DE147075C - - Google Patents

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DE147075C
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gas pressure
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Schwimmerglocke, welche in den Gasbehältern angeordnet wird, die einen Bestandteil der bekannten Vorrichtungen bilden, mit denen an ein Gasleitungsnetz angeschlossene Brenner von einer Zentralstelle aus angezündet und ausgelöscht werden. Bei diesen Vorrichtungen \vird ein mit einer durch den Gasdruck von der Zentrale her verschiebbaren
ίο Schwimmerglocke verbundenes, sogenanntes Doppelsitz- oder Wechselventil dazu benutzt, um von zwei nach dem Haupt- und Zündbrenner führenden Gaswegen den einen freizulegen oder zu sperren und jeweilig gleichzeitig den anderen zu sperren oder freizulegen. Für die Beeinflussung solcher Wechselventile ist es von Wichtigkeit, daß dazu schon eine geringe Vergrößerung oder Verminderung des normalen Leitungsdruckes ausreicht. Die Schwimmerglocken, welche bisher angewendet wurden, haben sich als untauglich erwiesen, und zwar deshalb, weil mit solchen Glocken ausgerüstete Vorrichtungen nur mit höherem Gasdrucke bezw.
starken Gasdruckunterschieden arbeiten können und auch dabei noch unzuverlässig" oder besonders an weiter von der Druckveränderungsstelle befindlichen Brennern gar nicht wirken. Diese Übelstände sind insbesondere dadurch verursacht, daß die bekannten Schwimmerglocken innerlich mit Schwimmänteln versehen werden, welche nur die Schwimmfähigkeit der Glocken erhöhen bezw. deren Gewicht vermindern, derart, daß solche Schwimmmäntel auch ganz entbehrt werden könnten, wenn man die Glocken aus spezifisch genügend leichtem Stoffe herstellen würde. Es ist klar, daß solche Schwimmäntel beim Sinken der Oberfläche der Absperrflüssigkeit durch verstärkten Gasdruck innerhalb des Glockenhohlraumes entsprechend sich abwärts bewegen, also trotz des Auftriebes , den sie an sich den Schwimmerglocken mitteilen, auf diese abwärtsziehend wirken und hierdurch ihren Auftrieb verzögern.
Nach vorliegender Erfindung wird der Schwimmantel außen an den Schwimmerglocken befestigt. Wenn bei solcher Glockenausrüstung im Falle der Gasdrucksteigerung im Innern der Sctnvimmerglocke die Flüssigkeitsoberfläche sinkt, so verstärkt die entsprechend außerhalb der Schwimmerglocke steigende Flüssigkeit den Glockenauftrieb ganz bedeutend, was auch durch praktische Versuche bestätigt worden ist. Ganz entsprechend findet das Sinken der Schwimmerglocke bei geringer Gasdruckverminderung oder bei Wiederherstellung des normalen Gasdruckes mit Beschleunigung statt, indem die innerhalb der Schwimmerglocke steigende, also außerhalb derselben fallende Flüssigkeitssäule durch den äußeren Schwimmantel die Glocke abwärts zieht, so daß dieser Abwärts-
trieb zu der durch die Gasdruckverminderung an sich bedingten Glockenabwärtsbewegung hinzukommt.
Es wird also in beiden Richtungen der Glockenbewegung bei einer geringen Gasdruckerhöhung oder -Verminderung ein verhältnismäßig beschleunigter und vergrößerter Hub der Glocke bewirkt, derart, daß dem mit der letzteren in bekannter Weise verbundenen Wechselventile, welches die beiden Gaswege nach dem Haupt- und Zündbrenner beherrscht, entsprechend beschleunigte auf- und abwärts gerichtete Bewegungen mitgeteilt werden. Hierdurch wird die Wirkungsweise einer mit vorliegender Schwimmerglocke versehenen Vorrichtung zu einer äußerst empfindlichen und mit großem Vorteil auch für weit von der Zentrale entfernte Brenner tauglichen gemacht.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an zwei senkrechten Schnitten einer Fern-, Zünd- und Löschvorrichtung veranschaulicht:
■ Die Schwimmerglocke 1 ist mit einem Mantel 2 versehen, welcher im gezeichneten Ausführungsbeispiel aus Kork hergestellt angenommen ist (aber auch aus anderem spezifisch leichten Stoffe, z. B. aus mit Luft gefülltem Hohlgummi bestehen kann) und welcher durch Metallreifen 3 an Ort und ■Stelle gehalten wird. Die Stange 4, an der die Glocke 1 mittels der Teile 5 und 6 unverrückbar befestigt ist, wird in den Teilen 8 und 9 geführt, die zu dem Behälter 10 gehören, in welchen Glyzerin oder eine andere Flüssigkeit eingefüllt wird.
Auf der Stange 4 ist der A^entilkörper 11 befestigt, welcher zwischen den beiden Sitzteilen 12 und 13 bei Auf- und Abwärtsbewegung der Schwimmerglocke spielt, d. h. bald die Öffnung 14 des genannten Teiles 12, bald die Öffnung 15 des anderen Teiles 13 absperrt oder freilegt. Die genannten Öffnungen stehen in bekannter Weise mit dem Zündbrenner bezw. dem Hauptbrenner eines Beleuchtungskörpers in Verbindung, und demgemäß wird in bekannter Weise bei der Auf- und Abwärtsbewegung der Glocke 1 die Zündflamme zum Verlöschen gebracht, wenn die Hauptflamme entzündet wird, und umgekehrt.
Die beiden Gaswege sind auf der beiliegenden Zeichnung bezw. durch gefiederte und ungefiederte Pfeile bezeichnet; von der Bohrung aus, welche mit 16 bezeichnet ist, gehen Kanäle bezw. Rohre aus, die in beliebiger, etwa in der in Fig. 2 der Zeichnung dargestellten Weise bis in den Glockenhohlraum führen.
Durch die einleitungsweise erläuterte Wirkung des äußeren Schwimmantels der Glocke 1 wird das Spiel des Ventilkörpers 11 zwischen den beiden Stutzen 12 und 13 so empfindlich und sicher gemacht, daß eine Erhöhung bezw. Verminderung des normalen Gasdruckes um 7 mm bereits genügt, um die Fernzünd- und Fernlöschwirkung auf Entfernungen von mehr als 2 km zu übertragen, während bei der bekannten inneren Ausrüstung von Schwimmerglocken mit ganz in die Absperrflüssigkeit tauchenden Mänteln von Kork oder dergl. eine normale Druckveränderung um 18 mm nach angestellt η Versuchen nicht ausreichend ist, um auf 2 km Entfernung die Flammen z. B. an ein Leitungsnetz angeschlossener Straßenlaternen zu entzünden bezw. auszulöschen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Zünd- und Löschvorrichtung für Gasbrenner, bestehend aus Schwimmerglocke mit Korkmantel zur Bewegung eines Wechselventiles, dadurch gekennzeichet, daß die in bekannter Weise angewendete und mit einem die beiden Gaswege nach dem Haupt- und Zündbrenner beherrschenden Doppelsitzventil verbundene Schwimmerglocke mit einem äußeren Schwimmantel aus Kork oder anderem spezifisch leichten Material, etwa hohlem Kautschuk oder dergl., ausgerüstet wird, wodurch bei Gasdrucksteigerung oder -verminderung der Auftrieb oder entsprechend die Abwärtsbewegung der Schwimmerglocke beschleunigt oder verstärkt wird, und mithin das Wechselventil entsprechend schnell und leicht in seine beiden Grenzlagen — schon bei geringem Unterschiede der beiden Gasdrucke — bewegt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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