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Bei denjenigen Gasfernzündern, bei welchen das Zünden und Löschen der Flamme durch Änderung des Gasdruckes bewirkt wird, besteht der Nachteil, dass während der gesamten Beleuchtungszeit der Gasdruck im Rohrnetz auf gleicher Höhe erhalten werden muss, weil sonst die Gasabschlussteile der Zündvorrichtung ungewollt den Gasdruckschwankungen folgen und so in den Laternen unliebsame Störungen hervorrufen. Die vorliegende Erfindung verhindert nun diese Übelstände dadurch, dass die Gasabschlussteile der Zündvorrichtung, nachdem sie einmal geöffnet sind, dauernd in der geöffneten Lage erhalten werden ; der Rückgang der Gasabschlussteile und damit das Auslöschen der Laternen wird durch eine im Rohrnetz absichtlich erzeugte, jedoch sehr kurz andauernde Druckerhöhung bewirkt.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in drei verschiedenen Stellungen. Es sind die Fig. 1 bis 3 drei Schnitte nach der Linie A-B der Fig. 4 in verschiedenen Stellungen, Fig. 4 ein Schnitt nach C- f) der Fig. 1 von rechts gesehen, Fig. 5 ein teilweiser Grundriss und Fig. 6 ein Schnitt nach C-D der Fig. 1 in grösserem Massstabe. a ist der mit der Gaseintrittsöffnung b und mit der Gasaustrittsöffnung c versehene Sockel des Zünders. Derselbe ist seitlich durch einen ausgehöhlten Deckel d abgeschlossen, welcher auch eine Membran e an ihrem Rande am Sockel a festhält.
Mit der Membran ist eine Laufhülse f fest verbunden, die ungefähr auf halber Länge eine Einschnürung trägt, in welcher eine kleine Hülse g vorschiebbar ist ; der äussere Druchmesser derselben ist gleich demjenigen der Laufhülse f. Letztere ist in einem im Deckel d festsitzenden Führungsrohr h mit zwei diametral gegenüberliegenden Schlitzen t geführt, während im Hohlraum der Laufhülse der vorn in eine Spitze auslaufende Ventilstift k mit Ventil verschiebbar sitzt. Die Spitze des Vontilstiftes k ist in einem Bügel m geführt, dessen scheibenförmiger Fuss n durch im Deckel d festsitzende Stiftenpaaro o und 1) gegen Verdrehung gesichert sind.
An Muttern q der Stifte o anliegende Federn ?'drücken den Bügel m beständig gegen die Spitze des Vontilstiftes, während auf den Stiften je sitzende Federn t einerseits an den Muttern s und andererseits an mit verbreitertem Kopf versehenen Büchsen 1t anliegen. Diese sitzen verschiebbar im Fuss 11 und liegen bei der Ruhelage des Zünders (Fig. 1) auf dem Deckel d auf, so dass bei dieser Stellung des Bügels m
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stift k ein Gummiring w, sowie ein Stellring x fest.
Bei niederem Druck im Rohrnetz (Tagesdruck) ruht das Ventil auf seinem Sitz. während die beiden Klinken v auf dem vorderen Teil der Laufhülse f aufruhen (Fig. 1). Um bei einem Rohrnetz mit mehreren an demselben angeschlossenen Laternen dieselben zum Leuchten zu bringen, wird im Rohrnetz in bekannter Weise vorübergehend ein Druck erzeugt, der um ein Geringes grösser ist als der gewöhnliche Brenn-oder Nachtdruck. So- bald diese Druckwelle auftritt, wird die Membran e mit der Laufhülse f nach rechts ausgebogen (Fig. 2), so dass mittelst des Stellringes x und des Ventilstiftes k das Ventil von seinem Sitze abgehoben wird und Gas aus b durch c nach dem Brenner strömt, wo es sich beim Auftreffen auf eine durch die bekannte Zündleitung y gespeiste Zündflamme oder in anderer Weise entzündet.
Beim Vorwärtsgehen der Laufhülse f gleiten die beiden Klinken v auf derselben und fallen sodann in die in der Laufhülse benndliche Einschnürung.
