DE65791C - Für glatte Rohre bestimmtes, durch den Druck der Treibgase in axiale Drehung versetztes Geschofs - Google Patents
Für glatte Rohre bestimmtes, durch den Druck der Treibgase in axiale Drehung versetztes GeschofsInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B10/00—Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
- F42B10/02—Stabilising arrangements
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Geschofs.
Bei den bisherigen Versuchen mit Langgeschossen, welche aus glatten oder nicht gezogenen
Feuerwaffen abgefeuert wurden, ergab es sich, dafs sie gleich nach dem Verlassen
des Rohres sich überschlugen, da denselben die zur Erhaltung der Flugbahn nöthige
Drehung um ihre Längenachse fehlte.
Auch hat man versucht, diese Achsendrehung durch Anbringen von schraubenförmigen oder
schrägen Flügeln am Geschofs herbeizuführen, auf welche die Luftströmung nach dem Verlassen
des Rohres einwirkt. Doch ist dieser Versuch bei Anwendung von Explosivstoffen deshalb fehlgeschlagen, weil infolge . der mit
dem Geschofs nach vorwärts ziehenden Gase die Luft auf die Flügel erst einwirken kann,
.wenn das Geschofs schon eine Strecke weit geflogen ist, auf welcher es sich dann überschlägt.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, wird nach vorliegender Erfindung dem Treibgas
Möglichkeit geboten, auf Theile des Geschosses einzuwirken, während es noch im Geschützrohr
oder Lauf sich befindet, und zwar geschieht dies ohne die Anordnung schraubenförmiger
Züge im Rohr oder Lauf. Das Geschofs wird vielmehr mit nach dem vorderen Theil sich erstreckenden schräg laufenden
Flächen versehen, auf welche die Gase einwirken, wodurch das Geschofs, ohne von der.
Luft aufgehalten zu werden, um seine Längenachse gedreht wird.
Fig. ι und 2 der Zeichnung zeigen Seiten- und Hinteransicht des Geschosses, Fig. 3 einen
Schnitt nach Linie x-x, Fig. 1; Fig. 4 zeigt eine andere Ansicht; Fig. 5 und 6 zeigen eine
andere Ausführungsform; Fig. 7 zeigt einen Schnitt nach Linie y-y, Fig. 5, und Fig. 8
einen Schnitt nach Linie ^-^, Fig. 5; Fig. 9,
10 und 11 zeigen eine andere Form des Geschosses
; Fig. 12 zeigt einen Schnitt nach Liniex'-x1, Fig. 11, und Fig. 13, 14, 15 und 16
zeigen einige Abarten des Geschosses.
Der hintere Theil α des Geschofskopfes A besitzt solchen Durchmesser, dafs er genau in
die Seele des Laufes pafst, und von'dem Theil α
aus läuft der Kopf allmälig in eine Spitze aus.
Der vorzugsweise cylindrisch ausgeführte, hinter A liegende Theil B ist im Durchmesser
etwas kleiner als der des Theiles α, so dafs,
wenn das Geschofs sich im Lauf befindet, ein ringförmiger Raum bleibt, durch welchen die
Treibgase nach dem Kopf A gelangen.
Auf dem Umfang des letzteren sind in beliebiger Anzahl nach vorn sich hinziehende,
hinten offene schraubenförmige Nuthen α1 angeordnet,
deren vordere Seitenfläche steil einspringt, während die hintere abgerundet oder
abgeschrägt ist. Damit die Gase durch die Nuthen austreten können, erstrecken letztere
sich ein Stück weit auf dem Geschofstheil α und laufen nach der Spitze zu aus, so dafs
Durchgangsöffnungen vorhanden sind, wenn das Geschofs sich im Lauf befindet; immer
müssen die Nuthen so angeordnet sein, dafs die Gase durch dieselben strömen können.
