DE1568948A1 - Verfahren zur Herstellung von Methacrylsaeure aus alpha-Oxyisobuttersaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Methacrylsaeure aus alpha-Oxyisobuttersaeure

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DE1568948A1
DE1568948A1 DE19661568948 DE1568948A DE1568948A1 DE 1568948 A1 DE1568948 A1 DE 1568948A1 DE 19661568948 DE19661568948 DE 19661568948 DE 1568948 A DE1568948 A DE 1568948A DE 1568948 A1 DE1568948 A1 DE 1568948A1
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Description

Es iat bekannt, dass .aus a~0xyis©buttersäure durch Wasaerabapaltung Methacrylsäure hergestellt werden kamu Die Waaaerabspaltung ist jedoch in der Praxis nicht wirksam durchführbar .,weil die freie a~Oxyisobutterseure eine thermisch unstabile Verbindung ist, welohe sich beim Erhitzen weitgehend zersetzt und beim Destillieren nur in der kleinen Quote von cao 13 Gewo# in Methacrylsäure übergeführt wirdο Der Rest bildet a„T. Tetramethylg]yfcolid bzw« zerfällt in Aceton, Kohlenmonoxyd und Wasserο Auch Versuche mit der Anwendung von wasserabspaltenden Mitteln, z.B.-Schwefelsäure, Phosphorsäure schlugen fehl, da unter diesen Bedingungen ein Zerfall ^m Aeetong K®hXeiM©nosydf Wasser, Acetaldehyd und Essigsäure
0Qfifi1fi/'177S
• BAD
Ba wurde nun gefunden,dass a-Oxyisobuttersäure in wesentlich grusssren Ausbeuten« ja unter.gewissen Uaetänden praktisch quantitativ, in Hethaorylsäure übergeführt werden kann.
Das Verfahren der Erfindung zur Herstellung von Methacrylsäure aus a-Oxyiaobuttereäure ist la wesentlichen dadurch gekennzeichnet,dass a-Oxyisobuttersäure in Gegenwart von basisch reagierenden Verbindungen auf Temperaturen zwischen 16O°C und 3400C, bevorzugt auf 260° C 3200C,erhitzt und die Reaktion in einer inerten, polarez und über 2000C siedenden Flüssigkeit als Reaktioneaediui durchgeführt wird·
Das neue Verfahren beruht auf dsr bisher unbekannten Tatsache, dass das a-Oxyisobutyration infolge seiner gröeaeren Beständigkeit eine thermische Dehydratisierung sum Methaorylatlon zulässt. Die Dehydratisierung wird durch Erhitzen der freien α-Oxyisobuttersäure in Gegenwart von Zusätzen, welche die Entstehung des a-Oxyisobutyrations (» Dissoziation) ereögliohen auf Temperaturen von mindestens 160°G,vorzugsweise auf 26O°C - 32O°C ,erreichte Als die Dissoziation bewirkende Zusätze dienen basisch reagierende Verbindungen, wie beispielsweise Oxyde, Hydroxyde, Carbonate, Carboxylate und Alkoholate von Alkall- und Erdalkalimetallen, ferner Aaine,
BAD ORIGINAL
00*816/1771" 3 "
Phosphine, insbesondere solche mit tertiären Stickstoff· oder Phosphoratomen, z.Bo Cbinolin, Isochinolin, Triok tylamin, Iriphenylphoaphino Voraugsweise werden alkalisch reagierende natriumverbindungen verwendete.
PUr den Reaktionsablauf wird folgendes Schema als wahrscheinlich angenommen:
In erster Stufe erfolgt sehr rasch die Stabilisierung der freien a-Oxyisobutteraäure durch Dissoziation zum Ion
HO-C- COOH + OH«
CH5 J - COO ·
HO -
I.
In der zweiten Stuf« dehydratlsiert das Ion I zum Meth-
acrylation II,
CH,
HO-C - COO1
GH,
IH2
6. - COO9
II
H2O
In der dritten Stufe wird das Ion II durch nachgelieferte a-Oxyisobuttersäure als Methacrylsäure in Freiheit gesetzt.
RH2
! - COO' +HO-
CH,
D - COOH
HO -
CH,
pH,
5 - COO1
CH,
J - COOH
009816/1775
ORiGlNAU INSPECTED
Sit Umsetzung der dritten Stufe könnte auf den unterschiedlichen Diesoziationskonstanten der a-OxyiaotmttersMure und der Methacrylsäure beruhen»
Das Verfahren der Erfindung kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. So kann einfach die a-Oxyiaobuttersäure mit der basisch reagierenden Verbindung im Reaktionsmedium auf Reaktionstemperatur erhitzt werden, wobei die gebildete Methacrylsäure aus dem Reaktions· gefäes abdestilliert.
• ·
unter inerten, polaren Flüssigkeiten werden solche verstanden, die ausser C- und Η-Atomen noch Heteroatome, wie 0, S, N, enthalten und einen Siedepunkt von über 2000C, vorzugsweise über 25O°C ,beaitsen. Solche Flüssigkeiten sind beispielsweise Polyäthylenoxydabkömmlinge mit entsprechendem Siedepunkt, wie Triäthylenglykoldibutylather, Tetraäthylenglykoldlnethylather, fentaäthylenglykoldibutyläther, ferner Chinolin, Acridin.
Die a-Oxyisobuttereäure wird als Schneist oder vorteilhaft erweise als Lösung, *.B. alt tine alkoholische Losung, in das auf Reaktionsteoperatur erhitzte Reaktionsmediua,
- 5 000816/1771
«56894t
in welchem die basisch reagierenden Verbindungen enthalten sind, eingebrach«.
