DE145348C - - Google Patents

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DE145348C
DE145348C DENDAT145348D DE145348DC DE145348C DE 145348 C DE145348 C DE 145348C DE NDAT145348 D DENDAT145348 D DE NDAT145348D DE 145348D C DE145348D C DE 145348DC DE 145348 C DE145348 C DE 145348C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
JVr 145348 KLASSE Ad.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft diejenige Art von Gas-Zünd- und Löschvorrichtungen, bei denen eine in einer Absperrflüssigkeit schwimmende, an ihrem Umfange mit Gasdurchlässen versehene Glocke beim gewöhnlichen (Tages-) Drucke den Weg zum Brenner geschlossen hält, während sie ihn bei eintretender Druckerhöhung freigibt.
Die Neuerung gegenüber ähnlichen bekannten
ίο Vorrichtungen besteht sowohl in der Ausbildung der äußeren Form des Schwimmers als auch in der besonderen Gestaltung der in seinem Mantel vorgesehenen Schlitze. Durch diese Ausführungen wird einerseits erreicht, daß der Schwimmer bei jedem Gasverbrauche des Brenners gleichmäßig arbeitet, andrerseits aber, daß er die in der Leitung auftretenden Druckschwankungen selbsttätig ausgleicht, indem er bei wachsendem Drucke fällt und mithin der freie Querschnitt der Schlitze verkleinert wird, während sich bei abnehmendem Drucke der Schwimmer hebt und der freie Querschnitt der Schlitze vergrößert wird. Bei bestehenden ähnlichen Vorrichtungen ist das Umgekehrte der Fall, indem hier der Scrnvimmer bei zunehmendem Drucke gehoben wird unter gleichzeitiger Vergrößerung des Durchgangs-
- querschnittes für die Gaszufuhr nach dem Brenner. Diese Wirkungsweise ist eine falsche, da mit dem Wachsen des Druckes der freie Durchgangsquerschnitt abnehmen und mit dem abnehmenden Drucke sich vergrößern müßte, wie dies bei der vorliegenden Erfindung der Fall ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung veranschaulicht, und zwar zeigen die Fig. 1, 3 und 4 dieselbe im Längsschnitte bei verschiedenen Stellungen des Schwimmers, während Fig. 2 einen Querschnitt nach den Linie w-v in Fig. 1 bedeutet.
Der in seinem Mittelteile zylindrische Schwimmer α erhält einen kegelstumpfartigen Aufsatz d, in dessen Mantel die Gasdurchlässe c in Form aufrecht stehender, spitzer Dreiecke vorgesehen sind. Der Schwimmer ist in dem teilweise mit einer Absperrflüssigkeit angefüllten Gehäuse A eingeschlossen, aus dessen Boden das Gaszuführungsrohr b in die Glocke bis über die Flüssigkeit hineinragt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Bei dem -niedrigen Gasdrucke am Tage bleibt der Sclwimmer in seiner Ruhestellung (Fig. 1) und wird erst gehoben, sobald der Gasdruck am Abend erhöht wird und eine bestimmte Stärke angenommen hat. Wenn letzteres der Fall ist, bewegt sich der Schwimmer aus der Sperrflüssigkeit heraus, bis die Durchgangsöffnungen c die Stellung erreicht haben, bei welcher das Gas unmittelbar von dem inneren Räume des Schwimmers nach dem oberen Räume des Gehäuses A gelangt. Von hier aus wird dann das Gas dem Brenner zugeführt und durch eine Zündflamme, welche beständig brennt, zur Entzündung gebracht.
Der Auftrieb des Schwimmers setzt sich aus zwei Größen zusammen, welche entsprechen: .
I. dem Gewicht der durch den Schwimmer verdrängten Flüssigkeitsmenge,
2. der hebenden Kraft des auf die freie Querschnittsfläche des Schwimmers wirkenden Gasüberdruckes.
Im ruhenden Zustande (Fig. i) ist das Gewicht des Schwimmers größer als der gesamte Auftrieb beim Tagesgasdrucke, und zwar ist das Übergewicht des Schwimmers so bemessen, daß ein Heben desselben erst bei einer bestimmten Erhöhung des Gasdruckes, beispielsweise einer io mm Wassersäule entsprechenden, erfolgt.
Sobald der Schwimmer in Bewegung kommt, tritt der sich nach unten erweiternde Teil d des Schwimmerkörpers, welcher in seinen Quer-Schnittsverhältnissen beliebig ausgebildet werden kann und in der Zeichnung als Kegelstumpf dargestellt ist, nach und nach aus der Flüssigkeit heraus. Die Folge hiervon ist, daß der Auftrieb des Schwimmers, der geringeren verdrängten Flüssigkeitsmenge entsprechend, abnimmt. Diese Abnahme des Auftriebes wirkt dem Aufsteigen des Schwimmers entgegen. Andrerseits wird jedoch gleichzeitg der Auftrieb durch den Gasdruck infolge der allmählich größer werdenden freien Querschnittsfläche beim Heraustreten des Schwimmers aus der Sperrflüssigkeit ein größerer.
Die Verhältnisse sind derartig geAvählt, daß ein bestimmter Teil des Schwimmergewichtes ausgeglichen ist, wenn die Schlitze die Stellung" nach Fig. 3 einnehmen, also kurz bevor das Gas vom Innern des Schwimmers durch die Schlitze nach dem Brenner strömt.
