DE150503C - - Google Patents

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DE150503C
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carbide
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capillary space
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H9/00Acetylene gas generators according to Dobereiner's principle with fixed carbide bell

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gasentwickler, besonders zum Entwickeln von Acetylen aus Calciumkarbid, bei welchem das Wasser dem Karbid durch einen kapillaren Zwischenraum zugeführt wird. Bei der vorliegenden Erfindung ist im Gegensatz zu bekannten Anordnungen dieser Art der kapillare Zwischenraum, durch den das Wasser zum Karbid gelangt, so angeordnet, daß das
ίο Wasser in der Nähe des Umfanges des Karbidbehälters eintritt, so daß die beim Entwickeln des Gases erzeugte Wärme unmittelbar durch die Wandung des Karbidbehälters auf das diesen umgebende Wasser abgeleitet werden kann. Bei den früheren Konstruktionen ist dies nicht möglich, weil die Wassereintrittsstelle durch große Karbidschichten von dem Wasserbehälter getrennt ist.
Die Erfindung besteht darin, daß in dem Karbidbehälter ein napfartiger Einsatz angeordnet ist, der mit der von dem Wasser umgebenen Wandung einen kapillaren Zwischenraum' bildet.
In der Zeichnung stellen Fig. 1 einen zentralen Längenschnitt, Fig. 2 eine Einzelheit in der Perspektive, die Fig. 3 und 4 zentrale Teilschnitte von Abänderungen dar.
ι bezeichnet den gewöhnlichen Wasserbehälter, der einen Karbidbehälter 2 einschließt.
3 stellt den gewöhnlichen Schraubenverschluß für den Wassereinlaß dar. 4 ist ein ■ Nadelventil, das mit seinem am Ende befindlichen Gewinde 5 in einen Ansatz 6 eingeschraubt ist. 7 stellt eine in den Karbidbehälter führende Öffnung dar. 8 ist ein Einsatz, der sich in seiner Form dem Boden des Karbidbehälters anpaßt. In der Zeichnung hat dieser Einsatz die Form eines schräg abgeschnittenen abgestumpften Kegels. 9 ist der niedrigste Teil und IO der höchste Teil der Wand. 11 zeigt einen verengten Teil des Einsatzes, durch den es ermöglicht wird, diesen in den Karbidbehälter 2 richtig" einzupassen und hinabzudrücken, bis ein Wasserraum oder Eintrittskanal 12 und ein Kapillarraum oder ein kapillarer Zutrittskanal 13 gebildet wird. 14 sind Vorsprünge oder Ausbuchtungen an dem Einsatz, die am besten rund um den Rand dieses Behälters angebracht sind, so daß sie, wenn der Behälter eingesetzt wird, dazu dienen, eine zu nahe Berührung der Wand des Einsatzbehälters mit der Wand des Karbidbehälters zu verhindern und somit die Aufrechterhaltung' des Kapillarraumes zu gewährleisten.
15 ist ein an dem Boden des Wasserbehälters ι angebrachter Bund, der eine aufwärts gehende Schraube 16 aufweist. Der Bund paßt unter einen erhöhten Teil 17 des Karbidbehälterbodens, durch den die Schraube hindurchgeht. Der Boden des Einsatzes 8 ist bei 18 entsprechend erhöht, damit er über den erhöhten Teil 17 paßt, wobei ein Raum zwischen diesen beiden das Anbringen einer Flansche 19 und einer Flügelmutter 20 gestattet, mittels deren der Einsatz herausgehoben, ausgewechselt und wieder befestigt werden kann. Der Schaft der Flügelmutter hat vorteilhaft eine Flansche oberhalb des Einsatzbehälters, damit dieser Behälter durch
Drehen der Schraube herabgedrückt werden kann.
