DE160940C - - Google Patents

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DE160940C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/60Isolation of sulfur dioxide from gases

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

PATENTAMT
- JVs 160940 KLASSE 12«.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Isolierung von schwefliger Säure aus Gasgemischen derjenigen bekannten Gattung, bei welcher die schweflige Säure an die Absorptionsmittel chemisch gebunden und darauf durch Erwärmung ausgetrieben wird. Es ist zwar eine Anzahl von Körpern bekannt, welche schweflige Säure auflösen und sie aus ihren Gemischen absorbieren, z. B.
ίο Wasser, Trialkaliphosphat und auch Dicalciumphosphat; sie sind jedoch nicht sämtlich zur technischen Anwendung geeignet, denn es lösen zwar ioo Teile Wasser von o° von reiner schwefliger Säure 688 Teile auf; beim Durchleiten eines Gemisches von schwefliger Säure und Luft durch Wasser wird das gelöste Schwefeldioxyd sofort wieder durch die Luft aus der Lösung ausgetrieben, so daß nur eine äußerst schwache Lösung von schwefliger Säure erhalten werden kann und der größte Teil von ihr unabsorbiert entweicht. Ebenso ist Trialkaliphosphat ungeeignet zur technischen Trennung aus Gasgemischen und folgenden Gewinnung der schwefligen Säure, weil das Trialkaliphosphat die schweflige Säure zwar schnell aufnimmt, aber ihre Austreibung nur langsam und bei höherer Temperatur erfolgt, so daß das Trialkaliphosphat zersetzt und zur unmittelbaren weiteren Benutzung zur Absorption von schwefliger Säure ungeeignet wird.
Diese Übelstände werden durch die Verwendung von Dicalciumphosphat vermieden, indem die schweflige Säure unter Zersetzung des Dicalciumphosphates und Bildung von Bisulfit und saurem Phosphat absorbiert wird, und die Rückzersetzung unter Wiederbildung von Dicalciumphosphat und Austreibung der schwefligen Säure bei geringer Temperaturerhöhung auf höchstens ioo° vor sich geht, so daß nicht nur die schweflige Säure leicht gewonnen, sondern auch das Dicalciumphosphat nach Austreibung der schwefligen Säure sofort wieder als Absorptionsmittel benutzt werden kann.
G e r 1 a η d (Journal für praktische Chemie (2), Bd. 4, S. 123/4) hat bereits darauf hingewiesen, daß Dicalciumphosphat bei Gegenwart von Wasser reines schwefligsaures Gas absorbiert, um es beim Erhitzen wieder abzugeben. Er hat jedoch nicht erkannt, daß die Absorbierung der schwefligen Säure durch Dicalciumphosphat und die nachherige Austreibung durch Hitze auf chemischen Vorgängen beruht, die nach folgenden Formeln verlaufen:
+ 2 SO1+ 2 H2 O =
CaH4(POJ2+ Ca(HSOJ2.
Beim Erhitzen kehrt sich der Prozeß wieder um und die schweflige Säure entweicht:
Ca H4 (POJ, + Ca (HSOJ, =
2 CaHPO4 -f 2 SO2 + 2 H2 0.
Auch hat Gerland nicht erkannt, daß Dicalciumphosphat die schweflige Säure auch in sehr großer Verdünnung mit anderen Gasen zu absorbieren vermag, weil es die schweflige
ίο Säure chemisch bindet und eine in der Hitze leicht zersetzbare chemische Verbindung mit ihr eingeht, daß dieses Verfahren also geeignet ist, die schweflige Säure aus Gasgemischen zu absorbieren und durch Erwärmen des Ab-Sorptionsmittels rein zu gewinnen.
In der Auswahl des Dicalciumphosphates als technisch geeignetes Mittel aus den bekannten und nicht geeigneten zur Isolierung von schwefliger Säure aus Gasgemischen besteht demnach die vorliegende Erfindung; sie beruht auf der Erkenntnis und Ausnutzung der Eigenschaft des Dicalciumphosphates, die schweflige Säure nach der Absorption bei geringer Temperaturerhöhung wieder abzugeben.
Nach dem vorliegenden Verfahren kann man schweflige Säure aus Gasgemischen, die nur verhältnismäßig wenig von ihr enthalten, z. B. aus Rauchgasen und Endgasen von Schwefelsäurefabriken absorbieren, so daß mit seiner Anwendung die Belästigungen der Umgebung durch Ausströmen größerer Mengen derartiger Gase vermieden werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Isolierung von schwefliger Säure aus Gasgemischen unter chemischer Bindung der schwefligen Säure an die Absorptionsmittel und darauf folgender Austreibung' durch Erwärmung, dadurch gekennzeichnet, daß als Absorptionsmittel Dicalciumphosphat bei Gegenwart von Wasser benutzt wird.
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