DE152425C - - Google Patents

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DE152425C
DE152425C DENDAT152425D DE152425DA DE152425C DE 152425 C DE152425 C DE 152425C DE NDAT152425 D DENDAT152425 D DE NDAT152425D DE 152425D A DE152425D A DE 152425DA DE 152425 C DE152425 C DE 152425C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Alle bisher bekannten Vorrichtungen zur Herstellung von Musterkarten und Geweben mit Hilfe bindungsloser Patronen und besonderer Vorrichtungen zur Einfügung der Bindungen haben den Nachteil, daß die Wahl der Bindungen für Grund und Figur bezw. die Teile der letzteren im allgemeinen für die einzelnen Musterteile eine sehr beschränkte ist, indem sie vollkommen vom Bildmuster
ίο abhängt. Namentlich erfordert in jedem Falle die Reinhaltung der Figurenumrisse besondere Vorkehrungen zur Aufhebung des Einflusses der nebeneinander arbeitenden Bindungsvorrichtungen benachbarter Musterteile
!5 aufeinander. Der Musterzeichner hat darauf Rücksicht zu nehmen, daß die Bindungen benachbarter Teile angepaßt sind, und weil irgend ein Musterteil bei zusammengesetzteren Mustern nicht stets demselben Musterteile benachbart ist, sondern auch mit anderen zusammentreffen kann, so ist es klar, daß die Freiheit in der Wahl um so geringer wird, je reicher das Bildmuster ist.
Wirklich vorteilhaft sind deshalb die bisher bekannten Verfahren der eingangs genannten Art nur bei der Herstellung von Damasten mit verschiedener Bindung in Grund und Figur, wenn beide Bindungsarten wechsel-
. seitig sind. Aber auch in diesem günstigsten Falle ist der Musterzeichner gezwungen, selbst für die Reinhaltung der Figurumrisse zu sorgen, und dies erfordert entweder ein Entwerfen des Musters bezw. eine Umrißführung des Musters mit Berücksichtigung der gewählten Bindungen oder das Herstellen besonderer Figurenbindungskarten für jedes Muster.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Levier- und. Kartenschlagmaschine zum gleichzeitigen Schlagen sämtlicher Löcher eines Blattes, bei welcher das Levieren von bindungslosen Patronen unter selbsttätiger Einfügung beliebiger und beliebig vieler verschiedener Bindungen erfolgt, ermöglicht sowohl die Einfügung jeder beliebigen Bindungsart in die einzelnen Musterteile als auch die scharfe und dabei beliebige Abgrenzung des Wirkungsbereiches jeder der voneinander vollständig unabhängigen Bindungsvorrichtungen innerhalb des zugehörigen Musterteiles (Grund oder Figur oder eines Teiles der letzteren).
Zu diesem Zwecke sind für jeden Musterpunkt der bindungslosen Patrone zwischen diesen und dem Schlagstempel so viele Kupplungsvorrichtungen angeordnet, als das Muster Bindungen bezw. Farben enthält. Dabei sind diese Kupplungsvorrichtungen so eingerichtet, daß das Einschalten der einen das Ausschalten aller übrigen, zum gleichen Musterpunkte gehörigen bedingt.
Die Kupplungsvorrichtungen können elektrische oder mechanische sein. Ebenso kann die Maschine mit gewöhnlichen oder elektrischen bindungslosen Patronen arbeiten.
Dieselbe Einrichtung, wie sie die Maschine zeigt, kann auch zur unmittelbaren Herstellung von Geweben benutzt werden. Nach
dem heutigen Stande der Webtechnik würde dies aber nur für die einfachsten Fälle der Damastweberei praktisch lohnend sein.
In den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen schematisch dargestellt.
Für den einfachsten Fall, in welchem das Muster nur Grund und Figur enthält und
ίο beide verschiedene Bindungen erhalten sollen, genügt die in Fig. ι der Zeichnung dargestellte Ausführungsform.
Es ist hierbei M die bindungslose Musterpatrone , auf welcher die Figur mit Isolierlack aufgetragen und der Grund blank ist. B1n ist die Bindungsvorrichtung (beispielsweise eine elektrische Bindungspatrone) für die Figur. Bg ist die Bindungsvorrichtung (beispielsweise ebenfalls eine elektrische Bindungspatrone) für die Grundbindung. Die Kontaktfedern der Musterpatrone M sind mit q,„, die der Bindungspatrone B1n mit q'b, die der Bindungspatrone Bg mit q"b bezeichnet. Als Bindungspatronen dienen blanke Metallplatten mit aufgelegten Lochkarten aus isolierendem Material.