In Fig. 3 ist bei 21 eine Nut in dem Einsatzbehälter angebracht, die an Stelle der Verjüngung 11 treten kann, während bei 22 in Fig. 4 die Nut in der Wand des Karbidbehälters anstatt in dem Einsatzbehälter angebracht ist. Die punktierte Linie 23 soll zeigen, daß der Einsatzbehälter nicht notwendig die geneigte oder allmählich ansteigende Wand zu haben braucht. In dieser Figur ist ferner erläutert, wie man praktisch in abgeänderter Weise den niedrigsten Teil des Einsatzbehälters auch gegenüber der Ö ffnung 7 anordnen kann.
Bei der Benutzung der in Fig. 1 dargestellten Form erhält zunächst der Karbidbehälter 2 seine Füllung, die bis oberhalb des Einsatzbehälters 8 reicht. Der Wasserbehälter wird dann gefüllt und das Ventil ς so gestellt, daß das Wasser durch die Öffnung 7 in den Ringkanal 12 gelangt, wobei angenommen wird, daß der Einsatzbehälter 8 ■ auf den Boden des Karbidbehälters gestellt und dort so festgeschraubt ist, daß der Raum über dem Ringkanal 12 einen Kapillarraum oder einen kapillaren Zuführungskanal 13 darstellt. Das Wasser geht um den verjüngten Teil des Einsatzbehälters (also rund um den Ringkanal 12) und steigt, dem Gesetze der Kapillarwirkung folgend, in dem Räume 13, der sich unmittelbar über dem niedrigsten Punkte 9 des Einsatzes befindet, auf. Das Wasser wird von dem Karbid aufgenommen und letzteres in Kalk zersetzt; dieser Kalk wirkt wie' ein Docht und trägt mit dazu bei, daß die Sättigung des Karbides der Neigung des Einsatzbehälters 8 entlang und in allen Richtungen fortschreitet.
Der verjüngte Teil (oder die Nut) des Einsatzes dient dazu, alle Teile des Kapillarraumes regelmäßig und gleichmäßig mit Wasser zu speisen. Die Regelung des Wasserzuflusses zu dem Wasserraum durch ein Ventil oder ein ähnliches Element bildet bei der neuen Vorrichtung ebenfalls ein wichtiges Hilfsmittel.
Wie bereits erwähnt, sind die Abstandsvorsprünge oder Einbuchtungen 14 zur Sicherung eines gleichmäßigen kapillaren Raumes sehr wirksam, wenn sie oben oder fast oben an dem Einsatzbehälter und nicht in der Mitte oder tiefer angeordnet sind.
Das Wasser kommt bei dem Entwickler zunächst mit dem losen Karbid an dem Punkte, wo es den kapillaren Raum verläßt, in Berührung, d. i. an dem tiefsten Punkte des Einsatzbehälters. Ist das nächstliegende Karbid gesättigt, so wirkt der verbrauchte Kalk auf das Wasser und saugt es in der unmittelbaren Nähe des Eintrittspunktes auf.
Diese Wirkung geht der geneigten Linie entlang höher und höher, so daß jede Möglichkeit einer Hemmung dieser Wirkung durch irgend eine gelegentliche Oberflächenspannung oder Reibung in dem Kapillarraume vermieden wird. Das Wasser wird bei der beschriebenen Ausführungsform des Apparates von beiden Richtungen her der geneigten Linie entlang hinaufdringen und so stufenweise fortschreitend einen kontinuierlich und gleichmäßig wirkenden »Docht« von verbrauchtem Kalk erzeugen, der jede Schicht erreicht. Der so aus dem gesättigten Kalk gebildete »Dochta wird durch die im Laufe der Operation fortschreitende Zerstörung des Karbides vergrößert und die ganze Karbidmenge auf diese Weise sicher und gleichmäßig von allen Richtungen her angegriffen.
Während der Entwicklung nimmt das Gas bei dem Aufwärtssteigen eine bestimmte Menge Feuchtigkeit von dem als Docht wirkenden Kalk auf, gibt aber, wenn es durch die oberen Schichten Karbid geht, seine Feuchtigkeit an das Karbid ab und bceinflußt auf diese Weise vorteilhaft die Gleichmäßigkeit der Sättigung und Entwicklung". Das Aufwärtsdringen des in den unteren Schichten erzeugten Gases ist bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiele selbstverständlich von der Menge abhängig, die der Brenner erfordert, und die Weiterentwicklung des Gases wird im Verhältnis zu diesem Bedarfe geregelt..
