DE160495C - - Google Patents

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DE160495C
DE160495C DENDAT160495D DE160495DC DE160495C DE 160495 C DE160495 C DE 160495C DE NDAT160495 D DENDAT160495 D DE NDAT160495D DE 160495D C DE160495D C DE 160495DC DE 160495 C DE160495 C DE 160495C
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pressure
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lanterns
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DENDAT160495D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

&kje<vvhim bet,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei vielen Gasfernzündern, bei welchen das Zünden und Löschen der Flamme durch Änderungen des Gasdruckes bewirkt wird, muß während der gesamten Beleuchtungszeit der Gasdruck im Rohrnetz auf gleicher Höhe erhalten \verden, während sonst die Gasabschlußteile des Zünders ungewollt den Gasdruckschwankungen folgen und Störungen in den Lampen hervorrufen.
ίο Man hat bereits versucht, die Notwendigkeit des gleich hohen Gasdruckes dadurch zu beseitigen, daß die Gasabschlußteile des Zünders, nachdem sie einmal geöffnet sind, dauernd in der geöffneten Lage erhalten werden; der Rückgang der Gasabschlußteile und damit das Auslöschen der Laternen wird durch im Rohrnetze absichtlich erzeugte, kurz andauernde Druckerhöhungen bewirkt. Bei diesen Vorrichtungen wird die das Abschlußventil beeinflussende Sperrvorrichtung bei jeder Gasdrucksteigerung verstellt.
Nach vorliegender Erfindung erfolgt die Auslösung der Sperrvorrichtung erst, wenn eine Drucksteigerung um einen bestimmten Betrag eintritt.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in drei verschiedenen Stellungen. Es sind: Fig. I bis 3 drei Schnitte nach der Linie A-B der Fig. 4 in verschiedenen Stellungen, Fig. 4 ein Schnitt nach C-D der Fig. 1 von rechts gesehen und Fig. 5 ein Teil des Grundrisses.
α ist der mit der Gaseintrittsöffnung b sowie der Gasaustrittsöffnung c versehene SockeLdes Zünders, Er ist seitlich ausgehöhlt und durch einen ausgehöhlten Deckel d abgeschlossen, welcher eine Membran' e an ihrem Rande am Sockel α festhält. Mit der Membran ist eine Laufhülse/ fest verbunden, die ungefähr auf halber Länge eine Einschnürung trägt, in welcher eine kleine Hülse g verschiebbar ist, deren äußerer Durchmesser gleich demjenigen der Laufhülse f ist. Letztere ist in einem im Deckel d festsitzenden Führungsrohr h mit zwei sich diametral gegenüberliegenden Schlitzen i geführt, während in deren Hohlraum der vorn in eine' Spitze auslaufende Ventilstift k mit Ventil I verschiebbar sitzt. Die Spitze des Ventilstiftes k ist in einem Bügel m geführt, dessen scheibenförmiger Fuß η durch im Deckel d festsitzende Stiftepaare 0 und ρ gegen Verdrehen gesichert ist. An Muttern q der Stifte 0 anliegende Federn r drücken den Bügel m beständig gegen die Spitze des Ventilstiftes, während auf den Stiften ρ sitzende Federn t einerseits an den Muttern s und andererseits an mit. verbreitertem Kopf versehenen Büchsen u anliegen. Diese sitzen verschiebbar im Fuße η und liegen bei der Ruhelage des Zünders (Fig. 1) auf dem Deckel d auf, so daß bei dieser Stellung des Bügels m die Federn t wirkungslos auf den Bügel sind. Auf dem Deckel d befinden sich noch zwei federnde Klinken v, welche bei der Stellung nach Fig. I mit ihren freien
Enden auf dem vorderen Teile der Laufhülse_/ aufruhen. Unmittelbar vor dieser sitzt auf dem Ventilstift k ein Gummiring w und ein Stellring χ fest.
Bei niederem Drucke im Rohrnetz (Tagesdruck) ruht das Ventil I auf seinem Sitze, während die beiden Klinken ν auf dem vorderen Teile der Laufhülse _/auf ruhen (Fig. i). Um bei einem Rohrnetze mit mehreren
ίο angeschlossenen Laternen diese zum Leuchten zu bringen, wifd im Rohrnetze in bekannter Weise vorübergehend ein Druck erzeugt, der um ein Geringes größer ist als der gewöhnliche Brenn- oder Nachtdruck. Sobald dieser Druckstoß auftritt, wird die Membran e mit der Laufhülse / nach rechts ausgebogen (Fig. 2), so daß durch Vermittelung des Stellringes χ und des Ventilstiftes k das Ventil / von seinem Sitze abgehoben wird und Gas aus der Leitung b durch den Kanal c nach dem Brenner strömt, wo es sich beim Austreten an einer durch die bekannte Zündleitung y gespeisten Zündflamme oder in anderer Weise entzündet. Beim Vorwärtsgehen der Laufhülse f gleiten die beiden Klinken ν auf ihr und fallen sodann in die in ihr befindliche Einschnürung. Das Ausbiegen der Membran und damit das Öffnen des Ventiles tritt erst dann ein, wenn der Gasdruck einen solchen Betrag erreicht hat, daß er den Druck der Federn r zu überwinden vermag; durch ein entsprechendes Spannen der Feder r mittels der Mutter q hat man es somit in der Hand, den Zünder so einzustellen, daß er bei einer ganz bestimmten Druckgröße in • Tätigkeit tritt. Sind demnach an einem Leitungsnetze an verschiedenen Stellen eine Anzahl Brenner angeschlossen, so kann jeder derselben entsprechend dem für gewöhnlich im Rohrnetze an seinem Standorte herrschenden Druck so eingestellt werden, daß er nur dann in Tätigkeit tritt, wenn die Druckerhöhung einen gewissen Mindestbetrag annimmt. Indem man also bei den an dem nämlichen Rohrnetze angeschlossenen Brennern die zur Öffnung des Gasventiles nötigen Druckerhöhungen auf verschiedene Beträge einstellt, hat man es in der Hand, durch Erzeugung entsprechend starker Druckstöße im Rohrnetze nur einzelne Laternen oder Laternengruppen zu entzünden.
