DE15652C - Neuerungen an flachen mechanischen Wirkstühlen - Google Patents

Neuerungen an flachen mechanischen Wirkstühlen

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DE15652C
DE15652C DENDAT15652D DE15652DA DE15652C DE 15652 C DE15652 C DE 15652C DE NDAT15652 D DENDAT15652 D DE NDAT15652D DE 15652D A DE15652D A DE 15652DA DE 15652 C DE15652 C DE 15652C
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DENDAT15652D
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English (en)
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G. HlLSCHER und F. A. HERTEL in Chemnitz, Beckerstrafse
Publication of DE15652C publication Critical patent/DE15652C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Der vorliegende Strumpfstuhl gehört unter die Klasse derjenigen, welche beim jedesmaligen Turnus der Bewegungsorgane eine gerade Maschenreihe hervorbringen, deren Länge oder Maschenzahl zur Erzeugung sogenannter regulärer Waaren mittelst einer Deck- und Mindervorrichtung beliebig abgeändert werden kann.
Die wesentlich arbeitenden Theile des Stuhles sind:
1. eine horizontale Nadelbarre N, Fig. 1 und 2, mit den gewöhnlichen Strumpfstuhlnadeln a, welche vor- und rückwärts (der Nadellänge oder der Tiefe des Stuhles nach) beweglich angeordnet ist;
2. das sogenannte Werk; ein vertical beweglicher Rahmen T W mit den Kulirplatinen d, sammt Fadenführer F, Rührvorrichtung V1 und Mühleisen M zum Begrenzen des Weges der Platinen;
3. die Nadelpresse C1 eine Schiene, Fig. 1 und 2, welche um eine zu ihrer Länge parallelen Axe schwingt, am wirkenden Theile im Querschnitt die Form einer Rinne zeigt und mit ebensoviel Einschnitten versehen ist, als Platinen vorhanden sind;
4. die Abschlagplatinen e, Fig. 1 und 2, bisweilen auch Einschliefsplatinen genannt, hakenförmige Plättchen, welche alle in einer Reihe auf einem Stabe fest angebracht sind. Dieser Stab ist vertical auf- und abbeweglich, indem er um eine, seiner Länge parallele horizontale Axe schwingt;
5. die Deck- und Mindervorrichtung L, Fig. 1 und 12 bis 17.
Die Art und Weise, wie diese Organe wirken, ist der Hauptsache nach die folgende:
I. Die Nadelbarre N ist nach vorn bewegt, Fig. 8; die äufsersten Nadelenden liegen auf einer Schutzschiene Q auf; das Werk mit den Kulirplatinen d steht hoch; hinter den Platinennasen befindet sich die vorhergehend gebildete Maschenreihe, hinter dieser wieder die Abschlagplatinen e, letztere sowie die Presse in gehobener Stellung.
Es wird jetzt kulirt, indem das über die Platinenköpfe hinweglaufende Röfschen eine Platine nach der andern niederdrückt, so dafs deren Fangnase zwischen den Nadeln niedergeht, wobei der Fadenführer etwas vorauseilt. Das Mafs des Niedergehens der Platinen (dichter oder lockerer zu arbeiten) wird begrenzt durch das Mühleisen M, Fig. 1 und 8 bis 11, eine Schiene, auf welche sich die Platinen mit einem Vorsprung aufsetzen und. welche durch Schrauben stellbar ist. Zuletzt senkt sich der Fadenführer F, da er um eine Axe drehbar ist, mit seinem Austrittsrohr unter die Nadeln.
II. Die Nadelbarre, Fig. 9, bewegt sich nach rückwärts, so dafs der kulirte Faden unter die Haken der Nadeln kommt, es geht die Presse nieder, um die Nadeln zuzupressen. Dann schiebt sich die Nadelbarre noch etwas !mehr zurück, damit die Abschlagplatinen e die altere Maschenreihe über die zugeprefsten Nadelspitzen bringen.
III. Das Werk hebt sich etwas, so daifs die Fangnasen der Platinen d, Fig. 10, aus den Nadeln α nach oben heraustreten und nur der unterste Theil sich noch zwischen den Nadeln
befindet. Die Abschlagplatinen e befinden sich mit ihrem Obertheil (Haken) in den Einschnitten der Prefsschiene c, welche sich nun auch wieder hebt.
