DE15204C - Neuerungen am Cylinderverschlufs von Hinterladegewehren - Google Patents
Neuerungen am Cylinderverschlufs von HinterladegewehrenInfo
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- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/06—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
- F41A19/13—Percussion or firing pins, i.e. fixed or slidably-mounted striker elements; Mountings therefor
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A15/00—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun
- F41A15/12—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun for bolt-action guns
- F41A15/14—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun for bolt-action guns the ejector being mounted on or within the bolt; Extractors per se
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
An dem Gewehre M/71 hat der Erfinder, in
der Absicht dasselbe zu vervollkommnen, einige Abänderungen angebracht, welche hier nachstehend
beschrieben werden sollen.
Dieselben beziehen sich zum Theil auf Aenderungen an dem Schlosse, und zwar auf eine
Kupplung des Schlagbolzens, des Schlöfschens und der Schlagbolzenmutter; zum Theil auf eine
Vorrichtung, durch welche die Patronenhülsen nicht nur wie bisher durch den Auszieher ausgezogen,
sondern auch gleichzeitig von demselben noch ausgeworfen werden.
. Was die erwähnte Kupplung betrifft, so ist· durch dieselbe eine feste Verbindung des Schlagbolzens
mit dem Schlöfschen und der Schlagbolzenmutter bezweckt. Diese feste Verbindung soll verhüten, dafs beim Zurückziehen des Abzugstollens
das Schlöfschen für sich allein vorzeitig vorfahren kann, sondern immer nur in Verbindung mit dem Schlagbolzen und der
Schlagbolzenmutter. Dadurch will der Erfinder die Wurfhöhe des Schlosses selbst bei schwächerer
Feder erhöhen und so die Entzündung des Zündhütchens sichern.
Die Aenderungen .an dem Schlosse sind auf Blatt I in den Fig. 1 bis 28 dargestellt.
Der Schlagbolzen A, Fig. 1 und 10, erleidet
gegen früher folgende Abänderung: Der Schaft desselben ist dicker und besitzt beim Uebergang
auf den dünneren hinteren Theil α einen konischen Ansatz b, an welchem sich das Schlöfschen
B mit einer entsprechenden Bohrung anlehnt. Auf dem hinter dem Schlöfschen B vorstehenden
Gewindetheil schraubt sich die Schlagbolzenmutter C dicht auf.
Um deren zufällige Drehung zu verhindern, hat dieselbe eine Senkung c, Fig. 8 und 9, in
welche sich die Sicherung D, Fig. 1, 3, 4 und 5, durch eine dafür bestimmte Feder d einlegt
oder einschiebt.
Zur besseren Führung des Schlöfschens B ist eine Nuth im Kreuztheil der Hülse E eingefräst
(s. e in Fig. 1 und 11), in welche das Schlöfschen
mit einer Nase η eingreift und sich führt, ebenso wie eine Nase p an der Schlagbolzenmutter
c ihre Führung darin findet. Diese Führung ermöglicht die Abänderung des Schlagbolzens
an seiner Spitze, dahin gehend, dafs derselbe nunmehr glatt konisch wird und der
schaufeiförmigen Führimg im Verschlufskopf F nicht mehr bedarf, Fig. 1, 23, 24, 25 und 26.
Dadurch wird eine beträchtliche Verminderung der Reibung in den einzelnen Schlofstheilen
erzielt. .
■ An der Sicherung D ist vor dem Bunde, gegen den Rand desselben sich stemmend, eine
Schraubenfeder d angebracht, deren anderes Ende sich an die entsprechende Bohrung im
Schlöfschen anlehnt. Diese Feder bewirkt, dafs der Bund der Sicherung in eine Vertiefung c
der Schlagbolzenmutter C, Fig? 8 und 9, einspringt, und die Sicherung darin in ihrer Lage
in der ihr gegebenen Stellung, ob gesichert ist oder nicht, genügend festhält.