Sobald die zur Entzündung der Laternen nötige Druckerhöhung alle Laternen berührt hat, wird der Druck im Rohrnetze auf den gewöhnlichen Brenn- oder Nachtdruck eingestellt, so daß also der Druck im Rohrnetze um ein Geringes zurückgeht. Dies hat auch ein durch die Federn r bewirktes Zurückgehen des Ventilstiftes k und der Laufhülse f zur Folge; die in die Einschnürung der letzteren eingefallenen Klinken ν verhindern jedoch ein gänzliches Zurückgehen der Laufhülse f und damit ein Schließen des Ventiles L, so daß innerhalb des Brenndruckes auftretende Druckschwankungen wirkungslos auf das Ventil bleiben (Fig. 2).
Um die Laterne außer Wirkung zu setzen, wird im Rohrnetze eine weitere Druckerhöhung vorgenommen, so daß der Druck am Ende um ein Bestimmtes größer ist, als er beim Entzünden der Laterne war. Dadurch wird die Membran e mit der Hülse g entgegen der Wirkung der Federn r, sowie der mm ebenfalls zusammengepreßten Federn t noch weiter nach rechts geschoben, so daß die Hülse g unter die Klinken ν tritt und deren Enden aus der Einschnürung herausdrängt. Sobald nun dieser zweite Druckstoß sämtliche Laternen berührt hat, wird der Druck im Leitungsnetze wieder auf den gewohnlichen Brenndruck vermindert, was ein Zurückgehen der Membran e und des Ventiles / durch die Wirkung der Federn r und t zur Folge hat. Hierbei wird die Hülse g so lange von den beiden Klinken ν festgehalten, bis das rechtsseitige Ende der Einschnürung an die Flülse g stößt (Fig. 3) und sie bei der Rückwärtsbewegung mitnimmt. Dabei gleiten aber die beiden Klinken wieder auf den vorderen Teil der Laufhülse f hinüber, so daß das Ventil / wie auch die Membran in die Schlußstellung (Fig. 1) zurückgehen können.
Aus dem Gesagten ergibt sich, daß das Eintreten oder Nichteintreten der Löschwirkung bei einer Druckänderung im Rohrnetze durch die Spannung der Federn t bedingt ist, so daß man es durch entsprechendes Spannen der letzteren mittels der Muttern s in der Hand hat, das Löschen der Laterne bei einem ganz bestimmten Drucke im Rohrnetze erfolgen zu lassen. Dieser Druck ist unabhängig von demjenigen, unter welchem die Zündung erfolgt ist. Indem man also die an ein zusammenhängendes Rohrnetz angeschlossenen Brenner für verschieden große Drucke einstellt, unter welchen das Löschen eintreten soll, hat man es in der Hand, durch Erzeugung von entsprechend hohen Druckstößen im Rohrnetze das Auslöschen einzelner Laternen oder Laternengruppen zu verschiedenen Zeiten zu bewirken (halbnächtige und ganznächtige Laternen). Es können also zu gleichen Zeiten entzündbare Lampen gleichzeitig oder zu verschiedenen Zeiten, ferner zu ungleichen Zeiten entzündbare Lampen zu ungleichen Zeiten oder auch zu gleichen Zeiten ausgelöscht werden.
In denjenigen Fällen, wo das Abschlußventil so angeordnet wird, daß der Ventilstift k aufrecht steht, können sowohl die den
Eintritt des Zündens der Laterne beeinflussenden Federn r und Muttern q, wie auch die den Eintritt des Auslöschens der Laterne beeinflussenden Federn t und Muttern s durch kleine Gewichte ersetzt werden, welche entsprechend dem auf das Ventil auszuübenden Gegendrucke in größerer oder kleinerer Zahl über die Stifte ο und ρ gesteckt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Durch Änderung des Gasdruckes beeinflußtes Abschlußventil für Gasfernzünder mit Sperreinrichtung, welche das Ventil nach der durch Druckerhöhung erfolgten Öffnung am Zurückgehen hindert, gekennzeichnet durch eine solche Sperrvorrichtung, welche erst'durch weitere . Erhöhung des Gasdruckes auf einen bestimmten regelbaren Betrag ausgelöst wird, so daß alle unterhalb der eingestellten Löschdruckgrenze auftretenden Druckschwankungen wirkungslos auf die Sperreinrichtung sind.
  2. 2. Ausführungsform des Abschlußventiles nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine regelbare Einstellvorrichtung (q, r bezw. s, t), welche ermöglicht, daß der Gaszuleitungsverschluß nur bei einem bestimmten Drucke geöffnet, sowie bei einem von letzterem unabhängigen aber größeren Drucke wieder geschlossen wird, so daß bei den an das nämliche Rohrnetz angeschlossenen Laternen sowohl die bei gleicher als auch die bei von dieser ver^ schiedener Druckgröße entzündeten Laternen wiederum bei der nämlichen oder aber bei einer von derselben verschiedenen Druckgröße gelöscht werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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