DE1534C - Konstruktion von Eisenbahn-Kreuzungen und Weichenschienen, sowie von den dazu zu verwendenden Apparaten - Google Patents
Konstruktion von Eisenbahn-Kreuzungen und Weichenschienen, sowie von den dazu zu verwendenden ApparatenInfo
- Publication number
- DE1534C DE1534C DE000000001534DA DE1534DA DE1534C DE 1534 C DE1534 C DE 1534C DE 000000001534D A DE000000001534D A DE 000000001534DA DE 1534D A DE1534D A DE 1534DA DE 1534 C DE1534 C DE 1534C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rail
- movable
- rails
- main
- switch
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000010276 construction Methods 0.000 title claims description 17
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 claims description 19
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 4
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 2
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 claims 3
- 244000025254 Cannabis sativa Species 0.000 claims 1
- 235000012766 Cannabis sativa ssp. sativa var. sativa Nutrition 0.000 claims 1
- 235000012765 Cannabis sativa ssp. sativa var. spontanea Nutrition 0.000 claims 1
- 235000009120 camo Nutrition 0.000 claims 1
- 235000005607 chanvre indien Nutrition 0.000 claims 1
- 230000001351 cycling effect Effects 0.000 claims 1
- 239000011487 hemp Substances 0.000 claims 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims 1
- 230000011664 signaling Effects 0.000 claims 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 10
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 10
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 4
- 230000009471 action Effects 0.000 description 3
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 3
- 241001465382 Physalis alkekengi Species 0.000 description 2
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 2
- 241000269350 Anura Species 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 239000000872 buffer Substances 0.000 description 1
- 238000002788 crimping Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Railway Tracks (AREA)
Description
1877.
Klasse 19.
JOSEPH STOKES WILLIAMS in RIVERTON (New-Jersey).
Construction von Eisenbahn-Kreuzungen und Weichenschienen, sowie von den dazu zu
verwendenden Apparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. November 1877 ab.
Vorliegende Erfindung umfafst Verbesserungen an Weichen und Kreuzungen für Eisenbahnen,
und zwar ist bei allen unten näher bezeichneten Modificationen eine stumpfe Weichenschiene angewendet.
In den Fig. 1 bis 4 ist der erste Theil der
Erfindung dargestellt, und zwar besteht dieser in der Anwendung einer verstellbaren Seitenschiene
a, wie in Fig. 1 und 2, oder einer solchen in Fig. 3 und 4. Es ist dabei vorauszuschicken,
dafs unter d d ein Hauptstrang zu denken ist, während der ihn kreuzende Strang
einer Nebenlinie angehört. Bei den bestehenden Constructionen müssen die Räder über die
Herzstücke an der Stelle, wo sich beide Spurrinnen schneiden, auf ihrem Spurkranze laufen,
während sie weiter auf der Schiene mit der Bandage aufliegen. Die Räder fallen an der
genannten Welle von den Schienen ab, rollen auf dem Spurkranz und laufen dann auf die
nächste Schiene wieder auf. In Wirklichkeit werden aber die Räder über diese kleine Kluft,
welche durch die Kreuzung der Spurrinnen entsteht, hinüberspringen· und sich sehr unvortheilhaft
abnutzen. Diesen .Nachtheil soll vorliegende Erfindung beseitigen.
In Fig. ι ist zu ersehen, dafs die bewegliche Schiene α dicht an der Schiene b anliegt und
dadurch den Rädern auf dem Hauptstrang eine dauernde Unterstützung und eine ununterbrochene
Lauffläche geboten wird. Die Modification dieser Construction, aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich,
ist durch Anwendung einer Laschenschiene oder, wie in Fig. 3 a und 4 a gezeigt, durch Anwendung
von Füllstücken entstanden. Die beweglichen verstellbaren Schienenenden α sind durch die
Querschienen c verbunden, mit Hülfe welcher man die Stellung jener fixirt. Bei ungenauer
Einstellung der Gleitschienen α sichert die in .Fig. 3 a gezeigte federnde Verbindung c* die
richtige Einstellung. Man kann durch eine beliebige Zugvorrichtung, sei es ein Seil, eine
Kette oder eine Hebelanordnung, die Gleitschienen in richtige Stellung bringen und sie
in derselben festhalten. Die rückgängige Bewegung kann auch selbstthätig mit Zuhülfenahme
eines Gewichtes geschehen.
