DE1531300C - Kappeinrichtung an Schleppwinden - Google Patents

Kappeinrichtung an Schleppwinden

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DE1531300C
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DE
Germany
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cutting
shearing
guide channel
cable guide
cutting device
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Ernst Dipl.-Phys. 7994 Langenargen; Breiing Alois 7778 Markdorf Wieland
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dornier System GmbH
Original Assignee
Dornier System GmbH
Publication date

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Description

Die Erfindung befaßt sich mit einer Kappeinrichtung an Schleppwinden, um das Schleppseil zwischen dem Schleppfahrzeug und dem zu schleppenden Schiff zu trennen, deren Abscher- bzw. Kapporgan senkrecht zur Längsachse des Schleppseiles in einer Führungsbahn bewegt wird. Diese Kappeinrichtung dient dazu, das Verbindungsseil, das nach dem Einfahrvorgang auf einer Winde aufgespult ist, aber mit dem zu schleppenden Schiff noch in Verbindung steht, zu trennen.
Es ist eine Schleppwinde mit angebauter Kappvorrichtung bekannt, die gemeinsam in einem Gehäuse untergebracht ist, wobei die als Seiltrommel ausgebildete Aufwickelspule über einen Elektromotor angetrieben wird. Etwa an der Stelle, an der das Seil von der Trommel wegführt, ist das Gehäuse etwas verlängert ausgebildet, so daß dort die Kappeinrichtung untergebracht ist. Die Kappeinrichtung besteht aus einem fallbeilartig ausgebildeten Abschermesser, das senkrecht zur Längsachse des Schleppseiles verschiebbar ausgebildet ist. Durch einen pyrotechnischen Zündsatz wird über Fernsteuerung das Kappmesser auf das Schleppseil geschlagen, so daß dieses getrennt wird. Nachteilig wirkt sich an dieser Schleppwinde aus, daß diese nur für Missionen in größeren Höhen, also nur für Luftfahrzeuge, verwendbar ist. Für Schleppkörper, die über oder unter der Wasseroberfläche eingesetzt werden, wird sie durch Korrosion infolge Eindringens von Wasser schnell unbrauchbar. Es wäre denkbar, die Seilaustrittsöffnung durch eine Gummimanschette abzudichten, jedoch scheidet diese Möglichkeit aus, da infolge der hohen Austrittsgeschwindigkeit des Schleppseiles die Dichtmanschette an der Berührungsstelle sofort beschädigt wird.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Schleppwinde zu schaffen, die auch im Einsatz auf oder unter Wasser abschließbar ist, so daß nach
ίο mehrmaligem Einsatz die Schleppwinde ohne besondere Wartung wieder verwendet werden kann.
Erfindungsgemäß wird das Ziel dadurch erreicht, daß nach dem erfolgten Kapp- bzw. Abschervorgang das Abscher- bzw. Kapporgan sich dichtend an die Austrittsöffnung des Seilführungskanals anlegt. Dies hat den Vorteil, daß mit einem Organ der Draht abgeschert und die Seilaustrittsöffnung abgedichtet werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
ao Ausbildung gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Kappvorrichtung,
Fig. 2 ein erstes Abscherorgan für die Kappvorrichtung,
F i g. 3 das Verriegeln des ersten Abscherorgans, F i g. 4 ein zweites Abscherorgan für die Kappvorrichtung.
