DE15069C - Maschine zum Heften mittelst Drahtklammern - Google Patents
Maschine zum Heften mittelst DrahtklammernInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B42—BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
- B42B—PERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
- B42B4/00—Permanently attaching together sheets, quires or signatures by discontinuous stitching with filamentary material, e.g. wire
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- Textile Engineering (AREA)
- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 11: Buchbinderei.
L.
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen/ mit deren Hülfe Papierbogen oder Blätter durch
Drahtklammern vereinigt werden, und sie hat den Zweck, Bücher und Blöcke in der Art,
wie durch Fig. 6 und 7 dargestellt, zu heften. Die Maschine ist folgendermafsen eingerichtet:
Aus dem hohlen, zum Aufschrauben auf eine Unterlage eingerichteten Fundament A erhebt
sich an einem Ende ein hohler Ständer B, dessen umgebogener Schnabel C die bekannten
Drahtklammern D und ihren Bewegungs- und Befestigungsmechanismus trägt. Am entgegengesetzten
Ende des Fundaments Ά erhebt sich der Ambosstock E, der den Ambos F, eine
Eisenschiene, in welcher das Umnietgesenk eingravirt ist, trägt. Ein von ihm ausgehender
Arm G unterstützt die Schraubenspindel H, die zur Bewegung des Tisches / dient. In dem
Schnabel C gleitet in einer Führung der Gleitkopf_/
welcher auf seiner oberen Seite und in schräger Lage zu ihm das Klammerreservoir
und den automatischen Klammerspeiser, an seiner Unterseite den in einer Führung laufenden
Stöfser K trägt. Das vordere dünne Ende desselben, die Zunge L, wird durch das an
dem Gleitkopjf J befestigte Blech M, welches
bis zum dünnen Ende des Schnabels C reicht, in seiner Lage gehalten, während der hintere
stärkere Theil durch Aufliegen auf dem Körper des Schnabels C gegen ein Verlassen der Führungsnuth
im Gleitkopf J gesichert ist. Das äufserste Ende des Stöfsers K ist zu einem
Gelenkkopf geformt und durch eine Zugstange an das Ende des in einem Schlitz des Ständers
B spielenden Hebels N angeschlossen, welcher auf der im Ständer B gelagerten Welle O
festsitzt. Auf das eine vorstehende Ende der Welle O ist der'Hebel P mit Handgriff mittelst
Vierkants oder sonstwie unbeweglich aufgesetzt. In den Körper des Gleitkopfes J ist ein Längsloch
gebohrt, in das eine kräftige cylindrische Schraubenfeder Q eingesetzt ist, die sich mit
ihrem freien Ende gegen einen Stift α stützt, der in dem Stöfser K festsitzt und in einem
Schlitz des Gleitkopfes J hin- und hergleiten kann. Dieser Schlitz mufs nach vorn so lang
sein, dafs, wenn der Gleitkopf_/ an den Ambos F
trifft, der Stöfser K die beiden Zinken der eingestofsenen Klammer vollständig in dem Umnietgesenk
umlegen, und zusammenpressen kann. Beim Vorwärtsbewegen des Gleitkopfes J durch
den Hebel P mufs die Feder Q kräftig genug sein, um dem Gleitkopf zu erlauben, das zu
heftende Papier fest gegen den Ambos F zusammenzudrücken,
bevor der Stöfser K in Bewegung kommt und die Klammer Ώ durch das
Papier treibt bezw. umnietet. Beim Rückgänge des Hebels N wird der Stöfser K für sich allein
zuerst zurücktreten, bis der Stift α wieder am
hinteren Ende des Schlitzes im Gleitkopf J anstöfst;
dann erst wird auch der ganze Gleitkopfy"
in seine ursprüngliche Lage zurückgehen, die durch einen an ihm befindlichen Stift,· der
an einen Vorsprung des Schnabels C stöfst, gegeben ist.
Auf dem Gleitkopf J ist in geneigter Lage zu ihm der automatische Klammerspeiser arrangirt.