IV. Das Werk hebt sich noch mehr, das Mühleisen M hebt die Platinen d so weit auf, dafs sie ganz aus den Nadeln heraustreten; da die Nadelbarre N sich auch noch weiter zurückzieht, so kommt die vor den Abschlagplatinen e befindliche fertige Waare (die älteren Maschen) bis an die Spitzen der Nadeln.
V. Die Abschlagplatinen e, Fig. ii, gehen etwas nieder und ziehen mit ihren Haken die ältere Maschenreihe über die neugebildete voll-. ständig hinweg.
VI. Die Nadelbarre N schiebt sich wieder heraus, während die Abschlagplatinen e gleichzeitig sich in die Höhe bewegen und das Werk mit den Kulirplatinen d sich niedersenkt (das Mühleisen M noch mehr), so dafs die sämmtlichen Theile wieder in die Stellung kommen, die unter Fig. 8 als Anfangsstellung bezeichnet wurde, wobei auch der Fadenführer F wieder nach oben gestiegen sein mufs.
\Tll. In beliebigen Intervallen, z. B. nach je 4, 6 oder 8 Maschenreihen setzt sich der Deckapparat automatisch in Thätigkeit und es wird gleichzeitig das Mindern bewerkstelligt. Während dies geschieht, bleiben die Operationen I bis VI einstweilen ausgesetzt.
Die Bewegung der ganzen Maschine erfolgt von der Hauptwelle K, Fig. ι und 2, aus, welche durch irgend einen Motor- (hier eine Schnurscheibe) in Umdrehung gesetzt wird. Sie besitzt die Excenter i zum Betrieb der Presse, E% zum Bewegen der Einschliefsplatinen, ί für das Werk mit den Kulirplatinen und dem Mühleisen M, sowie die Schnurräder J, Fig. 3 und 7, welche auch Kulirräder genannt werden, für das Fortziehen des Röfschens und das Excenter/, Fig. i, für die Drehung des Fadenführers, dessen Längsbewegung wie gewöhnlich vom Röfschen aus mit erfolgt. Aufserdem Excenter η für die Nadelbarre.
Etwas oberhalb der Hauptwelle K liegt eine zweite Welle D, Fig. 1, zum Betriebe derjenigen Theile, die für die Deckmaschine erforderlich sind; sie kommt nur zeitweilig in Gang und wird durch Stirnräder B und C betrieben, von denen das auf D steckende Rad B an einer Stelle des Umfanges ohne Zähne ist, so dafs C sich frei darunter hinwegdrehen kann, bis der geeignete Zeitpunkt kommt, wo auch die Deckmaschinenwelle mit umgedreht werden soll.
Die Uebertragung der Bewegung von diesen Stellen aus nach den einzelnen Organen geht nun in folgender Weise vor sich:
i. Die Nadelbarre N, Fig. 1, 2 und 7, ist eine horizontale Schiene, an beiden Enden in auf den Gestellwänden angebrachten Führungen j/, Fig. 2, normal zu ihrer Länge horizontal verschiebbar. Sie wird durch Excenter n, Hebel N%, Zugstange N1 nach hinten bewegt, eine Feder zieht an Hebel N% und vermittelt so den Vorwärtsgang der Nadelbarre N, welcher durch Stellschrauben genau begrenzt wird.
2. Das Werk besteht aus horizontalen Schienen W, Fig. ι und 2, zwischen welchen sich in Einschnitten die Kulirplatinen d auf- und niederbewegen können. Die Schienen W sind an den Enden an aufrechte Stützen T befestigt, welche oberhalb in Führungen gehen, mit ihrem Fufs aber auf den Armen H einer horizontalen Schwingaxe 5 ruhen und zwar in der Weise, dafs ein nach der Wellaxe zu gerichteter Winkel T1 sich auf die Arme H aufsetzt, während am Ende der Arme H befindliche Scharnierbolzen in einem Schlitzloch der Stützen T spielen. Diese Verbindungsart ist deshalb gewählt, weil die durch das Excenter ί in Schwingung zu versetzende Welle 5 nur mit einem kürzern Theil des Hebelarmes H auf die Stützen T, also für das Heben des Werkes mit den Kulirplatinen wirken soll. Die Kulirplatinen d werden übrigens wie sonst gewöhnlich durch hinten angebrachte Federn χ in ihrer Stellung erhalten und ihr Niedergang behufs Regelung der Dichtigkeit der Waare durch das Mühleisen M begrenzt. Letzteres ist eine horizontale Schiene, an beiden Enden auf Stangen M1, Fig. i, 2 und 3, ruhend, welche in Führungen vorn auf den Stützen T beweglich sind und mit den durch Schrauben stellbaren Füfsen u auf den äufsersten Enden der Hebelarme bei H sich aufsetzen. Es wirkt demnach das Werkexcenter s und die Hebelarme .ßTsowohl aufs Heben des Werkes, d. h. der Platinenführung W und der Platinen d selbst, und auch gleichzeitig auf das Mühleisen M, aber auf jedes mit verschiedenen Hebelarmen, so dafs bei gegebener Oscillation der Welle S das Werk sich um etwa 5 mm, das Mühleisen dagegen etwa 15 mm hebt. Die tiefste Stellung des Werkes regulirt man überdem noch genauer durch Stützschrauben U.