Wenn die unter passendem Winkel um den Geschofskopf laufenden Nuthen mit schräg zulaufender
hinterer Kante versehen sind, so kann die Luft sich nicht derart daran stofsen,
dafs die durch die Gase veranlafste Drehung des Geschosses verhindert wird. Wählt man
den Theil α kurz und ordnet man die Kanäle unter einem gröfseren Winkel, als in Fig. 1
dargestellt, an, so könnten auch die hinteren Kanten steil einspringen, ohne dafs durch die
Luft die Drehung behindert würde. Die hintere
Seitenfläche der Nuthen ist dann gegen die Luft durch die vordere Seitenfläche geschützt. Auch
könnten die vorderen Seitenflächen weiter als die hinteren an die Geschofsspitze herangeführt
werden, um letztere Flächen gegen die Luft wirksamer zu schützen. Durch eine solche
Verlängerung der steil einspringenden vorderen Seitenflächen, den hinteren Flächen gegenüber,
erhalten die Treibgase, während das Geschofs sich im Lauf befindet, eine die Drehung desselben
fördernde Wirkung.
Dieses Vortreten der vorderen Seitenflächen der Nuthen al ist bei allen Geschofsformen
dargestellt.
Um den schwächeren Theil B des Geschosses sicher im Lauf zu führen, ist derselbe mit
einer Anzahl von Ansätzen b versehen, welche in die Seele passen und Zwischenräume b1 zu
dem Zwecke zwischen sich lassen, um den Treibgasen in den ringförmigen Raum und in
die Nuthen a1 Eingang zu verschaffen.
Bei dem in Fig. 1,2,3 ur>d 4 dargestellten
Geschofs sind die Ansätze b mit schräg laufenden, steil einspringenden, nach vorn gekehrten
Seitenflächen i>2 versehen, welche eine
den Nuthen α1 entgegengesetzte Richtung haben,
so dafs Luft, die auf dieselben einwirkt, das Bestreben hat, das Geschofs in derselben Richtung
wie die in die Nuthen al eintretenden
Gase zu drehen. Die den Seitenflächen b2 der Ansätze gegenüberliegenden Seitenflächen
können schräg oder abgerundet sein, so dafs keine Druckfläche sich darbietet, welche die
Drehung des Geschosses erschweren könnte. Dieselben verlaufen parallel zur Längsachse des
Geschofskörpers, damit die Treibgase das Geschofs nicht in falscher Richtung drehen.
Die Fig. 5,6,7 und 8 zeigen eine Abart des Geschosses mit zwei Nuthen α* und mit
zwei Führungsansätzen am hinteren Ende. Hier können die Nuthen breiter gemacht werden,
sie erstrecken sich möglichst weit nach vorn über die Spitze, und die hinteren Seitenflächen
derselben sind gut abgeschrägt. Die Führungsansätze b erstrecken sich fast um den
ganzen Geschofskörper und sind mit der steil einspringenden schrägen Seitenfläche b'2 und
der in der Längsrichtung sich erstreckenden abgerundeten Seitenfläche versehen, so dafs
der Drehung des Geschosses möglichst wenig Widerstand entgegengesetzt wird.
Die; steil einspringenden vorderen Seiten der Nuthen al und die Seitenflächen b2 sind in
entgegengesetzten Richtungen unter einem Winkel von ungefähr 45 ° geneigt.
In Fig. 9 und ι ο gehen die Nuthen α x am
hinteren Ende mit stärkerer Krümmung abwärts, und die hinteren Theile der Nuthen
liegen mit Bezug auf den Geschofskörper nahezu in dessen Längsrichtung, so dafs die eintretenden
Gase nach vorn hin auf mehr und mehr geneigte Theile der Nuthenvorderseite treffen,
was für die schnelle Drehung des Geschosses im Rohr sehr vortheilhaft ist. Die Ansätze b
am hinteren Theil des Geschofskörpers B können auch, wie in Fig. 11 bis 16 dargestellt,
gebildet werden. Die den Arbeitsflächen entgegengesetzten Seiten sind zur Geschofsachse
parallel. Die vorderen Enden werden wie dargestellt abgerundet, so dafs die Luft möglichst
wenig aufstofsen und das Geschofs nicht aufhalten kann.
