DE553612C - Pflanzenvertilgungsmittel - Google Patents

Pflanzenvertilgungsmittel

Info

Publication number
DE553612C
DE553612C DEC41915D DEC0041915D DE553612C DE 553612 C DE553612 C DE 553612C DE C41915 D DEC41915 D DE C41915D DE C0041915 D DEC0041915 D DE C0041915D DE 553612 C DE553612 C DE 553612C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorate
calcium
solution
calcium chloride
sodium chlorate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC41915D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEC41915D priority Critical patent/DE553612C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE553612C publication Critical patent/DE553612C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Pflanzenvertilgungsmittel Es ist bekannt, daß Natriumchlorat in verdünnter, wäßriger Lösung Pflanzen zerstört. Die wirtschaftliche Ausnutzung dieser Erkenntnis scheiterte daran, daß erstens bei trockenem Wetter die Lösung schnell verdampft und das Natriumchlorat als trockenes Salz von geringer Wirksamkeit zurückbleibt, und daß zweitens trockenes Natriumchlorat in Berührung mit organischen Substanzen sehr feuergefährlich ist.
  • Man ging daher zu der Verwendung anderer Lösungen über, die man nach Art der bekannten chlorentwickelnden Bleichwässer durch vollständige oder annähernde Sättigung von Kalk mit Chlor herstellte. Diese Lösungen enthalten als wesentliche Bestandteile viel Calciumhypochlorid und viel Calciumchlorid.
  • Derartige Lösungen trocknen zwar nicht schnell aus, sind auch nicht feuergefährlich, doch besitzen deren Hauptbestandteile im Vergleich zu gelöstem Natriumchlorat keine sehr starke pflanzenvertilgende Wirkung.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine Lösung, die als Hauptbestandteil das Chlorat einer Erdalkalibase,wie Calciuin- oder Magnesiumchlorat, enthält, wesentlich wirksamer ist als irgendeine früher vorgeschlagene Lösung. Doch ist gegenwärtig weder Calcium- noch %lagciesiumchlorat zu tragbaren Preisen käuflie.h, da man keine wirtschaftlich durchführbare Herstellungsmethode kennt.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man die Schwierigkeiten preiswerter Reindarstellung von Calciumsalz dadurch umgehen kann, daß man die pflanzenvertilgende Lösung direkt herstellt. Auf diesem Wege gelingt es, mit geringen Kosten ein außerordentlich wirksames Pflanzenvertilgungsmittel zu erzeugen, das nicht eintrocknet, daher in Berührung mit den Pflanzen seine hohe Wirksamkeit behält und außerdem weder feuergefährlich noch giftig für Menschen und Tiere ist.
  • Nun ist es bereits bekannt, Calciumchlorat in Verbindung mit Calciumchlorid als pflanzenvertilgendes Mittel zu verwenden. Man hat vorgeschlagen, diese beiden Stoffe gemeinsam zu verwenden, man hat aber keine bestimmten Mengenverhältnisse angegeben, und die bisher bekannt gewordenen Herstellungsverfahren für ein derartiges Gemisch waren umständlich und führten nicht zu wirksamen, insbesondere hypochloridfreien Lösungen. Auch kannte man nur wirtschaftlich wenig ergiebige Verfahren für die Herstellung von Calciumchlorat.
  • Die vorliegende Erfindung gibt einen Weg an, der überraschenderweise neben der billigen Erhältlichkeit der Ausgangsstoffe die dem Calciumchlorat anhaftende außerordentlich große pflanzentötende Wirksamkeit mit völliger Feuersicherheit vereinigt. Nach der Erfindung verwendet man das billig erhältliche Natriumchlorat und Calciumchlorid in bestimmten Mengenverhältnissen. Das Verfahren ist darauf begründet, daß Natriumchlorat und Calciumchlorid in wäßriger Lösung entsprechend den Löslichkeitsverhältnissen beim Verdunsten des Wassers mit fortschreitender Eindampfung Calciumchlorat bilden, so daß man praktisch eine Lösung von Calciunichlorat und Natriumchlorid verwendet. Nach der Erfindung hat es sich als besonders wirksam herausgestellt, etwas mehr als die molekulare Menge von Calciumchlorid zu verwenden. Durch den geringen Überschur von Calciumohlorid, der erfindungsgemäß nicht mehr als 25 °/o betragen soll, bleibt das Mittel zu jeder Zeit hygroskopisch.
  • Man mischt beispielsweise etwa 1,4 kg bis 2 kg Natriumchlorat mit o,9 kg bis 2,3 kg Calciumchlorid in so viel Wasser, daß etwa 4.,51 Lösung entstehen. Man erhält so eine konzentrierte pflanzenvertilgende Lösung, welche leicht befördert -und- .an ihrem Verwendungsort einfach verdünnt `und auf die Pflanzen aufgespritzt werden kann. Das angegebene Verhältnis ergibt, wie oben erwähnt, den vorteilhaften, geringen Überschuß von Calciumchlorid.
  • Die nach der Erfindung hergestellte pflanzenvertilgende Lösung ist bei ihrer Einwirkung auf die Pflanzen frei von Natriumchlorat, ünd ihre pflanzenvertilgende Wirkung basiert in erster Linie auf dem sehr wirksamen Calciumchlorat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung eines in Lösung zu verwendenden Pflanzenvertilgungsmittels, in dem Calciumchlorat wirksam ist, gekennzeichnet durch Anwendung einer Lösung von äquivalenten Mengen Natriumchlorat und Calciumchlorid und eines geringen, 20/0 nicht übersteigenden Überschusses von Calciumchlorid, aus welcher beim Verdampfen Calciumchlorat im Entstehen wirkt.
DEC41915D 1928-09-08 1928-09-08 Pflanzenvertilgungsmittel Expired DE553612C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC41915D DE553612C (de) 1928-09-08 1928-09-08 Pflanzenvertilgungsmittel