Oberhalb der Platinenführung W ist an die Werkstützen T die Führungsschiene ν befestigt, auf welcher in gewöhnlicher Weise das RÖfschen V1 läuft, das durch eine Schnur hin- und hergezogen wird. Diese Röfschenschnur geht dann über Leitrollen nach den zu beiden Seiten des Stuhles auf der Hauptwelle befindlichen Kulirscheibeny. Die Construction der letzteren ist abweichend von der sonst gewöhnlichen Anordnung. Es sind nämlich in die Seitenflanken der V-förmigen, die Schnur aufnehmenden Nuth noch dreieckige Vertiefungen, Fig. 3, angebracht, als Führung für ein Schiffchen _/2, Fig. 6, an welches die Röfschenschnur angehängt ist, und welches vermöge einer auf den Grund der V-förmigen Nuth aufschleifenden Feder sich mit gelinder Reibung an die Dreiecksnuthen anlehnt. Zum Fortziehen des Röfschens mufs die Schnur
auf der Scheibe festgehalten werden; dazu dient ein Hebel J1 im Innern der Kulirscheibe J, der mit einem Haken durch ein Loch im Kranz hindurchragt und das Schiffchen zu erfassen vermag. Wenn die Scheibe bei ihrer Drehung so steht, dafs sich der Hebel gerade oben befindet, so dreht sich dieser vermöge der Schwere des einen Armes so, dafs der Haken des andern Armes durch die Oeffnung hindurchtritt und das Schiffchen erfafst; nach etwa einer halben Umdrehung, wenn also der Hebel nahezu unten ist, stöfst die schiefe Fläche seines Gegenarmes an einen im Gestell festen Bolzen, dadurch mufs der Hebel sich rückwärts drehen und der Haken sich vom Schiffchen abheben, also die Scheibe die Röfschenschnur freilassen.
Am Röfschenschieber »j ist ein Bügel j mit einer Führungsstange, auf welcher mit durch Federn hervorgebrachter Reibung das Schiffehen J1 steckt, durch welches das Fadenführerkästchen F auf seiner Führungsbahn F1, Fig. 3, fortgeschoben wird. Die Fadenführerbahn F1 dreht sich um Zapfen an ihrem Ende (hier Körnerspitzen zum genauen seitlichen Einstellen) und wird hierzu veranlafst durch Excenter /, Fig. ι, Hebel F3 und Zugstangen F2. Diese Drehung ist nöthig, damit der Fadenführer am Ende seines Weges über den Nadeln und dann unter die Nadellinie tritt und den Rand scharf abgrenzt.
Die Begrenzung des Weges des Fadenführers erfolgt durch die auf beiden Enden der Führungsbahn aufgesteckten Kapseln r, Fig. 3 und 7, mit den Zahnstangen. An den Seitenwänden verschiebbare Riegel R1, Fig. 7, die durch Excenter R3 , Hebel R und Federn (in der Figur nicht angegeben) vor- und zurückbewegt werden, enthalten am vorderen Ende Sperrkegel T1, welche beim Verschieben der Riegel die Zahnstangen sammt Kapseln r um je einen Zahn fortschieben, sonach den Lauf des Fadenführers verkürzen (Minderungseinrichtung). Das Excenter R3 befindet sich auf Welle D, tritt also nur zeitweilig in Thätigkeit. Die Lage der Zahnstange an der Fadenführerkapsel r zu ihrer Stofsklinke und dem die letztere bewegenden Schieber R1 ist Veranlassung dazu, dafs der Fadenführer, während er durch die Nadelreihe hinabschwingt, um eine halbe Nadeltheilung einwärts rückt, bedingt durch das Wenden von Fi, welches oben die Zahnstange und Klinke rx rückwärts treibt, wobei erstere die letztere um eine halbe Nadel einwärts schiebt. Es kann deshalb der Führer am Ende seines Weges über einer Nadel stehen, er kommt doch beim Hiiidurchschwingen durch die Nadelreihe immer zwischen zwei Nadeln hindurch und ist nie den kulirenden Platinen hinderlich.