Dia gebildete Methacrylsäure wird laufend, gegebenen"* falle zusammen mit dem Lösungsmittel für die a-Oxyiaobuttersäure, aus den Reaktionsraum abdestilliert, ua Störungen im Reaktionsablauf zu vermeidenο *
Zur Erleichterung des Ausbringens der gebildeten Methacrylsäure kann zusätzlich ein Schleppmittel,wie z.B. ein inerteo Gas, angewendet werden.
Die Konzentration der basisch wirkenden Verbindung im Keaktionsmedium richtet sich danach, ob diskontinuierlich oder kontinuierlich gearbeitet wird ο Beim diskontinuierlichen Verfahren werden vorzugsweise 0,02 bis 0,1 Mule basisch wirkende Verbindung pro Hol a-Oxyiaobutters&ur« verwendet, wenn die polare Flüssigkeit nicht mit der basisch wirkenden Verbindung identisch iet0 Beim kontinuierlichen Verfahren richtet sich die Menge nach der Duroheatsgeschwindigkeit der a-Oiyisobutter-r säure« Vorzugsweise wird bei einer Durohaatsgeschvrindigkeit von 1 UoX α-Oxyieobutttrsöure pro Stunde 0,0$ Via , 0,5 Mole basisch wirkende Verbindung verwendet«
- 6 - ■ ■
BADOBlGlNAt
Ein Zusatz von Inhibitoren,wie Indulin, Brenzcatechin, Hydrochinon, Hydrochinonmonoaethylather, Methylenblau dient sowohl bei der diskontinuierlichen als auch bei der kontinuierlichen Arbeitsweise zur Vermeidung der Polymerisation der Methacrylsäure.
Im Sinne der Erfindung kann als die Dissociation be- . wirkender Zusatz auch ein Salz, insbesondere das Natriumsalz, der a-OxyisobuttersSure dienen.
Beispiele
1) Diskontinuierliche Arbeitsweise in Gegenwart einer anorganischen basischen Verbindung
In einem Bit eines Magnetrührer, einem Thermometer und einem Aufsatz alt Rücklaufregulierung rerβehenen 250 ml Dreihaiekolben wurden 26,0 g a-Oxyieobuttersäure, 0,4 g Natriuahydroxyd und 60 g Pentaäthylenglykoldibutylather unter Rtihren allmählich erhitzte. Sobald die Temperatur im Reaktionskolben auf etwa 1600C gestiegen war, begann tin Destillat überzugehen, dessen Uebergangstemperatur bald 160°0 und mehr betrug.
BAD ORIGINAL
009816/1 77S
«568948
Es wurde bia zu einer Reaktionstemperatür von 32O°C erhitzte Das Reaktionsprodukt wurde unter schwachem Rücklauf abgezogen. Im Destillat wurde durch die Snure- und Bromsahl der Methaciylsäurßanteil ermittelt. Bei dieser Vtreuchsanordnung kennten 90,2 i» der eingesetzten o-Oxyißobuttersäure zu Methacrylsäure dehydratieiert werden<,
2)Diskontinuierliche Arbeiteweise in Gegenwart einer organischen baeisehen Verbindung
In der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wurden 26,0 g a~0xyiBobutter8?ure mit 26,0 g Chinolin in der doppelten Eigenschaft eowohl sie polare Flüssigkeit als auch ale basisch wirkende Verbindung unter Rühren erhitzt. Das Reaktionsprodukt»das bei einer Badtemperatur von^00-2270C Uberdeetillierte, enth!· * 10,0 g Methacrylsäure entsprechend einer Ausbeute von 46,5# d.Th.
3)Kontlnuierliche Arbeitsweise
in Abwesenheit (Beispiel 5 a) bzw.
in Gegenwart (Beispiel 3 b) eines disso-
ziationsfördernden Zusatzes
3a) In einen mit einem Tropftrlohter, einem Thermo-
009816/1775" 8 ~ BAD ORIGINAL
meter, einem Claiaenaufsatz und einem taagnetrührer versehenen Dreihalskolben v/urden 90»0 g Tetraäthylenglykoldimethylather und 1,0 g Brensoatechin ale *olymerisationsinhibitor eingebracht und auf etwa 2600C erhitzt· In dieses Reaktionsmedium wurden unter Rühren 42,0 g einer 34,3#Lgen metfcanolischen a-Oxyieobuttereäure'.öeung allmählich eingebracht· Das an einem Liebigkühler und an einem abfallenden Kugelkühler kondensierte Reaktioneprodukt enthielt neben ur erwünschten Spaltprodukten der a-OxyiaobuttersSure (viel Aceton)?,1 g Methacrylsäure in methanolischer Lösung,entsprechend einer Ausbeute von 26»0 ?Cvbeaogen die eingesetste α-öxyisobuttersäuremenge. ^
3b) In ein auf etwa 2600C erhitstes Reaktionsaedium, bestehend aus 90,0 g Tetraäthylenglykoldimethylather, 1,0 g Hatriumhydroxyd und 1,0 g Brensoateohin al» Polymerisat! onainhibi tor, wurden,wie in Yergleichsbeiapiel 3a) angegeben,nacheinander verschiedene Mengen «-OxyisobuttereKure in form 3O-355Üger Lösungen in Methanol allmählich eingebracht! (0,1 Mol a-OxyisobutttreHure pro Stunde)ο Zwischen den einseinen Vursuohen,dl· in der folgenden tabelle zusammengefasst sind,wurde
009816/Ί77Ι
BAD ORIGJNAL
dia RuaktionBraediuis gekühlt und anscMieasead ofene weitere Zusätze für d&n folgenden Versuch verwendet* . In den einzelnen Reaktionsprodukten wurde der Gehalt .
an Stethaerylsäure über »lie BMur®~ und Bromsahlea getrennt ermittelt ο BIe Be&ktiQBijp^diakt
nach^eiefearen 2©yBetswngspf'Ofefct© {Am
Die ers
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256-267
75-122
91-110
74*
Auslioute
M©*tfea säwre
94,5
003818/17^8
BAD ORIGINAL

