DE155288C - - Google Patents
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- DE155288C DE155288C DENDAT155288D DE155288DA DE155288C DE 155288 C DE155288 C DE 155288C DE NDAT155288 D DENDAT155288 D DE NDAT155288D DE 155288D A DE155288D A DE 155288DA DE 155288 C DE155288 C DE 155288C
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- compressed air
- soluble
- aromatic hydrocarbons
- pressure
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
- C10L1/10—Liquid carbonaceous fuels containing additives
- C10L1/14—Organic compounds
- C10L1/16—Hydrocarbons
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
- C09K23/00—Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Lubricants (AREA)
- Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)
Description
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if ι
.!&■*■■
ί'Λ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Gemäß dem Patent 122451 eignen sich die mittels Harzöle wasserlöslich gemachten
Mineral- und Teeröle als Grundstoffe zur Herstellung wasserlöslicher, aromatischer
Kohlenwasserstoffe ungleich besser und vorteilhafter als die bisher hierzu verwendeten,
mittels Fettsäuren oder Fettsäureseifen hergestellten emulgierbar gemachten Öle, da die
in diesen enthaltene Fettsäure im einen wie im anderen Falle nachteilige Wirkungen äußert.
Andererseits ist nichts so geeignet. wie die
, reinen, neutralen Mineral- und Harzöle, um
aromatische Kohlenwasserstoffe zu binden und letztere nach deren Überführung in lösliche
>5 Produkte bezw. in entsprechend verdünnte
Wasserlösungen intensiv und nachhaltig zur Geltung zu bringen. Schon 5proz. Wasserlösungen
verbreiten einen bedeutend stärkeren Geruch als die reinen, unverdünnten Pro-
ao dukte, halten sich monatelang- an der Luft,
selbst nach vorherigem 10 stündigen Erwärmen bei 40 bis 500 Ci und sind also mit
großem Vorteil und bedeutenden Ersparnissen mannigfacher Verwendung fähig.
»5 Die Herstellung dieser wasserlöslichen bezw.
leicht und haltbar emulgierenden, aromatischen Kohlenwasserstoffe geht in folgender Weise
vor sich:. .
Die zur Verarbeitung kommenden Kohlcn-Wasserstoffe gelangen in einen geschlossenen
Apparat, der mit einem Kondensator in Verbindung steht, wo sie bei einer durch indirekten Dampf erzeugten1 Temperatur von
500 C. langsam steigend bis 70 ° C. etwa '/2 Stunde lang mit fein verteilter Druckluft
behandelt werden. Gleichzeitig werden am besten tropfenweise 2 bis 5 Prozent Ätznatronlauge
von 2O° Be. und außerdem zum.· Ersatz des verdampfenden Wassers noch etwa
2 Prozent heißes Wasser zugesetzt. Die Bei-' fügung von Lauge ist nur dann nötig, wenn
man sehr hochprozentige Kohlenwasserstofflösungen erzielen will. Die Anwendung bezw.
Zuführung von fein verteilter Druckluft hierbei ist deswegen ausdrücklich vorgesehen,
weil sich ergeben hat, daß ohne gleichzeitige reichliche Sauerstoffzufuhr in die alkalischen
Kohlenwasserstoffe — durch irgendwelche1 andersartige, mechanische Rühr- oder
Mischungsweise allein — keine klären, haltbaren, alkalischen Mischungen hergestellt werden können, die zur Darstellung wasserlöslicher bezw. emulgierender Produkte weiter
verwendbar wären. Die weitaus meisten der in Frage kommenden Mischungen werden hierbei offenbar etwas, wenn zum Teil auch ,
nur sehr wenig, mit oxydiert und danach erst in der erforderlichen Weise mit der Lauge
verbunden. Durch Zuführung von Ozon bezw. flüssigem Sauerstoff bei gleichzeitiger inniger
Mischung kann natürlich auch dasselbe erreicht werden. . ·' ,
■fi
. Die mit oder ohne Zusatz von Alkali vor-■,;"■■'.
behandelten Kohlenwasserstoffe werden dann, .nachdem man sich zuvor überzeugt hat, daß
;■;■■·■.-'■ dieselben nach anfänglicher kurzer Trübung
wieder völlig klar geworden sind, je nach Art und Qualität des betreffenden Kohlen-
·: ■ Wasserstoffes mit 30 bis 50 Prozent der vor-
; ' erwähnten wasserlöslichen Mineral- und HareV';: ölmischung durch weitere Zufuhr von Druckluft
bei einer Temperatur von 50 bis :■: -.■.,. yo° C. etwa 10 Minuten lang innig ver-,.·
mischt. Die Anwendung von Druckluft ist '■■■','."■•auch- hierbei wieder erforderlich,' um den
,' "während des Prozesses von der ölmischung
·'-15 entweichenden Sauerstoff zu- ergänzen. Die : Mischung gelangt hiernach sofort unter Luft-■
abschluß in einen Druckdestillierapparat und wird dort noch '/2 D's 1 Stunde lang mittels
.;':■:■.,- indirekten Dampfes einem Druck von 1J2 bis
\ao i Atmosphäre ausgesetzt. Auch hierbei ist
■:':'■'■.■ die Zeitdauer und Druckhöhe ganz von der
. Art und Qualität des betreffenden- Kohlen-.'■;."■'.