Da hier nur zwei verschiedene Bindungen in der Ware vorkommen sollen, brauchen nur zwei Reihen Kupplungsvorrichtungen angeordnet zu sein.
Es sind dies die einander gegenüber angeordneten Kontaktreihen C1 C2 im oberen Teil der Fig. 1.
Die Anzahl der in jeder Reihe vorhandenen Kontakte C1 bezw. C2 entspricht genau der Anzahl der Kontaktfedern auf den Patronen M bezw. B.
Die Kontakte C1 sind an die Kontaktfedern q'b der Bindungspatrone B1n für die Figur, die Kontakte C2 an die Kontaktfedern q"b der Bindungspatrone B„ für den Grund angeschlossen. Jedes Kontaktpaar C1 C2 besitzt einen elektromagnetischen Umschalter. Diese Umschalter bestehen aus je einem Elektromagneten D, dessen Anker α hakenförmig gestaltet ist und in der Ruhestellung den aufrechtstehenden Arm h eines Umschalterwinkelhebels h k entgegen Federwirkung festhält, wodurch der andere Arm k in Berührung mit dem Kontakte C1 erhalten wird. Der Arm k des Umschalterhebels h k ist zweckmäßig federnd und besitzt am Ende Kontaktstücke. Die Lager i der Umschalterhebel h k sind voneinander, nicht aber von den Umschalterhebeln isoliert und durch Leitungen an die einen Pole der entsprechenden Auslösungselektromagnete E, beispielsweise einer Kartenschlagmaschine, angeschlossen. Die anderen Pole der Elektromagnete E stehen dauernd mit einer Rückstromschiene 10 in Verbindung, die an die Rückleitung zur Stromquelle Q. angeschlossen ist. Auch die zweiten Pole der Ümschalterelektromagnete D für die Musterkontakte sind an eine Rückstromschiene 11 angeschlossen, welche durch eine Leitung mit der Rückleitung zur Stromquelle Q in Verbindung steht. Es ist nun leicht einzusehen, daß von allen Kontaktfedern, welche auf dem blanken Grunde der Patrone M liegen, eine Erregung der zügehörigen Ümschalterelektromagnete bewirkt wird, wenn diese Patrone M durch einen Wender C in den die Stromquelle Q und die Ümschalterelektromagnete D für die Musterkontakte enthaltenden Stromkreis eingeschaltet wird.
In der Zeichnung sind dies beispielsweise die Kontaktfedern q,„.2O, qm.21 und qm.2i. Die diesen Kontaktfedern entsprechenden Ümschalterelektromagnete Z)20, D21 und D23 ziehen ihre hakenförmigen Anker α an, die Umschalterhebel folgen der Wirkung ihrer Federn, verlassen die betreffenden Kontakte C1 und treten mit den Kontakten C2 in Berührung. Jetzt hat man in den Kontaktreihen C1 und C2 die Musterpunkte der Figur und des Grundes getrennt. Dabei entsprechen die soeben geschlossenen Kontakte C2 den Musterpunkten des Grundes und die geschlossen gebliebenen Kontakte C1 den Musterpunkten der isolierten Figur. Da nun entsprechend die Musterkontraktreihen C2 mit den Kontaktfedern q"b der Bindungspatrone Bs für den Grund, die Musterkontaktreihen C1 aber mit den Kontaktfedern q'b der Bindungspatrone B1n für die Figur verbunden sind, so hat man nur nötig, die Musterpatrone M, welche ihren Zweck erfüllt hat, auszuschalten und dafür durch den Wender C die Bindungspatronen Bg und B1n in den Stromkreis einzuschalten, welcher die Musterkontaktreihen C1 c2 und die Auslöseelektromagnete E für die. Stempel der Kartenschlagmaschine enthält. Der Wender C hat dann die gezeichnete Stellung. Da in der Zeichnung die Musterkontaktvorrichtungen für den 16. bis 25., die Auslöseelektromagnete für die Stempel der Kartenschlagmaschinen beispielsweise für den 16. bis 21. Musterpunkt dargestellt sind, so ergibt sich bei Verfolgung der Stromwege, daß von den Auslöseelektromagneten E16, E18 EM und E20 erregt werden, wodurch die von ihren hakenförmigen Ankern festgehaltenen Platinen ρ sich senken und damit die gelenkig mit den Lochstempeln verbundenen Zwischenstempel der Kartenschlagmaschine gesenkt werden, so daß sie aus dem Bereich der ihnen zugehörenden Druckstücke des Druckbarrens der Schlagmaschine kommen. Es findet somit beispielsweise nur für die Musterpunkte ι J und 21 eine Lochung der Karte auf das entsprechende Stück statt.
