DE159332C - - Google Patents

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DE159332C
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wooden
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
    • A45C5/00Rigid or semi-rigid luggage
    • A45C5/02Materials therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bei der Herstellung von Koffern u. dgl. aus vollen, d. h. aus einem Stück bestehenden Holzplatten bekannt, die miteinander zu verbindenden Ränder der Holzplatte im Winkel von" 45 ° flanschartig abzubiegen und quer zu durchnähen. Die vorliegende Erfindung, welche sich auf diese Arbeitsweise bezieht, besteht darin, daß die Platten vor dem Abbiegen der Ränder parallel zur Oberfläche laufende Längseinschnitte an den betreffenden Rändern erhalten, um'diese Ränder gefügiger zu machen. Beim Biegen einer Platte werden bekanntlich die an der äußeren Seite der Biegung liegenden Fasern gestreckt, die an der inneren Seite liegenden Fasern gestaucht, was vorliegend, wo es sich um Holz als Werkstoff und um ein kurzes scharfes Abbiegen bei verhältnismäßig erheblicher Dicke der Platten handelt, leicht zum Bruch führen könnte, wenn nicht durch die Längseinschnitte das Biegen erleichtert würde. Die Längseinschnitte, von denen meist einer in jedem abzubiegenden Plattenrande genügt, zerlegen die verhältnismäßig dicke ungefüge Holzplatte im Bereich der Biegung in zwei oder mehr dünne, leicht biegsame Randstreifen. Vorzugsweise sollen in die Einschnitte Streifen biegsamen Stoffes (z. B. Leinwand oder Leder) eingefügt werden, die vorher mit Klebstoff getränkt wurden. Diese Streifen ersetzen das durch den Einschnitt entfallende Holz, ohne wegen ihrer biegsamen Natur beim Abbiegen der Plattenränder hinderlich zu sein. Sie bewirken weiter, daß sich die durch die Einschnitte gebildeten einzelnen Streifen miteinander und mit den eingelegten Stoffstreifen nach dem Biegen wieder zu einem festen, starren Körper vereinigen, sobald der Klebstoff erstarrt. Schließlich gewähren die Einlagen den Vorteil, daß sie das Ausreißen und Absplittern des Holzes beim Durchstechen verhindern. Die Sicherheit hiergegen wird natürlich um so größer, wenn in der an sich bekannten Weise die Platte auch an den Oberflächen mit Webstoff bezogen ist.
Die Querverbindung der flanschartig abgebogenen Plattenränder soll auch bei der vorliegenden Erfindung vorzugweise durch Durchnähen erfolgen, kann aber natürlich auch in anderer Weise, z. B. durch Vernietung, geschehen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein der Erfindung gemäß hergestellter Koffer in Fig. ι schaubildlich dargestellt, wobei der Kofferdeckel punktiert gezeichnet ist. Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt durch eine senkrechte Kofferkante in vergrößertem Maßstabe nach Linie 2-2 der Fig. I. Die Fig. 3 bis 5 zeigen eine Holzplatte des Koffers in Stirnansicht mit einem Längseinschnitt am oberen Rande (Fig. 3), mit Einlage in den Längseinschnitt (Fig. 4) und mit abgebogenem Rande (Fig. 5). Die Fig. 4 zeigt die Holzplatte gegenüber der Darstellung nach Fig. 3 etwas verjüngt. Der Einschnitt α wird vor dem Abbiegen des Randes der Holzplatte b parallel zur Oberfläche der Holzplatte hervorgebracht,

Claims (2)

derart, daß der Rand der Holzplatte aus zwei parallel laufenden dünnen Streifen besteht. Darauf wird die biegsame Einlage c in den Einschnitt α eingebracht und dann der aus den Streifen bestehende Rand der Holzplatte b zusammen mit der Einlage c in einem Winkel von annähernd 45° abgebogen (Fig. 5). Zwei derartig abgebogene Kanten werden dann gegeneinander gelegt und unter Überwurf einer Verkleidung d miteinander vernäht (Fig. 2). Handelt es sich um ziemlich starke Holzplatten, so empfiehlt es sich, statt des einen Einschnittes α mehrere derartige Einschnitte mit Einlagen im Rande anzubringen. In der vorbeschriebenen Weise können sämtliche Kanten des Koffers hergestellt werden. Der Koffer hat in diesem Falle aus zehn Brettern zu bestehen. Bei dem der Zeichnung zugrunde gelegten Ausführungsbeispiel ist, wie Fig. 1 zeigt, nur der zweiteilige, Rumpf e und Deckel f bildende Mantel mit seinen Stirnplatten g bezw. h in der beschriebenen Weise verbunden, während die Längskanten i von Rumpf und Deckel durch Rundbiegen der Holzplatten erzeugt sind. Pate ν τ-Ansprüche:
1. Kofferkante, die durch Vernähung oder anderweitige Querverbindung der abgebogenen und flanschartig aufeinander liegenden Ränder voller Holzplatten entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenränder vor dem Abbiegen parallel zur Plattenoberfläche laufende Längseinschnitte (α) erhalten, um die Ränder gefügiger zu machen.
2. Ausführungsform der Kofferkante nach Anspruch 1, bei der in die Einschnitte (a) mit Klebstoff getränkte Streifen (c) biegsamen Stoffes eingelegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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