DE15512C - Koksofen mit intermittirendem Betrieb, mit Gasaustritts¦ffnungen nur an den Th}renden, mit besonderen Gasverbrennungsr{umen und Z}gen nur f}r Verbrennungsproducte. - Google Patents
Koksofen mit intermittirendem Betrieb, mit Gasaustritts¦ffnungen nur an den Th}renden, mit besonderen Gasverbrennungsr{umen und Z}gen nur f}r Verbrennungsproducte.Info
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B27/00—Arrangements for withdrawal of the distillation gases
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- C10B29/00—Other details of coke ovens
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 10: Brennstoffe.
Um die verschiedenen Uebelstände bei Koksöfen mit intermittirendem Betriebe zu beseitigen,
werden folgende Veränderungen bezw. Verbesserungen an den bisherigen Constructionen
dieser Oefen vorgenommen.
Zunächst werden besondere Gasverbrennungsräume C bei Koksöfen mit intermittirendem
Betriebe angeordnet.
Auf Blatt I, Fig. 1 bis 3, liegen diese Verbrennungsräume
C über dem Ofen A, und treten die Gase durch die an den Thürenden B
des Ofens liegenden Oeffhungen a in dieselben." Ί
Der Grundrifs, Fig. 3, ist nur zum Theil ge-,
zeichnet, so dafs die auf der nicht gezeichneten-Hälfte mit denselben Buchstaben bezeichneten
Theile nicht alle zu sehen sind.
Die Gasaustritte α sind - absichtlich an die
Thürenden des Ofens gelegt, um die Gase zu zwingen, bis vorn an die Thüren zu ziehen, hier
die immer eindringende Luft zu absorbiren, demnach den ganzen Raum über den Koks mit
Gas zu füllen, also die Koks vor Oxydation zu schützen.
Bei dieser Anordnung wird also nicht allein, wie bei älteren und allerneuesten Constructionen
von Koksöfen, keiner atmosphärischen Luft erlaubt, in den Koksofen oder in "den Raum über
den Kohlen oder Koks zu treten, sondern es wird auch noch die unerlaubt in den Ofen
tretende Luft absorbirt.
In den Verbrennungsräumen C, in welche unmittelbar neben den Gasaustritten α durch
die Oeffnungen b in C(1C2C3 vorgewärmte Luft
geführt wird, verbrennen die Gase vollkommen, bevor sie in das System der Züge gelangen.
Die Verbrennung ist in dem Raum C über dem Ofen eine vollkommene, weil derselbe
räumlich ausgedehnt ist und durch eine neue Ofenfüllung wenig oder gar nicht abgekühlt
wird, wie das dagegen in den unter dem Ofen circulirenden Kanälen mehr oder minder der
Fall ist.
Die Verbrennung ist ferner eine vollkommene, weil die Gas- und heifsen Luftströme
schon im ersten Theil der Verbrennungsräume C mit grofser Geschwindigkeit auf einander
stofsen.
Die so gebildeten heifsen Verbrennungsproducte fallen in Fig. 1 bis 3 durch die Züge d
nieder, gehen unter der Sohle des Ofens durch die Kanäle e hindurch und steigen durch die
Schächte f in den Sammelraum D hinauf, um aus diesem durch die Züge g in die mehreren
Oefen gemeinschaftlichen Sammelkanäle i geführt zu werden.
Werden die Gase der Koksöfen, bevor sie zur Verwendung gelangen, von Theer und
Ammoniak befreit, und sollen dann zur Heizung der Oefen benutzt werden, so treten sie bei
ihrer Rückführung an den Thürenden in die Verbrennungskammern C, um hier verbrannt
zu werden.
Auch bei diesen gereinigten Gasen ist die Verbrennung in den Verbrennungskammern,
also die Wirkung der Verbrennung für den
Verkokungsprocefs, eine günstigere, da die
Wiederentzündung der abgekühlten Gase über dem Ofengewölbe leichter, die Verbrennung also
vollkommener ist als unter der Sohle, wie schon oben ausgeführt.
Die Koksöfen werden aus feuerfesten Steinen, z. B. Steinen gewöhnlichen Formats, hergestellt.
In letzterem Falle sind die Pfeiler 2 Y2 steinig
und die Querschnitte der Züge de/ entsprechend
einem dreiviertel Quartier oder einem Mehrfachen eines dreiviertel Quartiers des angewendeten
Steinformats.
Diese Anordnungen gestatten die gröfstmögliche Verwendung von ganzen Steinen, z. B.
gewöhnlichen Formats, in ausgezeichnetem Verband (s. Fig. 7 und 8), vermindern die Fugen
und geben ein sehr stabiles Mauerwerk.
Bei jedem Ofen ist der Verbrennungsraum C und das ganze Zugsystem durch die Mauer .?
in zwei gleiche Theile getheilt, so dafs man einmal keine zu grofse Ausdehnung der Verbrennungskammern
C bekommt und andererseits bei einseitig auf den Ofen drückenden starken atmosphärischen Luftströmungen die Gase doch
zwingen kann, nach dieser Seite zu ziehen, und zwar dadurch, dafs man auf der anderen
Seite die Oeffnungen α verkleinert.