Die Einrichtung der elektromagnetischen Umschalter, welche zur Ausübung des Verfahrens dienen, kann dabei ganz beliebig gewählt werden.
Nach dem erfolgten Schlage der Karten werden die Bindungspatronen durch den Wender C wieder ausgeschaltet und die elektromagnetischen Umschalter wieder in ihre Anfangsstellung zurückgebracht.
ίο Letzteres kann beispielsweise gleichzeitig durch eine Stange S . erfolgen, welche mit Mitnehmern s versehen ist, die beim Zug der Stange S nach rechts die Arme h der Umschalterhebel h k erfassen und mitnehmen, bis die Haken α sie wieder erfaßt haben. Zu gleicher Zeit werden die niedergefallenen Platinen ρ der Kartenschlagmaschine in bekannter Weise durch Anheben des Platinenbodens A gehoben, um nach dem Zurückgehen des Platinenbodens A von den Hakenailkern der Auslöseelektromagnete E wiederum festgehalten zu werden. Darauf wird durch den Wender C nach Weiterschaltung aller Patronen um eine Schußlinie wiederum die Musterpatrone M eingeschaltet und der Vorgang wiederholt sich für die neue Schußlinie in derselben Weise, wie bereits beschrieben.
In allen den Fällen, wo nicht nur Grund und Figur als Ganzes verschiedenbindig auftreten, sondern die Figur aus einer Anzahl andersbindiger Teile zusammengesetzt ist und die Kontur ebenfalls als Teil des Musters eine besondere Abbindung erhalten soll, kann man mit einem Umschalter mit zwei Musterkontakten und einer einzigen Musterpatrone nicht auskommen.
Man bedarf dazu Mehrfachumschalter, deren Kontakte in der Anzahl derjenigen der Musterteile (der einzelnen Figurteile einschließlich des Grundes) entspricht.
Die Erfindung dieser Mehrfachumschalter ist an sich gleichgültig.
Man kann aber für alle die komplizierten Gewebe auch nicht mit einer einzigen Musterpatrone auskommen und zieht deshalb in allen diesen Fällen der elektrischen Ausführungsform das Verfahren nach Patent 135364, insoweit es die Trennung der Musterpatrone in Teilpatronen betrifft, hinzu, oder benutzt Patronen, bei denen Grund und Figur bezw. deren einzelne Teile in den Konturen elektrisch voneinander getrennt sind.
In der Zeichnung Fig. 2 sind die gleichbindigen Musterteile mit gleichen römischen Zahlen bezeichnet.. Es erhalten also die mit I bezeichneten großen Sternspitzen gleiche Bindung, ebenso die mit. II bezeichneten kleinen Sternspitzen und die beiden mit IV bezeichneten Teile des Grundes gleiche Bindung. Die mit III bezeichnete Kreisringfläche erhält für sich besonders eine andere Bindung.
Als Umschalter für die Musterpatronen bezw. Patronenteile dient im Falle der Zeichnung ein Kontaktschieber, wie auch die Umschalter C der Patronenkontakte ihn beispielsweise besitzen. Derselbe besitzt fünf Kontaktstücke 1, 2, 3, 4, 5 senkrecht übereinander auf der einen Seite und eine dazu parallele Kontaktschiene auf der anderen Seite. Zwischen den Kontaktstücken und der Kontaktschiene können federnde Kontaktrollen n\ n'.2 durch den Schieber C auf- und abbewegt werden. An die Kontaktstücke 1 bis 4 sind entsprechend die Musterteile I bis IV angeschlossen, während vom Kontaktstück 5 eine Leitung zu einer Verbindungsschiene \ führt, an welche die Bindungspatronen B„n Bm Bmz für die einzelnen Figurteile und Bg für den Grund angeschlossen sind. Die Kontaktschiene des Umschalters C ist an die . Stromquelle Q. angeschlossen.
