DE247232C - - Google Patents
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- DE247232C DE247232C DENDAT247232D DE247232DC DE247232C DE 247232 C DE247232 C DE 247232C DE NDAT247232 D DENDAT247232 D DE NDAT247232D DE 247232D C DE247232D C DE 247232DC DE 247232 C DE247232 C DE 247232C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q21/00—Devices for effecting ignition from a remote location
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Feeding And Controlling Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247232 — KLASSE Ad. GRUPPE
MAURICE SCHINDELER in. LÜTTICH.
beeinflußten Flüssigkeitsverschlusses.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. November 1910 ab.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Zünden und
Löschen von Gasbrennern mittels eines von einer Schwimmerglocke beeinflußten Flüssigkeitsverschlusses.
Derartige Vorrichtungen sind an sich bekannt. Bei diesen sind aber besondere Vorrichtungen angebracht, um die
Glocke, welche durch erhöhten Gasdruck den Gaszufluß zum Brenner geöffnet hat, auch
ίο bei normalem Gasdruck in dieser Stellung zu
halten. Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, daß die Schwimmerglocke,
welche den Flüssigkeitsverschluß für die Gaszuleitung durch den erhöhten Gasdruck
geöffnet hat, lediglich durch den normalen Gasdruck in dieser Stellung gehalten wird. Dies wird dadurch erreicht, daß auf
einer Schwimmerglocke ein die Abschlußflüssigkeit für die Brennerleitung enthaltender
ringförmiger Behälter angebracht ist, in den das glockenartig erweiterte Ende des Gaszuleitungsrohres
zum Brenner eintaucht. Um ein zu schnelles Sinken der Schwimmerglocke bei erhöhtem Druck zu verhindern, ist das Innere
der Glocke durch ein einstellbares Ventil gegen die Luft abgeschlossen.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung zur Veranschaulichung gekommen,
und zwar sind:
Fig. ι bis 3 Querschnitte durch die Vorrichtung.
Fig. 4 zeigt schematisch die Anbringung der Vorrichtung in Verbindung mit einer besonderen
Einrichtung zur Änderung des Gasdruckes.
Bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen tritt das Leuchtgas
durch eine Leitung 3 in das Innere eines Behälters 2, welcher teilweise mit Quecksilber 5
gefüllt ist. Auf dem Quecksilber 5 schwimmt eine Glocke 6, welche durch eine als Schwimmkörper
dienende Masse 7 derart ausbalanciert ist, daß sie normal die in Fig. 1 gezeigte Lage
einzunehmen bestrebt ist. Das Innere dieser Glocke 6 steht durch eine Leitung 8 mit der
Außenluft in Verbindung. Auf dem oberen Teil der Glocke 6 ist ein Behälter 9 angeordnet,
der ebenfalls Quecksilber enthält, in das die unteren Ränder eines glockenförmigen Abschlußkörpers
4 eintauchen, sobald die Glocke 6 die in Fig. 1 gezeigte Stellung einnimmt.
Hierdurch wird, da der Abschlußkörper 4 mit der Zuleitung 1 zum Brenner in Verbindung
steht, ein hydraulischer Abschluß zwischen der Leitung 1 und dem Behälter 2 geschaffen. Der
Durchmesser des Behälters 9 auf der Glocke 6 ist wesentlich größer als der Durchmesser des
glockenförmigen Abschlüßventils.
An der Außenwand der Glocke 6 ist ein kleines Rohr 10 befestigt, welches durch ein
elastisches Röhrchen 11 mit dem Zündrohr 12
des Brenners verbunden ist. Dieser Zünder brennt, solange die Glocke 6 sich in gehobener
Lage befindet.
Wenn bei der in Fig. 1 gezeigten Lage der Teile der Druck in der Leitung 3 sich erhöht,
etwa durch Öffnen eines Gashahnes, so wird die Glocke 6 sinken, weil auf ihren oberen
Teil zwischen den Wänden 9 und dem glockenförmigen Abschlußkörper 4 erhöhter Gasdruck
einwirkt. Die Glocke 6 nimmt dadurch die in Fig. 2 gezeigte Lage ein, in welcher eine
Verbindung zwischen der Leitung ι und der Speiseleitung 3 für den Gasbrenner über den
Behälter 2 herbeigeführt wird.
Hat sich die Glocke 6 hinreichend gesenkt, so wird die Gaszufuhr nach dem Zündrohr 12
unterbrochen; denn mit- dem Senken der Glocke 6 wird auch das Rohr 10 gesenkt, so
ίο daß schließlich das untere Ende des Rohres
Ip in das Quecksilber eintaucht und weiterer Gaszutritt zum Zündrohr unmöglich ist.