Ein weiterer Theil dieser Erfindung betrifft die Construction einer Kreuzung, bei welcher
die Schiene des Hauptstranges ungetheilt durchgeführt ist, und die Kreuzung durch ein bewegliches
Stück e geschieht, wie die Fig. 5, 6, 7 und 8 zeigen. Die Schliefsung kann entweder
selbstthätig sein, oder wird für jede Stellung mit der Hand verrichtet. Die ankommende
innere Schiene / läuft spitz aus gegen die Schiene des Hauptstranges, und ihre Verlängerung wird durch ein höher gelegenes
Schiebestück e mit ihr in Zusammenhang gebracht. Das hinüberrollende Rad hat in beiden Fällen,
in Fig. 5 sowohl als in Fig. 6, eine dauernde-Unterstützung.
Eine andere Modification ist in den Fig. 9, 10 und 11 gezeigt; hier ist die bewegliche
Schiene eine erhöhte Schiene, welche, wie aus Fig. 9 und 10 ersichtlich, eine ungetheilte Hauptstrangschiene
zulassen. Bei der Stellung in Fig. 10 ist der Seitenstrang für den Verkehr
eingestellt, indem man die erhöhte Schiene dicht an die Hauptstrangschiene bringt. Die Räder
des Zuges dürfen dann nicht auf die Schiene d des durchgehenden Hauptstranges aufsteigen,
sondern rollen auf der höher gelegenen Schiene e, ohne die Schiene d zu berühren, auf / über.
Die genannten beweglichen Stücke können selbstthätig angerichtet werden, und zwar in
der Weise, dafs sie sich von selbst einstellen und zurückgehalten werden müssen, oder umgekehrt.
Die selbstthätige Einstellung der Weiche in den Fig. 5, 6 und 17 geschieht in der Weise,
dafs man den Radflantsch zwischen die Haupt- oder Nebenschiene und das entsprechende
Schiebestück treten läfst und somit die rechtzeitige Umstellung der Kreuzung erfolgt. Soll
die selbstthätige Umstellung der Kreuzung auch mit der Hand aufserhalb des Stranges erfolgen
können, so wird man Federn c*, Fig. 3a, 4a,
13 und 14, anwenden, welche so viel nachgeben, dafs die selbstthätige Wirkung unabhängig
ist. Es liegt hierin der Vortheil, dafs auch bei unerwarteten Hindernissen oder bei
Vernachlässigung der Umstellung von aufsen die Kreuzung dennoch gesichert ist.
/ \J
Dieselbe Feder kann auch bei Kreuzungen mit der schon genannten überhöhten Schiene
angewendet werden, und ist diese aus den Fig. 7, 9 und 12 ersichtlich. Das Schiebestück e
wird auf einem Stuhl gelagert und bewegt sich auf diesem. Ihm gegenüber kann der gröfseren
Sicherheit halber noch eine Leitschiene i angebracht werden.
Ein weiterer Theil vorliegender Erfindung betrifft die Anwendung von Laschenstücken y2,
Fig. 13 und 14, welche auch bei weniger präciser Einstellung das Vorhandensein einer ununterbrochenen
Lauffläche bieten. Eine Combination dieser Laschenstücke entsteht durch Kröpfen der Schienenenden, wie in Fig. 13b
und 13 c ersichtlich. Die oben genannten Laschenstücke _j'2können auf Bolzen gesetzt, drehbar
gemacht werden und sind an ihrem freien Ende durch einen Bolzen verbunden, auf welchen
Kautschukbuffer aufgesteckt sind, um jene Platten immer zusammenzuhalten, jedoch bei Hindernissen
ein Nachgeben gestatten.
Um die Schiebestücke e an ihrem stumpfen Ende mit den spitz zulaufenden Schienen gut
zu verbinden und zu sichern, werden seitliche Laschenstücke j angebracht, wie in Fig. 5 ersichtlich.
Derselbe Zweck wird in Fig. 15 durch die Anwendung einer Feder j's erreicht, welche
aufserdem ein Nachgeben gestattet. In Fig. 15 ist aufserdem ein Schiebestück mit einer gewöhnlichen
Weichenzunge combinirt und hat diese noch eine Hilfsschiene i2, welche auch
beweglich ist oder sein darf und im ersten Falle ganz die Functionen des Schiebestückes e
in den Fig. 5 und 6 übernimmt. Eine solche Kreuzung in Verbindung mit einer sich gleichzeitig
einstellenden Signallaterne kann vom Weichensteller sehr leicht controlirt werden.