Bei den Umschaltern für die Musterkontakte sind die letzteren C1 C2 C3 C4 senkrecht übereinander und gegenüber einer ihnen entsprechenden , zu ihnen parallelen Kontaktschiene g angeordnet. Die Kontakte C1 C2 C3 C1 sind unter sich und von der Kontaktschiene g isoliert. Zwischen den Kontakten und der Kontaktschiene g ist senkrecht ein Schieber h beweglich, welcher an federnden Armen Kontaktrollen i k trägt, deren eine über die Kontakte C1 C2 C3 c4, die andere über die Kontaktschiene g' gleitet. Die Rollen i und k sind unter sich leitend verbunden, bilden also bei entsprechender Stellung eine Strombrücke zwischen einem der Kontakte c und der Kontaktschiene g.
Die Kontaktschieber h hängen gleich dem Kontaktschieber C des Patronenumschalters an Schnüren s, welche sich beispielsweise auf eine nicht mit gezeichnete Trommel bei Drehung derselben aufwickeln, um die Kontaktschieber anzuheben, oder sich abwickeln, um sie zu senken. Die Kontaktfedern ^1 der Bindungspatrone B„n sind an die Musterkontakte C1, diejenigen qi,.2 der Bindungspatrone Bm.2 an die Musterkontakte c2, diejenigen 37,3 der Bindungspatrone Bmi an die Musterkontakte C3 und diejenigen q^ der Musterpatrone Bg an die Musterkontakte C4 angeschlossen.
Die höchste Stellung der Schieber h und C ist die Anfangslage. In dieser müssen die Schieber h gesperrt werden, und zwar derart, daß sie auf elektromechanischen! Wege ausgelöst werden können. Es sind zu dem Zwecke Riegel I vorgesehen, welche fest mit den Ankern α von Elektromagneten D verbunden sind. Die Elektromagnete D besitzen zwei Wicklungen ν und ψ. Von diesen sind die.
Wicklungen w einerseits an die Patronenkontaktfedern qm der Musterpatrone M, andererseits an eine gemeinsame Rückleitungsschiene io angeschlossen, die durch eine Leitung mit dem anderen Pole der Stromquelle Q. in Verbindung steht. Die Wicklungen ν sind einander parallel an Leitungsschienen ii,i2 angeschlossen, welche ihrerseits unter Zwischenschaltung eines Schalters H mit den beiden Polen der Stromquelle Q in Verbindung stehen. Beim Schlüsse des Schalters H wird mithin bei allen Umschaltern D die Wicklung ν erregt und der Anker α vom Elektromagneten festgehalten.
Letzteres kann nun in zwei verschiedenen Stellungen des Riegels 1 geschehen, nämlich sowohl in der Sperrstellung, wie in der Ruhestellung desselben. Diese Stellungen an sich erhält der Riegel / durch mechanische Vorrichtungen, beispielsweise durch eine Druckleiste O, welche entgegen Federn f.2 abwärts bewegt wird und gegen welche die Riegel I mit den Ankern α sich federnd stützen.
Bei der in der Fig. 2 benutzten Kartenschlagmaschine sind die Auslösungselektromagnete für die Stempel ebenso eingerichtet, wie die Elektromagnete D für die Umschalter. Auch die Platinen ρ zur Auslösung der Lochstempel in der Kartenschlagmaschine sind fest mit den mit b bezeichneten Ankern der Auslöseelektromagnete E verbunden, und die Elektromagnete E besitzen zwei einander entgegengesetzt wirkende Wickhingen ν und w. Von diesen beiden Wicklungen sind diejenigen ν aller Elektromagnete E an Leitungsschienen 13, 14 angeschlossen, welche unter Zwischenschaltung des Schalters H mit den Polen der Stromquelle Q. in Verbindung stehen. Die zweiten Wicklungen n> der Elektromagnete E sind einerseits an die Kontaktschiene g der Musterkontaktumschalter h i k und andererseits an eine gemeinsame Rückleitungschiene 15 angeschlossen, welche zur Stromquelle Q. zurückführt.
