DE147366C - - Google Patents

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DE147366C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/14Drawing tubes, cylinders, or rods from the melt

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

Vorliegende Erfindung bezieht sich auf das bekannte Verfahren zur Herstellung von Hohlglaskörpern, bei welchem der Glaskörper durch Ausheben aus der geschmolzenen Glasmasse unter gleichzeitigem Einblasen von Druckluft in das Innere des Körpers erzeugt wird. Bei diesem Verfahren wurde bisher die Zuführung der Luft in den Glaskörper während des Aushebens , so von Hand geregelt, daß der gewünschte Durchmesser erhalten blieb. Dazu ist eine allmähliche Steigerung der Luftzufuhr nötig, da nicht nur das zunehmende Volumen des Glaskörpers mit Luft ausgefüllt werden, sondern auch die mit zunehmender Oberfläche wachsende Abkühlung und Zusammenziehung der Luft im Glaskörper ausgeglichen werden muß. Dem Glaskörper wurde gleich zu Beginn des Anhebens durch Anwendung eines Fang-Stückes oder eines entsprechend erweiterten Pfeifenendes der gewünschte Durchmesser gegeben. Der Erfindung gemäß wird die infolge der Oberflächenzunahme des Glaskörpers nötige Vermehrung der Luftzuführung dadurch selbsttätig erzielt, daß der Lufthahn mit der Anhebevorrichtung derart verbunden ist, daß der Luftzufluß während des Anhebens selbsttätig zunimmt. ■' Der Glaskörper wird, um das nachherige Abtrennen von der Pfeife zu erleichtern, mit einem halsförmigen, an die Pfeife oder ein an derselben vorgeformtes Külbel sich anschließenden Teil begonnen und sodann erst durch Einleitung oder Verstärkung der Luftzufuhr zu dem vollen Durchmesser des herzustellenden Glashohlkörpers aufgeblasen.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht der vollständigen Vorrichtung, während Fig. 2 und 3 den Regelungshahn in der Anfangsstellung zeigen.
Das aus feuerfestem Stoffe bestehende Gefäß 3 ist in einer mit Heizvorrichtung 12 ausgestatteten Kammer untergebracht, und kann gegen deren, für gewöhnlich mittels eines Deckels geschlossene Deckenöffnung mittels Kolbens 4 und eines um Achse 6 schwingbaren, mit Rolle 7, Belastungsgewicht 8 und Handgriff 9 ausgestatteten Hebels 5 angehoben werden. Das Gefäß 3 wird mit geschmolzener Masse, die dem Schmelzofen 10 durch Öffnung 11 mittels eines Einsetzlöffels entnommen wird, gefüllt und verbleibt während der Arbeit in der oberen Stellung. Die Glasmacherpfeife, mittels welcher in an sich bekannter Weise der Hohlkörper unter Einblasen von "Druckluft ausgehoben wird, ist mit Erweiterungen 19 in einem mittelst Rollen 16 auf senkrechten Führungsstangen 17 gleitenden Rahmen 15 gelagert, steht durch Schlauch 20, das bei 22 drehbare Rohr 21 und Leitung 23 mit dem Druckluftbehälter (Gasometer) 24 in Verbindung und wird von der sich drehenden Welle 31 aus, mittels eines über Leitrolle 29 geführten und auf Trommel 20 sich aufwickelnden Seiles 28 gehoben. Das obere Schlauchende wird von einem Gewicht 27 getragen, mit welchem es durch ein über Leitrollen 26 geführtes Seil 25 verbunden ist. In die Druckluftleitung ist außer dem gewöhnlichen Handventil 44, welches hier nur zu Anfang der Arbeit benutzt
wird, ein Regelungshahn 32 eingeschaltet, welcher selbsttätig nach Maßgabe der Aufwärtsbewegung der Pfeife geöffnet \vird, wodurch die durch die Längenzunahme nötige Vermehrung der Luftzuführung erzielt wird. Zu diesem Zwecke ist der mit Belastungsgewicht 38 versehene Handhebel 37 mit der Anhebevorrichtung verbunden, wobei, zwecks Erzielung' einer entsprechenden Übersetzung ins Langsame, das an Hebel 37 angeschlossene, mit einer Spannmutter 41 ausgestattete Seil 39 auf die Welle 40 sich aufwickelt, deren Trommel 42 durch Seil 43 mit der Welle 31 in Verbindung steht. Der Hahn 32 kann in beliebiger Weise ausgeführt sein, doch empfiehlt es sich, die eine der beiden Kükenöffnungen 34, 35 größer als die andere zu machen, so daß das Regeln des Einlasses auf eine einzige Öffnung beschränkt bleibt.