Die verschiedenen Teile der Vorrichtung sind derart, bemessen, daß unter dem Einfluß
des normalen Gasdrucks auf die ganze obere Fläche des Schwimmers dieser in seiner gesenkten
Lage verbleibt. Wenn sich die Glocke 6 infolge erhöhten Gasdrucks gesenkt hat und
dann nach Verbindung der Leitungen 3 und 1 wieder der normale Gasdruck im Behälter 2
eintritt, bleibt nichtsdestoweniger die Glocke in ihrer gesenkten Stellung stehen, weil nun
der Gasdruck nicht nur auf die ringförmige Fläche zwischen den Wänden 9, sondern auf
die gesamte Oberfläche der Glocke einwirken kann.
Um die Teile in die in Fig. 1 gezeigte Lage zurückzubringen und gleichzeitig den Brenner
zu löschen, ist der Gasdruck in der Leitung 3 zu verringern. Dann kann sich die Glocke 6
heben, wobei zunächst wieder Gas durch Rohr 10 nach dem Zündrohr 12 gelangt, so
daß sich die Zündflamme an der brennenden Hauptflamme wieder entzünden kann; darin
wird aber auch die Verbindung zwischen der Leitung 1 und dem Behälter 2 unterbrochen.
Die Geschwindigkeit, mit welcher die
Glocke 6 sich senkt, kann durch ein Ventil 13, das auf einer Schraube 14 angeordnet ist, geändert
werden, indem man mit Hilfe dieses Ventils die Größe der unteren Öffnung des
Rohres 8 entsprechend einstellt.
Will man die Anwendung eines biegsamen und elastischen Rohres 11 beim Zündrohr 12
vermeiden, so kann die Einrichtung in der aus Fig. 3 ersichtlichen Art und Weise abgeändert
werden. Das Zündrohr ist am unteren Ende durch einen gebogenen Teil 14 verlängert,
welcher teilweise in das Quecksilber eintaucht. An der Glocke 6 selbst ist ein Zylinder
16 befestigt, der das Ende 15 des gebogenen Rohres 14 umfaßt. Bei gehobener
Lage der Glocke steht der Zylinder 16 oberhalb des Quecksilberniveaus und läßt Gas nach
dem Zündrohr 12 eintreten. Beim Sinken der Glocke 6 taucht der Zylinder 16 in das Quecksilber
ein und schließt diesen Gaszufluß ab.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Einrichtung erfordert Druckschwankungen in der
Speiseleitung, wie sie zum Anzünden und zum Löschen der Brenner von Straßenlaternen zur
Anwendung kommen. Die erforderlichen Änderungen des Druckes können auch hervorgebracht
werden, wenn die Einrichtung in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise ausgebildet ist.
Von der Speiseleitung 3 zweigt bei 20 ein Rohr 17 ab, welches nur sehr geringen Querschnitt
zu haben braucht. In diesem Rohr 17 ist ein Dreiwegehahn 18 angeordnet, der
seinerseits durch ein Rohr 19 mit dem unteren Teil des Rohres 8 (Fig. 1 und 2), andererseits
mit einer Bohrung mit der Luft in Verbindung steht. Dann ermöglicht der Hahn 18
eine Verbindung einerseits zwischen Rohr 17 und 19, andererseits zwischen Rohr 19 und
der Atmosphäre.
Wenn die Verbindung zwischen Rohr 17 und 19 stattfindet, wird das Innere der
Glocke 6 aus dem Rohr 3 mit Gas gefüllt. Hierdurch wird die Schwimmfähigkeit oder
Auftriebskraft der Glocke erhöht; die Glocke erhebt sich in die in Fig. 1 gezeigte Lage.
Wenn man in diesem Augenblick den Hahn 18 so dreht, daß man die Verbindung zwischen
17 und 19 unterbricht, dagegen'das Rohr 19
und demzufolge das Innere der Glocke 6 mit der Atmosphäre in Verbindung bringt, so wird
die Glocke sich senken und die in Fig. 2 gezeigte Lage einnehmen, vorausgesetzt natürlich,
daß der atmosphärische Luftdruck geringer ist als der Druck in der Leitung 3.
Dieses Senken der Glocke veranlaßt das Anzünden des Brenners. Wenn man auf der anderen Seite den Hahn 18 so dreht, daß
man die Verbindung zwischen 17 und 19 wieder herbeiführt, so hebt sich die Glocke 6
und veranlaßt das Erlöschen des Brenners.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Zünden und Löschen von Gasflammen mittels eines von einer
Glocke beeinflußten Flüssigkeitsverschlusses, gekennzeichnet durch einen auf einer
Schwimmerglocke (6) angebrachten, die Absperrflüssigkeit für die Brennerleitung enthaltenden
ringförmigen Behälter, in den das glockenartig erweiterte Ende des Gaszuleitungsrohres
zum Brenner eintaucht.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Innere der Glocke (6) gegen die Atmosphäre durch ein einstellbares Ventil
(13) abgeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE247232C true DE247232C (de) |
Family
ID=506040
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT247232D Active DE247232C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE247232C (de) |
-
0
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