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC41915D DE553612C (de) 1928-09-08 1928-09-08 Pflanzenvertilgungsmittel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE553612C true DE553612C (de) 1932-06-28

Family

ID=7024755

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC41915D Expired DE553612C (de) 1928-09-08 1928-09-08 Pflanzenvertilgungsmittel

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE553612C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE553612C (de) Pflanzenvertilgungsmittel
DE879032C (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE694450C (de) Mittel zum Vernichten von unerwuenschtem Pflanzenwuchs
DE469202C (de) Verfahren zur Vernichtung tierischer und pflanzlicher Schaedlinge am lebenden Substrat
DE545338C (de) Verfahren zur Darstellung eines rasch sich loesenden fungiciden Salzgemisches
DE866342C (de) Verfahren zur Bekaempfung der Helminthen und Ascariden
DE622301C (de) Verfahren zur beschleunigten Wiederurbarmachung von Kulturboden nach der Abtoetung von Unkraut durch Chlorat
DE412515C (de) Verfahren zur Herstellung von Spritzmitteln zur Bekaempfung von Pflanzenschaedlingen
DE454569C (de) Verfahren zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln
DE479409C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Schaedlingsbekaempfungsmitteln in fester Form
DE545741C (de) Verfahren zur Herstellung von Bariumarsenat zur Schaedlingsbekaempfung
CH166420A (de) Verfahren zur Unkrautvertilgung.
DE651331C (de) Verfahren zur Herstellung eines kupferchloridhaltigen Unkrautvertilgungsmittels
DE660692C (de) Verfahren zur gefahrlosen und handlichen Verwendung von Brom
DE693521C (de) Unkrautbekaempfungsmittel
AT154145B (de) Schädlingsbekämpfungsmittel.
DE883883C (de) Verfahren zum Behandeln von Wolle
AT132707B (de) Verfahren zur Darstellung organischer Bromderivate.
DE575229C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ackerunkrautbekaempfungsmittels
DE479909C (de) Verfahren zur Gewinnung von festen Gerbmitteln aus Sulfitcelluloseablauge
DE540813C (de) Verfahren zur Bekaempfung von tierischen und pilzlichen Schaedlingen
DE487868C (de) Herstellung von Bleich- und Desinfektionsmitteln
DE484975C (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel von insektizider Wirkung
DE635618C (de) Verfahren zur Gewinnung von calciumchloridfreiem Calciumhypochlorit
DE375717C (de) Verfahren zur Darstellung von in Loesung haltbaren Derivaten des 3íñ3-Diamino-4íñ4-dioxyarsenobenzols