Man verfährt nun wie folgt: Es werden mit Hilfe der gemeinsamen Trommel die Kontaktschieber h und der Kontaktschieber C gleichzeitig in ihre höchste Stellung, d. i. über die Musterkontakte C1 der Musterkontaktumschalter bezw. über den Kontakt ι des Patronenumschalters C hinaus gebracht. Diese Stellungen sind in der Zeichnung durch Strichel auf der Kontaktschiene und der Schiene (g) für C1 C2 C3 C4 angedeutet. Dabei wird die Druckleiste O entgegen ihrer unteren Feder f.2 nach unten gedrückt, so daß die Kontaktschieber h von ihren Riegeln I befreit sind. Gleichzeitig werden durch Anheben des Platinenbodens A die Platinen ρ der Kartenschlagmaschine in die höchste Stellung gebracht. Nunmehr wird Schalter".//" geschlossen; damit werden die Elektromagnete D und E durch die Wickhingen ν erregt und halten ihre Anker fest, so daß nunmehr trotz des Zurückgehens des Platinenbodens A die Platinen ρ in ihrer höchsten Stellung verbleiben und die Riegel / die Kontaktschieber h in ihrer Ruhestellung festhalten. Beim Rückgang des Platinenbodens A der Kartenschlagmaschine wird gleichzeitig die Druckleiste O der Riegel I entgegen der zwischen ihr und den Ankern α der Riegel angeordneten Feder fx aufwärtsbewegt, wodurch die Feder fx gespannt wird. Nunmehr werden die Kontaktschieber h gleichzeitig mit dem Kontaktschieber C durch Rückdrehung der Trommel, auf welche die Schnuren s aufgewickelt sind, gesenkt.
Kommen die Kontaktschieber mit ihren Kontaktrollen i k in Höhe der Musterkontakte C1 bezw. die Kontaktrollen n\ n',2 des Patronenumschalters' in Höhe des Kontaktes ι, so werden durch letzteren alle mit I bezeichneten Teile der Patrone in den Stromkreis, welcher die Stromquelle und die Elektromagnetwicklungen w der Umschalterelektromagnete D enthält, eingeschaltet. In- go soweit die Kontaktfedern qm auf der Musterpatrone M die Musterteile I berühren, werden mithin jetzt die Wicklungen w der betreffenden Elektromagnete D mit Strom versehen, und es wird die Wirkung der Wicklungen ν der betreffenden Elektromagnete auf die Anker α aufgehoben, so daß diese unter dem Drucke der Federn Z1 mit den Riegeln / gegen den Kontaktschieber h vorschnellen und in dessen Sperrverzahnung eintreten.
Bei der jetzt folgenden weiteren Abwärtsbewegung der Kontaktschieber h und C bleiben die so gesperrten Kontaktschieber h somit in Höhe der Kontakte C1 bezw. 1 stehen. Dann wird durch den Kontaktschieber C die Verbindung zwischen dem Musterteile I und den Wicklungen w der Elektromagnete D unterbrochen und es kommen nunmehr die Wicklungen w wieder zur Wirkung, welche die Riegel I weiterhin in der Sperrstellung festhalten. Gelangen dann die Kontaktschieber h auf den nächsten Kontakt C2 und der Kontaktschieber C gleichzeitig auf den Kontakt 2, so werden die Musterteile II in den die Stromquelle und die Wicklungen w der . Elektromagnete D enthaltenden Stromkreis eingeschaltet; die Wirkung ist hier genau dieselbe wie vorhin. Die auf dem Figurteil II aufliegenden Kontaktfedern qm gestatten den Stromübergang nach den AVicklungen n> der entsprechenden
Umschalterelektromagnete D und es erfolgt die Sperrung der betreffenden Kontaktschieber h in Höhe der Kontakte C1. Bei der weiteren Senkung der Kontaktschieber werden infolge der Unterbrechung zwischen den Kontakten 2 und 3 die Wicklungen w wieder stromlos und die Wicklungen ν legen die in die Sperrstellung gelangten Riegel I wieder fest. Dasselbe, wie vorbeschrieben, wiederholt sich auch beim AVeitergange der Kontaktschieber über die Kontakte C3 und C4 der Musterkontaktumschalter bezw. 3 und 4 des Patronenumschalters C. Es sind dann alle Musterpunkte der verschiedenen andersbindigen Teile des Musters anf die Musterkontaktreihen C1 C2 C3 c4 übertragen. Diese können nunmehr weiter benutzt werden, um die Bindungen mit Hilfe der Bindungspatronen B einführen.
