KAISERLICHES
PATENTAMT.
- J& 150383 KLASSE 20 c.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, durch welche bezweckt wird, die
Verschlüsse für die Fenster und die darunter befindlichen, als Türen und Treppen zu verwendenden
Wandteile in den D-Zugwagen und dergl. gleichzeitig zu öffnen. Die Fenster
sind seitlich mit Gelenkbändern versehen und lassen sich wie gewöhnliche Zimmerfenster,
öffnen. Die unter den Fenstern befindlichen
ίο Wandteile bilden Klappen k; diese sind bei d
am Boden des Wagens oder dergl. angelenkt, so daß sie sich (Fig. 3) nach außen klappen
lassen. Diese Bewegung wird durch die angebrachten Gelenke g und Anschläge a begrenzt,
so daß der aufgeklappte Wandteil ungefähr um 45°(gegen die Wagerechte geneigt
ist. Die Treppenstufen sind um die Zapfen \ drehbar gelagert und liegen an der
Klappe k an, wenn sich diese in der senkrechten
Stellung befindet. Bei der Bewegung der Klappe nach außen werden die Stufen hingegen durch die Stangen g in die Gebrauchsstellung
gebracht, da diese Stangen gmit den die Stufen verbindenden Stangen t
gekuppelt sind. - Das Öffnen der Fenster und die Auswärtsbewegung der Klappe erfolgt
durch Ziehen an einem an der Decke des Wagens angebrachten Ring 0 oder sonstigen
Griff, welcher durch eine Feder / gehalten wird. Dieser Griff ist mit einer Stange s
verbunden., welche mittels einer Nase η und mittels des unteren Endes beim Niederbewegen
auf einen Hebel h bezw. einen Riegel i trifft. Der Hebel h ist über dem
Fenster angebracht und trifft bei seiner Bewegung auf die durch eine Feder in der
Sperrstellung gehaltene Riegelstange r des Fensters, welche dadurch niederbewegt wird
und aus den üblichen Schließhaken oder dergl. heraustritt, so daß dadurch der Verschluß
gelöst wird. Die Fensterflügel werden zweckmäßig durch Federn so beeinflußt, daß sie
sich selbsttätig öffnen. Die Fensterverschlußstange ist, wie üblich, mit einem Knopf versehen
und kann auch unabhängig von dem Hebel h verschoben werden, so daß die
Fensterflügel allein geöffnet werden können. Durch Auftreffen des unteren Endes der
Stange 5 wird der ah der Klappe k befestigte Drehriegel i gedreht. Die Enden desselben,
welche als. Riegel dienen, treten dadurch hinter Schließblechen oder Haken1 hervor und
infolgedessen wird die Klappe frei. Dieselbe fällt, da sie ebenfalls durch eine Feder beeinflußt
wird, nach außen in die Offen-Stellung.
Die Stangen g sind, wie schon erwähnt, an den die Treppenstufen verbindenden Stangen
t angebracht und bewegen diese beim Auswärtsbewegen der Klappe in die Gebrauchsstellung.
Im Falle der Gefahr wird daher durch Ziehen an dem Griffe ο die vom
Fenster und der Wandfüllung verschlossene Öffnung freigelegt.
Patent-A ν SPE υ cn :
Ein für mehrere Öffnungen der Seitenwand eines Eisenbahnwagens gemein-
schaftlicher Riegelverschluß, gekennzeichnet durch einen die Wandfüllung (Ic) unter
der Wirkung von Federn in der Schlußstellung haltenden Drehriegel (i), ferner
eine das Fenster in der Schlußstellung haltende federnde Riegelstange (r) und
einen drehbaren Hebel (h), welcher letztere bei der Drehung auf den Riegel (r) direkt
und auf den Drehriegel (ij- unter Vermittelung einer Stange (sj in der Weise
einwirkt, daß beide Verschlüsse geöffnet werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.