Bei der in Fig. 11 dargestellten Geschofsform
sind beide Seiten der Ansätze abgerundet, doch ist dies nicht nothwendig. Für die Gase sind
vier Nuthen angeordnet, deren hintere Seiten mehr abgeschrägt sind, als in Fig. 1 und 5
dargestellt ist.
Die Ansätze b des Geschosses (Fig. 13 und 14)
haben die Form eines Sperrrades.
Wie in Fig. 15 und 16, kann das hintere
Ende des Theiles B auch abgerundet oder kugelförmig sein, damit die Gase freien Durchgang
zwischen den Ansätzen haben und gleichmäfsig auf das hintere Ende einwirken, ohne
das Geschofs auf die eine oder andere Seite zu drängen. Bei einer der Wirkung der Gase
ausgesetzten konischen Oberfläche vertheilen sich die Gase und strömen gleichmäfsig durch
die Nuthen zwischen den Ansätzen, so dafs ein gleichmäfsiger Druck auf die entgegengesetzten
Seiten des Geschofskörpers B ausgeübt wird.
Wie Versuche gezeigt haben, ist jedoch die Form des hinteren Endes des Geschosses, wie
in Fig. 15 und 16 dargestellt, durchaus nicht
nothwendig, um die Drehung des Geschosses durch die Gase hervorzurufen. Ferner brauchen
die Seitenflächen der Nuthen aneinander nicht parallel zu sein, und die Nuthen selbst können
verschieden breit werden. -
Der Hauptzweck, die Gase möglichst unbehindert durch das vordere Ende der Nuthen
entweichen zu lassen, wird auch erreicht, wenn man dieselben tiefer über den Spitzentheil A
fortführt und die Neigung der hinteren Nuthenseiten stärker wählt.
Statt oben offene Nuthen anzuordnen, kann man auch schraubenförmige geschlossene Kanäle
anordnen, welche sich von dem ringförmigen Raum durch den Theil α erstrecken, an dem
sie vorn ausmünden.
Während bei den beschriebenen Geschossen für die Wirkung der Gase Nuthen oder Kanäle
nur am vorderen Ende angeordnet sind, können auch die Ansätze b mit hinteren, steil einspringenden
Seitenflächen versehen werden, wie Fig. 11 und 13 in Punktirung zeigen. Jedoch
ist es besser, die Geschosse ohne solche Seitenflächen auszuführen, damit die auf Drehung
wirkende Kraft nur vorn am Geschofs wirken kann, da Versuche ergeben haben, dafs, wenn
geneigte Druckflächen für die Gase nahe am hinteren Ende des Geschosses angeordnet sind,
der Druck der Gase ein Verschieben dieses
Claims (2)
1. Für glatte Rohre bestimmtes, durch den Druck der Treibgase in axiale Drehung versetztes
Geschofs, dessen vorderer verstärkter Theil (A) mit der Wirkung der Treibgase
ausgesetzten Schraubennuthen und dessen dünnerer Schaft hinten mit, die Führung des Geschosses im Lauf bewirkenden, Ansätzen
versehen ist.
2. Bei einem durch 1. gekennzeichneten Geschofs die Anordnung von schrägen Ansätzen,
welche die Führung des Geschosses im Lauf bewirken und dem Druck der Luft ausgesetzt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65791C true DE65791C (de) |
Family
ID=339552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65791D Expired - Lifetime DE65791C (de) | Für glatte Rohre bestimmtes, durch den Druck der Treibgase in axiale Drehung versetztes Geschofs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65791C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE916933C (de) * | 1942-04-08 | 1954-08-19 | Elsa Brenneke | Durch den Wind- und Gasdruck rotierendes Flintenlaufgeschoss |
| DE1088356B (de) * | 1957-10-25 | 1960-09-01 | Bruno Schmidl Dr Ing | Turbinengesteuerter Flugkoerper |
-
0
- DE DENDAT65791D patent/DE65791C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE916933C (de) * | 1942-04-08 | 1954-08-19 | Elsa Brenneke | Durch den Wind- und Gasdruck rotierendes Flintenlaufgeschoss |
| DE1088356B (de) * | 1957-10-25 | 1960-09-01 | Bruno Schmidl Dr Ing | Turbinengesteuerter Flugkoerper |
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