Zu letzterem Zwecke wird der Kontaktschieber C noch weiter gesenkt, so daß er in Höhe des Kontaktes 5 tritt. Dann sind auch die letzten Teile IV der Musterpatrone ausgeschaltet und es ist ein Stromkreis geschlossen, welcher sämtliche Bindungspatronen, die Musterkontakte c, die Kontaktschienen g und die Wicklungen w der Auslöseelektromagnete E der Kartenschlagmaschine enthält.
Es werden somit die Wicklungen w aller derjenigen Elektromagnete E erregt werden, für welche ein Stromschluß durch die Umschalter h und gleichzeitig durch die zugehörige Bindungspatrone bewirkt ist.
Damit sind sämtliche Musterpunkte der betreffenden Schußlinie mit den ihnen zugehörigen Bindungspunkten auf die Auslöseelektromagnete der Stempel der Kartenschlagmaschine übertragen, und die Karte für die betreffende Schußlinie der Musterpatrone kann geschlagen werden. Für die nächste Schußlinie werden alle Teile der Vorrichtung in die Anfangslage zurückgeführt und der Schalter H wieder geöffnet, worauf sich der Vorgang genau wie vorher wiederholt.
Bisher waren nur Gewebe vorausgesetzt, deren Muster durch die verschiedenen Bindungen des Grundes und der Figur bezw. deren einzelner Teile gebildet wurden. Man erzielt aber verschiedene Wirkungen im Muster bei Geweben auch dadurch, daß man verschiedenfarbige Ketten- und Schußfäden benutzt und namentlich für dasselbe Schuß fach mehrere andersfarbige Schußfäden verwendet, wie z. B. bei lancierten und, broschierten Waren. Bei lancierten Geweben gehen die verschiedenfarbigen Schüsse über die ganze Gewebebreite, bei broschierten Geweben dagegen reichen die farbigen Schußfäden nur immer über den betreffenden Figurteil.
Man läßt beim Lancieren und Broschieren zur Erzielung des betreffenden farbigen Effektes den entsprechenden farbigen Schußfaden ganz oder auf größeren Strecken über dem betreffenden Teil der Figur flottliegen, so daß der Faden alle übrigen Fäden des Gewebes in dem betreffenden Figurteil deckt. Im übrigen kann der Schußfaden in beliebiger Weise mit der Kette abgebunden sein oder auf der Rückseite des Gewebes flottliegen.
Auch für alle diese Fälle läßt die vorliegende Neuerung sich ohne weiteres benutzen.
Es ist vollkommen gleichgültig, ob das Muster durch mehrfarbige Schüsse oder durch mehrfarbige Kette gebildet werden soll. Im letzteren Falle ändert man zweckmäßig die Kontaktschienen g der Musterkontakte, indem man dieselben in ebensoviele Kontaktstücke Sv S-i'Sz und Si zerschneidet, als Kontakte C1 C2 usw. vorhanden sind.
Die Kontaktreihen gv g.,, g.A und gi sind dann an die entsprechenden Auslöseelektromagnete E der Chorplatinen angeschlossen, die ihnen gegenüberstehenden Kontaktreihen C1, C2, C3 und C4 wie vorher an die Bindungsvorrichtungen.
Die Auftrennung der Kontaktschienen g der Fig. 2 ermöglicht auch sofort die Herstellung von Geweben mit mehrfarbiger Kette und mehrfarbigem Schuß. Es kommt auch hierbei im wesentlichen nur auf die richtige Zusammenstellung und Auflage der Bindungskartenketten an.
Man hat aber bei lancierten und broschierten Geweben noch eins zu beachten. Bei weit, also über viele Kettenfäden flottliegenden, musterbildenden Schußfäden ist es, um Verschiebungen der Fäden im fertigen Gewebe zu vermeiden und sie in ihrer Lage zu sichern, notwendig, die flottliegenden Fäden auch innerhalb der von ihnen gebildeten Musterfläche mit einer Bindung zu versehen. Man benutzt für diese Bindungen des flottliegenden Fadens innerhalb seiner Musterfläche bekanntlich entweder die Grundkette selbst oder bei feineren Geweben eine feine Hilfskette. Für das vorliegende Verfahren ist es gleichgültig, ob das eine oder das andere in Betracht zu ziehen ist.