Das Charakteristische an ihm, wodurch er sich von den schon gebräuchlichen unterscheidet,
ist aufser seiner geneigten Lage die Einrichtung, direct die im Handel vorkommenden
Holzklötze mit den Klammern D aufnehmen
und von diesen speisen zu können, ohne erst die Klammern auf einen besonderen Klotz aufschieben
zu brauchen. . Zwischen dem adjustirbaren Führungsstück R und dem Hinterstück 5
wird, nachdem die -den Treiber U anspannende Feder abgenommen und der Treiber U zurückgeschoben
ist, solcher Klotz mit den Klammern nach unten auf den Sattel V eingelegt und dann
der dieselben haltende Gummifaden beseitigt. Dann wird der innen mit Schleppfeder b ver-"
sehene und um S schwingende Scharnierdeckel T niedergeklappt, so dafs seine Seiten den Holzklotz
umfassen, und mit Vorsteckstift am Führungsstück R befestigt. Die an »S angebrachte
kleine Feder c hält den Holzklotz fest gegen das Stück R, so dafs hier kein Zwischenraum
entstehen kann, in dem die Klammern sich festsetzen können. Der Treiber U wird nun in
Thätigkeit gesetzt, indem die Feder i (Gummioder gewundene Drahtfeder) zwischen einem an
.S sitzenden Haken und dem aufgebogenen Ende ■ der Treiberstange j eingehängt wird, und die
Klammern D gleiten zwischen dem Holzklotz und dem Sattel V fort, und dann zwischen dem
gerundeten Ende desselben und dem Führungsstück R bis hinunter auf das Blech M. An
dieser Stelle ist das Blech M ausgeschnitten und das Loch durch den gewölbten flachen Kopf
der von unten an dem Blech M befestigten Feder d wieder ausgefüllt. Der Kopf selbst ist
nur so hoch, wie eine Klammer dick ist und wird, sobald die Zunge L des Stöfsers K anfängt,
sich zu bewegen, herabgedrückt, so dafs die Zunge L immer nur eine Klammer D
fassen kann, die sie dann in der am Ende vom Gleitkopf J von diesem und dem Blech M gebildeten
Führung vorwärts schiebt und mit den Zinken durch das Papier drückt und vernietet.
Der Tisch/, auf den die Hälfte einer Lage Papier oder der schon geheftete Theil eines
Buches aufgelegt, oder gegen den der Block gestützt wird, wenn das Heften vor sich gehen
soll, mufs dazu verstellbar gemacht werden. Dies ist auf folgende Weise ausgeführt: Die
Platte / ist in der Mitte ihrer Unterseite durch ein Gehänge mit dem einen Ende des im
unteren Theile des Ambosstockes E und durch das Fundament A spielenden Hebels. W verbunden,
während das andere, zu einem Auge ausgebildete Ende eine Mutter e umfafst, die
parallel zum Drehbolzen des Hebels W um Zapfen schwingt. In dem Arm G ist ein in
derselben Richtung schwingender Halsring / aufgehängt, der die Schraubenspindel H drehbar
festhält. Durch Drehen der letzteren wird die Mutter e gehoben und gesenkt und dadurch
der Tisch /, der noch eine senkrechte Führung in dem Ambosstock E hat, gehoben
. und gesenkt. Damit der Tisch / nach den Seiten nicht. wanken kann, ist er durch die mit
Gehängen an ihm befestigten, um vorstehende Lappen des Fundaments drehbare Hebel -λ—■
und Y geführt, und zwar zwangsweise dadurch, dafs, wie Fig. 4 zeigt, der Stift g des zweiten
Armes des Hebels X in einem, der gewünschten Bewegung der Enden der langen Arme X und Y
entsprechenden Schlitz h des zweiten Armes des Hebels Y gleitet.
Um die Feder i, die anfangs sehr stark, bei den letzten Klammern schwach treibt, zu beseitigen,
was freilich auf die zu beschreibende Weise nur geschehen kann, wenn der Klammerspeiser
sehr steil gestellt wird, wird die in Fig. 8 bis 10 gezeichnete Gewichtsbelastung
angewendet. ' Der Sattel V mit den Stücken S und R, sowie der Deckel T sind dieselben, wie
schon beschrieben. Der Treiber U ist an einer kurzen Treiberstange t befestigt, die sich in einer
schwalbenschwanzförmigen Nuth des Sattels V führt. Dicht hinter dem Treiber U' ist an der
Treiberstange t ein flacher Stahlträger k befestigt,
der auf beiden Enden die Gewichte / trägt. Der
Treiber U wird also stets mit gleichbleibender Kraft gegen die Drahtklammern drücken und
es resultirt aus dieser Construction eine sehr gleichförmige Arbeit der ganzen Maschine. Zur
Feststellung des Treibers U mit seinen Gewichten / dient die Feder in, deren Stift η in
ein Loch der Treiberstange t greift.