Damit die Stuhlnadeln α beim Kuliren nicht niedergedrückt werden und dadurch leiden, ist in der Nähe der Nadelspitzen (die Nadelbahn vorgeschoben gedacht) eine Schiene Q, Fig. ι und 8, untergelegt, mit ihren Enden in den Schlitzen zweier am Gestell fester Arme vertical auf- und abbeweglich. Die Nadelbarre N hat zwei vorragende, etwas gekrümmte Aermchen Q1 , welche unter diese Schutzschiene Q unterfassen; geht die Nadelbarre vorwärts, so heben diese Aermchen die Schutzschiene auf, so dafs sie die Nadeln von unten berührt; weicht die Nadelbarre zurück, so lassen die Aermchen die Schiene fallen.
3. Die Presse /, Fig. 1 und 2, ist eine horizontale Schiene, welche an ihren Enden zwischen Körnerspitzen (in den Ständern O) so gelagert ist, dafs ihr durch Excenter i, Hebel I3 und Zugstange I2 eine schwingende Bewegung ertheilt werden kann, dergestalt, dafs ihre Vorderkante niederzugehen und auf die Nadeln zu drücken vermag. Es befindet sich die Prefsschiene hinter den Kulirplatinen d und ist sie deshalb mit Einschnitten versehen, in welche die Platinen eintreten können, damit die pressende Kante die richtige Stelle der Nadeln zu erreichen vermag.
4. Die Abschlagplatinen e sind blofse Platinenhaken, an einer Schiene E befestigt, welche eine Schwingung um eine ihrer Länge parallele Axe machen kann, was durch das Excenter F3 bewirkt wird, welches den um Körnerspitzen (wegen des genauen seitlichen Einstellens) am Ständer O drehbaren Arm E1 hebt, während eine Feder ihn niederzieht.
5. Die Deckvorrichtung besteht zunächst aus einem Rahmen Z, Fig. 1 und 3, der um Zapfen schwingt, für gewöhnlich vorn am Stuhl niederhängt, aber wenn er benutzt werden soll, in die Höhe geklappt wird, so dafs er aufrecht vor der Stuhlfront steht und seine Schwingungsaxe unten befindlich ist, während sein Obertheil von ein Paar leicht ein- und auszulegenden Zughaken L j, Fig. ι, erfafst wird, die durch aufrecht stehende Hebel Z2 von Excentern L3 auf der oberen Welle D in hin- und hergehende Bewegung versetzt werden. Obenauf (in der erhobenen Stellung des Rahmens gedacht) befindet sich eine Führungsbahn, auf welche Schieber mit den Decknadeln aufgeschoben sind. Wird der Rahmen durch das erwähnte Excenter nach dem Stuhle zu angezogen, so sollen die Decknadeln in die Maschen einstechen. Zu diesem Einstechen ist aber nothwendig, dafs die Decknadeln sich völlig parallel auf die Stuhlnadeln und auch fest auflegen; dies würde nicht der Fall sein, wenn sie unbeweglich fest am Rahmen Z wären, da sie alsdann bei dessen Schwingung eineBogenbewegung machen würden. Deshalb ist die Führungsschiene der Decknadeln um eine horizontal ihrer Länge parallele Axe beweglich (sie dreht sich zwischen Körnerspitzen), und um sie so zu drehen, dafs die Decknadeln sich gerade auf die Stuhlnadeln auflegen, ist
ein herabhängender Arm Z angebracht, der beim Schwingen des Rahmens nach dem Stuhl zu an einen aus dem Gestellquerriegel vorstehenden Bolzen Ot1 trifft. Letzterer ist aber nicht fest, sondern wird vielmehr durch ein besonderes Excenter m der oberen Welle D im betreffenden Augenblick etwas vorgerückt, um so, gegen den hängenden Arm wirkend, den Decknadeln die richtige Neigung zu geben. Eine Feder zieht dagegen die Decknadeln wieder in die Höhe. Uebrigens ist hierbei zu erwähnen, dafs beim Decken gleichzeitig sich die Nadelbarre mit dem Deckrahmen und zwar in gleichem Sinne (wenn auch um etwas weniger) bewegen mufs. Dies wird dadurch erreicht, dafs die Zugstangen Z1, Fig. 18, der Deckmaschine unten einen Ausschnitt haben, der über die Nadelbarre fafst; beim Vor- und Zurückbewegen dieser Zugstange schieben dann die so gebildeten Ecken des Ausschnitts die Nadelbarre vor sich her. Die Federn, welche den Vorgang der Nadelbarre bewirken, werden gleichzeitig dazu benutzt, die Hebel Z2 an das Deckexcenter Z3 anzudrücken.