Eine weitere Neuerung besteht in der Anwendung beweglicher Enden di der Hauptstrangschiene
d, Fig. 13 und 14. Die zusammenlaufenden Haupt- und Nebenschienen sind
stumpf abgeschnitten und gegen diese stumpfen Enden werden die beweglichen, ebenfalls
stumpfen Enden ei1 des Hauptstranges eingelenkt.
Um bei dieser Construction die Unzuträglichkeiten der getheilten Schiene aufzuheben,
sind die Füllstücke oder Keile e~' auf einem Drehschemel eb befestigt, welche die
continuirliche Tragfläche der Schienen herstellen. In Fig. 13 sehen wir durch diese Anordnung
die Hauptstrangschienen, in Fig. 14 das Nebengeleise in Contact gebracht. Die in beiden
Figuren mit k bezeichneten Daumen sichern die Wirkung der Keile c~'.
Eine weitere Combination entsteht durch die Anwendung einer einzigen stumpf gestofsenen
Schiene und einer mit dieser correspondirenden Weichenzunge, wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt
wird. Hier wird, wie vorhin beschrieben, ein mal das stumpfe bewegliche Ende des Nebenstranges
gegen die feste, stumpfe Hauptstrangschiene gestellt und die continuirliche Tragfläche durch
die Anwendung der Lasche e* hergestellt, wie in Fig. 6 ersichtlich, oder es stofsen sich die
beiden Hauptstrangschienen, wie in Fig. 5, und das bindende Mittelglied ist in diesem Falle
die Lasche es. Die gegenüber liegende bewegliche
Zunge des Nebenstranges bringt man mit den eben beschriebenen beweglichen Schienenenden
in Verbindung, wie es die Fig. 15 zeigt; es ist hier noch die Anwendung der Hülfsschiene
e2 geboten.
Ein anderer wichtiger Punkt ist die Art und Weise der Umstellung solcher beschriebenen
Kreuzungen mit Hülfe von Daumen. In den vorliegenden Fällen, wie die Fig. 1, 2, 3, 4, 5,
6, 9, 10, 13, 14 und 16 zeigen, ist die Daumenconstruction
derartig modificirt, dafs eine Stange ti, welche von der selbstthätigen Kreuzung
dirigirt wird, an dem anderen Ende «' gekröpft und steif geführt wird. Auf diesem
zur Stange schrägen Ende η' gleitet ein fest
geführtes Stück c, welches bei der Längsverschiebung der Stange eine zu den Schienen
normale Bewegung ausführt. Diese Stellschiene ist auf einem Lagerstuhl unterhalb der beweglichen
Schienenenden angebracht und sind auf ihr die letzteren befestigt, so dafs bei der selbstthätigen
Umstellung die Schienenenden mitgenommen und dadurch richtig eingestellt werden. Derselbe Zweck wird auch mit Hülfe
einer Platte erreicht, welche eine zur Schienenrichtung schräg liegende Rinne enthält und in
dieser Rinne dann ein durch das Ende der Stange gesteckter Bolzen gleitet, welcher zwei
Bewegungen ausführt. Die zur Schiene normale Verschiebung wird zur Umstellung benutzt
(s. Fig. ι und 2). Man kann diesen Fall auch umkehren und läfst die Platte auf einem fest
gelagerten und zur Schiene schräg stehenden Stift oder Stange gleiten (s. Fig. ia und ib).
Weitere Modificationen sind in den Fig. 25 bis 31 angegeben, bei welchen ebenfalls die
Daumenconstruction zu Grunde gelegt ist. In Fig. 25 und 26 ist ein verbesserter Hebel c'1
in zwei Ansichten gezeigt, Fig. 27 und 28 zeigen eine andere Construction desselben Hebels,
welche beide direct in die Stellschiene eingreifen. Fig. 29 zeigt eine Vorrichtung, bei
welcher ein Daumen c'c auf dem Schieberiegel c
in einer festen Rinne ca sich bewegt. Fig. 30
ist eine Modification von Fig. 29 und zwar sitzt hier der genannte Daumen am Hebel.
