DE14666C - Apparat zum Färben von Geweben, deren Kette aus Baumwolle und deren Einschufs aus Wolle besteht - Google Patents

Apparat zum Färben von Geweben, deren Kette aus Baumwolle und deren Einschufs aus Wolle besteht

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DE14666C
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Germany
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cotton
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tap
reservoir
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DENDAT14666D
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E. POSSELT und R. PETERS in Bradford Yorkshire (England)
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • D06B3/20Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics with means to improve the circulation of the treating material on the surface of the fabric

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTA
Wolle besteht.
Die Erfindung besteht erstens darin, die Kette der Gewebe anilinschwarz zu färben, zweitens den Einschufs mittelst einer neuen Beize, welche den Farbstoff der Farbhölzer vollständig haften läfst, schwarz oder anders zu färben.
Die durch obige Methoden erzielten Nuancen widerstehen dem Einflufs der Luft, des Seewassers, der Seife und des sauren und alkalischen Wassers.
Alle bisher angewendeten Methoden zum Färben der aus baumwollener Kette und wollenem Einschufs bestehenden Gewebe leiden an geringer Haltbarkeit der Nuancen. Diese Gewebe verlieren ihre Frische; das Schwarz wird nach einigen Monaten grünlich oder roth; die anderen Farben: kastanienbraun, blau, granat, grün, sind noch weniger widerstandsfähig.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Seitenansicht einer Färbereimaschine, welche mit unserem System und Apparat versehen ist, welcher letztere genau soviel Flüssigkeit liefert, wie die Gewebe, indem sie in die Maschine gehen, mit sich fortführen. Fig. 2 zeigt die Seitenansicht einer Maschine, welche zur Färbung der baumwollenen Kette angewendet wird; mit derselben ist unser Apparat verbunden, um Flüssigkeiten oder Beizen nur für Baumwollenketten zu liefern. Fig. 3 zeigt ferner eine gewöhnlich in der Färberei angewendete Maschine, welche gleichfalls mit unserem Apparat versehen ist. Diese Maschine wird angewendet, um das Schwarz auf den Ketten haltbar zu machen.
Die Gewebe mit Baumwollenkette und Wolleneinschufs werden auf zwei verschiedene Arten hergestellt.
Es sind entweder:
die Kette und der Einschufs roh, oder
die Kette ist vor dem Weben schwarz gefärbt, und der Einschufs ist roh.
Um die Kette der Gewebe mit Baumwollenkette und Wolleneinschufs anilinschwarz zu färben, verfahren wir, anstatt die Gewebe in Farbebäder einzuführen, in der Weise, dafs wir den Farbstoff durch Aufstrahlung auf die Stücke bringen.
Die Stücke werden nach den gewöhnlichen Methoden entfettet und befestigt und am Ende an einander genäht. Die in die Maschine, Fig. ι, eintretenden Stücke gehen über die Walze A, sodann unter der Walze B hindurch, über die Walze C, durch die Druckwalzen D und durch die Legevorrichtung heraus. Zwischen den Walzen A und C ist eine Röhre E befestigt, welche der Länge nach mit kleinen Löchern versehen ist. Letztere ist an einem Rohr F befestigt, an welchem ein Hahn G angebracht ist, in welchen wiederum das Rohr H eingeschraubt ist,. das mit dem oberhalb der Maschine aufgestellten Reservoir / in Verbindung steht. Der Hahn gestattet, genau soviel Flüssigkeit zuzuführen, wie die Gewebe mit fortnehmen, indem sie durch die Maschine laufen. Das
Reservoir / enthält eine Mischung, welche zur Erzeugung des Anilinschwarz auf der Baumwollenkette erforderlich ist.
Diese Mischung setzt sich wie folgt zusammen:
Wasser 60 1,
Eisenchlorürlösung 60 -
Anilinöl 16 -
Salzsäure 20 -
chlorsaures Kali 3 kg,
schwefelsaures Kupferoxyd . 2 Diese Flüssigkeit strömt durch die kleinen Löcher der Röhre E strahlenförmig aus, dringt in das Gewebe ein, welches man, wenn es genügend getränkt ist, acht bis zehn Stunden ruhen läfst; diese Zeit ist zur Oxydation des Anilin nothwendig. Die Gewebe werden alsdann in eine zweite Maschine geführt, welche mit der soeben beschriebenen identisch ist, nur enthält das Reservoir / eine concentrirte Lösung von mit Salzsäure angesäuertem doppeltchromsaurem Kali. Diese Lösung strömt durch die Röhren und strahlt durch die kleinen Löcher auf die Gewebe aus.
Nach dieser zweiten Operation sind die Ketten der Gewebe in dauerhaftem Schwarz gefärbt, worauf sie gründlich in Wasser gewaschen und sodann getrocknet werden.
Um den Einschufs der Gewebe schwarz, blau, braun, grün, granatfarbig zu färben, wenden wir zwei Bäder an, deren erstes die Stücke beizen soll und deren zweites Farbholzlösungen enthält. Diese beiden Bäder werden stark sauer gemacht, wie die folgende Zusammensetzung unserer Beize es zeigt:
Wasser 48 1,
,Salzsäure 24 -
Schwefelsäure .... 12 -
Zink 6 kg.
Zu dieser Flüssigkeit fügt man doppeltchromsaures Kali und schwefelsaures Kupfer im Verhältnifs von 2/5 bis 3/i pCt.
Nachdem die Bestandtheile dieser Beize in einem Bade gemischt worden, läfst man die Stücke in demselben eine Stunde kochen.
Darauf wäscht man sie mit kaltem Wasser ab und bringt sie in ein Farbebad. Nehmen wir z. B. Granatfärbung an, so wird das Bad eine Abkochung von Rothholz, sogenanntem Limaholz, und von Gelbholz oder Cubaholz in denjenigen Verhältnissen enthalten, welche nothwendig sind, um die gewünschte Nuance zu erhalten. Dieses Bad mufs überdies durch die oben beschriebene Zinkflüssigkeit angesäuert werden.
Beim Schwarz- und Blaufärben verfährt man ebenso; wir können jedoch die Zinkflüssigkeit durch Schwefelsäure oder Weinstein (saures weinsteinsaures Kali) ersetzen. Auch können wir die Schwefelsäure durch Salpetersäure und das Zink durch Zinn bei den Farben ersetzen, nicht jedoch beim Schwarz. Nach dem Farbebad werden die Gewebe gründlich mit Wasser gewaschen.
Wenn die Gewebe auf der Baumwollenkette schwarz gefärbt werden sollen, mufs man die Baumwolle in der Kette färben.
Zu diesem Zweck bedienen wir uns der gleichen Maschinen, wie sie in der Praxis angewendet werden, nur bringen wir in denselben nicht Farbebäder an, und zwar wenden wir eine Maschine mit zwei Abtheilungen, Fig. 2, an, deren erste J kochendes Wasser enthält. Die Ketten gehen über die Walzen K und werden durch die Druckwalzen D gefestigt, sodann gelangen sie in die zweite Abtheilung Z, laufen über die Walze M und werden in oben beschriebener Weise mit Flüssigkeit.bestrahlt; eine derartige Flüssigkeit besteht zu gleichen Theilen aus :■ Wasser,
Eisenchlorür,
Salzsäure,
chlorsaurem Kali,
schwefelsaurem Kupferoxyd. Diese Flüssigkeit wird in ein Reservoir / oberhalb der Maschine gegossen; in diesem Reservoir mündet das Rohr H, an welchem ein Hahn mit einem anderen Rohr F befestigt ist, welches letztere mit der Röhre E verbunden ist, die mit kleinen Löchern versehen ist. Durch diese Löcher strahlt die Flüssigkeit aus, welche die Ketten durchdringt, ebenso wie es oben in Bezug auf die Gewebe beschrieben ist. Sobald die Ketten genügend getränkt sind, werden sie fortgenommen, und läfst man sie acht bis zehn Stunden behufs Oxydation des Anilins ruhen. Alsdann werden sie in eine zweite Maschine geführt, über welcher sich ein Reservoir mit mit Salzsäure versetzter concentrirter Lösung von " doppeltchromsaurem Kali befindet; diese Lösung fliefst in gleicher Weise durch die Röhren HF und E und strömt strahlenförmig aus den kleineren Löchern der letzteren Röhre ' auf die durch die Maschine gehenden Ketten, welche sie durchdringt und dauerhaft schwarz färbt. Darauf werden die Ketten in kaltem Wasser mit Seife gewaschen, wozu wir uns einer Maschine gleich derjenigen bedienen, welche in Fig. 2 dargestellt ist; hierauf werden die Ketten getrocknet.
Anstatt der mit Durchbohrungen versehenen Röhre, welche die Gewebe oder Ketten bestrahlt, können wir uns auch einer Röhre bedienen, welche die Flüssigkeit in die Maschine leitet. Diese Röhre ist mit einem Hahn versehen, welcher genau diejenige Quantität Flüssigkeit liefert, die von den Geweben oder Ketten fortgeführt werden kann, so dafs die Flüssigkeit in der Maschine in stets gleichem Niveau und stets gleicher Concentration erhalten bleibt. Das gleiche Niveau wird noch durch eine Oeffnung gesichert, durch welche die überschiefsende Flüssigkeit abfliefst.

Claims (1)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    Die Construction und Anwendung eines Tropfbades zum Färben, besonders mit Anilinfarben, das aus folgenden einzelnen Theilen (s. Fig. i) hergestellt ist:
    a) aus der mit kleinen Löchern versehenen Röhre E; .
    b) aus der Röhre F, die mit der Röhre E und dem Hahn G in Verbindung steht;
    c) aus der im Boden des Reservoirs / befestigten und an dem Hahn G angebrachten Röhre H und der in der Nähe des Reservoirbodens vorhandenen Oeffnung mit Hahn zum Ablassen der überflüssigen Farbemischung.
    Die Construction und Anwendung eines Tropfbades zum Färben der Kette (Baumwolle oder einfaches Kammgarn), das aus folgenden einzelnen Theilen, Fig. 2 und 3, hergestellt ist:
    a) aus der mit Löchern versehenenRöhrei?;
    b) aus der mit E verbundenen und mit Hahn G versehenen Röhre F;
    c) aus der im Reservoirboden J befestigten und an dem Hahn G angebrachten Röhre H, sowie der im Reservoirboden angebrachten, mit Hahn versehenen Oeffnung zum Ablassen der überflüssigen Farbemischung.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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