DE158239C - - Google Patents

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DE158239C
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toe parts
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D3/00Lasts
    • A43D3/08Devices for stretching special parts of shoes

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mehrteilige Streck- und Aufweitleisten für Schuhwerk sind bereits bekannt; wie auch bereits Anordnungen "bekannt sind, bei welchen die beweglichen Teile solcher Leisten mittels Führungsstangen gegeneinander geführt sind, so daß zwar Längen- und Seitenbewegungen der Teile gegeneinander möglich sind, Auf- und Abwärtsbewegungen, womit Verkrümmungen der Schuhform verbunden ίο wären, jedoch ausgeschlossen sind. Von den bisher bekannt gewordenen Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung insofern wesentlich, als bei ihm die Längen- und die Seitendehnung ganz unabhängig voneinander für jeden Fuß passend eingestellt werden können und jeweils ein einziger Handgriff genügt, die beabsichtigte Wirkung hervorzubringen und wieder aufzuheben.
In der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι ein Schnitt nach A-B der Fig. 2
und veranschaulicht bei mittlerer Länge des Hebelarmes b-c und äußerster Stellung des Klötzchens h die beiden Grenzlagen der Leistenteile e und f,
Fig. 2 eine Ansicht der Fig. 1 von oben, Fig. 3 ein Schnitt nach C-D und
Fig. 4 ein Schnitt nach E-F der Fig. 1.
Es kommen beim Gegenstande der Erfindung drei getrennte Leistenteile zur Anwendung, von welchen der Fersenteil α den Stützpunkt bildet für ein Kniehebelgestänge b-c-d, dessen Angriffspunkt d mit zwei beweglichen, den Vorfuß ausfüllenden Leistenteilen e und/ derart verbunden ist, daß jeder sowohl in der Längen- als auch in der Seitenrichtung verschoben werden kann.
Wird daher der Lenker b-c einwärts umgelegt, so bewegen sich die mit dem anschließenden, doppelt ausgeführten Lenker c-d verbundenen Zehenteile e und f vorwärts, machen zugleich aber auch eine drehende, die Gesamtbreite vergrößernde Bewegung nach beiden Seiten. Diese wird durch ein Klötzchen h verursacht, über das während des Vorschubes die schräg gestellten Grundflächen von in beiden Zehenteilen angebrachten Nuten g hinweggleiten. Das Klötzchen h kann auf jeden beliebigen Punkt einer in der Mitte zwischen den Zehenteilen, parallel zur Längenachse des Fußes angeordneten Spindel i, soweit sie von den Zehenteilen e und/ umschlossen ist, eingestellt werden.
Parallel zur Spindel i sind feste Stangen k angeordnet, die zur Führung der Leistenteile dienen und das Ausweichen nach oben oder unten, also jede Verkrümmung der Schuhform verhindern. Um jedoch die Seitenbewegung zu ermöglichen, sind die für die Führungsstangen bestimmten Bohrungen von vorn nach hinten angemessen erweitert.
Für die Seitenbewegung genügt es ferner, wenn die Lenker c-d ausreichend Spielraum auf den betreffenden Drehbolzen haben, wie dies in der Zeichnung bei c dargestellt ist. Die Anwendung von Doppelgelenken wie bei Drehpunkt d ist nicht unbedingt nötig, vielmehr können hier ebenfalls einfache, in den
Zehenteilen befestigte Drehbolzen angeordnet sein, auf welchen sich die Lenker c-d unter gleichzeitiger Drehung zu verschieben vermögen.
Die umgekehrten oder rückläufigen Bewegungen treten auf, wenn der Lenker b-c wieder in seine ursprüngliche Stellung aufgerichtet wird, indem dadurch die vorgeschobenen Zehenteile zurück- und gleichzeitig
ίο zusammengezogen werden. Letzteres, weil das einen doppelten Schwalbenschwanz bildende Klötzchen h von den gleichartig profilierten Nuten g umfaßt wird.
Die Längsausweitung oder das Maß des Vorschubes der Leisten richtet sich nach der Länge des Lenkers b-c, die zu diesem Zwecke veränderlich gemacht ist, während die Seitenausdehnung von der Stelle abhängt, an der sich das Klötzchen h auf der Spindel i befindet. Je länger der Lenker b-c, desto größer ist der Vorschub, und je weiter nach hinten das Klötzchen gerückt ist, desto größer ist die Seitenausdehnung.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel bildet den Lenker b-c eine um ihre Längsachse drehbare Schraubenspindel, auf welcher eine mit dem Endpunkt c verbundene Schraubenmutter angeordnet ist. Die Drehung der Spindel bewirkt daher, je nachdem sie rechts oder links ausgeführt wird, eine Verlängerung oder eine Verkürzung des Lenkers. Die
. Ortsveränderung des Klötzchens /; dagegen erfolgt, wie schon oben erwähnt, durch Drehung der Spindel i. Da somit beide Veränderungen unabhängig voneinander ausgeführt werden können, so läßt sich mit dem größten wie mit dem kleinsten Vorschub sowohl die kleinste als auch die größte Querbewegung verbinden und überhaupt auch jedes dazwischenliegende Maß der verschiedenen Bewegungsrichtungen je nach Bedarf herstellen. Die Vorrichtung ist daher innerhalb weiter Grenzen für die verschiedensten Fußgrößen brauchbar.
Selbstverständlich erstreckt sich die Anwendbarkeit nicht nur auf das Ausweiten von zu engem Schuhwerk, sondern auch darauf, naß gewordenes oder außer Gebrauch befindliches vor dem Eingehen zu bewahren und in täglichem Gebrauch befindlichem die ursprüngliche elegante Form zu erhalten.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Ein mehrteiliger Streck- und Aufweitleisten für Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß die Längen- und die Seitenbewegung der Leistenteile unabhängig voneinander auf das erforderliche Maß eingestellt werden können und außerdem beide Bewegungen durch Umlegen bezw. Wiederaufrichten eines Hebels (b-c) gleichzeitig bewirkbar sind.
2. Eine Ausführungsform des mehrteiligen Streck- und Aufweitleistens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub der Zehenteile durch ein Kniehebelgestänge (b-c-d) bewirkt wird, dessen eine Lenkstange behufs Längenänderung als Schraubenspindel ausgebildet ist, welche in einer mit dem Kniegelenk (c) verbundenen Schraube gedreht werden kann.
3. Eine Ausführungsform des mehrteiligen Streck- und Aufweitleistens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Ausspreizung der beiden Zehenteile (e und f) durch ein dazwischen angeordnetes Klötzchen (h) von doppelt schwalbenschwanzförmigem Querschnitt bewirkt wird, das auf einer der Längsachse des Fußes parallelen Schraubenspindel (i) verstellbar ist und von schwalbenschwanzförmigen Nuten (g) mit schrägen Grundflächen, die in den Zehenteilen (e und f) angebracht sind, derart umfaßt wird, daß beim Vorschub der Zehenteile zugleich auch ihre Ausspreizung, beim Rückgang ihr Zusammenzug erfolgt.
4. Eine Ausführungsform des mehrteiligen Streck- und Aufweitleistens nach Anspruch 1, sofern die Leistenteile mittels Führungsstangen (k) gegeneinander geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die die Stangen (k) aufnehmenden Führungslöcher entsprechend der seitlichen Ausschwenkung der Zehenteile verbreitert sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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