Fig. 29 ist der umgekehrte Fall vom vorigen, indem hier die Daumenfläche auf dem Schieberiegel
sitzt und der Hebel einen entsprechenden Einschnitt erhält. Bringt man nun am Hebel
ein Gewicht an, so wird derselbe in seinen beiden äufsersten Stellungen das Bestreben
haben, die Justirvorrichtung immer straff zu halten, selbst wenn Differenzen in der Stangenlänge
durch den Einflufs der Temperatur entstehen; es ist dabei nöthig, dafs die Daumenbewegung
einen etwas gröfseren Weg erhält als durch den Ausschlag des Hebels erreicht wird. Die genannten Constructionen können
auch, wie in den Fig. 17, 18 und 19 angegeben,
,durch Kurbelbewegungen ersetzt werden. Die Stellschiene erhält dann einen geschlitzten
Kopf,,in welchen die in eine Kurbel ql endigende
Stange q eingreift und durch Drehung nach jeder beliebigen Richtung eine Verschiebung
der Stellschiene bewirkt. In Fig. 18 ist eine Stellung, in Fig. 19 die zweite angegeben; die
Kurbel beschreibt einen Winkel von etwas über 90 und wird bei der zweiten Stellung durch
eine Aussparung 0 2 gehalten. In den Fig. 15a
und 15b ist.eine Modification der obigen Construction
angegeben; hier befindet sich in der Stellschiene 0 eine längliche Oeffnung, in
welche eine Schleife q1 greift; die letztere wird
von der Welle q gedreht und bewirkt eine Verschiebung der Stellschiene.
In den Fig. 15 c und 15 a ist die Verbindung
oben genannter Stangen oder Wellen angegeben; sie sind gegen Temperaturdifferenzen vollständig
indifferent, weil sie sich einander verschieben können und doch in Action bleiben. Diese
Compensation beschränkt sich nur auf ein kurzes Stück. Die Stangen sind getheilt und
werden, wenn sie auf Zug durch die Umstellung beansprucht sind, durch eine Muffe (s. Fig. 1)
verbunden und auf ihre Länge justirt.
Fig. 20 zeigt eine Combination zweier Bewegungen von einer festen Welle q; diese trägt
an ihrem Ende eine Kurbel und hat einen schraubengangähnlichen Daumen. Die Kurbel
bewirkt die Verschiebung der beweglichen Schienenenden, während der Daumen die Einstellung
des sogenannten Spaltkeiles e" besorgt. Zur leichteren Verschiebung der gleitenden
daumenförmigen Stücke werden an passenden Stellen Antifrictionsrollen t angewendet, wie in
den Fig. 1, 9, 10 und 32.
Fig. 22 mit dem dazu gehörigen Schnitt, Fig. 23 und 24 zeigt die Construction eines
Herzstückes, bei welchem die feste Schiene mit dem Schienenstuhl ein Ganzes bildet, so dafs
die bewegliche Schiene der anderen nahe gebracht werden kann, ohne dafs der Fufs der beweglichen
Schiene schmäler als gewöhnlich zu sein braucht.
Bei Fig. 21 ist noch zu erwähnen, dafs die Bewegung von Signallaternen im Moment der
Umstellung von einem beliebigen Punkt der Stange η ausgehen kann und an beliebiger
Stelle der Stange eine vorhin beschriebene Daumenvorrichtung angebracht werden kann,
welche nur für die Bewegung der Signallaternen dient. Eine ähnliche Wirkung erreicht man
durch Anwendung einer Signalleine, wie in Fig. 32, an der beweglichen Schiene angebracht
und nach der Controlstation des Weichenstellers hingeführt.
In den Fig. 33, 34, 35 und $6 ist eine Justirvorrichtung
der Umstellung angegeben. Es wird eine kurze Welle, die normal zu den Hauptschienen gelagert ist, bei der Verschiebung
jener mitgenommen, und macht dabei eine kleine Drehung. Ein an der Welle befestigter
Zapfen wird bei dieser Drehung aus der Anfangsstellung B in die Endstellung C2 gebracht und
greift beide male in eine Vertiefung ein, welche die weitere Verschiebung der Welle verhindert.
Bringt man mit dem auf der Welle sitzenden Hebel eine Signalleine in Verbindung, so hat
man die Maximalstellungen der beweglichen Schiene unter fortwährender Controle. In Fig. 36
ist das Princip der Justirung mit Hülfe einer Einklinkung in beiden Maximalstellungen erreicht.