Die Sicherung ist in den Fig. 3, 4, 5 und 6 besonders gezeichnet. Ihr Schaft d1 ist auf
eine gewisse Länge bis auf die Hälfte weggeschnitten. Dreht man sie um i8o° herum,
indem man den Flügel d2 von rechts nach links herumwirft, so tritt die stehengebliebene
Hälfte des Schaftes d1 in eine entsprechende
Ausfräsung t1, Fig. ι und 22, der Kammer.
Schlöfschen, Schlagbolzenmutter und Kammer können alsdann ihre relative Lage gegen einander
nicht mehr ändern, wenn auch der Abzugsstollen niedergezogen würde. Die Gestaltung
der Theile des Schlosses ist aus den übrigen Figuren zu ersehen.
Die Vorrichtung, durch welche die Patronenhülsen nicht nur wie bisher durch den Auszieher
ausgezogen, sondern auch gleichzeitig von demselben noch ausgeworfen werden, ist auf dem
Blatte II in drei verschiedenen Modificationen dargestellt.
Die Fig. 1 bis 4 stellen die erste, die Fig. 5 bis 8 die zweite und die Fig. 9 bis 13 die
dritte Art der Ausführung dieser Auswerfvorrichtung dar.
Die Fig. 1 ist eine Ansicht in der Längenrichtung
von der Gewehrkammerhülse a mit einem Theil der Kammer b mit normaler Stellung
der Auswerfvorrichtung C.
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt nach Linie C-D der Fig. 1, die Auswerfvorrichtung in ihrer normalen
Stellung zeigend.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Kammerhülse α ohne Kammer nach Linie A-B der
Fig. 2 mit normaler Stellung der Auswerfvorrichtung.
Fig. 4 ist ein eben solcher Schnitt, die Auswerfvorrichtung C, jedoch in ihrer höchsten Stellung
zeigend.
An der Kammerhülse α ist am Umfang auf der linken Seite eine erhöhte Fläche d angebracht,
auf welcher, um die Schraube e drehbar, die Auswerfvorrichtung C angeordnet ist.
Auf der inneren Seite f der letzteren (der an die erhöhte Fläche d anliegenden Seite) befindet
sich eine Nase g, welche durch die Kammerhülse α hindurchgeht und in ihrer normalen
Stellung, wie aus Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich ist, in die Nuth i vorsteht, in welcher der an der
Kammer b angebrachte Auszieher h läuft.
Beim Zurückziehen der Kammer b stöfst der hintere Theil h1 des Ausziehers h an die Nase g
der Auswerfvorrichtung C. Durch diesen Stofs erleidet der Auszieher h eine kleine Formveränderung,
der Auszieher biegt sich zwischen seinem Befestigungspunkt und hinterem Ende h1
in der Mitte um eine Kleinigkeit nach auswärts, wodurch sich die Nase /ι2 des Ausziehers also
etwas nach einwärts gegen die Patronenhülse K hinneigt. Dadurch nun, dafs die Nase /ι2 des
Ausziehers durch den Stofs, welcher durch den Anschlag des letzteren an die Nase g der Auswerfvorrichtung
C entsteht, sich gegen die Patronenhülse hinneigt und der Bund K1 der letzteren
durch die Nase /z2 des Ausziehers /2 einen einseitigen Stofs erleidet, wird die Patronenhülse
K nach der Seite in der Richtung nach G hingedreht, und da der Druck bezw. Stofs
durch das rasche Zurückziehen beim Oeffnen der Kammer b ein plötzlicher ist, wird die Patronenhülse
nach der entgegengesetzten (rechten) Seite der Kammerhülse α in der Richtung nach
H hinausgeschnellt.
Bei der Normalstellung der Auswerfvorrichtung , Fig. ι, 2 und 3, ist ein Herausnehmen
der Kammer b aus der Kammerhülse α nicht möglich, da der an der Kammer b angebrachte
Auszieher h mit seinem hinteren Theile h1 an
die in der Laufnuth i eingreifende Nase g der Auswerfvorrichtung anstöfst und dort angehalten
wird. Soll die Kammer b herausgenommen werden, so bedarf es einer Drehung der Vorrichtung
C nach aufwärts um die Schraube e, wie es durch die punktirten Linien in Fig. 1
angegeben ist, wodurch die Nase g, die in der Kammerhülse α sich in einem Schlitz auf- und
niederbewegt, aus der Ausziehernuth i entfernt wird und nach oben geht. Dadurch wird die
Nuth i für den Auszieher h also frei, und die Kammer b kann nun ungehindert aus der Hülse a
herausgenommen werden.
