DE413635C - Einrichtung zum Abwerfen von Wassertorpedos aus Luftfahrzeugen - Google Patents
Einrichtung zum Abwerfen von Wassertorpedos aus LuftfahrzeugenInfo
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- DE413635C DE413635C DEH94920D DEH0094920D DE413635C DE 413635 C DE413635 C DE 413635C DE H94920 D DEH94920 D DE H94920D DE H0094920 D DEH0094920 D DE H0094920D DE 413635 C DE413635 C DE 413635C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64D—EQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
- B64D1/00—Dropping, ejecting, releasing or receiving articles, liquids, or the like, in flight
- B64D1/02—Dropping, ejecting, or releasing articles
- B64D1/04—Dropping, ejecting, or releasing articles the articles being explosive, e.g. bombs
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Description
(H949*0
Es sind Vorrichtungen bei Luftfahrzeugen bekannt, die den Zweck haben, den Abwurf
von Geschossen u.dgl. so zu gestalten, daß diese über dem Ziel relativ zur Erde die Geschwindigkeit
Null haben, um auf diese Weise das Ziel im senkrechten Falle erreichen zu
können und dadurch die Treffsicherheit zu erhöhen.
Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung um eine Einrichtung zum Abwerfen
von Wassertorpedos aus Luftfahrzeugen. Während bei dem Abwurf von Geschossen
u. dgl. der Zweck des Abwurfes mit dem Auftreffen des Geschosses auf der Erde erfüllt
ist, beginnt die eigentliche Aufgabe des Wassertorpedos erst bei Erreichen des Walsers,
indem der Torpedo nunmehr durch seine Antriebsmaschine seine Eigengeschwindigkeit
aufnehmen und durch seine Steuereinrichtung die erforderliche Tiefen- und Richtungseinätellung
einnehmen soll. In dieser Beziehung liegen die besonderen Schwierigkeiten . beim
Abwurf von Wassertorpedos darin, daß, wenn Geschwindigkeit und Aufprall des zu Wasser J
gelangten Torpedos eine gewisse Grenze über- j schreiten, durch die Wucht des Aufpralles
die sehr empfindlichen Antriebs- und Regeleinrichtungen für die Tiefen- und Seitensteuerung
des Torpedos beschädigt oder zerstört werden, so daß der Torpedo bereits bei Beginn seiner Tätigkeit außer Gefecht gesetzt
wird. Außerdem arbeiten die Steuereinrichtungen des Torpedos bekanntlich nur bei einer bestimmten Höchstgeschwindigkeit
desselben bei Eintritt in das Wasser zuverlässig, so daß man z. B. die üblichein Torpedos
für den Abwurf vom Flugzeug mit einer besonderen Einrichtung versehen mußte, durch welche die Tätigkeit der Steuereinrichtung
verhindert wird, bis die Geschwindigkeit des Torpedos im Wasser auf das zulässige
Maß vermindert worden ist. Hinzu kommt, daß durch eine zu große Geschwindigkeit des
Torpedos die Antriebsvorrichtung desselben durch die Reaktionswirkung des Wassers in
umgekehrter Drehrichtung überansprucht und damit Brüchen und sonstigen Beschädigungen
ausgesetzt wird.
Aus vorstehenden Gründen war es bisher erforderlich, mit den für den Abwurf von.
Wassertorpedos bestimmten Flugzeugen über eine gewisse Flugzeuggeschwindigkeät nicht
hinauszugehen. Anderseits ist aber bei den modernen Flugzeugen immer mehr das Bestreben
vorhanden, die Geschwindigkeit des Flugzeuges nach Möglichkeit zu steigern, so
daß die Aufgabe, den zwischen der ständig gesteigerten Flugzeuggeschwindigkeit und den
besonderen Bedingungen des Wassertorpedos •ίο bestehenden Gegensatz zu überwinden, immer
schwieriger wurde.
Die Erfindung bezweckt nun die Beseitigung 'dieser Schwierigkeiten und besteht zu
diesem Zweck darin, durch eine Lanciervorrichtung bekannter Art den Torpedo über
seinen Achtersteven nach hinten auszustoßen, und zwar mit solcher Geschwindigkeit, daß
der Torpedo lediglich mit der um diese Geschwindigkeit verringerten Fahrzeuggeschwindigkeit
in einer im wesentlichen in der Fahrtrichtung des Flugzeuges schräg nach unten und vorn sich erstreckenden Bahn zu Wasser
gebracht wird, wobei natürEch durch entsprechende Winkeleinstellung der Lanciervorrichtung
zum Flugzeug die Laufrichtung des Torpedos in bekannter Weise noch besonders
beeinflußt werden kann.