In den Fig. 37 bis 41 sind Hebelanordnungen gezeigt, welche in ihrer Bewegung gegenseitig
abhängig sind. Fig. 37 ist eine Seitenansicht. Fig. 38 die dazu gehörige Rückansicht, Fig. 39
ein horizontaler Schnitt in der Höhe der Linie y-y, Fig. 40 und 41 desgleichen.
Der Grundgedanke dieser Construction liegt in der Anwendung zweier sich kreuzenden
Stangen, die mit geneigten Flächen in gegenseitigem Eingriff stehen. Diese Stangen sind E
und F mit den entsprechenden Flächen E'
und F1. Die Stange F wirkt durch ein Gewicht selbsttätig behufs Verschiebung und um
die Hebel E* festzustellen, wenn sie nicht in Eingriff stehen. Jede Stange E hat eine Aussparung
E1, welche dem Riegel F den Durchgang gestattet, um bei Feststellung des einen
Hebels den nächsten öffnen zu können. Dieser Riegel F wird also zuerst vom Weichensteller
in seiner Längsrichtung verschoben, damit die wirksamen Daumenflächen sich berühren; stellt
man sodann einen Hebel E* um, so verschiebt die Stange E den Riegel F um so viel, dafs
der nächste Hebel ohne Hindernifs umstellt werden kann. Eine Modification dieser Construction
ist in Fig. 41 angegeben; hier befindet sich statt der vorhin beschriebenen geneigten
Flächen ein schräger Schlitz in den Stangen E, in welche ein Stift, auf dem Riegel
befestigt, eingreift. Die Anordnung ist nun derartig,. dafs der nächste Hebel oder seine
bezw. Stange E erst dann frei wird, wenn der vorhergehende Hebel seinen Weg zurückgelegt
hat und dadurch den Riegel F um ein kleines Stück verschoben hat. Eine zufällige Umstellung
kann hier nicht stattfinden, daher bietet diese Construction genügende Sicherheit, namentlich
in dem Moment, wenn ein Zug die Weiche passirt, mit welcher jene Hebel in Verbindung
stehen. Eine andere sehr wirksame Sicherung gegen unerwünschte absichtliche oder zufällige
Umstellung der Weiche ist in den Fig. 42, 43 und 44 gezeigt. Es befindet sich eine Gleitschiene
H an der Aufsenseite des Hauptstranges, welche durch die Bewegung, welche
die Weiche verstellt, mittelst der Stange Ή1
auch um ein bestimmtes Stück verschoben wird. In ihrer Anfangs- und Endstellung fällt die
Oberkante der Hauptschiene zusammen, während der Bewegung aus einer dieser Maximalstellungen
in die andere erhebt sich aber die Gleitschiene etwas über die Hauptschiene infolge daumenförmiger
Ansätze IF', die auf If3, Fig. 43, gleiten. Es ist nun klar, dafs, sobald ein Zug
diese Stelle berührt, eine Aenderung der Weichenstellung nicht stattfinden kann, weil
die Bandagen der hinüberrollenden Räder der Gleitschiene H nicht den nöthigen Hub gestatten.
II* sind Stücke, welche die Endstellung fixiren. In Fig. 45 und 46 ist die Modification
der obigen Construction angegeben, \velche die gleitenden und sich reibenden Daumenflächen
durch die Anwendung von kleinen Rollen ersetzt. In Fig. 47, 48 und 49 sind statt der
genannten Rollen und Daumen keilförmige Ansätze angewendet, welche über einen Steg gleiten;
bei uncorrecter Weichenstellung, also wenn die Oberkante der Gleitschiene H über die Oberkante
der Schiene tritt, wird H von den hinüberrollenden Rädern herabgedrückt und die
richtige Weichenstellung gesichert. Fig. 50 zeigt eine Modification, bei welcher die Schiene H
durch ein untergeschobenes daumenförmiges Stück in Correction gebracht wird.
