DE152167C - - Google Patents

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DE152167C
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Germany
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fermentation
sludge
sugar
wastewater
waste water
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/02Aerobic processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W10/00Technologies for wastewater treatment
    • Y02W10/10Biological treatment of water, waste water, or sewage

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
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  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Biological Treatment Of Waste Water (AREA)
  • Purification Treatments By Anaerobic Or Anaerobic And Aerobic Bacteria Or Animals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten biologischen Verfahren zur Reinigung von Zuckerfabrikabwässern haben den Nachteil, daß besonders bei Beginn von Frostwetter der Reinigungsprozeß zu langsam fortschreitet und daher nicht der gewünschte Erfolg erzielt wird.
Es ist nachgewiesen worden, daß dieser Nachteil hauptsächlich darin liegt, daß die verschiedenen Abwässer gemischt verarbeitet
ίο werden, wie z. B. beim Rieselverfahren und dem Verfahren nach Proskowetz, wobei nicht berücksichtigt wird, daß die Gärfähigkeit der zuckerhaltigen Wasser abnimmt, wenn man dieselben verdünnt.
Es ist somit wichtig, die Abwässer zu trennen, die mehr Zucker enthalten, wie z. B. Diffusionswasser und Waschlaugen der Knochenköhlestation usw., und diese getrennt zu verarbeiten,
Aber auch die Gärung dieser erfolgt nicht vollkommen, wenn sie sich selbst überlassen bleiben, da sie bald sauer werden und dadurch die Tätigkeit der Milchsäurefermente (welche hier besonders wirken), wie bekannt, bald abnimmt. Bei dem alten Verfahren der Reinigung" der getrennten Abwässer wurde zur Entfernung der schädlichen Säurewirkung Kalk zugesetzt (vergl. auch König, Die Verunreinigung der Gewässer, 1887, S. 277).
Das hat aber den Nachteil, daß alkalische Wässer erzielt wurden, in denen Fische nicht leben konnten. Auch Kalk aus der Saturation hat man bereits Zuckerfäbrikabwässern zugesetzt, doch nicht zu dem Zweck, die Gärfähigkeit zu erhöhen, sondern lediglich als Fällungsmittel (vergl. König, Die Verunreinigung der Gewässer, 1899, Bd. II, S. 248).
Den vorgenannten Übelständen abzuhelfen, ist der Zweck vorliegender Erfindung, weleher dadurch erzielt wird, daß. den getrennten, mehr verunreinigten Abwässern Scheideschlamm zugesetzt wird, um die Gärfähigkeit dieser Wässer zu erhöhen. Der Schlamm enthält nur ganz geringe Mengen Ätzkalk, jedoch ist diese Menge genügend, um alle Säuren der Abwässer zu neutralisieren, ohne dieselben alkalisch zu machen. Gleichzeitig enthält der Sfcheideschlamm etwa ι Prozent Zucker und alle organischen Salze, welche durch die Scheidung und. Saturation aus dem Saft ausgeschieden worden waren. Alle diese Körper haben die Fähigkeit, die Gärung zu vergrößern, besonders die phosphorsaüren und Stickstoffverbindungen.
In dieser Weise erfolgt die Gärung sehr lebhaft mit starker Gasentwicklung, wenn man zu den getrennten, stärker verunreinigten Abwässern (wie Diffusionswässern, welche O, τ5 bis 0,30 Zucker enthalten) Scheideschlamm zusetzt. Infolge der beschleunigten Gärung kann man- die Wässer schon nach kurzer Zeit filtrieren, wonach sie vollständig rein erhalten werden.
Hierbei vollzieht sich das Reinigungsverfahren ununterbrochen, d. h. so, daß die mit Schlamm gemischten Abwässer dem Gärteich von einer Seite zufließen, wo die Gärung so-
fort beginnt, der Schlamm sich absetzt und auf der anderen Seite des Teiches die 'Abwässer fast rein abfließen.
In dieser Weise gelingt es schon in g-anz kurzer Zeit, selbst die Diffusionswässer zu zerlegen, welche sich, wie bekannt, am schwersten reinigen lassen. Sie befinden sich beim Verlassen des Gärteiches in . einem solchen Zustand, daß es leicht ist, dieselben
ίο durch Rieselung nach alter Art oder nach den neueren biologischen Verfahren in vollständig unschädlichen Zustand überzuführen. Gleichzeitig mit dem guten Erfolg der Reinigung der Abwässer hat das neue Ver-
15. fahren den Vorteil, daß die Eigenschaften
/ des Scheideschlammes sich dabei vollständig" ändern. Der Scheideschlamm, wie er jetzt von den Zuckerfabriken erzielt wird, stellt eine schmierige, schlecht zerteilbare Masse dar, und es vergehen viele Monate, ja selbst Jahre, ehe aller Zucker darin zersetzt ist.
Bei dem hier vorgeführten neuen Verfahren erzielt man dagegen den Schlamm als eine leichte, bröcklige Masse, ähnlich wie Tuffstein, welche kurze Zeit nach Schluß der Kampagne annähernd an der Luft austrocknet und in solchem Zustand sich leicht abfahren läßt und leicht und gleichmäßig auf den Feldern verteilbar ist. Gleichzeitig vergrößert sich sein Düngerwert, was durch die Praxis im letzten Jahre festgestellt worden ist.
In der Weise ist das neue Verfahren besonders wichtig für diejenigen Fabriken, welche auch im Absatz des Filterschlammes Schwierigkeiten haben.
Das neue Verfahren hat folgende Vorzüge:
1. Volle und rasche Reinigung der Abwasser der Zuckerfabriken von ihren organischen Verunreinigungen.
2. Einfache und kleine Einrichtung zu diesem Zweck.
3. Die Erzielung des. Schlammes, in porösem Zustand, in welchem er großen Düngerwert hat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Reinigung von Zuckerfabrikabwässern durch Gärung, dadurch gekennzeichnet, daß man den von den übrigen Abwässern getrennt aufgesammelten Schnitzelpreß- und Schwemmwässern zwecks Erhöhung der Gärfähigkeit Scheideschlamm zusetzt, wobei letzterer gleichzeitig aus dem kompakten in einen schwammigen Zustand übergeführt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1096295B (de) * 1953-02-02 1960-12-29 Infilco Inc Verfahren zur biologischen Reinigung von sauren Abwaessern mittels aerober Belebtschlaemme

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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