Dieser Lösung standen gefühls- und erfahrungsmäßige Bedenken im Wege, weil bisher
niemals ein Torpedo über seinen empfindlichsten Teil, das Schwanzende, abgeschossen
wurde. Eine Gefährdung des Schwanzendes liegt aber bei der hier geschilderten
Einrichtung nicht vor, weil lediglich eine Verlangsamung der Eigengeschwindigkeit
des Torpedos relativ zum Wasser erzielt wird. Es wird also Fahrt und Richtung im
wesentlichen dem Torpedo durch das Flugzeug erteilt, so daß dieser mit seinem Kopf
in der Fahrtrichtung zum Wasser gelangt, aber im Gegensatz zur bisher üblichen Weise
mit einer regulierbaren, von der Geschwindigkeit des Flugzeuges unabhängigen Fahrt.
Man hat es daher mit der Einrichtung gemäß der Erfindung in der Hand, durch entsprechende Bemessung des gegenseitigen
Verhältnisses der nach vorn gerichteten Flugzeuggeschwindigkeit und der kleineren nach
hinten gerichteten Ausstoßgeschwindigkeit des Torpedos die hieraus resultierende und nach:
vorn gerichtete absolute Geschwindigkeit des Torpedos in solchem Maße zu verringern,
daß der Torpedo auch bei höchster Flugzeuggeschwindigkeit mit einer im Interesse des
sicheren Funktionierens gewünschten geringen Geschwindigkeit zu Wasser kommt, wie
es für die Beanspruchung des Torpedos sowie für die sofortige und zuverlässige Betätigung
der Antriebs- und Steuervorrichtungen am günstigsten ist, gleichgültig, wie sehr die Geschwindigkeit
des Flugzeuges gesteigert werden sollte. Infolgedessen sind auch Beschädigungen der Antriebsvorrichtung durch
Rückwärtsdrehung der Schrauben durch den Wasserwiderstand ausgeschlossen. Es ist
ferner die Möglichkeit gegeben, auch für Flugzeuge jeder Geschwindigkeit ohne weitere
Apüerung die beispielsweise für Torpedo^ boote gebräuchlichen Torpedos zu verwenden,
was insbesondere für die schnelle Ergänzung der abgeschossenen Torpedos von erheblicher
Bedeutung ist.
Zum Ausstoßen des Torpedos kann jede Lanciervorrichtu'ng bekannter oder geeigneter
Art verwendet werden, die durch eine Abfeuervorrichtung, Preßluft, Federkraft oder
andere Mittel betätigt werden kann.
Auf der Zeichnung ist in Abb. 1 die Einrichtung gemäß der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
schemadsch dargestellt, während Abb. 2 die Geschwindigkeitsverhältnisse von Flugzeug und Torpedo im Diagramm veranschaulicht.
In Abb. ι bezeichnet 1 den Rumpf des
Flugzeuges, in welchem die bei 2 angedeuteten Lanciervorrichtungen eingebaut sind, die
auch zwecks Sonderdirigierung des Torpedos noch mit einer besonderen Einstellungsmögiichkeit
versehen sein können. Durch diese wird der mit dem Kopf in der Fahrtrichtung des Flugzeuges liegende Torpedo 3 mit der
gewünschten Geschwindigkeit über seinen Achtersteven ausgestoßen.
In Abb. 2 bezeichnet die Strecke / die in Richtung des Pfeiles wirksame Geschwindigkeit
des Flugzeuges und t die !entgegengesetzt gerichtete kleinere Ausstoßgeschwindigkeit des
Torpedos. Die hieraus resultierende Geschwindigkeit ist mit ft bezeichnet und bewegt
den Torpedo in der Fahrtrichtung des Flugzeuges zu Wasser.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung zum Abwerfen von Wassertorpedos aus Luftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß der Torpedo durch eine Lanciervoriiehtung bekannter Art über seinen Achtersteven nach hinten ausgestoßen wird, und zwar mit solcher Geschwindigkeit, daß der Torpedo lediglich mit der um diese regulierbare Ausstoßgeschwindigkeit in der Fahrtrichtung des Flugzeuges mit gewünschter Geschwindigkeit in das Wasser befördert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH94920D DE413635C (de) | 1923-10-05 | 1923-10-05 | Einrichtung zum Abwerfen von Wassertorpedos aus Luftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH94920D DE413635C (de) | 1923-10-05 | 1923-10-05 | Einrichtung zum Abwerfen von Wassertorpedos aus Luftfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE413635C true DE413635C (de) | 1925-05-13 |
Family
ID=7167146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH94920D Expired DE413635C (de) | 1923-10-05 | 1923-10-05 | Einrichtung zum Abwerfen von Wassertorpedos aus Luftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE413635C (de) |
-
1923
- 1923-10-05 DE DEH94920D patent/DE413635C/de not_active Expired
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