Man verhindert so die erfahrungsmäfsig grofse einseitige Abkühlung der Koksöfen mit intermittirendem
Betriebe bei stürmischem Wetter.
Auch dadurch, dafs die Abhitzekanäle g an den Thürenden B der Oefen A niedergeführt
werden und dadurch die Gase bis hierher ziehen müssen, um austreten zu können, sind
diese Thürenden B besonders stark geheizt, was verhindert, dafs der Verkokungsprocefs
hier zurückbleibt, wie das bei den bisherigen Constructionen' der Koksöfen mit intermittirendem
Betriebe der Fall ist.
' Durch die Oeffnungen bl wird an einer
zweiten Stelle in £4£5 vorgewärmte heifse Luft etwa
in die Mitte der Verbrennungskammern C geführt, und gestattet diese wichtige Einrichtung
eine gewisse Stauung der Gase, welche sonst bei sehr gasreichen Kohlen durch α in die
Verbrennungskammer C mit solch grofser Geschwindigkeit, d. h. solch starkem Stofs, eintreten,
dafs ihre Verbrennungsproducte über die ersten Züge d hinwegschiefsen.
Durch Regulirung der sowohl durch h als durch b1 in die Verbrennungskammern eintretenden
Luftmenge, welche in getrennten Räumen vorgewärmt wird, also auch getrennt zu reguliren ist, hat man es ganz in der Hand,
die den Gasaustrittsöffnungen α zunächst liegenden
Züge d ebenso mit Verbrennungsproducten zu füllen, als die von α entfernter liegenden
Züge d.
Durch Anordnung der Lufterwärmungsräume cl c5, Fig. i, 2, 4 und 5, wird einmal die
Verbrennungsluft sehr gut vorgewärmt, weil dieselbe sich durch die grofsen Räume nur
langsam bewegt, dann aber auch wird dadurch die Wärmeausstrahlung nach oben und überhaupt
der Wärmeverlust vermindert, weil diese mit der Luft wieder in den Ofen zurückgeführt
wird.
E stellen die Kohleneinfüllöffnungen dar.
Wenn nun die Anordnung der Verbrennungskammern C über den Koksöfen, wie auf Blatt I
in den Fig. 1 bis 3 gezeichnet, viele Vortheile hat, so ist doch nicht ausgeschlossen, dieselben
auch unter die Oefen zu legen, wie das in Fig. 4 bis 6 gezeichnet ist, wenn diese Anordnung
örtliche Vortheile gewährt.
Die Gase treten bei dieser Anordnung durch die Gasaustrittsöffnungen α und Schächte «Mn
die unter der Sohle befindliche Gasverbrennungskammer C, in welche auch durch die
Schlitze b in den Kanälen CC1C* erwärmte
Luft tritt.
Die in C verbrannten Gase steigen durch die Schächte f auf, streichen durch e über
das Gewölbe hinweg und fallen durch die Schächte d herunter in den Sammelraum D.
Von hier aus führen die Schächte g in den gemeinschaftlichen Abhitzesammelkanal i.
Aus den Luftefwärmungsräumen c* und <r5
über dem Ofen fällt in der Mitte des Ofens erwärmte Luft durch einen oder zwei der
Schächte in die Verbrennungskammer C und dient zu dem oben beschriebenen Zweck.
Auf den ferneren Zeichnungen der Koksöfen mit intermittirendem Betriebe sind dieselben
Räume, Züge etc. mit demselben Buchstaben bezeichnet, wie auf Blatt I, so dafs die dafür
in obigem gegebene Beschreibung auch für die folgenden Blätter pafst.
Es sind nun folgende Combinationen zwischen Gasverbrennungsräumen, Zügen und Abhitzekanälen
möglich:
A. Gasverbrennungsräume über dem Ofen:
a) senkrechte Züge für die Verbrennungsproducte,
1. Abhitzekanäle unter den Oefen, gezeichnet auf Blatt I, Fig. 1 bis 3,
2. Abhitzekanäle über den Oefen;
b) waagrechte Züge für die Verbrennungsproducte,
1. Abhitzekanäle unter den Oefen, gezeichnet auf Blatt II, Fig. 12
bis 14,
2. Abhitzekanäle über den Oefen.
B. Gasverbrennungsräume unter dem Ofen:
a) senkrechte Züge für die Verbrennungsproducte,
i. Abhitzekanäle unter den Oefen, gezeichnet Blatt I, Fig. 4 bis 6;
Claims (1)
- 2. Abhitzekanäle über den Oefen;
b) waagrechte Züge für die Verbrennungsproducte,1. Abhitzekanäle unter den Oefen,2. Abhitzekanäle über den Oefen, gezeichnet auf Blatt II, Fig. 9 bis 11.C. Gasverbrennungsräume, links oder rechts, also seitlich des Ofens:a) senkrechte Anordnung der Verbrennungsräume,a a) senkrechte Züge für die Verbren- ^^ " nungsproducte,y ~~ ι. Abhitzekanäle unter den Oefen,2. Abhitzekanäle über den Oefen; ß) waagrechte Züge für die Verbrennungsproducte,1. Abhitzekanäle unter den Oefen,2. Abhitzekanäle über den Oefen, gezeichnet auf Blatt III, Fig. 18 bis 20;b) waagrechte Anordnung der Verbrennungsräume,0) senkrechte Züge für die Verbrennungsproducte,1. Abhitzekanäle unter den Oefen,2. Abhitzekanäle über den Oefen; ß) waagrechte Züge für die Verbren-nungsproducte,
ι. Abhitzekanäle unter den Oefen,gezeichnet auf Blatt III, Fig. 15bis 17,
2. Abhitzekanäle über den Oefen.Patenτ-Ansprüche:i. Anordnung der Gasaustrittsöffnungen α nur an den Thürenden B der Koksöfen A mit intermittirendem Betriebe..2. Anordnung der aufserhalb des Koksofens A liegenden besonderen Gasverbrennungsräume C mit den Gas- und Lufteintrittsöffnungen α und b neben einander und Benutzung der Züge d ef und des Sammelraumes D zur Circulation nur der heifsen Verbrennungsproducte,3. Anwendung von Gasverbrennungskammern C für von Theer und Ammoniak befreite Gase über den Koksöfen mit intermittirendem Betriebe, Fig. 1 bis 3.4. Anordnung der Mauer s zur Theilung der Verbrennungsräume C und damit des ganzen Zugkanalsystems eines Koksofens A mit intermittirendem Betriebe.5. Anordnung der Abhitzeabzugsöffnungen g aus D nur an den Thürenden B der Koksöfen A.6. Anordnung einer zweiten Zutrittsöffnung b1 für heifse Luft für die Verbrennungskammern C an Koksöfen A mit intermittirendem Betriebe.7. Anwendung einer getrennten Luftzutrittsregulirung für die Luftzutrittsöffnungen b und b\8. Anwendung der in Fig. 7 und 8 gezeichneten Anordnung der zu verwendenden Steine für die Pfeiler der Koksöfen A mit intermittirendem Betriebe.9. Bei der Anordnung der Gasverbrennungsräume C über den Koksöfen mit intermittirendem Betriebe, mit oder ohne Gewinnung der Nebenproducte (Theer und Ammoniak), die Anordnung von:a) senkrechten Zügen für die Verbrennungsproducte und1. Abhitzekanälen unter den Oefen, Blatt I, Fig. ι bis 3,2. Abhitzekanälen über den Oefen;b) waagrechten Zügen für die Verbrennungsproducte und1. Abhitzekanälen unter den Oefen, Blatt II, Fig. 12 bis 14,2. Abhitzekanälen über den Oefen.10. Bei der Anordnung der Gasverbrennungsräume C unter den Koksöfen mit intermittirendem Betriebe, mit oder ohne Gewinnung der Nebenproducte (Theer und Ammoniak), die Anordnung von:a) senkrechten Zügen für die Verbrennungsproducte und1. Abhitzekanälen unter den Oefen, Blatt I, Fig. 4 bis 6,2. Abhitzekanälen über den Oefen;b) waagrechten Zügen für die Verbrennungsproducte und1. Abhitzekanälen über den Oefen, Blatt II, Fig. 9 bis 11.11. Bei der Anordnung der Gasverbrennungsräume C unter den Koksöfen mit intermittirendem Betriebe ohne Gewinnung der Nebenproducte (Theer und Ammoniak) die Anordnung von:b) waagrechten Zügen für die Verbrennungsproducte und2. Abhitzekanälen unter den Oefen.12. Bei der Anordnung der Gasverbrennungsräume C links oder rechts, also seitlich, der Koksöfen mit intermittirendem Betriebe, mit oder ohne Gewinnung der Nebenproducte (Theer und Ammoniak):a) wenn die Anordnung der Verbrennungsräume C senkrecht, die Anordnung vonα) senkrechten Zügen für die Verbrennungsproducte und1. Abhitzekanälen unter den Oefen,2. Abhitzekanälen über den Oefen; ß) waagrechten Zügen für die Verbrennungsproducte undι. Abhitzekanälen unter den Oefen, 2. Abhitzekanälen über den Oefen,Blatt III, Fig. 18 bis 20;
b) wenn die Anordnung der Verbrennungsräume C waagrecht, die Anordnung vonei) senkrechten Zügen für die Verbrennungsproducte undι. Abhitzekanälen unter den Oefen, 2. Abhitzekanälen über den Oefen; ß) waagrechten Zügen für die Verbrennungsproducte undι. Abhitzekanälen unter den Oefen,Blatt ΙΠ, Fig. 15 bis 17,
2. Abhitzekanälen über den Oefen.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICIISDRUCKEREI.
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