Die seitliche Verschiebung erhalten die Decknadeln dadurch, dafs die bei der Fadenführerbewegung bezw. der Minderungsvorrichtung erwähnten Zahnstangenkapseln r, Fig. 3, herabgehende Seitenärmchen haben, welche die Schieber der Decknadeln vor sich her schieben. Aufserdem müssen beim Decken auch das Werk mit den Kulirplatinen, sowie die Abschlagplätinen eine kleine Bewegung, ersteres aufwärts, letzteres abwärts machen; es werden diese bewirkt durch ein Excenter S1, Fig. 2, der Deckmaschinenwelle D, welches auf den nach oben verlängerten Arm S1 der Schwingwelle .S wirkt; es ist dies ganz gut möglich, da während des Deckens das Excenter s, welches eigentlich diese Welle .S und das Werk bewegt, stillsteht. Auch die Abschlagplatinen werden von demselben Excenter ^1 mitbewegt, es ist nämlich auf dessen Seitenflächen ein vorstehender Stift angebracht, der unter einen eine schiefe Fläche darstellenden Seiten vorsprung am Hebelarm £3 der Abschlagplatinenbewegung untergreift und so die Drehung dieses Hebelarmes bezw. das Senken der Abschlagplatinen bewirkt.
In Bezug auf den Betrieb der Deckmaschinenwelle D ist noch zu erwähnen:
Auf der Hauptwelle K, Fig. 4, sitzen die Excenter für Abschlag, Werk, Nadelbarre, Presse, Fadenführer und die eine Kulirscheibe fest; dagegen steckt lose darauf ein langes Rohr X, auf welchem die Antriebscheibe, die zweite Kulirscheibe, das Stirngetriebe C und eine Scheibe/ befestigt sind. Die Scheibe/, Fig. 5, hat am Umfang einen vorstehenden Zahn und zwei Vertiefungen, in welche die beiden Klauen eines auf der Hauptwelle nicht drehbar, aber verschiebbar aufgesteckten Kuppelmuffes q eingreifen können. Letzterem wird durch eine
Feder das Bestreben ertheilt, sich mit seinen Klauen in die Vertiefungen der Scheibe / einzulegen und so die Verbindung zwischen dem losen Rohr (also der Antriebscheibe) mit der Hauptwelle herzustellen.
Das Ein- und Ausrücken des Kuppelmuffes, also bezw. das An- und Abstellen der Welle K mit den Excentern zum Betrieb der Haupttheile für das eigentliche Wirken, wird durch einen liegenden Hebel qx bewerkstelligt; auf diesem steht noch eine aufrechte Stütze qt , die sich, wenn der Muff eingerückt ist (also die Hauptwelle sich dreht) gerade vor das Stirnrad B stellt und einem aus diesem hervorragenden Stift als Stützpunkt dient. Das Stirnrad hat, wie schon erwähnt, eine Aussparung am Umfange, so dafs für gewöhnlich das Getriebe C sich frei darunter hinwegdreht; es hat das Stirnrad aber auch eine schwere Seite B1, Fig. 1, und vermöge derselben das Bestreben, sich so zu drehen, dafs die stehengebliebenen Zähne von dem Getriebe erfafst werden können. Dies wird aber verhindert durch jenen Stift, der sich gegen die Stütze q2 am Kuppelmuffhebel anlehnt. Wird der letztere seitlich bewegt, so dafs die Hauptwelle stehen bleibt, so verliert jener Stift den Stützpunkt und nun setzt das Getriebe C das Stirnrad B in Bewegung, welches letztere doppelt so grofs ' ist als C, wonach also für einmaliges Decken zwei Triebscheiben-Rohrumgänge nöthig sind.
Nun wünscht man gewöhnlich das Decken nach je 4, 6 oder 8 Maschenreihen zu wiederholen; damit sich dies automatisch vollzieht, mufs der Kuppelmuffhebel in solchen Intervallen ein- und ausgelegt werden.