Man kann zur Einführung solcher Bindungen ebenso wie zur Einführung der Bindungen der übrigen, unter dem jeweils flottliegenden Faden liegenden Fäden die gemäß den Musterpatronen eingestellten Musterkontakte und Bindevorrichtungen benutzen.
Ferner kann der Fall eintreten, daß die nicht musterbildenden Lancierfäden im Interesse des Zusammenhanges des Gewebes abgebunden werden müssen, und zwar geschieht dies da, wo sich Gelegenheit zur unauffälligen Abbindung bietet. Die Bindungen gelten
dann nur für eine Schußlinie, die Bindungen mehrerer Schußlinien sollen sich aber nicht zu einer Musterbindung zusammenfügen.

Claims (5)

. Patent-Ansprüche:
1. Levier- und Kartenschlagvorrichtung zum gleichzeitigen Schlagen sämtlicher Kartenlocher eines Blattes, bei welcher das Levieren von bindungslosen Patronen
ίο unter selbsttätiger Einfügung beliebiger und beliebig vieler verschiedener Bindungen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Musterpunkt der bindungslosen Patrone zwischen diesem und dem Schlagstempel so viele Kupplungsvorrichtungen (z. B. elektrische Kontakte c) angeordnet sind, als das Muster Bindungen (Farben) enthält, wobei diese Kupplungsvorrichtungen so eingerichtet sind, daß das Einschalten der einen das Ausschalten aller übrigen, zum gleichen Musterpunkte gehörigen bedingt.
2. Levier- und Kartenschlagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Schließung in der Form elektrischer Kontakte (c) vorgesehenen Kupplungsvorrichtungen für jede derselben ein elektromagnetischer Schalter (D h) vorgesehen ist, welcher bei Beeinflussung durch den blanken Teil der Musterpatrone (M) den Stromkreis schließt, in den die zugehörige elektrischeBindungsvorrichtung (Bindungspatrone B) und der Auslöseelektromagnet (E) für den Stempel (bezw. die Platine) eingeschaltet sind.
3. Levier- und Kartenschlagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Musterpunkt ein elektromagnetischer Umschalter (D Ix) vorgesehen ist, dessen als Kupplungsvorrichtungen dienende Kontakte (c) an die Bindungsvorrichtung des Grundes (Bindungspatrone Bg) und der Figur (Bindungspatrone Bm) angeschlossen sind und welche somit beim Schlüsse je nach der Lage des betreffenden Musterpunktes im Grunde oder der Figur die eine oder andere Bindungsvorrichtung (Bg oder B1n) in den die Auslöseelektromagnete (E) der Stempel (bezw. Platinen) enthaltenden Stromkreis einschalten.
4. Levier- und Kartenschlagvorrichtung nach Anspruch 1 und 3 für die Herstellung von Musterkarten für Gewebe mit mehr als einer Bindungsart (Farbe) in Grund und Figur, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kupplungsvorrichtungen dienenden Musterkontakte aus je einem Paar Kontaktstücken (c g) bestehen, von denen die einem bestimmten Musterpunkte zugehörigen Paare hintereinander angeordnet sind und deren Schluß durch ein zwischen ihnen verschiebbares Kontaktstück (hik) erfolgt, welches durch ein von den Musterpatronen aus elektromagnetisch eingestelltes Gesperre (h 10 w) zwischen dem betreffenden Kontaktstückenpaare festgehalten wird.
5. Levier- und Kartenschlagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Musterteil der Schußlinie eine besondere elektromagnetische Kontaktvorrichtung (C1 C2 C3 usw.,) vorgesehen ist, welche bei ihrem Schlüsse die dem betreffenden Musterteile zugehörige elektrische Bindungsvorrichtung in den die Auslöseelektromagnete für die Stempel (bezw. Platinen) enthaltenden Stromkreis einschaltet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924320C (de) * 1940-05-09 1955-02-28 Grosse Levier- und Kartenschlagmaschine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE924320C (de) * 1940-05-09 1955-02-28 Grosse Levier- und Kartenschlagmaschine

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