In Fig. 51 sehen wir eine drehbare Welle mit Daumenansatz die Gleitschiene H über
die Höhe der Schiene heben. In derselben Figur ist noch die Disposition einer Kreuzung
angegeben, bei welcher die Sicherung für eine richtige Weichenstellung durch ein Seil J hervorgebracht
wird; dasselbe besitzt an den Punkten J2 geneigte Stücke, welche sich in
der bekannten beschriebenen Weise über das Niveau des Schienenstranges erheben, beim
Passiren eines Zuges jedoch niedergehalten werden. Fig. 52 und 53 zeigen die näheren
Details bei J2, Fig. 54 und 55 zeigen die daumenförmigen Ansätze einer Zugstange, welche
die Functionen des Seiles übernimmt. Fig. 56 zeigt die Modification für das Anheben des
Seiles mit Hülfe einer Kurbel.
Claims (26)
1. Ein bewegliches Stück, das innerhalb des Hauptgeleises arbeitet und ein festes oder
continuirliches Ganze mit dem Hauptoder Nebengeleise in der Kreuzung bildet, welche mit Unterstützung der Mitwirkung
von Laschen den Rädern eine continuirliche Tragfläche bieten; selbiges bewegliche
Stück in Verbindung mit dem Weichenhebel, um es entweder mit dem Hauptoder Nebengeleise in Contact zu bringen.
2. Die Anwendung eines oder mehrerer solcher beweglichen Stücke für einfache
oder doppelte Kreuzungen.
3. Die Anwendung eines einzigen beweglichen Stückes, wesentlich wie beschrieben
und gezeichnet.
4. Die Einrichtung, um die Weichenzunge in Verbindung mit der Hauptschiene zu
bringen.
5. Die Anwendung einer erhöhten Schiene oder eines ähnlichen Stückes, damit die Radfiantschen
beim Kreuzen der Hauptstränge nicht die Schienen berühren, auch für dieselben keine Ausparung in der Hauptschiene
nöthig ist.
6. Laschen oder Stühle, welche ■ mit der festen Schiene verbunden sind und auch
mit dem beweglichen Stück in Verbindung stehen, um eine continuirliche Auflage für die Schienen herzustellen.
7. Platten am stumpfen Ende der beweglichen Schienen, wo jene die feste Verbindung
vermitteln.
8. Die Anwendung der Leitschienen an der Aufsenschiene der Weiche und nahezu
gegenüber dem beweglichen Stück, welches die Kreuzung bewirkt.
9. Die Anwendung der Leitschiene an der inneren Schiene der Weiche im Abstand
der Dicke des Radfiantsches.
10. Die Anwendung einer festen oder beweglichen Leitschiene in Verbindung mit einer
beweglichen Weichenzunge innerhalb des Hauptgeleises, um die feste continuirliche
Tragfläche herzustellen.
11. Die Anwendung von gekuppelten Hanpt-
und Nebenschienen, welche beweglich sind und einer stumpfen Hauptschiene gegenüberstehen
und abwechselnd mit dieser in Contact gebracht werden, in Verbindung mit Laschenstücken, welche die continuirliche
Tragfläche sichern.
12. Die Backen oder Herzstückschienen, entweder vom Hauptgeleise oder Nebengeleise,
oder von beiden verstellbar durch Hebelanordnung, wie beschrieben.
13. Die Bewegung der Hauptgeleiseschienen an der Aufsenseite des Hauptgeleises mit
Hülfe keilförmiger Laschenstücke, um die Kreuzung zu bewerkstelligen, während die
Laschenstücke die dauernde Lauffläche herstellen.
14. Der Daumen oder die geneigten Flächen,
fest oder beweglich, und in Verbindung mit den Flächen, worauf sie wirken, um die Um- und Feststellung der beweglichen
Schienen zu bewirken.
15. Die in ihrer Längsrichtung beweglichen
Stangen oder Platten mit oder ohne Antifrictionsrollen, um nach beiden Richtungen
die beweglichen Schienen festzustellen.
16. Drehende Wellen oder Stangen in Verbindung mit schraubenförmigen Daumenflächen,
die auf entsprechende Platten wirken und die Justirung veranlassen.
17. Die selbstthätig verstellbaren Stangen oder
Wellen in ihrer Detailconstruction, welche die Umstellung bewirken.
18. Ein hinausgehendes Stück bei der Kreuzung, unabhängig von der Weiche arbeitend oder
mit jeder anderen Weiche oder Hebel in Verbindung gebracht.