Dazu ist unterhalb und parallel zur Hauptwelle ein Bolzen angebracht, auf welchem ein Rohr mit einem Rade W, Fig. 1 und 5, von entsprechender Zähnezahl durch einen Handhebel t so hin- und hergeschoben werden kann, dafs das Rad, es möge das Zählrad heifsen, sich der Scheibe / auf dem Triebrohr gleichstellt oder nicht. Ist ersteres der Fall, so dreht bei jeder Triebrohrumdrehung der Zahn der Scheibe/ das Zählrad eine Theilung vorwärts. Letzteres hat noch einen seitlichen keilförmigen Vorsprung und dieser kann jedesmal bei einem Zählradumgang je einmal den Kuppelmuffhebel bei Seite schieben und so das Einlegen der Deckmaschine bewirken.
Die Arbeit des Deckens geht dann in folgender Weise vor sich:
Nachdem die Excenter der Hauptwelle K abgestellt sind und die Deckmaschinenwelle D anfängt, sich zu drehen, haben die einzelnen Organe folgende Stellung: Die Nadelbarre N, Fig. 12, ist vorgegangen, das Werk mit den Kulirplatinen d steht hoch, Abschlagplatinen e und Presse c ebenfalls oben. Der Deckrahmen Z ist eingehängt (steht aufrecht), er geht etwas

Claims (4)

nach der Nadelbarre- N zu; die Decknadeln b befinden sich jetzt mit ihren Spitzen etwa gerade über den Spitzen der Wirknadeln a. Die Führungsbahn der Decknadeln dreht sich etwas (durch Excenter ;»), so dafs sich die Decknadeln fest auf die Stuhlnadeln auflegen, Fig. 13. Der Deckrahmen geht weiter nach dem Hintertheil des Stuhles zu, seine Zugstangen schieben gleichzeitig die Nadelbarre N zurück, so dafs die äufsersten Enden der Stuhlnadeln etwas hinter die Frontseite der Abschlagplatinen kommen, dadurch schieben letztere die von den Decknadeln erfafsten Maschen von den Stuhlnadeln auf die Decknadeln, Fig. 14. Deckmaschine und Nadelbarre gehen wieder nach aufsen zurück, so dafs die Stuhlnadeln mit ihren Haken wieder vor den Abschlagplatinen vorstehen, Fig. 15. Es erfolgt jetzt durch die Excenter R%, welche auf die Sperrkegel und Zahnstangen der Kapsel r auf der Fadenführerbahn wirken, auch die seitliche Verschiebung der Decknadelschieber, die Decknadeln b gehen also um eine Nadeltheilung weiter. Deckmaschine L und Nadelbarre N bewegen sich etwas nach hinten zurück, die Deckmaschine aber mehr als die Nadelbarre N, Fig. 16, weil der Ausschnitt der Zugstangen Z1 weiter ist, als die Breite der Nadelbarre beträgt. Das Excenter S1 der oberen Welle bewirkt, dafs sich das Werk mit den Kulirplatinen etwas senkt und die unteren Enden der Kulirplatinen vor die auf den Decknadeln noch liegenden Maschen treten; auch die Einschliefsplatinen senken sich etwas, Fig. 17. Jetzt geht die Deckmaschine wieder vorwärts und die Nadelbarre nach (durch die Wirkung ihrer Federn), dabei streifen die Kulirplatinen die Maschen von den Decknadeln ab und übertragen sie vollständig auf die Stuhlnadeln. Nadelbarre und Deckmaschine sind ganz vorgegangen; die Abschlagplatinen sind wieder nach oben gestiegen, die Kulirplatinen wieder in die etwas höhere Stellung zurückgekehrt, so dafs nun nach vollendetem einmaligen Umgang die Deckmaschinenwelle wieder zum Stillstand kommt, die Hauptwelle sich dagegen einrückt und das gewöhnliche Arbeiten von neuem beginnen kann. Je nach der Zähnezahl des Zählrades werden dann mehrere Maschenreihen gemacht, ehe das Decken wieder beginnt. P ATEN τ-An Sprüche:
1. Die Vorrichtung zum Heben und Senken des Platinenwerkes und des Mühleisens.
2. Die Vorrichtung zur Bewegung der Fadenführerbuffer, derart, dafs dieselben während des Ausarbeitens um eine halbe Nadeltheilung einwärts rücken, vom Führer aber am Ende seines Hubes wieder um eben so viel auswärts geschoben werden.
3. Die Anordnung des beweglichen Abschlagkammes.
4. Die Construction der Kulirscheiben mit den Schlitten oder Schiffchen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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