Claims (5)

- Ίο - · Patentansprüche s
1) Verfahren zur Herstellung von Methacrylsäure aun ' a-Oxylsobuttersäure, dadurch gtkenngelohnet, dass <* Oxyisobuttersäure in Gegenwart von basisch reagierenden Verbindungen auf Temperaturen von über 16OeC»vor8Ugsweise auf 250-32O0C erhitet unä die Reaktion in einer inerten, polaren und über 200*0 siedenden Pltfssigkeit ale Beaktionamedium durchgeführt wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daee di-9 a-C/xyieobufevüxaäure als Schmelae in das die basisch reagierende Verbindung enthaltende ReaV.tioneiaediua eingebracht
3) Verfahren nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnetes» die <J-OxyiaobuttereMure in i'orm einer Lösung in das die basisch reagierende Verbindung enthaltende R^aktior.eaedium eingebracht wirdr
4) Verfahren nach eine« der AnsprUohe 1 bis 3ι dadurch gekenn eeichnet, dass die basisch reagierende Verbindung latriunion«n enthält,
- 11 «
BAD ORIGINAL
001816/1771
.-1t-·
5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,dass die entstehende Methacrylsäure laufend durch Destillation, gegebenenfalls zusamme» mit anderen flüchtigen Substanzen aus dem Reaktionsmedium isoliert wird. .
C) Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von polymeric sationshemmenden Substanzen durchgeführt wird·
009816/ 17?S BAD GRlGlMAL
DE19661568948 1965-03-12 1966-02-24 Verfahren zur Herstellung von Methacrylsäure aus alpha-Oxyisobuttersäure Expired DE1568948C3 (de)

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DE1568948B2 DE1568948B2 (de) 1976-03-25
DE1568948C3 DE1568948C3 (de) 1976-11-11

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013209821A1 (de) 2013-05-27 2014-11-27 Evonik Industries Ag Verfahren zur Dehydratisierung von alpha-substituierten Carbonsäuren
DE102014209650A1 (de) 2014-05-21 2015-11-26 Evonik Industries Ag Verfahren zur Durchführung von Eliminierungsreaktionen an alpha-beta-substituierten Carbonsäuren unter homogener Katalyse und Katalysatorrezyklierung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013209821A1 (de) 2013-05-27 2014-11-27 Evonik Industries Ag Verfahren zur Dehydratisierung von alpha-substituierten Carbonsäuren
DE102014209650A1 (de) 2014-05-21 2015-11-26 Evonik Industries Ag Verfahren zur Durchführung von Eliminierungsreaktionen an alpha-beta-substituierten Carbonsäuren unter homogener Katalyse und Katalysatorrezyklierung

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FR1470913A (fr) 1967-02-24
NL6603200A (de) 1966-09-13
CH455748A (de) 1968-05-15
GB1080473A (en) 1967-08-23
US3666805A (en) 1972-05-30
DE1568948B2 (de) 1976-03-25
BE677746A (de) 1966-08-01
DK114826B (da) 1969-08-11
SE325872B (de) 1970-07-13

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E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
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