Durch die Verwendung der kapillaren Zu-, leitung und der Regelung des Wasserzuflusses werden bei der Zuleitung des Wassers' durch Eigengewicht oder Druck leicht eintretende Störungen beseitigt und so ein plötzliches Überschwemmen der Karbidkammer und eine infolgedessen entstehende übermäßige Gasentwicklung vermieden.
Durch die Verwendung der kapillaren Zuleitung und die Bildung einer kapillaren Wasserschicht wird ferner ein wirksames Mittel zur Verhinderung des Gegendruckes des Gases gewonnen, denn während der kapillare Raum das Aufwärtsdringen des Gases mit verhältnismäßiger Leichtigkeit gestattet, widersteht die kapillare Säule in weit höherem Grade der durch einen Gegendruck des Gases veranlaßten Verschiebung. Der kapillare Raum ist deshalb an sich schon ein einen Verschluß bildendes Ventil, das den Zutritt des Wassers leicht gestattet, aber dem Gasstrome widersteht. Diese Wirkung wird noch durch einen anderen Umstand, nämlich durch die radiale Verteilung der kapillaren Wasserschicht, erhöht, da es hier tatsächlich ermöglicht wird, eine dünne Schicht rings um den Einsatzbehälter vorzusehen, die eine große Angriffsfläche bei nur kleinem Zutritt
bietet, wobei der Widerstand gegen den Gegendruck nicht von der Menge des Wassers in dem Verschluß, der durch die dünne Schicht oder durch einen gegenwirkenden äußeren Druck gebildet wird, abhängig ist.
Ferner kann nach der vorliegenden Erfindung eine Ersparnis in der Konstruktion eines für eine Lampe dienenden Entwicklers, wie er in der beiliegenden Zeichnung dargestellt worden ist, erzielt werden. Es wird der Karbidbehälter von dem Wasserbehälter umgeben, und da die Wirkung des Apparates nicht von dem Drucke abhängt oder überhaupt keinen Druck für den 'Wasserzufluß erfordert, so ist es möglich, die dargestellte kompakte Form zu benutzen, in der der Karbidbehälter selbst höher als der umgebende Wasserbehälter sein kann.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Gasentwickler, besonders zum Entwickeln von Acetylen aus Calciumkarbid mit Zuführung des Wassers zum Karbid durch einen kapillaren Zwischenraum, dadurch gekennzeichnet, daß in dem vom Wasser umgebenen Karbidbehälter ein napfartiger Einsatz angeordnet ist, der mit der von dem Wasser umspülten Wandung des Karbidbehälters einen kapillaren Zwischenraum bildet.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Gasentwicklers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser aus dem kapillaren Zwischenraum über die obere Kante des Einsatzes zum Karbid gelangt.
  3. 3. Eine Ausführungsform des Gasentwicklers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Kante des Einsatzes in einer zur Wagerechten geneigten Ebene verläuft, um ein Übertreten des aus dem kapillaren Zwischenraum zum Karbid geführten Wassers zunächst nur an dem tiefsten Punkte der Oberkante des Einsatzes und dann allmählich fortschreitend an den höher liegenden Punkten hervorzurufen.
  4. 4. Eine Ausführungsform des Gasentwicklers nach Anspruch Ι, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil des von dem Einsatz und dem Karbidbehälter gebildeten kapillaren Zwischenraumes zu einem Wasserzuführungskanal erweitert ist.
  5. 5. Eine Ausführung'sform des Karbidbehälters nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz zweckmäßig an seiner oberen Kante mit äußeren Vorsprüngen oder Auskerbungen versehen ist, die den kapillaren Zwischenraum zwischen dem Einsatz und der Wandung des Karbidbehälters aufrecht erhalten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in ber reichsdruCkerei.
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