DE15476C - Neuerungen in der Behandlung des Zuckersaftes vor dessen Filtration und Nachsaturation - Google Patents

Neuerungen in der Behandlung des Zuckersaftes vor dessen Filtration und Nachsaturation

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DE15476C
DE15476C DENDAT15476D DE15476DA DE15476C DE 15476 C DE15476 C DE 15476C DE NDAT15476 D DENDAT15476 D DE NDAT15476D DE 15476D A DE15476D A DE 15476DA DE 15476 C DE15476 C DE 15476C
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Germany
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C. FELGE in Gröningen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/005Purification of sugar juices using chemicals not provided for in groups C13B20/02 - C13B20/14
    • C13B20/007Saturation with gases or fumes, e.g. carbon dioxide

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, zwischen den Montejus und den Schlammpressen einer Zuckerfabrik einen . beliebigen geeigneten Apparat aufzustellen, um den nach den Schlammpressen gehenden Saft nochmals vorher anzuwärmen. Durch eine derartige Anwärmung des Saftes, nachdem dieser die Montejus verlassen hat, werden insofern neue und äufserst werthvolle Wirkungen erzielt, als:
1. der Saft in der Kochstation vor der zweiten Saturation auf schnell möglichste Weise zum Sieden gebracht wird;
2. die Leistungsfähigkeit der Schlammpresse, wie practische Versuche dargethan haben, infolge der Einbringung des angewärmten Saftes um mindestens 20 pCt. gröfser wird;
3. die Kuchen in der Schlammpresse eine gröfsere Trockenheit und Festigkeit erhalten, wodurch die jetzt übliche Auslaugung des Schlammes in den Pressen sehr gefördert und erleichtert wird;
4. der Zuckergehalt des Schlammes um 1 Y2 bis 13/4 pCt. geringer lind dadurch das Absüfsen des letzteren bedeutend reducirt wird.
Dazu kommt noch, dafs durch die Anbringung des Zwischenapparats dem grofsen Uebelstande vorgebeugt wird, dafs Dampf mit in die Schlammpressen eintritt, wodurch die Tücher ruinirt werden und die Saftrinnen überlaufen.
In der beiliegenden Zeichnung habe ich die Anordnung des zu meinem Verfahren benutzten Apparates schematisch zur Anschauung gebracht. Der von den ersten Saturationspfannen A kommende Saft tritt wie gewöhnlich mit ca. 75 ° in die Montejus B und B^ ein und "wird von hier durch den Dampfdruck aus dem Rohre b durch das Steigerohr f in die Höhe und durch den sogenannten Steinfänger α hindurch nach den Schlammpressen C zu getrieben. An irgend einer beliebigen Stelle zwischen den Schlammpressen und dem Steinfänger bezw. den Montejus schalte ich den Vorwärmer D ein.
Dieser besteht am besten aus einem cylindrischen Calorisator mit eingedichteten Rohren zur Aufnahme des anzuwärmenden Saftes, der bei χ in den Calorisator ein- und bei y aus demselben wieder heraustritt.
Ein auf dem Steinfänger α angebrachtes Thermometer d zeigt durch sein Steigen die nahe bevorstehende Entleerung des betreffenden Montejus an, so dafs derselbe abgestellt und das Nachdringen des Dampfes in den mit Saft angefüllten Calorisator D rechtzeitig verhindert werden kann, worauf dann der andere Montejus in Betrieb gesetzt und der in D befindliche angewärmte Saft durch den Druck von diesen aus nach den Schlammpressen weiter forcirt werden kann. Selbstverständlich hat man bei einer Pause den Eingangsdampf des Calorisators abzustellen.
Der Saft in dem Vorwärmer D wird bis zur Siedehitze, also bis zu 98 oder 990C. erwärmt und seine jeweilige Temperatur kann durch ein auf dem Verbindungsrohre zwischen Ό und den Schlanimpressen angebrachtes Thermometer e
beobachtet und durch Ventile oder andere Vorrichtungen regulirt werden.
Die bedeutenden Vortheile, die durch eine derartige Vorwärmung und durch die Einschaltung eines dazu geeigneten Zwischenapparats erwachsen, sind oben bereits ausführlich hervorgehoben. Eine Heizfläche von 40 bis 50 qm im Zwischenapparate würde für den gröfseren Betrieb genügen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei der Zuckerfabrikation die Verbindung der Montejus und der Schlammpressen mit einem Zwischenapparate, durch den der von den Montejus bezw. der ersten Saturationspfanne nach den Schlammpressen bezw. der Koch-Station und Nachsaturation gehende Saft nochmals zur Siedehitze erwärmt wird.
    Hierzu ϊ Blatt Zeichnungen.
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