Das Ausbiegen der Membran und damit das Öffnen des Ventils tritt erst dann ein, wenn der Gasdruck einen solchen Betrag erreicht hat, dass er den Druck der Federn r zu über- winden vermag ; durch entsprechendes Spannen der Federn r mittelst der Mutter q hat man es somit in der Hand, den Zünder so einzustellen, dass er bei einer ganz bestimmten Druckgrösse in Tätigkeit tritt. Sind demnach an einem Leitungsnetz an verschiedenen Stellen eine Anzahl Zünder angeschlossen, so kann jeder derselben entsprechend des für gewöhnlich im Rohrnetz an seinem Standort herrschenden Druckes so eingestellt worden, dass er nur dann in Tätigkeit tritt, wenn die Druckerhöhung einen gewissen Mindestbctrag annimmt.
Indem man also den an dem nämlichen Rohrnetz angeschlossenen Zündern die zur Öffnung des Gasvontiles nötigen Druckerhöhungon auf verschiedene Beträge einstellt, hat man es in der Hand, durch Erzeugung entsprechend hoher Druckwellen im Rohrnetz nur einzelne Laternen oder Laternengruppon zu entzünden.
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Sobald die zur Entzündung der Laternen nötige Druckwelle alle Laternen berührt hat, wird der Druck im Rohrnetz wieder auf den gewünschten Bronn- oder Nachtdruck eingestellt, so dass also der Druck im Rohrnetz um ein Geringes zurückgeht. Dies hat auch ein durch die Federn t'bewirktes Zurückgehen des Ventilstiftos k und der Laufhulso l'zur Folge ; die in der Einschnürung der letzteren eingefallenen Klinken v verhindern jedoch ein gänzliches Zurückgehen der Laufhülse f und damit ein Schliessen des Ventiles, so dass innerhalb des Brenndruckes auftretende Druckschwankungen wirkungslos auf das Ventil bleiben.
Um die Laterne ausser Wirkung zu setzen, wird im Rohrnetz eine weitere Druck-
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als er beim Entzünden der Laterne war. Dadurch wird die Membran e mit der Hülse g entgegen der Wirkung der Federn r, sowie der nun ebenfalls zur Wirkung gelangenden Federn t noch weiter nach rechts geschoben, so dass die Hülse g unter die Klinken v tritt und deren Enden aus der Einschnürung herausdrängt. Sobald nun diese zweite Druckwelle sämtliche Laternen berührt hat, wird der Druck im Leitungsnetz wieder auf den gewöhnlichen brenndruck vermindert, was ein Zurückgehen der Membran e und des Ventiles l durch die Wirkung der Federn t'und t zur Folge hat.
Hiebei wird die Hülse 9 solange von den beiden Klinken v festgehalten, bis das rechtsseitige Ende der Einschnürung an
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beiden Klinken wieder auf den vorderen Teil der Laufhülse f hinüber, so dass das Ventil 1, wie auch die Membran mit dem Nachlassen des Druckes auf die ursprüngliche Höhe in die Schlussstellung (Fig. t) zurückgehen können.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das Eintreten oder Nichteintreten der Löschwirkung bei einer bestimmten Druckänderung im Rohrnetz durch die Spannung der Federn r und t bedingt ist, so dass man es durch entsprechendes Spannen der letzteren mittelst der Mutter s in der Hand bat. das Löschen der Laterne bei einem ganz bestimmten Druck im Rohrnetz erfolgen zu lassen. Dieser Druck ist höher-als jener, unter welchem die Zündung erfolgt ist, im übrigen aber von letzterem unabhängig.
Indem man also die an einem zusammenhängenden rohrnetz angeschlossenen Zünder für verschieden grosse Drücke einstellt, unter welchen das Löschen eintreten soll, hat man es in der Hand, durch Er- beugung von entsprechend hohen Druckwellen im Rohrnetz das Auslöschen einzelner Laternen
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Gewichte ersetzt werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Durch Änderung des Gasdruckes betätigter Gasfernzünder, gekennzeichnet durch eine Sperreinrichtung, welche den Gaszuleitungsverschluss nach der durch Druckerhöhung
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des Gasdruckes auf einen bestimmten regelbaren Betrag ausgelöst wird, derart, dass alle unterhalb der eingestellten Löschdruckgrenze auftretenden Druckschwankungen gänzlich wirkungslos auf die Sporroinrichtung sind.