Wasserstoffes abhängig.
■'.'_ Der so behandelte wasserlösliche Kohlen-
wasserstoff ist nun fertig, verbleibt aber vorteilhafterweise — etwaiger Nachtrübung
wegen — bis zur völligen Abkühlung noch im Apparat oder . einem besonderen Kühlbassin
und wird erst dann in die Versandgefäße abgelassen.
: Der oben erwähnte Druckdestillierapparat, in welchen die Mischung gelangt., ist ein
Destillierapparat gewöhnlicher Form, zwischen dessen Übergangsrohr ein Ventil angebracht
ist, durch das Dämpfe selbsttätig entweichen, sobald der jeweils erforderliche und daher
eingestellte Druck überschritten werden sollte. Der damit in Verbindung stehende Kondensapparat
ist derartig konstruiert, daß ein Rückschlag auf das erwähnte selbsttätig funktionierende
Ventil und mithin auch auf den Druckdestillierapparat nicht stattfinden kann. ■·■■·■';■ Für klare ölwasserlösungen kommen nur
Zusätze von 33 '/3> 50 und 662/3 Prozent
Wasser in Betracht. Bei höherem Wasserzusatz, wie · beispielsweise 75 Prozent zu
25 Prozent öl, opalisiert die Mischung schon sehr stark, so daß sie nur im Licht gesehen
noch klar erscheint.
Bei Herstellung klarlöslicher, aromatischer Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Benzol,
Toluol, Xylol, Cumol, Cymol u. dgl., ist es am zweckmäßigsten, reines wasserlösliches öl
oder die soproz. ölwasserlösung mitzuverwenden.
Bei Herstellung von wasserlöslichem Benzol oder Toluol, Xylol usw. verfährt man beispielsweise folgendermaßen:
25 Teile Benzol werden im Druckluftappa- . rat auf 500 C. gebracht, event. 1 bis 2 Prozent
Lauge und wenig Wasser zugefügt und während 15 bis 20 Minuten unter Durchleitung
von Luft innig gemischt. Hierauf läßt man 75 Teile des auf 40 bis 500C. erwärmten wasserlöslichen Mineral- oder Harzöls
in dünnem Strahl zufließen und erwärmt auf 700C, worauf man das Einleiten der Luft
unterbricht und abkühlen läßt. Während des Abkühlens wird bei eventueller Trübung der
Druckdestillierapparat benutzt.
In gleicher Weise können natürlich auch noch andere außer den oben genannten aromatischen
Kohlenwasserstoffen verarbeitet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung leicht und haltbar emulgierender, wasserlöslicher, aromatischer Kohlenwasserstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß die unter eventuellem Zusatz von Alkali mit Druckluft oder Ozon vorbehandelten aromatischen Kohlenwasserstoffe mit den nach Patent 122451 ' hergestellten wasserlöslichen Mineralöl-Harzölmischungen bei einer Temperatur von 50 bis 700 C. ebenfalls unter Anwendung von Druckluft vermischt werden, worauf das so erhaltene Gemisch noch in Druckdestillierapparaten einem Druck von '/.2 bis 1 Atmosphäre ausgesetzt und langsam abgekühlt wird.BERLIN. GEDRUCKT IN DEn HEICHSDnUCKEIlEI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE155288C true DE155288C (de) |
Family
ID=421769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT155288D Active DE155288C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE155288C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5270856A (en) * | 1991-11-14 | 1993-12-14 | Leybold Ag | Apparatus for the observation of processes |
| US5413688A (en) * | 1994-02-08 | 1995-05-09 | Viratec Thin Films, Inc. | Shutter apparatus for a coating chamber viewport |
-
0
- DE DENDAT155288D patent/DE155288C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5270856A (en) * | 1991-11-14 | 1993-12-14 | Leybold Ag | Apparatus for the observation of processes |
| US5413688A (en) * | 1994-02-08 | 1995-05-09 | Viratec Thin Films, Inc. | Shutter apparatus for a coating chamber viewport |
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