch
gekrümmten Fübrimgsstücken J liegend, gegen diese abwälzen kann und durch die
Spannvorrichtung L gehalten wird. Der Kohlenhalter E ist ein Messingrohr, welches unten eine
Klemmvorrichtung für den Kohlenstab hat; in der Mitte ist ein Boden eingelöthet, und dient
der obere Theil zur Aufnahme von Glycerin. An der Drahtstange C sitzt die Kolbenscheibe D.
C ist in dem Boden eines Kapselrohres F befestigt und F selbst durch eine Verschraubung
auf den Elektromagneten H aufgesetzt. Kohlenhalter E bewegt sich durch das innere Rohr
von H und wird durch die ausgebohrten Enden desselben geführt. Die Hemmvorrichtung besteht
aus einer ringförmigen Platte M, Fig. 3, welche durch ein Gelenkstück N mit dem
Anker K verbunden ist. Diese Ringplatte schiebt sich willig auf E, wenn die Ebene derselben
senkrecht zu E steht; bei jeder anderen Lage findet eine Klemmung statt, und wird dadurch
der Kohlenhalter arretirt. Eine kleine Stellschraube »S im Gehäuse dient als Aufschlag
für M. G ist der untere Kohlenhalter, welcher isolirt am Gehäuse A befestigt ist.
Der Weg des elektrischen Stromes ist folgender :
Der positive Strom geht zuerst durch die Drahtwickelung des Elektromagneten, von dieser
in das Gehäuse A, von A nach H, dann durch den Kohlenhalter E, durch die beiden Kohlenstäbe
in den unteren Kohlenhalter G und von hier in die Drahtleitung weiter.
Die Lampe wird nun wie folgt functioniren:
Der eintretende Strom macht Ή magnetisch,
dadurch wird Anker K angezogen und mit ihm Hemmring M; dieser kommt in eine etwas geneigte
Lage, bedingt durch die einseitige Aufhängung, klemmt E fest und nimmt auch diesen
mit in die Höhe, d. h. die Kohlenspitzen gehen aus einander und der Lichtbogen kann sich
bilden.
Sind die Kohlen zu weit abgebrannt und der Strom dadurch geschwächt, so sinkt K M
und E so lange, bis M auf die Schraube S aufsetzt; hierdurch verschiebt sich M in die
horizontale Lage, E wird ausgelöst und kann sich langsam in dem Mafse, als Glycerin zwischen
Rohr und Kolbenscheibe entweicht, wieder der unteren Kohlenspitze nähern. Ist die richtige
Kohlenspitzenentfernung wieder hergestellt und hat dadurch die Stromstärke zugenommen,
so wird durch die Hebung des Ankers der Kohlenhalter wieder arretirt.
Fig. 4 stellt die Construction No. 2 dar. R ist eine Drahtspule, W ein röhrenförmiger Eisenkern;
durch diesen bewegt sich ein genau eben solcher Kohlenhalter, wie bei der vorigen Construction
beschrieben. Das Kapselrohr F ist an einen auf R befestigten bockartigen Ständer
angeschraubt, Z1 ist ein Doppelhebel, der W umschliefst, und an diesen durch Mitnehmerstifte
gekuppelt, Z2 der bewegliche Stützpunkt und Z eine Federspannung, welche das Gewicht
von W aufhebt und den für die Regulirung nothwendigen Gegendruck bewirkt. Der Doppelhebel
K, dessen untere Fläche nach einem Kreisbogen abgerundet ist, hat im Gehäuse A sein
Lager; die rechte Seite desselben ist durch eine Gelenkstange N mit dem Hemmring M,
und die linke Seite durch eine gespaltene Gelenkstange P mit dem Kernrohr W verbunden.
Beim Auf- und Niedergang von W wälzt sich K auf dem Boden von A und bewirkt dadurch
ein Heben und Senken des Kohlenhalters. Da sich bei Drahtspulen die einziehende Kraft nicht
in demselben Verhältnifs zur Stromstärke ändert, wie die Anziehungskraft bei Elektromagneten,
sondern je nach der Länge der Spulen dem directen Verhältnifs sich, mehr oder weniger
nähert, so kann auch die Abwälzungscurve nicht mehr eine Parabel sein. Im vorliegenden Falle
ist die Curve, wie schon angeführt, ein Kreisbogen und die Drahtspule entsprechend kurz
angenommen worden. ^ ist die Aufschlagsstellschraube für M, und G der untere Kohlenhalter.
Die Functionen der Lampe, sowie die Stromleitung durch dieselbe sind analog wie bei der
vorigen Construction.
In Construction No. 3, Fig. 5, ist die Drahtspule R verhältnifsmäfsig lang angenommen.
R steht auf Gehäuse A, W ist das Kernrohr, welches wieder in der Mitte den Kohlenhalter E
führt. Da bei langen Spulen die einziehende Kraft beinahe der Stromstärke proportional ist,
so kann man die Uebertragung der Bewegung auf den Kohlenhalter direct durch Verbindung
des Hemmringes M mit Kernrohr W vermittelst
der Gelenkstange N bewirken. S ist die Aufschlagstellschraube für M, und S1 eine eben
solche, auf welche sich eine an W angebrachte Nase W1 auflegen kann, um das zu tiefe Niedersinken
von W zu verhindern.
Zur Herstellung des nothwendigen proportionalen Verhältnisses zwischen Einziehungskraft und Stromstärke, sowie zur Ausübung des
nöthigen Gegendruckes dient die Federspannung Z; diese wirkt auf den Doppelhebel K
mit dem beweglichen Stützpunkt Z2. Das Kernrohr W hat nach oben hin eine Verlängerung
mit einer tischartigen Platte Q, auf welche der Hebel K mit seiner unteren, nach einem
Kreisbogen gekrümmten Fläche drückt und bei Hebung und Senkung des Kernrohres sich abwälzt.
Zu bemerken ist noch, dafs die Feder L unter Umständen durch ein Gewicht zu ersetzen
sein wird, welches auf der linken Seite von K an einer Verlängerung anzubringen ist.
Alle nicht erwähnten Punkte sind wie bei der früheren Construction.
Claims (4)
1. Die beschriebene Construction, um die einziehende
Kraft von Drahtspulen durch auf ein Führungsstück sich abwälzende Hebel auf eine der Stromstärke proportionale umzuwandeln.
2. Einen Kohlenhalter, der aus einem Rohre derartig hergestellt ist, dafs unten eine
Klemmvorrichtung für Kohlenstäbe angebracht, in der Mitte ein Boden eingelöthet ist und der obere Theil mit Glycerin gefüllt
wird, welches in beschriebener Weise zur Verlangsamung der Bewegung dient.
3. Der beschriebene Hemmring, durch den der Kohlenhalter geht und der mittelst einer
kleinen Gelenkstange einseitig leicht beweglich an dem Elektromagnetenanker bezw.
an dem Kern der Drahtspule hängt, sowie die richtige Lage und Bewegung des Kohlenhalters
ermöglicht.
4. Die Gesammtanordnung der beschriebenen elektrischen Lampe.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE16237T | 1881-01-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16237C true DE16237C (de) | 1882-02-01 |
Family
ID=34715746
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188116237D Expired DE16237C (de) | 1881-01-12 | 1881-01-12 | Neuerung an elektrischen Lampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16237C (de) |
-
1881
- 1881-01-12 DE DE188116237D patent/DE16237C/de not_active Expired
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