Der Überschuß an Auftrieb · durch den Gasdruck hebt nun den Schwimmer so hoch, daß die Schlitze eine genügende Gasmenge hindurch lassen (Fig. 3). Sobald aber die Schlitze beginnen frei zu werden, entsteht in dem äußeren Raum, also in dem oberen Teile des Gehäuses A, ebenfalls ein Gasüberdruck. Infolgedessen kommt jetzt für den Auftrieb nicht mehr der innere Gasdruck, sondern nur der Unterschied zwischen 'dem inneren und äußeren Drucke zur Wirkung. Der über dem Schwimmer lastende Druck ist infolge des Abflusses des Gases nach dem Brenner stets um ein Bestimmtes kleiner als der Gasdruck innerhalb des Schwimmers.
Durch die beim Heben immer größer gewordene freie Querschnittsfläche des Schwimmers hält auch in der höchsten Stellung (Fig. 4) der Auftrieb des Gases dem Gewichte des Schwimmers das Gleichgewicht.
Die besondere Form des Schwimmers gestattet nun gleichzeitig, wie bereits erwähnt, eine selbsttätige Regelung kleinerer, in der Gasleitung auftretender Druckschwankungen. Der Vorgang ist hierbei folgender:
Entsteht unter dem Schwimmer eine Druckerhöhung, so gelangt infolge des höheren Innendruckes eine größere Menge Gas durch den freien Schlitzquerschnitt nach dem Raum über der Glocke. Gleichzeitig tritt mit der Druckerhöhung auch ein vorübergehendes Heben des Schwimmers und hiermit eine Vergrößerung des freien Schlitzquerschnittes ein. Infolge des vergrößerten Schlitzquerschnittes wird der Außendruck vorübergehend stark wachsen. Die Folge hiervon ist, daß der unter und über der Glocke herrschende Druckunterschied, welcher hebend auf den Schwimmer wirkte, geringer und infolgedessen der Schwimmer zum Sinken gebracht wird. Währenddessen verkleinern sich die freien Schlitzöffnungen und hiermit nimmt gleich-zeitig wiederum der Druck über dem Schwimmer ab, so daß sich der Druckunterschied wieder vergrößert,, und zwar stellt sich jetzt der Schwimmer so ein, daß der größer gewordene Druckunterschied auf einen entsprechend kleineren freien Querschnitt des Schwimmers hebend wirkt, d. h. den Schwimmer im Gleichgewichtszustande erhält. In dieser Stellung ist zwar ein kleinerer Schlitzquerschnitt frei, durch welchen aber infolge des höheren Innendruckes eine entsprechend größere Menge Gas nach dem Brenner hindurchtritt, so daß bei demselben Außendrucke stets ein gleichmäßiges Brennen herbeigeführt wird.
Bei einer eintretenden Druckverminderung unter dem Schwimmer tritt nun folgendes ein:
Zunächst gelangt durch den freien Schlitzquerschnitt, der Verringerung des Druckes entsprechend, weniger Gas über den Schwimmer als vorher. Der Druck über dem Schwimmer wird daher kleiner werden. Gleichzeitig" mit der Verminderung- des Druckes unter dem Schwimmer erfolgt ein vorübergehendes Sinken desselben, wodurch sich der freie Schlitzquerschnitt verringert. Die Folge hiervon ist, daß der Druck über der Glocke noch weiter abnimmt, da nicht so viel Gas nach dem Räume unter dem Brenner übertritt, als der Brenner durchzulassen imstande ist. Infolge dieser verhältnismäßig großen Abnahme des Druckes über dem Schwimmer entsteht ein entsprechend größerer Druckunterschied, welcher bewirkt, daß sich der Schwimmer hebt und einen solchen Schlitzquerschnitt freigibt, daß entsprechend dem vorhergehenden Vorgange Gleichgewicht hergestellt wird und der Brenner gleichmäßig arbeitet.
In dieser letztbeschriebenen Weise wirkt die Vorrichtung als Druckregler, zu welchem Zwecke sie auch allein in Anwendung kommen kann, ohne daß gleichzeitig ein Zünden und Löschen von Gasflammen beabsichtigt ist.
Um bei dem Eintritte plötzlicher Druck-Schwankungen ein zu rasches Auf- und Abwärtsbewegen des Schwimmers in der Sperr-
flüssigkeit auszuschließen, ist der Schwimmer in seinem unteren Teile mit einer geneigten oder wagerechten Fläche e e versehen, welcher die Sperrflüssigkeit bei der Bewegung des Schwimmers einen entsprechenden Widerstand entgegensetzt, so daß sich das Auf- und Abwärtsbewegen allmählich vollzieht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Zünd- und Löschvorrichtung für Gaslampen mit durch den wechselnden Gasdruck beeinflußter Schwimmerglocke, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmerglocke einen von ihrem oberen Ende nach der Mitte zu sich allmählich vergrößernden Querschnitt besitzt und an ihrem Umfange eine beliebige Anzahl schlitzartiger, nach oben sich verengender Öffnungen (c) trägt.
  2. 2. Ausführungsform der Zünd- und Löschvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer zur Dämpfung seiner Schwingungen bei Druckänderungen am unteren Ende mit einer mehr" oder weniger gegen die Bewegungsrichtung geneigten Fläche (e) versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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