F i g. 1 zeigt andeutungsweise die Schleppwinde 1 mit dem Schleppseil 2. An der Oberseite der Schleppwinde 1 ist ein Austrittsstutzen 3 vorgesehen, durch den das Schleppseil 2 geführt ist. Am Ende des Austrittsstutzens 3 ist ein Flansch 4 angeordnet, an dem die Kapp vorrichtung 5 durch Schrauben 6 befestigt ist. Diese Kappvorrichtung 5 weist in ihrem Inneren eine Führungsbahn 7 auf, die senkrecht zum Seilführungskanal 8 des Schleppseiles 2 verläuft. In der Führungsbahn 7 befindet sich ein Abscherorgan, das aus einem Kolben 9 oder einem dem Schleppseil 2 zugewandten Schermesser 19 besteht. Eine Zündvorrichtung 10 ist von außen auswechselbar an der Kappvorrichtung S angebracht. Das Abscherorgan 9, 19 hat an der Oberseite eine Schneidkante 11, die zum Abscheren des Schleppseiles 2 vorgesehen ist. Am oberen Teil der Führungsbahn 7 ist der Abschlußdeckel 12 vorgesehen. Dieser Abschlußdeckel" 12 weist eine Auswurföffnung 13 auf, um die abgescherten Seilstücke 2 α auswerfen zu können. Wird nun durch die Zündvorrichtung 10 im vorgesehenen Augenblick das Abscherorgan 9, 19 durch Zündung des Sprengsatzes nach oben bewegt, so wird durch die Schneidkante 11 das Schleppseil 2 abgeschert und gleichzeitig der Seilführungskanal 8 nach außen hin
.." abgedichtet. Die Abdichtung erfolgt dadurch, daß das Schermesser 19 zu beiden Seiten mit einem Dichtstreifen 18' oder einem Dichtpfropfen 15 ausgerüstet ist, wie dies in den beiden Darstellungen der Fig. 4 aufgezeigt ist. Der Kolben 9 hingegen hat, wie dies aus der F i g. 2 zu ersehen ist, eine Manschette 14 in der Form eines Dichtpfropfens 15. Wesentlich ist, daß das Abscherorgan 9, 19 in der Endstellung verharrt und nicht durch Vibrationsbewegungen aus dieser Lage gerät. Aus diesem Grunde ist für das kolbenartige Abscherorgan 9 eine Verriegelungseinrichtung vorgesehen, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, falls aus irgendeinem Grunde die Abdichtstellung des Kolbens 9, z. B. durch Reibung nicht aufrechterhalten werden kann. Diese Verriegelungseinrichtung wird durch Ansenkungen 16 gebildet, in die ein unter
Federspannung 18 stehender Haltestift 17 gedrückt wird.
Da bei einem gleichzeitigen Kappen des Seiles sichergestellt wird, daß die Schleppwinde abgedichtet wird, kann diese nicht durch Eindringen von salzhaltigem Seewasser beschädigt werden. Das Einlegen eines Schleppseiles ist durch eine einfache Öffnungsvorrichtung leicht zu bewerkstelligen, und somit kann die Schleppwinde ohne zusätzliche Wartung wiederverwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Kappeinrichtung an Schleppwinden, um das Schleppseil zwischen dem Schleppfahrzeug und dem zu schleppenden Schiff zu trennen, deren Abscher- bzw. Kapporgan senkrecht zur Längsachse des Schleppseiles in einer Führungsbahn bewegt wird, dadurchgekennzeichnet, daß nach dem erfolgten Kapp- bzw. Abschervorgang das Abscher- bzw. Kapporgan (9, 19) sich dichtend an die Austrittsöffnung des Seilführungskanals (8) anlegt.
2. Kappeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Abscherorgans (9, 19) mit der senkrecht zum Seilführungskanal (8) verlaufenden Führungsbahn (7) übereinstimmt, so daß der Seilführungskanal zu beiden Seiten der Führungsbahn abgedichtet wird.
3. Kappeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abscherorgan (9, 19) auf den beiden dem Seilführungskanal (8) zugewandten Seiten mit Dichtstreifen (18') bzw. Dichtpfropfen (15) versehen ist, die in der Führungsbahn (7) eine Lage einnehmen, in der sie mit dem Seilführungskanal übereinstimmen, und daß das Abscherorgan an seiner Oberseite Schneidkanten (11) aufweist.
4. Kappeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abscherorgan (9, 19) durch eine Verriegelungsvorrichtung (16, 17, 18) in seiner Abdichtstellung gehalten wird.

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