Die Stellung der Auswerfvorrichtung C, in welcher die Kammer b aus der Hülse α herausgenommen
werden kann, ist in Fig. 4 dargestellt.
Die Drehung der Auswerfvorrichtung C nach oben wird mit dem Daumen der linken Hand
bewerkstelligt, durch Drücken nach oben auf die geränderte Stelle m an der Auswerfvorrichtung.
Derselbe Zweck wird durch die aus den Fig. 5, 6 und 7 ersichtliche Vorrichtung, durch
Einschrauben eines Schräubchens r in die Kammerhülse a, erreicht. Bei dieser Vorrichtung
steht das Schräubchen r mit seinem vorderen Ende ί in die Ausziehernuth i hervor und
wird dabei der Stofs durch Anschlagen des hinteren Theiles h1 des Ausziehers h an dieses
Schräubchen bewerkstelligt.
Das Herausnehmen der Kammer b kann bei dieser Einrichtung erfolgen, sobald das Schräubchen
r soweit zurückgeschraubt ist, dafs die Ausziehernuth z, Fig. 8, frei wird.
Die durch die Fig. 9 bis 13 dargestellte Modification
der Auswerfvorrichtung ist der zuerst beschriebenen ähnlich, sie ist jedoch
nicht wie letztere um eine Schraube, sondern um einen kurzen, an der Auswerfvorrichtung C
angebrachten kegelförmigen Zapfen x, welcher an der Kammerhülse a in einem entsprechend
geformten Loche z, Fig. 13, drehbar gelagert ist. Diese Auswerfvorrichtung ist auf einem
Theile ihrer Länge aufgeschlitzt, was dazu dienen soll, dafs der Zapfen χ in das Loch ζ eingesteckt
werden kann. Es bedarf blos des Zusammendrückens des geschlitzten Endes der
Vorrichtung, um den Zapfen χ in das Loch ζ einzusetzen. Sobald sich der Zapfen in letzterem
befindet, ,läfst man die Vorrichtung frei und die durch das Spalten entstandenen Theile
werden vermöge der Elasticität von einander entfernt, so dafs der Zapfen χ im Loche ζ festgehalten
und die Vorrichtung C gedreht werden kann.
Bei allen diesen drei Vorrichtungen, welche durch die Zeichnungen auf dem Blatte II dargestellt
sind, ist beim Herausnehmen der Patronenhülsen ein Drehen des Gewehres, wie dies bisher der Fall war, nicht mehr nöthig.
Ferner kommt auch dadurch, dafs die Kammer b durch diese Vorrichtung in ihrer Hülse a
angehalten wird, die an der gegenwärtigen Schufswaffe befindliche Kammerscheibe und
Schraube, die einem Herausfallen der Kammer aus der Kammerhülse vorbeugen sollten, in
Wegfall.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Die oben beschriebene Kupplung des Schlöfschens, des Schlagbolzens, der Schlagbolzenmutter und der Sicherung des Mausergewehres M/71, welche den Zweck hat, das Vorfahren des Schlöfschens getrennt von der Schlagbolzenmutter zu verhüten vmd die Percussionskraft des Schlagbolzens zu erhöhen.Die beschriebenen und auf Blatt II dargestellten Auswerfvorrichtungen, durch welche die Patronenhülsen nicht allein ausgezogen, sondern gleichzeitig auch aus der Kammerhülse herausgeworfen werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15204C true DE15204C (de) |
Family
ID=292248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15204D Active DE15204C (de) | Neuerungen am Cylinderverschlufs von Hinterladegewehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE15204C (de) |
-
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- DE DENDAT15204D patent/DE15204C/de active Active
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