Wie nun auch der Klammerspeiser selbst arrangirt wird, die Manipulation mit der Maschine
bleibt dieselbe.
Soll ein Buch geheftet werden, so wird die erste Bogenlage mit dem. Bande davor, oder
einem über die ganze Höhe des Buches gehengen Gazestreifen halbgeöffnet auf den Tisch /
gelegt, derselbe so durch Drehen der Schraube H adjustirt, dafs das dünne Ende des Gleitkopfes J
genait in den Falz trifft und eine Klammer D durch Anziehen des Hebels P durch Papier
und Band eingestofsen und vernietet, Fig. 6. Auf dieselbe Weise Werden nach Bedarf noch
mehr Klammern eingesetzt und die fertige Lage glatt gestrichen. Nun wird die zweite Lage auf
die erste gebracht, der Tisch / demgemäfs adjustirt und auch diese Lage geheftet, und so
fort, · bis das Buch fertig ist.
Sollen Blöcke' geheftet werden, Fig. 7, so wird der Tisch der gewünschten Entfernung der
Klammern von der Kante gemäfs adjustirt.
Es mufs hierbei bemerkt werden, dafs der automatische Speiser, statt ihn in einem nach
Wunsch gewählten Winkel zum Gleitkopf J geneigt herzustellen, auch direct auf letzterem !angebracht
werden kann, Fig. 11; die Klammern D machen dann nur in dem Führungsstück R einen
gröfseren Bogen, weswegen es vom Erfinder für das Vortheilhafteste gehalten wird, ihn steiler
zu stellen. Ebenso bleibt die mehr oder weniger geneigte Lage des Tisches / dem Ermessen des
Fabrikanten überlassen.
Claims (1)
- PATENT-Ansprüche:
Eine Heftmaschine für Handbetrieb, »Universal-Handhefter« genannt, die ihren Haupttheilen nach aus der Combination des zwangsläufig geführten und durch Schraube H und Hebel W verstellbaren Tisches /, des Ambos E und des Ständers B, die beide auf dem Fundament A fest sind, mit dem Gleitkopf J, der die Federn Q und d besitzt und dessen Stöfser K durch gezeichnete. Zwischenglieder mit dem bewegenden Handhebel P verbunden ist, und mit dem automatischen, mehr oder weniger schräg gestellten Klammerspeiser, dessen Treiber U durch Federzug oder Gewichte / bewegt wird, besteht, in ihrer ganzen Zusammensetzung, wie sie die Zeichnung ergiebt und die Beschreibung erklärt.
An mit Drahtklammern heftenden Maschinen, auch wenn sie anders, als die Zeichnung ergiebt, construir.t sind, die zwangsläufige Führung des Tisches / durch die Hebel X und Y, den Stift g. und Schlitz /z, sowie seine Adjustirung durch die im schwingenden HaIsring/ und der schwingenden Mutter« laufenden Schraubenspindel H.An Handheftmaschinen der Gleitkopf J, der Stöfser K, die Feder Q und der Stift a, in Verbindung" mit den Hebeln P und N, zusammen arbeitend wie gezeigt und erklärt. - .Die Feder d im Gleitkopf J, um dem Stöfser iTregelmäfsig nur eine Drahtklammer ■ darzubieten. ■ ■Ein automatischer, zum Gleitkopf J mehr oder weniger geneigter Klammerspeiser, der die directe Benutzung der käuflichen, auf Holzblöcke aufgereihten Drahtklammern erlaubt, bestehend aus dem Sattel V, den Stücken R und S, der beweglichen Decke T zwischen letzteren,, und den Federn b und c, in Verbindung mit dem durch Federzug oder durch Gewichte I bewegten Treiber U, der im letzteren Falle . die Feder m mit dem Stift η besitzt.Zur Benutzung der vorliegenden Maschine behufs Ausführung von Büchereinbänden nach Fig. 6 ist aufser der Erlaubnifs des Inhabers des vorliegenden Patents die gleichzeitige Erlaubnifs des Inhabers des Patentes No. 1228 erforderlich. '.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.ί Xi. fir. 15 069. Gebrüder Brehmer in$>Iagtt)t£ · Setpätß. — Sftafc&me sum, heften i tttütelff ©roWHomntern. SSotn 18. iDejemkr IlSSQ ah. ■ ·. .
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