19. Die beweglichen Platten oder Schienen, welche eine continuirliche Lagerfläche
bieten, bei Kreuzungen und Weichenzungen,
so verbunden, dafs sie nicht die Einstellung der hin. und her arbeitenden Theile verhindern.
20. Die Anwendung von Vorrichtungen zum Angeben der Einstellung von Eisenbahnzungen,
oder hin- und hergehenden Theilen durch einen Druck oder Zug des Hebels, der jene einstellt.
2ii Die Anwendung von Bolzen mit Daumen,
welche die Weiche in ihrer Maximalstellung festhalten.
22. Die Verbindung von Signalapparaten mit den unter 21 genannten Daumenbolzen
oder ähnlichen, bewegenden Theilen, um ihre Stellung jeder Zeit prüfen zu können.
23. Die Vorrichtung, um die selbsttätige oder
absichtliche Umstellung der Weiche zu veranlassen, während ein Zug dieselbe passirt.
24. Die Anwendung einer Schiene, Stange oder
Drahtseil zur selbstthätigen Feststellung der Weiche, während ein Zug dieselbe passirt.
25. Die Anwendung eines Hebelsystems, bei
welchem die einzelnen Hebel von einander abhängig wirken.
26. Die Anwendung von sich kreuzenden Stangen, welche derartig arrangirt sind,
dafs sie sämmtlich durch einen Riegel geschlossen gehalten werden, und nur durch
Verschiebung des Riegels durch ein Gewicht, entweder selbstthätig oder nicht, die Oeffnung
oder Auslösung dieser Stangen gestatten.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1534T | 1877-11-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1534C true DE1534C (de) |
Family
ID=70766835
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000001534DA Expired - Lifetime DE1534C (de) | 1877-11-09 | 1877-11-09 | Konstruktion von Eisenbahn-Kreuzungen und Weichenschienen, sowie von den dazu zu verwendenden Apparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1534C (de) |
-
1877
- 1877-11-09 DE DE000000001534DA patent/DE1534C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69806955T3 (de) | Schaltkasten für eisenbahn, strassenbahnweichen oder dergleichen | |
| EP0344801B1 (de) | Weiche | |
| DE2258144C3 (de) | Weiche für auf Fahrbahnen geführte Fahrzeuge | |
| EP1159183B1 (de) | Weichenverschluss für weichenzungen | |
| EP0315620B1 (de) | Umstellvorrichtung für bewegliche Teile einer Schienenweiche | |
| EP2576314B1 (de) | Verschluss für weichenstellvorrichtungen | |
| DE1534C (de) | Konstruktion von Eisenbahn-Kreuzungen und Weichenschienen, sowie von den dazu zu verwendenden Apparaten | |
| DE2843254C2 (de) | Gleitführung für längs verschiebbare Fahrzeugsitze | |
| DE6609528U (de) | Weichen-herzstueck. | |
| DE2922862A1 (de) | Herzstueck fuer weichen | |
| DE2432548A1 (de) | Herzstueck sehr grosser laenge fuer gleisanlagen fuer sehr grosse verkehrsgeschwindigkeiten | |
| DE3423423C2 (de) | ||
| DE3009857C2 (de) | ||
| CH456667A (de) | Aufschneidbarer Spitzenverschluss für Eisenbahnweichen | |
| EP0315619B1 (de) | Umstellvorrichtung für schwenkbare Schienen oder bewegliche Herzstücke im Kreuzungsbereich einer Weiche | |
| CH251575A (de) | Weicheneinrichtung an Schienen-Hängebahnen mit einer oder mehreren Laufkatzen. | |
| DE106888C (de) | ||
| DE655748C (de) | Verlegbare Schiebebuehne fuer Foerderwagen im Grubenbetrieb | |
| DE14837C (de) | Neuerungen in der Konstruktion von Weichen und Kreuzungen für Eisenbahnen | |
| AT20046B (de) | Eisenbahnweiche. | |
| DE2438756A1 (de) | Gleisweiche, insbesondere schnellfahrweiche | |
| DE9067C (de) | Verbesserungen in der Konstruktion von Eisenbahnkreuzungen und Weichenschienen, sowie von den dazu zu verwendenden Apparaten | |
| DE3244974C1 (de) | Aktive Weiche | |
| DE66824C (de) | Weiche mit senkrecht durch eine Kurbelwelle bewegten Weichenschienen | |
| EP0904458B1 (de) | Weichenstellsystem |