DE152173C - - Google Patents

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DE152173C
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hydrogen peroxide
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distilled
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/03Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates
    • C01B15/032Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates from metal peroxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ein absolut chemisch reines und infolgedessen haltbares Wasserstoffsuperoxyd läßt sich nur durch Destillation herstellen, doch war diese Operation bisher immer eine ziemlieh gefahrvolle, da Explosionen niemals ausgeschlossen waren. Wolffenstein (Patentschrift 85802) ist es zuerst geglückt, das Wasserstoffsuperoxyd zu destillieren. In der Beschreibung dieses Patentes sagt er:
»Ich habe nun gefunden, daß das Wasserstoffsuperoxyd an und für sich gegen Einwirkung der Wärme durchaus nicht so zersetzlich ist, wie allgemein angenommen wird, sondern daß dies nur von ganz bestimmten Substanzen veranlaßt wird, von welchen allerdings oft die minimalsten Spuren genügen, um eine Zersetzung herbeizuführen, α
Er stellte daher folgende Anforderungen an ein zu destillierendes Wasserstoffsuperoxyd:
1. es muß neutral oder sauer sein;
2. es darf keine Substanzen enthalten, welche zersetzliche Peroxyde liefern;
3. es muß frei sein von unlöslichen Körpern jeder Art, auch von indifferentem chemischen Charakter.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß in einer Lösung von Wasserstoffsuperoxyd ausgeschiedenes schwefelsaures Natron, schwefelsaures Kali und andere ausgeschiedene Salze auf das in Lösung befindliche Wasserstoffsuperoxyd keinerlei zersetzende Wirkung ausüben, selbst beim Eindampfen der Lösung im Vakuum nicht. Dadurch wurde der bei der Aufbewahrung und Destillation des Wasserstoff superoxydes bisher geltende Grundsatz, daß alle fremden Substanzen, selbst auch ganz indifferenten chemischen Charakters, zersetzend wirken, als unzutreffend erkannt. Damit verlor auch die von Wolffenstein in seiner Patentschrift 85802 an ein zu destillierendes Wasserstoffsuperoxyd gestellte dritte Anforderung an allgemeiner Gültigkeit.
Zwar hat auch Thenard schon (siehe Gmelin-Kraut, Handbuch der anorg. Chemie, 6. Aufl., I. Bd., Abtlg. 2 (1872), S. 59) eine Anzahl von Körpern aufgeführt, die nach ihm ohne zersetzende Wirkung auf das Wasserstoffsuperoxyd sein sollten, worunter allerdings auch Natriumsulfat und Kaliumsulfat sich befinden. In gleiche Linie mit diesen aber stellte er auch Tonerde, Eisen, phosphorsaures Natron, salpetersaures Blei und Chlorzink. Von diesen haben sich indessen Tonerde und ihre Salze, Eisen und seine Salze und ganz besonders salpetersaures Blei als eminent zersetzende Substanzen herausgestellt, während bei Anwesenheit von phosphorsaurem Natron und Chlorzink die Destillation nur unter bedeutenden Verlusten und dementsprechend auch unter Explosionsgefahr möglich ist.
Daraus ist ersichtlich, daß diese Ausführungen Thenards gar keinen Anhalt boten, wonach man schon von vornherein auf die größere oder geringere Beeinflussung der
Destillation durch das eine oder andere Salz hätte schließen können, um so weniger, da auch gar nicht angegeben ist, ob seine Versuche bei gewöhnlicher oder höherer Temperatur ausgeführt wurden. Dies ist aber im vorliegenden Falle von der größten Bedeutung, da sich auch gezeigt hat, daß manche Salze bei gewöhnlicher Temperatur verhältnismäßig unschädlich sind, während bei Er-·
ίο höhung der Temperatur durch sie sofort eine heftige Zersetzung des Wasserstoffsuperoxydes hervorgerufen wird. Zur Feststellung dieser Tatsache bedurfte es sehr sorgfältiger und systematischer Untersuchungen.
Die praktische Nutzanwendung aus den Resultaten dieser Untersuchungen ist die Darstellung des hochkonzentrierten Wasserstoffsuperoxydes durch direkte Destillation der bei Einwirkung von Schwefelsäure auf Natriumsuperoxyd erhaltenen Lösung. Während man früher nur die sorgfältig gereinigten und dadurch sehr verdünnten' Laugen destillieren konnte, verwendet man nach vorliegendem Verfahren ein hochkonzentriertes Rohprodukt, welches direkt der Destillation unterworfen wird und sofort ein sehr hochkonzentriertes, haltbares Produkt liefert. Hierin ist ein bedeutender technischer Effekt begründet.
Bisher erschien es als absolut untunlich, Wasserstoffsuperoxyd bei Gegenwart von solchen Mengen Fremdkörpern zu destillieren, und es bedurfte stets der sorgfältigsten und kostspieligsten Verfahren, das Wasserstoff superoxyd vorher möglichst von jedem Fremdkörper zu befreien.
Beispiel.
Etwa 2Oprozentige Schwefelsäure wird unter Umrühren nach und nach mit Natriumsuperoxyd in kleinen Portionen versetzt, während man für Abkühlung durch fließendes Wasser sorgt. Dabei scheidet sich das schwefelsaure Natron in kleinen Kristallen ab. Gleichzeitig steigt der Gehalt an Wasserstoffsuperoxyd. Wenn die bestimmte Menge der Natriumverbindung eingetragen ist, trennt man das ausgeschiedene Sulfat durch Filtration von der Lösung. Dasselbe beträgt je nach Temperatur und Konzentration, bei welcher man gearbeitet hat, die Hälfte bis zwei Drittel der gesamten berechneten Menge. Infolge der hierdurch erzielten Volumenverminderung der Masse kann an der Größe der Destillationsgefäße bedeutend gespart werden. Die filtrierte Lösung wird hierauf destilliert. Dabei scheidet sich natürlich bei zunehmender Konzentration wieder festes schwefelsaures Natron ab. Dasselbe ist aber, wie schon oben hervorgehoben wurde, ganz unschädlich und zersetzt das Wasserstoffsuperoxyd nicht, so daß man die gesamte Flüssigkeit über dem sich ausscheidenden Salze abdestillieren kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Verfahren zur Darstellung von hochkonzentriertem, chemisch reinem Wasserstoffsuperoxyd durch direkte Destillation des aus Natriumsuperoxyd und Schwefelsäure erhaltenen Rohwasserstoffsuperoxydes ohne vorherige Entfernung des gelösten schwefelsauren Natrons.
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