Die Arbeitsweise ist folgende:
Die Glasmacherpfeife wird mit einem Glasposten versehen, welcher von Hand mittels Spatels oder dergl. gemotzt wird; besonders wird der Teil der Külbelwand, welcher der Pfeifenöffnung gegenübersteht, ganz dünn gemacht. An Stelle des Aufnehmens eines Glaspostens, welcher lediglich das Eintreten des kalten Pfeifenendes in die geschmolzene Glasmasse verhindern soll, kann auch ein entsprechendes Erhitzen der Pfeife treten. Die Pfeife wird nun mittels Klammer 18 im Rahmen befestigt und in das Gefäß 3 versenkt. Die Welle 30 wird in Bewegung gesetzt und zuerst der Hals 36 ausgezogen und sodann das Glas auf den gewünschten Durchmesser aufgeblasen. Dies geschieht entweder durch rasches Öffnen des Handventiles 44 erst nachdem die Pfeife um einen geringen Betrag angehoben worden ist, oder auch
durch langsames Öffnen des Ventiles 44, so daß der Druck, \velcher zum Aufblasen auf den Zylinderdurchmesser erforderlich ist, erst dann vorhanden ist, wenn der Hals bereits gebildet ist. Während nun der Rahmen langsam und gleichförmig sich aufwärts bewegt, wird der Luftzutritt durch den sich allmählich vollständig öffnenden Hahn 32 erhöht, damit der Zylinder den gegebenen Durchmesser beibehalte. Nachdem der Zylinder auf die ge\vünschte Länge ausgehoben worden ist, wird er von der Glasmasse getrennt, was z. B. dadurch geschieht, daß man die Druckluftzufuhr unterbricht, so daß durch die Abkühlung der Luft im Innern des Zylinders der unterste weiche Teil zu einem Boden sich zusammenzieht, der mit der geschmolzenen Masse nur durch einen dünnen Strang in Verbindung steht, welcher leicht abgetrennt wird. In dem Behälter 3 bleibt nur der abgeschnittene und niederfallende Teil des Glasfadens, welcher in dem Halsteil des nächsten Zylinders aufgeht, wo er unschädlich ist, während er am Walzenkörper leicht eine schadhafte Stelle (Rampen oder Schlieren) verursachen könnte. Es kann daher aus derselben Behälterfüllung ein zweiter Zylinder ausgehoben werden. Schließlich wird die Klammer 18 gelöst und atmosphärische Luft in den Zylinder eingelassen. Letzteres soll rechtzeitig geschehen, weil .sonst der Zylinder leicht springt, und erfolgt durch Ziehen und plötzliches Loslassen des Seiles 46, indem das frei herunterfallende Gewicht 27 den Schlauch vom oberen Pfeifenende abzieht. Pfeife und Zylinder hängen noch an einem zweiten, über Rollen 48 geführten Seil 47, dessen sich der Arbeiter beim Herausnehmen des Zylinders bedient. Der Zylinder wird beim Ziehen an dem unteren Ende durch einen mit Wasserkühlung 14 versehenen kurzen Zylinder 13 gekühlt; diese Kühlungsvorrichtung ist nicht Gegenstand der Erfindung, soll daher hier nicht erörtert werden.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Glashohlkörpern durch Ausheben eines Hohlkörpers aus der flüssigen Glasmasse unter gleichzeitigem, allmählich gesteigertem Einblasen von Druckluft, dadurch gekennzeichnet, daß der den Lufteinlaß regelnde Hahn oder dergl. unmittelbar oder mittelbar mit der Anhebevorrichtung so verbunden ist, daß der Luftzufluß in den Glashohlkörper während des Anhebens selbsttätig zunimmt. " "
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,, daß, um das Abtrennen des fertigen Glaskörper von der Pfeife zu erleichtern, der Glaskörper mit einem halsförmigen, an die Pfeife sich anschließenden Teil begonnen und sodann auf den gewünschten Durchmesser aufgeblasen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5976353A (en) * 1996-06-28 1999-11-02 Exxon Research And Engineering Co Raffinate hydroconversion process (JHT-9601)

Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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